Innovatives Bürogebäude ohne Heizung und Klimaanlage

Zweischaliges Ziegelmauerwerk in München-Gräfelfing macht Haustechnik überflüssig

Bild„Ist es möglich, ein ganzjährig behagliches Gebäude ohne Heizung und Klimaanlage auf wirtschaftliche Weise zu realisieren?“ Diese aus Gründen des Klimaschutzes zukunftsweisende Frage beschäftigt viele Investoren und Planer. Eine interessante Lösung liefert ein Ende November 2021 fertiggestelltes fünfgeschossiges Bürohaus in München-Gräfelfing: Hier spielte wegen der zu erzielenden hohen Wärmedämmung sowie -speicherung die konzipierte Gebäudehülle aus zweischaligem Unipor-Ziegelmauerwerk eine zentrale Rolle. So trägt der mineralisch gefüllte „Unipor Coriso“-Ziegel mit einer Gesamtdicke von 65 Zentimetern inklusive Putz und Mörtelfuge wesentlich zu einer ganzjährig angenehmen Raumtemperatur von 22 bis 26 Grad Celsius bei – ganz ohne Einsatz kostenintensiver Haustechnik.

Gewünscht wurde vom Bauherrn, der Heinrich Nabholz KG, am Standort ihrer Hauptverwaltung im Westen der bayerischen Landeshauptstadt ein besonders nachhaltiger Büroneubau. Umweltschonendes Handeln ist auch ein wesentlicher Bestandteil ihrer Unternehmensphilosophie. „Die Idee, beim Neubau ganz auf die Heiz- und Klimatechnik zu verzichten, ergab sich nach und nach im engen Austausch mit dem Auftraggeber – aus ökologischen und ökonomischen Gründen“, erklärt Architekt Bernd-Simon Schwarz vom Schwarz Architekturbüro (Altdorf). „Neben den hohen Anschaffungs- und Installationskosten hat auch der Wegfall der erheblichen Wartungskosten von Heiz- und Klimatechnik zu dieser Entscheidung beigetragen.“

Kompakter Gebäudekubus

Das Gebäude (52 x 15,20 Meter) besitzt fünf oberirdische Geschosse. Das Vierte ist etwas zurückgestaffelt, um Platz für eine Dachterrasse mit besonderer Atmosphäre zu schaffen und das ansonsten kompakte Erscheinungsbild optisch aufzulockern. Dazu leistet auch der relativ mittig und gegenüber der Fassade zurückgesetzt angeordnete Erschließungskern mit Eingangsbereich, Treppenhaus, Aufzügen und Sanitäranlagen einen essentiellen Beitrag. Er verbindet den größeren südlichen Gebäudetrakt mit dem kleineren nördlichen Teil. Diese Struktur zieht sich vom Erdgeschoss aufwärts durch alle Geschosse. Zusätzlich verfügt das Bürohaus über zwei Tiefgaragen mit insgesamt 68 Pkw-Stellplätzen. Die nutzbare Bürofläche verteilt sich derweil auf neun Büroeinheiten, die in Größe und Zuschnitt der einzelnen Räumlichkeiten variieren und so unterschiedliche Nutzeransprüche erfüllen.

Am „Bürohaus 2226“ in Lustenau orientiert

Der Verzicht auf die übliche Haustechnik erforderte vom Architekten bei der Gebäudeplanung zwangsläufig eine veränderte Herangehensweise. Ein allzeit angenehmes Raumklima lässt sich nämlich auch mithilfe wärmetechnisch optimierter Außenwände und Decken sowie einer lüftungstechnisch durchdachten Innenraumkonzeption erzielen.

Ein 2013 erbautes Bürohaus im Millennium-Park im österreichischen Lustenau zeigt beispielhaft, wie die Auslassung von Heiz- und Klimatechnik unter anderem durch ein zweischaliges Ziegelaußenmauerwerk wirtschaftlich realisierbar ist. „Eine Besichtigung des Gebäudes mit dem kennzeichnenden Namen ,Bürohaus 2226′ nach der einzuhaltenden Raumtemperatur von 22 bis 26 Grad Celsius weckte beim Bauherrn großes Interesse“, schildert der Architekt dessen begeisterte Reaktion. Für die Planung des Projekts der Nabholz KG wurde eng mit Herrn Dr. Widerin zusammengearbeitet, der das Konzept 2226 maßgeblich mitentwickelte. So konnte man von seinen Erfahrungen profitieren.

