Panikattacken verstehen: Was im Körper und in der Psyche wirklich passiert

Herzrasen, Atemnot, Schwindel und überwältigende Angst: Eine Panikattacke kommt oft aus dem Nichts. Sie verunsichert zutiefst – ist aber verstehbar, erklärbar und behandelbar.

BildEs kommt ohne Vorwarnung. Das Herz rast plötzlich, als würde es aus der Brust springen. Die Luft wird knapp, die Brust eng, der Schwindel überwältigend. Hände und Füße kribbeln, der Körper zittert, ein Gefühl von Unwirklichkeit breitet sich aus – und darunter eine Angst, die alles überflutet. Die Angst zu sterben. Die Angst, verrückt zu werden. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Eine Panikattacke dauert in der Regel nur wenige Minuten. Aber diese Minuten können sich anfühlen wie eine Ewigkeit – und sie hinterlassen Spuren, die weit über den Moment hinausreichen. Viele Menschen, die zum ersten Mal eine Panikattacke erleben, landen in der Notaufnahme, überzeugt, einen Herzinfarkt zu erleiden. Wenn alle körperlichen Befunde unauffällig sind, folgt oft eine tiefe Verunsicherung: Was war das? Warum passiert mir das? Und vor allem: Wann passiert es wieder? Panikattacken Therapie Wien beginnt genau mit diesen Fragen – und mit der Erkenntnis, dass Panik verstehbar, erklärbar und behandelbar ist.

Was bei einer Panikattacke im Körper passiert

Eine Panikattacke ist keine Einbildung. Sie ist eine reale, messbare körperliche Reaktion – ausgelöst durch das Gehirn, aber im gesamten Körper spürbar. Um sie zu verstehen, hilft ein Blick auf das Nervensystem.

Das autonome Nervensystem reguliert alle körperlichen Prozesse, die nicht bewusst gesteuert werden: Herzschlag, Atmung, Verdauung, Schweißproduktion. Es besteht aus zwei gegensätzlichen Anteilen – dem Sympathikus, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, und dem Parasympathikus, der Ruhe und Erholung ermöglicht. Im Alltag wechseln sich beide ab. Bei einer Panikattacke übernimmt der Sympathikus schlagartig das Kommando.

Der Fehlalarm des Nervensystems

Die Amygdala – das Alarmzentrum des Gehirns – bewertet eine Situation als lebensbedrohlich und löst die klassische Kampf-oder-Flucht-Reaktion aus. Adrenalin wird ausgeschüttet, der Herzschlag beschleunigt sich, die Atmung wird schneller und flacher, Muskeln spannen sich an, die Durchblutung der Extremitäten verändert sich. All das ist sinnvoll, wenn tatsächlich eine Gefahr droht. Das Problem bei der Panikattacke: Es gibt keine reale Bedrohung. Der Alarm ist falsch – aber das Nervensystem weiß das nicht. Es reagiert auf ein inneres Signal mit der ganzen Kraft einer lebensrettenden Notfallreaktion.

Die körperlichen Symptome sind also keine Einbildung, sondern die direkte Folge dieser Alarmreaktion. Das Herzrasen entsteht durch Adrenalinausschüttung. Die Atemnot ist oft eine Hyperventilation – zu schnelles, zu flaches Atmen, das den CO?-Spiegel im Blut senkt und Kribbeln, Schwindel und Taubheitsgefühle erzeugt. Das Gefühl der Unwirklichkeit, die sogenannte Derealisation oder Depersonalisation, ist ebenfalls eine bekannte Folge von Hyperventilation und Stressreaktion.

Der Teufelskreis der Panik

Was eine einmalige Panikattacke zur Panikstörung macht, ist nicht die Attacke selbst – sondern die Reaktion darauf. Der entscheidende Mechanismus ist die Angst vor der Angst.

