DDoS-Report 1. Halbjahr 2022: Anzahl der DDoS-Angriffe geht zurück, gleichzeitig werden sie gefährlicher

Im Auge des Sturms

Bild– DDoS-Angriffe im 1. Halbjahr 2022 quantitativ rückläufig (-80%) – Attacken dafür kürzer, intensiver und anspruchsvoller als je zuvor

– Kritische Nutzlast 2022 im Durchschnitt nach 55 Sekunden erreicht (2021: 184 Sekunden)

– Marc Wilczek (Geschäftsführer, Link11): „Turboangriffe sind brandgefährlich. Sie erreichen sehr schnell ihren Höhepunkt, anstatt kontinuierlich anzusteigen. Solche DDoS-Attacken sind in der Lage die Netzwerksysteme lahmzulegen, noch bevor die Abwehrmaßnahmen ihre volle Wirkung entfalten können.“

Seit mehr als zwei Jahren beeinflusst die Corona-Pandemie das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft. In vielen Bereichen des Lebens wurde dadurch die digitale Transformation beschleunigt. Die mit der voranschreitenden Digitalisierung verbundenen Cybergefahren gehören für Wirtschaft, Industrie und den öffentlichen Sektor zu den gravierendsten Folgen. Auch wenn laut einer im Juni veröffentlichten Bitkom-Umfrage die Digitalisierung seit Beginn des Krieges in der Ukraine an Tempo verloren hat, verschärft sich die Bedrohungslage im Cyberraum weiter.

Trotz dieser Bedrohungslage verzeichnete das Link11 Security Operations Center (LSOC) erstmals einen temporären Rückgang der DDoS-Attacken im Link11-Netzwerk. Während des ersten Halbjahres 2022 ist die Gesamtzahl der Angriffe im Vergleich zum DDoS-Rekordjahr 2021, um mehr als drei Viertel (-80 %) zurückgegangen. „In den vergangenen beiden Jahren waren mehrere große DDoS-Erpresserwellen eine der stärksten Triebfedern der kriminellen DDoS-Aktivitäten“, kommentiert Marc Wilczek, Geschäftsführer bei Link11 ( https://www.link11.com/de/ueber-link11/ ), den Rückgang. „Auch wenn im Juli die Angriffszahlen wieder deutlich gestiegen sind, haben wir bisher weniger Ransom-DDoS-Attacken beobachtet. Außerdem wurde im Frühjahr der weltweit größte Darknet-Marktplatz abgeschaltet und damit eine der Sammelstellen krimineller Energien trockengelegt“, ergänzt Wilczek.

Es sind zwar weniger Attacken, gleichzeitig sind sie gefährlicher. Denn wie das LSOC in den vergangenen Jahren beobachten konnte, verändert sich nicht nur die DNA der Angriffe kontinuierlich. Anstatt wahllos in der Hoffnung auf Erfolg die Unternehmen zu überfallen, werden Unternehmen inzwischen sehr gezielt mit hochentwickelten DDoS-Attacken angegriffen. Zudem sind die im Betrachtungszeitraum verzeichneten Angriffe deutlich kürzer, intensiver und anspruchsvoller.

Erstmals wurde bei den im Link11-Netzwerk registrierten DDoS-Attacken analysiert, wie viele Sekunden nach der Übertragung der ersten Bytes vergehen müssen, bis der Traffic seinen Maximalwert erreicht. Im ersten Halbjahr 2022 wurde eine kritische Nutzlast im Durchschnitt bereits 55 Sekunden nach Einsetzen der DDoS-Attacke erreicht. Im Vergleich dazu erzielten die Angriffe im Jahr 2021 erst nach durchschnittlich 184 Sekunden ihren Höhepunkt. „Diese Turboangriffe sind brandgefährlich. Sie erreichen sehr schnell ihren Höhepunkt, anstatt kontinuierlich anzusteigen. Solche DDoS-Attacken sind in der Lage die Netzwerksysteme lahmzulegen, noch bevor die Abwehrmaßnahmen ihre volle Wirkung entfalten können“, erklärt Wilczek.