Ausgeklügeltes natürliches Lüftungskonzept

„Rund 70 Prozent der Fläche wird künftig an Fremdnutzer vermietet. Daher wollten wir auch abgeschlossene Büroeinheiten ermöglichen.“ Eine wichtige Voraussetzung für das Gebäudekonzept war die Schaffung eines großen, zusammenhängenden Raumes mit freier Luftzirkulation sowie steuerbaren, motorisierten Fensterklappen, die eine ausreichende Frischluftzufuhr sicherstellen. An den mittig im Gebäude angeordneten Wandscheiben wurden Überströmelemente aus Holz eingebaut, sodass trotz Abtrennung von Büroräumen eine dauerhafte Querlüftung bei gleichzeitiger Schallreduzierung möglich ist. So kann man leicht kleinere Büroeinheiten schaffen und dabei trotzdem die Luftzirkulation gewährleisten. Sollte der Bereich doch als Großraumbüro genutzt werden, dienen diese Elemente aus Holz automatisch als prägendes Gestaltungselement des Innenraums.

Zweischalige Außenwand aus Unipor Coriso-Ziegeln

Für die Außenwände entschied man sich wie beim Bauwerk in Lustenau aufgrund der gleichermaßen guten wärmedämmenden wie speichernden Eigenschaften für ein zweischaliges Ziegelmauerwerk. Da sich jeder Zentimeter eingesparter Außenwanddicke in zusätzlicher Nutzfläche auszahlt, wird durch den Einsatz dämmstoffgefüllter „Unipor Coriso“-Ziegel die Dicke der Gebäudehülle minimiert. Beim Lustenau-Gebäude beträgt die Stärke der Gebäudehülle noch 81,8 Zentimeter. Sie reduziert sich beim Münchener Projekt durch eine Außenschale aus 30 Zentimeter dicken „Unipor WS08 Coriso“-Ziegeln und einer ebenfalls 30 Zentimeter starken Innenschale aus „Unipor WS10 Coriso“-Ziegeln – zuzüglich trennender Mörtelfuge (1,5 Zentimeter), Kalkzementputz auf der Außen- und Kalkputz auf der Innenwand (2,0 bzw. 1,5 Zentimeter) – auf insgesamt 65 Zentimeter.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist neben dem erreichten geringen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,143 W/(m²K) auch die aufgrund des ausgeklügelten Lochbildes erzielte hohe Druckfestigkeit des Coriso-Ziegels. Die lastabtragende WS10-Innenschale gewährleistet durch eine Druckfestigkeit von 5 MN/m² (Festigkeitsklasse 12) auch bei fünf Geschossen eine sichere Tragfähigkeit der Außenwand.

Zum ökologischen Anspruch des Projektes passte auch die Auswahl des Wandbaustoff-Lieferanten. Hier entschieden sich Planer und Bauherr für die niederbayerischen Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf), deren mineralisch gefüllte Coriso-Mauerziegel am Standort in Mainburg-Puttenhausen (Landkreis Kelheim) hergestellt werden. Diese regionale Nähe war beim Büroprojekt in München-Gräfelfing ein weiterer Pluspunkt in puncto Nachhaltigkeit, da die Baustoffe – anders als oft bei Holz – nicht aufwendig über Ländergrenzen hinweg transportiert werden müssen. Zudem wurden die Ziegelwerke Leipfinger-Bader mehrfach für ihre ökologische Ziegel­produktion ausgezeichnet. Aktuell setzt das Familienunternehmen bundesweit Maßstäbe im Bereich des Baustoff-Recyclings, wie die 2020 erfolgte Inbetriebnahme einer einzigartigen Recycling-Anlage in Puttenhausen beweist. All diese Faktoren machten den regionalen Baustoffhersteller zum idealen Partner bei der Umsetzung des nachhaltigen Büro-Neubaus.