Nach einer Panikattacke richtet sich die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper. Jedes Herzstolpern, jede Kurzatmigkeit, jedes Kribbeln wird argwöhnisch beobachtet – könnte das der Beginn der nächsten Attacke sein? Diese erhöhte Aufmerksamkeit erzeugt Anspannung. Anspannung erzeugt körperliche Symptome. Die körperlichen Symptome werden als Bedrohung interpretiert. Die Bedrohungsinterpretation löst Angst aus. Die Angst steigert die Körpersymptome. Und schon ist der Teufelskreis in Gang.

Hilfe bei Panikattacken Wien setzt an genau diesem Kreislauf an – nicht durch Vermeidung, sondern durch Verständnis und schrittweise Exposition.

Panikstörung und Agoraphobie

Wenn Panikattacken wiederholt auftreten und die Angst vor weiteren Attacken das Verhalten zu bestimmen beginnt, spricht man von einer Panikstörung. Viele Betroffene entwickeln zusätzlich eine Agoraphobie – die Angst vor Situationen, aus denen eine Flucht schwierig oder peinlich wäre, oder in denen Hilfe nicht schnell erreichbar wäre. Typische Vermeidungssituationen sind:

– Öffentliche Verkehrsmittel, besonders U-Bahn und Zug
– Menschenmengen, Einkaufszentren, Warteschlangen
– Weite Plätze oder das freie Gelände ohne Rückzugsmöglichkeit
– Situationen, in denen man nicht sofort fliehen kann: Kino, Restaurant, Konzerte
– Autofahren, besonders auf Autobahnen oder in Tunneln
– Allein sein, aus Angst, im Notfall keine Hilfe zu bekommen

Mit zunehmender Vermeidung schrumpft der Lebensraum. Was als gelegentliche Panikattacke begann, kann dazu führen, dass Betroffene kaum noch das Haus verlassen. Diese Einschränkung erzeugt Isolation, Scham und oft eine begleitende Depression. Depression Therapie Wien und Panikstörung Behandlung Wien greifen in solchen Fällen eng ineinander.

Was Panikattacken auslöst – und was sie aufrechterhält

Panikattacken entstehen nicht aus dem Nichts, auch wenn sie sich so anfühlen. Häufige Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren sind chronischer Stress und Überforderung, die das Nervensystem dauerhaft sensibilisieren. Schlafmangel senkt die Reizschwelle erheblich. Koffein und bestimmte Substanzen können die Alarmbereitschaft des Nervensystems erhöhen. Körperliche Empfindungen wie Herzrasen durch Sport oder Erschöpfung werden als bedrohlich fehlinterpretiert. Und nicht zuletzt spielen tiefere psychische Faktoren eine Rolle: unverarbeitete Belastungen, unterdrückte Emotionen oder existenzielle Unsicherheiten.

Die existenzanalytische Perspektive auf Panik

Aus der Sicht der Existenzanalyse nach Alfried Längle ist Panik oft ein Ausdruck einer erschütterten ersten Grundmotivation: „Kann ich in dieser Welt sein?“ Der Körper reagiert auf eine fundamentale Unsicherheit, die sich nicht in Worte fassen lässt. Menschen, die unter Panikattacken leiden, tragen oft ein tiefes, diffuses Gefühl der Bedrohung in sich – das Gefühl, dass die Welt unzuverlässig ist, dass sie keinen sicheren Platz darin haben und dass sie im Ernstfall allein sind.

Die Panikattacke ist dann nicht der eigentliche Kern des Problems, sondern das sichtbare Symptom einer tieferen existenziellen Verunsicherung. Hilfe bei Angststörung Wien, die nur auf die Symptome zielt, ohne diese Tiefe zu berühren, bringt oft nur kurzfristige Erleichterung. Die Logotherapie Wien und die existenzanalytische Psychotherapie gehen einen Schritt weiter und fragen: Was erschüttert diesen Menschen in seinem Fundament? Was würde ihm helfen, wieder Halt zu finden?

Was in der Therapie bei Panikattacken wirkt

Panikstörungen gehören zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Mit der richtigen Unterstützung erholen sich die meisten Betroffenen vollständig – auch nach Jahren des Leidens.