Auch der Trend zu DDoS-Angriffen mit einer hohen Bandbreite ist weiterhin ungebrochen. Die durchschnittlichen maximalen Angriffsbandbreiten sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 266 Gbps im ersten Halbjahr 2021 auf 325 Gbps im ersten Halbjahr 2022 weiter gestiegen. Die größte im Link11-Netzwerk registrierte DDoS-Attacke wurde bei 574 Gbps gestoppt. Auch die Korrelation zwischen Dauer und Intensität der DDoS-Angriffe zeigt: Die Attacken sind kürzer und gleichzeitig intensiver. Je konzentrierter, gezielter und anspruchsvoller Angriffe durchgeführt werden, desto mehr sind Präzision und Geschwindigkeit bei der Erkennung und Abwehr von Angriffen erforderlich. Das bedeutet, dass im Umgang mit DDoS-Angriffen Zeit ein immer wesentlicherer Faktor wird.

Der vollständige Report steht auf der Link11-Webseite zum Download bereit: https://www.link11.com/de/downloads/ddos-report-h1-2022/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

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Herr Moritz Benz
Luisenstraße 40
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Über Link11:
Link11 ist der führende europäische Anbieter im Bereich des Schutzes von Webservern und Infrastrukturen vor Cyber-Angriffen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland unterhält weltweit Standorte, so u. a. in Europa, Nordamerika und Asien. Die cloudbasierten IT-Sicherheitsleistungen von Link11 helfen Kunden dabei, Unterbrechungen von Geschäftsprozessen zu vermeiden und die Cyber-Resilienz ihrer Business-Netzwerke und kritischen Anwendungen zu stärken.

Das Produktportfolio von Link11 enthält eine große Bandbreite an Sicherheitsleistungen wie Web- und Infrastruktur-DDoS-Schutz, Bot-Management, Zero-Touch-WAF und Secure-CDN-Services. Nach übereinstimmender Meinung von Analysten (Frost & Sullivan, Gartner u.a.) bietet Link11 eine einzigartige, qualitativ hochwertige Absicherung aller relevanten OSI-Layer und gegen sämtliche – auch unbekannte – Formen von DDoS-Attacken innerhalb von Sekunden. Technologische Basis dafür ist der patentierte DDoS-Schutz von Link11, der auf maschinelles Lernen und konsequente Automation setzt. Das eigene weltweite Multi-Terabit-Netzwerk mit derzeit 43 PoPs (Points Of Presence), das die DDoS Filter Cluster miteinander verbindet, wird vom Link11 Security Operations Center rund um die Uhr überwacht.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erkennt Link11 als qualifizierten Anbieter für den DDoS-Schutz von kritischer Infrastruktur an. Mit der ISO-Zertifizierung 27001 erfüllt das Unternehmen höchste Standards in der Datensicherheit. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2005 wurde Link11 für seine innovativen Lösungen und seine geschäftliche Entwicklung vielfach ausgezeichnet.

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Attack-Surface.net stellt neue Cyber-Security Lösung vor

Wie Sie Ihr Unternehmen rund um die Uhr vor Cyber-Risiken schützen

Emoted, DDos, Killnet & Co. Das sind einige der externen Bedrohungsszenarien, die derzeit im Umlauf sind und seit Monaten in den Schlagzeilen stehen. Cyber-Risiken erweisen sich zunehmend als existenzielle Bedrohung für Unternehmen und der Cyber-Krieg ist in vollem Gange. Laut dem AGCS Barometer 2022 stehen Cyber-Bedrohungen als größtes Risiko bei Unternehmen auf dem Plan. Mehr noch als Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen, Naturkatastrophen und Pandemien.