Realitätsnahe Wärmebrückensimulationen

Die Projektverantwortlichen gaben beim Energieverbrauch den Effizienzhausstandard 55 für Nichtwohngebäude vor. Statt energiezehrender Heiztechnik werden zur Erwärmung der Büroräume nur natürliche Quellen wie Körperwärme oder ebenso technische Gegenstände wie Lampen und PCs genutzt. Ihre Abwärme wird in den massiven Ziegelwänden zwischengespeichert und zeitverzögert an den Innenraum abgegeben. Ähnliches gilt aufgrund ihrer hohen Speicherkapazität für die 24 Zentimeter dicken Stahlbeton-Fertigteildecken mit ihrer Sichtbetonunterseite. Sie wirken in den Sommermonaten wie ein Kältespeicher und tragen so ebenfalls zur angenehmen Raumtemperatur bei.

Der besondere Einfluss der Gebäudehülle auf das Raumklima erforderte zudem die Minimierung von Wärmebrücken. Deshalb wurden in allen relevanten Anschlussbereichen an die Außenwand, wie etwa zwischen Fensteröffnungen und Mauerwerk sowie der Dachhautanbindung, sehr effiziente Dämmlösungen verwirklicht. Ihre Wirksamkeit ließ sich durch überaus detaillierte und realitätsnahe Wärmebrückensimulationen rechnerisch überprüfen. Der Aufwand hat sich gelohnt: Unter Berücksichtigung aller zu erwartenden Wärmelasten konnte nachgewiesen werden, dass wie gewünscht eine ganzjährige Raumtemperatur von 22 bis 26 Grad Celsius erreicht wird.

Hohe Qualität bei der Mauerwerkserstellung

Das Rohbauteam des Generalunternehmers, der C + P Schlüsselfertiges Bauen GmbH & Co. KG (Angelburg), erstellte das Außenmauerwerk entsprechend der Zulassung Z-17.1-1114 (WS08 Coriso) beziehungsweise Z-17.1-1021 (WS10 Coriso) und den Bestimmungen der DIN EN 1996 mit deckelndem Dünnbettmörtel. Dank seiner leichten Verarbeitung erwies sich der Unipor Coriso-Mauerziegel auch bei seiner Verlegung als wirtschaftlich vorteilhafter Baustoff. Besondere Sorgfalt erforderte dabei die Ausführung der ersten Mauerwerksschicht aus Kimmsteinen, um einen Ausgleich von Deckenunebenheiten zu schaffen. Sie diente angesichts des Ziegelformates zudem der Anpassung der Außenwand an die Geschosshöhe.

Die zügige Errichtung des Rohbaus und die damit erzielte hohe Qualität des Mauerwerks stellten Bauherr und Architekt mehr als zufrieden. Trotz seiner integrierten Füllung unterschied sich der plangeschliffene Unipor Coriso-Ziegel auch bei erforderlichen Zuschnitten nicht von den bei Innenwänden verwendeten herkömmlichen Planziegeln und ließ sich problemlos sägen oder anbohren.

Zukunftsweisendes Gebäudemodell

Der energiesparende Verzicht auf Heizung und Kühlung wird ergänzt durch die Nutzung regenerativer Energie. Dafür sind auf der Dachfläche Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von 60 Kilowatt Peak (kWp) vorgesehen. Sie sollen 16 in den Parkdecks installierte Schnell-E-Ladesäulen direkt bedienen. Schwarz hofft für die Zukunft, dass das Gräfelfinger Bürohaus zu einem Gesinnungswandel bei der Gebäudeplanung beiträgt: weg von der technischen Überfrachtung eines Bauwerks zurück zu möglichst wartungsfreien Gebäuden mit geringen Folgekosten. Dank der reibungslosen Zusammenarbeit aller Baubeteiligten konnte das Bürohaus termingerecht bis Ende November 2021 als erstes Gebäude seiner Art in Deutschland abgeschlossen werden.