Psychoedukation: Panik verstehen

Der erste und oft bereits wirksamste Schritt in der Panikattacken Therapie Wien ist Verstehen. Wenn Betroffene begreifen, was bei einer Panikattacke körperlich passiert, verliert sie einen Teil ihrer Bedrohlichkeit. Das Herzrasen ist kein Herzinfarkt. Die Atemnot ist keine echte Erstickungsgefahr. Das Kribbeln ist eine Folge von Hyperventilation. Dieses Wissen macht die Symptome nicht angenehm – aber es macht sie weniger beängstigend. Und weniger Angst vor den Symptomen bedeutet weniger Symptome.

Atemtechniken und Körperarbeit

Da Hyperventilation einen erheblichen Anteil der Paniksymptome verursacht, ist die Arbeit mit der Atmung ein zentrales therapeutisches Mittel. Tiefe, langsame Bauchatmung aktiviert den Parasympathikus und signalisiert dem Nervensystem: Es ist sicher. Diese Technik lässt sich erlernen und trainieren – und sie wirkt, wenn sie geübt wurde, auch mitten in einer Panikattacke. In der Stressbewältigung Wien ist Atemarbeit ein grundlegendes Instrument.

Kognitive Umstrukturierung

Panikattacken werden durch katastrophisierende Gedanken verstärkt: „Ich sterbe“, „Ich werde verrückt“, „Ich verliere die Kontrolle.“ Diese Gedanken sind falsch – aber das Nervensystem glaubt ihnen. In der Gesprächstherapie Wien wird daran gearbeitet, diese automatischen Bewertungen zu erkennen, zu hinterfragen und durch realistischere Interpretationen zu ersetzen. „Mein Herz rast – das ist unangenehm, aber nicht gefährlich“ ist keine Verdrängung, sondern eine korrektere Einschätzung der Situation.

Exposition: Der mutige Schritt zurück ins Leben

Das Wirksamste gegen Vermeidung ist Konfrontation. In der Angststörung Therapie Wien erfolgt die Exposition schrittweise und geplant: Betroffene nähern sich den gemiedenen Situationen graduell an, beginnend mit weniger beängstigenden Situationen und langsam steigernd. Jede bewältigte Situation zeigt dem Nervensystem: Diese Situation ist sicher. Ich kann das aushalten. Diese Erfahrung ist nachhaltiger als jede Erklärung.

Die existenzielle Arbeit

Ergänzend zur symptomorientierten Arbeit steht in der existenzanalytischen Psychotherapie die tiefere Frage im Mittelpunkt: Was erschüttert diesen Menschen in seinem Grundvertrauen? Wo fehlt der Halt? Was würde helfen, wieder einen sicheren Platz in der Welt zu finden? Diese Fragen führen oft zu bedeutsamen Einsichten – und zu Veränderungen, die weit über die Panikattacken hinausgehen.

Panikattacken sind kein Schicksal

Wer unter Panikattacken leidet, entwickelt oft eine tiefe Überzeugung, dass das Leben so bleiben wird – eingeschränkt, ängstlich, unberechenbar. Diese Überzeugung ist falsch. Panikstörungen sind behandelbar, auch wenn sie seit Jahren bestehen, auch wenn sie das Leben stark eingeschränkt haben, auch wenn bisherige Versuche, sie zu überwinden, gescheitert sind.

In der Praxis für Existenzanalyse und Logotherapie in der Kalvarienberggasse 57/18 in Wien Hernals werden Menschen begleitet, die gelernt haben, ihr Leben um die Panik herum zu organisieren – und die bereit sind, dieses Muster zu verändern. Bernd Thell verbindet in seiner Arbeit bewährte Methoden der Angstbehandlung mit dem existenzanalytischen Blick auf das, was dem Leben Halt gibt. Das erste Gespräch ist kostenlos und kann auch per Videokonferenz stattfinden – ein erster Schritt, der keine Überwindung einer U-Bahnfahrt erfordert.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Psychotherapeut Dipl. Päd. Bernd Thell
Herr Bernd Thell
Kalvarienberggasse 57
1170 Wien
Österreich

fon ..: +4369913677500
web ..: https://www.existenzanalyse-wien.at/
email : pr@bernd-thell-existenzanalyse.at

Dipl. Päd. Bernd Thell ist Experte für Existenzanalysen und Psychotherapie in 1170 Wien. Zu seinen Fachgebieten zählt die Psychotherapie, Existenzanalyse und Logotherapie.