Cyber Risk Management: Der existenzkritische Need

Sinnvolle Lösungen zur Cyber-Security sind im Maschinenraum jedes Unternehmens nicht mehr wegzudenken. Die Methoden der Angreifer, nach Sicherheitslücken und Schwachstellen zu suchen, werden immer kreativer und ausgefeilter. Dabei können die Ziele der Angreifer verschieden motiviert sein, um Informationen über das Unternehmen zu generieren, Infrastrukturen zu infiltrieren oder ganze Unternehmen und Unternehmensbereiche lahmzulegen. Angefangen bei finanziellen Interessen, über das Social Engineering und die Sabotage von Infrastrukturen, sind CISO’s und IT-Verantwortliche täglich herausgefordert. Gewiefte Angreifer bleiben im Durchschnitt jedoch für mehrere Wochen unerkannt und Intrusionen werden häufig erst dann bemerkt, wenn der Schaden bereits entstanden ist.

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Radware DDoS und Application Attack Report

Predictable Resource Location“-Attacken lösen SQL Injection als bevorzugten Angriffsvektor ab

Schon nach drei Quartalen des laufenden Jahres haben die Sicherheitsexperten von Radware bei ihren Kunden mehr DDoS-Angriffe geblockt als im gesamten Jahr 2020. Dies berichtet das Unternehmen in seinem Q3 DDoS and Application Attack Report. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Zahl der Angriffe um 75 und ihr durchschnittliches Volumen um 44 Prozent. Allerdings lag die Zahl der Zwischenfälle im dritten Quartal leicht unter denen der ersten beiden.

Auch die Zahl der Attacken auf Webanwendungen unter Ausnutzung bekannter Schwachstellen ist in diesem Jahr stark angestiegen. In jedem Quartal verzeichnete Radware hier eine Verdopplung gegenüber dem Vorquartal. Durchschnittlich hat das Unternehmen bei jedem seiner Kunden monatlich 700.000 Sicherheitsereignisse erkannt und blockiert.

Besonders auffällig und in der Anzahl deutlich führend waren im dritten Quartal die sogenannten „Predictable Resource Location“-Angriffe, bei denen Hacker in Standardverzeichnissen von Betriebssystemen oder Anwendungen nach Zugangsmöglichkeiten suchen. Solche Angriffe wurden doppelt so oft entdeckt wie klassische SQL-Injection-Attacken, die vor Code Injection und Cross Site Scripting den zweithäufigsten Angriffsvektor darstellten. Diese Erfahrung deckt sich auch mit der jüngsten Kategorisierung der OWASP Top Ten, in der unzureichende Zugangskontrollen jetzt erstmals die Topposition einnehmen.

Größere Volumenangriffe als je zuvor

„Im dritten Quartal wurden auf drei Kontinenten DDoS-Rekorde für große volumetrische Angriffe gebrochen“, sagt Pascal Geenens, Director of Threat Intelligence bei Radware. “ Gleichzeitig nahmen auf der anderen Seite der Skala Phantom Floods zu, also Mikroangriffe, die normalerweise unter dem Radar fliegen. Unternehmen benötigen daher eine granularere Erkennung und mehrschichtige Verteidigungsmaßnahmen, um sich vor heimlichen und komplexeren DDoS-Angriffen zu schützen.“ Unter Phantom Floods versteht man Angriffe auf Dienste oder Unternehmen, die in der breitbandigen Infrastruktur des Providers oder Carriers nicht auffallen, aber die individuelle Anbindung sättigen können.

Die vom Global Deception Network von Radware aufgezeichneten unaufgeforderten Scanning-Aktivitäten erreichten im dritten Quartal mit 27 Millionen Ereignissen pro Tag den zweithöchsten Stand im Jahr 2021. Laut Geenens waren diese Netzwerk-Scan- und Angriffsaktivitäten durch opportunistisches und zufälliges Scannen gekennzeichnet, das einen großen Teil der Bedrohungslandschaft für Schwachstellen und Exploits ausmacht. „Böswillige Akteure nutzen kontinuierlich alte und neu bekannt gewordene Schwachstellen wie Remote Command Execution und Command Injection, die sich leicht in bestehende Malware und Exploit-Tools integrieren lassen“, so Geenens. „Aufgrund der deutlichen Zunahme von einfach benutzbaren Scannern in der Cloud gibt es im Internet keine Verstecke mehr. Jeder noch so tiefe Winkel des Internets wird in bequemen IoT-Suchmaschinen inventarisiert.“

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