Dieser Text, die Bautafel sowie printfähiges Bildmaterial sind auch online abrufbar unter: dako pr

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Über Leipfinger-Bader

Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sind das führende Familienunternehmen unter den Mauerziegel-Herstellern in Süddeutschland mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut. Geführt wird es in fünfter Generation von Thomas Bader. In der Region steht die Unternehmensgruppe für sichere Arbeitsplätze, technische Kompetenz und hohe Qualität. Leipfinger-Bader baut auf diese Tradition – gleichermaßen aber auch auf die konsequente Weiterentwicklung seiner hochwärme- und schalldämmenden Wandbaustoffe.

Neben dem Stammwerk in Vatersdorf unterhält die Unternehmensgruppe weitere Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Leipfinger-Bader zu den leistungsstärksten Ziegelproduzenten bundesweit und fertigt jährlich Mauerziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten. Die Mauerziegel werden aus natürlichen Rohstoffen – Ton, Lehm, Naturgestein und Wasser – hergestellt und sind daher ökologisch unbedenklich. Auch bei der Produktion legt Leipfinger-Bader großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Stillgelegte Lehmgruben werden renaturiert und bieten so vielen Tierarten neuen Lebensraum.

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Gesundes Raumklima für gutes Lernumfeld

Dank massivem Mauerwerk: Grundschul-Neubau bei Landshut bietet hohen Schall- und Wärmeschutz

BildStein auf Stein wächst derzeit in Markt Altdorf bei Landshut ein beispielhaftes Großprojekt heran. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus entsteht ein viergeschossiger Gebäudetrakt mit 2.832 Quadratmetern Nutzfläche komplett aus Ziegelmauerwerk. Im August 2022 sollen hier die Grundschule sowie das Bauamt der Marktgemeinde einziehen. Das Besondere daran: Obwohl es keine zusätzliche Außendämmung gibt, erfüllt der Ziegelbau die strengen Vorgaben sowohl in energetischer Hinsicht als auch in Bezug auf den Schallschutz. Möglich macht dies der Einsatz dämmstoffgefüllter „Unipor Coriso“-Mauerziegel, die unweit der Baustelle bei den Ziegelwerken Leipfinger-Bader in Mainburg-Puttenhausen hergestellt werden. Auch in einschaliger Bauweise erfüllen die massiven Wandbaustoffe höchste bauphysikalische Ansprüche.

Ein einladendes Lernumfeld mit gesundem Raumklima sollte jede Grundschule seinen jungen Schülern bieten. So entsteht derzeit auch in Markt Altdorf (Niederbayern) neben dem 1973 errichteten Bauteil ein gänzlich neues Schulhaus. Den Zuschlag für die Realisierung des Projektes „Generalsanierung und Teilneubau der Grundschule sowie Neubau des Bauamtes und Erweiterung des Kinderhortes“ hat die Planungsgesellschaft POKAM mbH aus Vilsbiburg nach einer Ausschreibung erhalten. „Der Zuschlag der Ausschreibung war auf die wirtschaftlichsten Angebote ausgelegt“, erklärt Martin Pollinger von der Planungsgesellschaft. Dafür setzen die Planer auf ein regionales Produkt – den massiven „Unipor WS10 Coriso“-Mauerziegel der Ziegelwerke Leipfinger-Bader, der in Mainburg-Puttenhausen hergestellt wird und explizit für mehrgeschossige Wohn- oder Nutzbauten entwickelt wurde.

Herz aus Wasser, Basalt und Feuer

Die keramische Hülle des „Coriso“-Mauerziegels besteht aus Lehm, Ton und natürlichen Porosierungsstoffen. Herzstück des „Coriso“-Mauerziegels ist seine natürliche mineralische Füllung, hergestellt aus Wasser, Basalt und Feuer. Diese Verbindung macht eine kostenaufwändige Zusatzdämmung der Außenwände überflüssig und sorgt für hohen Schall- und Wärmeschutz. So garantieren der Mauerziegel und sein besonderes Innenleben mit einem Wärmeleitwert von 0,10 W/(mK) ein hohes Maß an Energieeffizienz. Der U-Wert beläuft sich bei 36,5 Zentimeter schlanken Wänden und beidseitig verputztem Mauerwerk auf 0,25 W/(m2K). Ein solcher Wandaufbau ermöglicht zudem ein hohes Schalldämm-Maß von 52,2 Dezibel, wodurch der in einer Schule notwendige Schallschutz optimal umgesetzt werden kann.