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Deutscher Arzt startet Hausbesuchsdienst im Südwesten Mallorcas “ Doc-Mallorca ab 1. August 2026

Ab 1. August 2026 bietet der deutsche Arzt Henrik Venus mit Doc-Mallorca Hausbesuche im Südwesten Mallorcas “ im Hotel, in der Finca oder auf der Yacht. Behandlung auf Deutsch und Englisch.

BildPalma de Mallorca, [12.06.2026] “ Der deutsche Arzt Henrik Venus nimmt am 1. August 2026 offiziell seine Tätigkeit als privatärztlicher Hausbesuchsdienst im Südwesten Mallorcas auf. Unter der Marke Doc-Mallorca (doc-mallorca.com) behandelt er deutsch- und englischsprachige Urlauber und Residenten direkt vor Ort “ im Hotel, in der Ferienwohnung, in der Finca oder an Bord einer Yacht.
Offiziell anerkannt in Spanien
Die berufliche Anerkennung in Spanien wurde im Mai 2026 vom spanischen Gesundheitsministerium (Ministerio de Sanidad) erteilt (Aktenzeichen R-04682-MED-AL-VENUS). Im Juni 2026 folgte die Registrierung bei der Ärztekammer der Balearen (Col·legi Oficial de Metges de les Illes Balears, COMIB). Damit erfüllt Doc-Mallorca alle rechtlichen Voraussetzungen für die privatärztliche Tätigkeit auf den Balearen “ einschließlich Berufshaftpflichtversicherung und der Berechtigung, spanische Privatrezepte auszustellen, die in jeder Apotheke der Insel eingelöst werden können.
Henrik Venus ist approbierter Arzt (Approbation 2021, Bezirksregierung Arnsberg) mit Berufserfahrung in Anästhesie, Innerer Medizin, Kardiologie, zentraler Notaufnahme und hausärztlicher Versorgung. Zuletzt war er als Notarzt im privatärztlichen Hausbesuchsdienst in Berlin tätig.
Das Konzept: Der Arzt kommt zum Patienten
„Wer im Urlaub krank wird, will nicht stundenlang in einer fremden Notaufnahme warten und sich auf Spanisch durch Formulare kämpfen“, sagt Henrik Venus. „Ich komme direkt zu meinen Patienten “ ins Hotel, in die Ferienwohnung oder auf die Yacht. Die Behandlung läuft auf Deutsch oder Englisch, die Abrechnung ist transparent, und das Rezept gibt es direkt vor Ort.“
Das Leistungsspektrum umfasst die allgemeinmedizinische Versorgung von Erwachsenen und Kindern: typische Urlaubserkrankungen wie Magen-Darm-Infekte, Atemwegsinfektionen, Sonnenstich und Dehydrierung, ebenso Wundversorgung, EKG-Diagnostik, Infusionstherapie und das Ausstellen von Rezepten und Attesten.
Servicegebiet Südwest-Mallorca
Doc-Mallorca ist in den Gemeinden Calvià und Andratx tätig, darunter die Orte Santa Ponsa, Peguera, Portals Nous, Palmanova, Magaluf, Camp de Mar, Port d’Andratx, Costa de la Calma, Son Ferrer und El Toro. Hausbesuche erfolgen sieben Tage die Woche nach Vereinbarung.
Transparente Preise
Die Honorare liegen je nach Tageszeit und Aufwand in der Regel zwischen 350 und 450 Euro pro Hausbesuch. Patienten erhalten eine Privatrechnung, die bei privaten Krankenversicherungen und Auslandsreisekrankenversicherungen zur Erstattung eingereicht werden kann.
Kontakt und Terminvereinbarung
Termine können per WhatsApp unter +34 664 56 44 70 oder über die Website doc-mallorca.com vereinbart werden. Bereits vor dem Servicestart am 1. August 2026 sind Vormerkungen möglich.

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Gremi de Sabaters 21
07009 Palma
Spanien

fon ..: 016094700040
web ..: https://doc-mallorca.com/
email : mallorca@posteo.de

Doc-Mallorca ist ein privatärztlicher Hausbesuchsdienst für den Südwesten Mallorcas, gegründet von dem deutschen Arzt Henrik Venus. Das Angebot richtet sich an deutsch- und englischsprachige Urlauber und Residenten in den Gemeinden Calvià und Andratx. Die berufliche Anerkennung in Spanien erfolgte durch das spanische Gesundheitsministerium (Mai 2026, Aktenzeichen R-04682-MED-AL-VENUS); Henrik Venus ist Mitglied der Ärztekammer der Balearen (Col·legi Oficial de Metges de les Illes Balears). Servicestart ist der 1. August 2026.
Website: https://doc-mallorca.com
WhatsApp: +34 664 56 44 70

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Pflegereform 2027: Wenn Eigenverantwortung zur Last wird – Wer zahlt den Preis?

Die Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Der Referentenentwurf sieht nun höhere Beiträge, strengere Pflegegrade und Leistungskürzungen vor. Betroffen wären Millionen Versicherte.

BildSeit wenigen Tagen ist er raus: der Referentenentwurf für die neue Pflegereform 2027. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat ihn vorgelegt und erntet damit harsche Kritik von vielen Seiten.

Was ist der Hintergrund für die neue Reform?

Ein Gutachten des IGES-Instituts im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes hat 2026 festgestellt, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen seit 2017 deutlich stärker gestiegen ist als erwartet.

Die Bundesregierung plant derzeit einen der massivsten Eingriffe in die Pflegeversicherung seit ihrer Einführung. Ein Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium sieht höhere Beiträge, strengere Regeln beim Zugang zu Pflegeleistungen und mehr private Vorsorge vor. Gleichzeitig werden bisherige Leistungen aus der Pflegeversicherung verschoben, miteinander verwoben oder fallen komplett weg. Ein Desaster für die Zukunft im Alter. Laut Aussagen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll so die angeschlagene Pflegeversicherung finanziell konsolidiert, Kosten eingespart und die Versorgung von Pflegebedürftigen und im Alter gesichert werden.

Der Handlungsdruck sei unausweichlich: Nach offiziellen Angaben des Ministeriums konnten die Leistungen der Pflegeversicherung zuletzt nur noch mit Bundesdarlehen gesichert werden. Für 2027 rechnet man bereits mit einem Defizit von 7,6 Milliarden Euro. Ab 2028 steigt der finanzielle Bedarf nach Angaben noch weiter an, auf rund 18,6 Milliarden Euro.

Die im Referentenentwurf vorgestellten Pläne des Bundesgesundheitsministeriums sorgen auf vielen Seiten für heftige Reaktionen. Der Gesetzentwurf sieht höhere Beiträge, strengere Regeln beim Zugang zu Pflegeleistungen und mehr private Vorsorge vor, um die finanziell angeschlagene Pflegeversicherung zu stabilisieren. Viele Menschen sehen sich dadurch als Arbeitnehmer, Rentner oder pflegende Angehörige noch weiter belastet. Auch Unternehmer sind betroffen, denn zusätzlich zu leistende Beiträge in die Pflegeversicherung bei Minijobs sorgen künftig für erhöhte Ausgaben. Eine Lösung für den sowieso schon vorhandenen Fachkräftemangel ist das nicht.

Was sind grundlegende Änderungen im Entwurf:

Kinderlose und Gutverdiener werden verstärkt zur Kasse gebeten. Um zusätzliche Einnahmen zu erzielen, plant die Bundesregierung mehrere Maßnahmen. So soll der Beitragssatz für Kinderlose Anfang 2027 von derzeit 4,2 auf 4,3 Prozent steigen. Außerdem soll die Beitragsbemessungsgrenze auf das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung angehoben werden. Neu ist zudem eine Beitragspflicht für Minijobs, die laut Entwurf aber nur von Unternehmern getragen werden muss.

Kostenlose Mitversicherung steht auf dem Prüfstand. Auch die bislang beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern soll eingeschränkt werden. Der Gesetzentwurf bezeichnet dies ausdrücklich als Finanzierungsmaßnahme.

Pflegeversicherung soll keine Vollabsicherung für das Alter mehr sein. Die Bundesregierung fordert im Entwurf ganz klar, dass Pflegebedürftige künftig stärker selbst vorsorgen müssen. Die Pflegeversicherung könne auch künftig nur einen kleinen Anteil an der Versorgung von Pflegebedürftigen und im Alter leisten. Deshalb setzt die Regierung verstärkt auf Eigenverantwortung und private Vorsorge. Geplant sind steuerliche Vorteile für private Pflegezusatzversicherungen sowie neue Möglichkeiten der betrieblichen Pflegevorsorge.

Pflegegrade könnten schwerer erreicht werden. Das Bundesgesundheitsministerium um Nina Warken plant Änderungen bei der Begutachtung zur Einstufung in einen Pflegegrad. Ziel sei eine „Verlangsamung des Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen“, heißt es im Entwurf. Kritiker dürften in den Änderungen durchaus berechtigt strengere Voraussetzungen für die Anerkennung von Pflegebedürftigkeit sehen.

Auch auf der Ausgabenseite will die Bundesregierung sparen. Besonders betroffen wären Menschen mit Pflegegrad 1. Demnach soll der bisherige Entlastungsbetrag entfallen. Stattdessen will die Bundesregierung einen Anspruch auf Pflegebegleitung einführen und Leistungen stärker auf Prävention und Selbstständigkeit ausrichten. In Frage zu stellen ist hierbei, dass die Einsparungen der Kosten durch den Wegfall bereits in 2027 erfolgen, die Bereitstellung der neuen Angebote aber erst in 2028 geplant sind. Pläne für die Umsetzung oder Richtlinien hierfür sind noch in weiter Ferne. Zudem soll das Entlastungsbudget bei Pflegegrad 2 und 3 in den ersten Monaten nach der Einstufung nur noch teilweise ausgezahlt werden.

Weitere Einsparungen sind bei Pflegeheimbewohnern geplant. Die Zuschläge zu den Eigenanteilen, die Kosten für Heimbewohner bislang etwas senkten, sollen künftig erst nach längerer Aufenthaltsdauer in einem Heim in progressiver Form erfolgen. Dadurch sollen die Ausgaben der Pflegeversicherung deutlich sinken. Inwieweit Pflegeheimbewohner im hohen Alter diese Zeiträume allerdings überhaupt erleben, ist auch hier in Frage zu stellen.

Wichtige Rentenbeiträge für pflegende Angehörige werden massiv gekürzt. Bis zu 30 % der bisher gezahlten Beiträge der Pflegeversicherung in die Rentenversicherung sollen ab 2027 wegfallen.

Pflegebegleitung wird zur neuen Pflicht. Eine der weitreichendsten Neuerungen des Gesetzentwurfs betrifft die sogenannte Pflegebegleitung. Künftig sollen Pflegebedürftige nach der erstmaligen Einstufung automatisch Besuch von speziell geschulten Pflegebegleitern erhalten. Für bestimmte Leistungsbezieher bleibt es nicht bei einem freiwilligen Angebot. Wer das sogenannte Entlastungsbudget – das vorherige Pflegegeld – nutzt, soll die Pflegebegleitung regelmäßig in Anspruch nehmen müssen. Wird ein Termin nicht wahrgenommen, kann die Pflegekasse das Budget zunächst kürzen und im Wiederholungsfall sogar vollständig entziehen. Wie die Umsetzung von Pflegebegleitung aussieht, ist noch unklar.

Budget für Pflege-Notfälle. „Scheinbar neu“ ist zudem ein Überbrückungsbudget für Notfälle. Es soll einspringen, wenn die Hauptpflegeperson plötzlich ausfällt – etwa wegen Krankheit oder eines Unfalls. Dann sollen kurzfristig Ersatzangebote organisiert und finanziert werden können. Dafür entfällt die bisher so wertvolle Verhinderungspflege. Bitter ist, dass diese bislang sogar über private Personen geleistet werden konnte. Nun dürfen nur noch professionelle Anbieter einspringen. Dass es auch hier Fachkräftemangel gibt und Mitarbeiter nur noch schwer zu finden sind, verschärft die Problematik und zeichnet ein weiteres Bild der Pflegekrise.

Dass gerade die häusliche Pflege so intensiv im Mittelpunkt steht, kommt nicht von ungefähr: Bereits heute werden mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Die Bundesregierung will diesen Weg stärken – auch weil die Versorgung im Heim deutlich teurer ist und zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Sozialsysteme auf einem anderen Wege belasten würden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reform ist die Digitalisierung. Geplant ist ein sogenanntes digitales „Pflege-Cockpit“. Darüber sollen Pflegebedürftige künftig Leistungen verwalten, Anträge stellen, Anbieter vergleichen und Informationen zur Pflege abrufen können. Dies wirft allerdings die berechtigte Frage auf, ob Pflegebedürftige den Umgang mit dieser Form der Digitalisierung überhaupt bewältigen können.

Pflegeberaterin und Rednerin Angelika Niedermaier warnt vor weiteren Belastungen von Pflegebedürftigen. Die Eigenanteile in Pflegeheimen sind heute schon extrem hoch. Daher werden mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, mehr als die Hälfte sogar ohne professionelle Unterstützung durch ambulante Pflegedienste. Viele Angehörige sind dabei längst an ihren Belastungsgrenzen oder, so die Erfahrungen von Rednerin Angelika Niedermaier, bereits weit darüber. Hier den Rotstift in dieser Form anzusetzen, senkt die Belastungsgrenzen noch weiter. Was in den öffentlichen Debatten über die Reform übersehen wird, sind die Folgen für Unternehmen: Mitarbeiter zu finden, ist heute schon eine Mammutaufgabe, der Fachkräftemangel ist hoch. Werden die Unterstützungsleistungen von Seiten der Pflegeversicherung gekürzt, fallen höchstwahrscheinlich Mitarbeiter und damit weitere notwendige Fachkräfte weg, weil sie sich um die Pflege der Angehörigen kümmern müssen. Eine Verringerung der Pflegekrise ist somit nicht in Sicht.

In ihrem Vortrag zu den Themen zu den Themen Pflegekrise, Fachkräftemangel, Mitarbeiter finden, Alter und Innovationen „Strategien für die Pflege der Zukunft“, geht es nicht um einen erhobenen Zeigefinger, so Rednerin Angelika Niedermaier. Sie weiß, wovon sie spricht. Seit Jahrzehnten setzt sie sich als Pflegeberaterin für die Pflegebedürftigen und ihre Rechte ein, beschäftigt sich dauerhaft mit dem Thema Pflegekrise, Alter und Fachkräftemangel im Pflegebereich. Als ehemalige Einrichtungsleiterin in der Altenpflege weiß sie ganz genau, wie krass die Herausforderung ist, ausreichend Mitarbeiter zu finden – und dazu noch gut ausgebildete Fachkräfte. Vielmehr legt sie daher mit ihrem Vortrag die Finger in die Wunden der Politik, aber auch der Gesellschaft. Eine Reform der Pflegeversicherung ist durchaus berechtigt. Allerdings braucht es vor allem auch eine Personalpolitik mit Biss: Wir brauchen eine Offensive für Fachkräfte, die Fachkräfte auch tatsächlich anzieht, dauerhaft bindet und vor allem wertschätzt. Im aktuellen Referentenentwurf finden sich hier keine konkreten Ansätze, wie dies gewährleistet werden kann. Im Gegenteil: die Tarifbindung für die Löhne von Mitarbeitern im Pflegebereich soll aufgeweicht werden. Finanzierungsgerechtigkeit statt Haushaltsakrobatik: Pflege darf kein Spielball der Etatdebatte sein. Alles auf dem Tisch, solange die Lasten fair verteilt sind und keine verschlossenen Türen Schönrechnungen zulassen. Weiter im politischen Sinkflug zu bleiben bedeutet, Lebensqualität für Pflegebedürftige und Pflegekräfte wird weiter sinken. Der Fachkräftemangel verschärft sich, wenn Mitarbeiter keine Perspektive sehen.

Ist die Regierung bereit, das Ruder wirklich herumzureißen? Werden in den kommenden Monaten Mut und wirkliche Innovationen gezeigt, um die Pflege der Zukunft zu gestalten – oder bleiben es abgestandene Phrasen, während Mitarbeiter, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige weiter auf Verbesserungen warten? Die Vorschläge im Entwurf von Nina Warken sind wie ein Alarm: Jetzt zählen Taten statt Floskeln. Wer nicht liefert, riskiert, dass die Pflegekrise zum Grundproblem der gesamten Sozialordnung wird.

Fazit: Der Ruf nach Gerechtigkeit, Effizienz und Menschlichkeit in der Pflege war noch nie lauter. Wer nicht liefert, verliert nicht nur Vertrauen, sondern auch Zukunftsmöglichkeiten, notwendige Versorgungsstrukturen und nicht zuletzt auch kompetente wichtige Fachkräfte. Die Pflegekrise wird weiter verschärft. Es braucht sichtbare Ergebnisse, die man fühlen kann – sofort. Pflegekrise, Fachkräfte, Fachkräftemangel, Mitarbeiter, Alter, Innovationen – diese Begriffe müssen laut Rednerin Angelika Niedermaier in jeder Debatte über Pflegepolitik auftauchen und in konkrete, sofort umsetzbare Maßnahmen übersetzt werden.

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Pflegeberatung Regensburg – HilDa UG (hb)
Angelika Niedermaier
Am Galgenberg 6
93164 Laaber
Deutschland

fon ..: 0160/90156245
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email : impulsrednerin@angelikaniedermaier.com

Die vielen Biographien ihrer Klienten und Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Tätigkeit in der Pflegebranche haben nicht nur das eigene Leben von Angelika Niedermaier stark beeinflusst, sondern haben sie auch dazu inspiriert, mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Als Rednerin will sie den Fokus noch mehr auf brisante Themen legen und sowohl Gesellschaft als auch Unternehmen aufrütteln, den Blick auf das Alter, das Älterwerden, auf die damit verbundenen gesellschaftlichen und persönlichen Lebensthemen zu verändern. Aus ihren Vorträgen nehmen die Zuhörer wertvolle Impulse mit, die inspirieren und nachdenklich stimmen. Seit 2016 ist Angelika Niedermaier zudem selbständig als zertifizierte Pflegeberaterin § 7a SGB XI. Jahrzehnte vorher war sie selbst pflegende Angehörige, Heimleiterin und vor ihrer Selbständigkeit Regionalleitung von zehn Pflegeheimen bayernweit.
Sie hat daher nicht nur eine hohe Expertise, wenn es um Alter und Pflege geht, sondern bringt auch noch eine hohe Kompetenz als Unternehmerin und Führungskraft mit. Mit Mut und Menschlichkeit zu führen, war stets ihre Haltung, von der nicht nur die Mitarbeiter sondern vor allem auch das Unternehmen sehr stark profitiert haben.
Weitere Informationen erhalten Sie auf ihren Homepages
www.angelikaniedermaier.com
und
www.pflegeberatung-regensburg.de

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Pflegeberatung Regensburg-HilDa UG (hb)
Frau Angelika Niedermaier
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