Darüber hinaus kommt der „Coriso“-Mauerziegel komplett ohne chemische Zusätze aus. Aber nicht nur deshalb sorgt er auf natürliche Art und Weise für ein hervorragendes Raumklima: Da er Wärme speichern und zeitversetzt wieder abgeben kann, hält er die Raumtemperatur in der Waage. Hinzu kommt, dass der „Coriso“ einen hervorragenden Brandschutz bietet, was für ein komplexes Schulgebäude besonders wichtig ist. Bei knapp 1.000 Grad im Tunnelofen gebrannt, erfüllt der massive Mauerziegel spielend die Auflagen der höchsten Brandschutz- und Feuerwiderstandsklasse.

Gute Ökobilanz dank Langlebigkeit und kurzer Lieferwege

Gleichzeitig handelt es sich um ein Produkt, dessen Rohstoffe zum überwiegenden Teil aus der Region stammen. Zudem ist es besonders langlebig und wird im benachbarten Landkreis Kelheim hergestellt. Lange Lieferwege zur Baustelle gibt es also nicht: Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader, die den „Coriso“ in Puttenhausen produzieren, liegen von der Marktgemeinde Altdorf gerade einmal rund 30 Kilometer entfernt. Auch dieser Umstand trägt zu einer guten Ökobilanz des neuen Schulgebäudes bei. Darüber hinaus sind die Ziegel leicht und schnell zu verarbeiten und können dank eines volldigitalisierten Produktions- und Lieferprozesses genau zum richtigen Zeitpunkt „just in time“ geliefert werden. Bei der geringen Baufläche – im engen Innenhof von Rathaus, noch bestehender Grundschule und Mittelschule mit enger Zufahrt – ein weiterer Vorteil.

Attraktive Arbeits-, Lern- und Spielumgebung

Geplant ist die komplette Fertigstellung von Schule und Bauamt zwischen Mai und August 2022. Das Bauamt umfasst dann zwölf Büroräume sowie drei Besprechungs- und Archivräume. Mit zehn Klassenzimmern, jeweils zwei Musik-, Textil- und Werken-Fachräumen bietet das neue Grundschulgebäude den Kleinen ausgiebig Platz zur Entfaltung. Ein Verwaltungsbereich mit vier Büros sowie ein Lehrerzimmer mit Silentiumsraum und Teeküche stehen zukünftig dem Lehrpersonal zur Verfügung. Der Neubau des betroffenen Gebäudetraktes findet bei laufendem Schulbetrieb statt. Alle neuen Gebäude werden zudem barrierefrei gestaltet.

Die Arbeiten für diesen ersten Bauabschnitt des Projektes – mit einem Kostenrahmen von rund 9,9 Millionen Euro – liegen trotz eines strengen Winters mit widrigen Witterungsverhältnissen derzeit voll im Zeitplan. Der Neubau ist ein Ersatz für das alte Schulgebäude aus den 1950er Jahren, das wegen deutlicher Rissbildungen infolge starker Setzungen des Untergrundes abgerissen werden musste. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus im ersten Bauabschnitt erfolgen nun der Umbau und die Sanierung des noch bestehenden Schulgebäudes mit Kinderhort. In letzterem können die Schüler nach Beendigung der Arbeiten zukünftig drei kindgerecht gestaltete Gruppen- und Gruppennebenräume sowie drei Mehrzweckräume bespielen.

Autor: Dipl.-Ing. Michael Priller

Bautafel
Planung und Ausführung: Planungsgesellschaft POKAM mbH, Schwalbenholzstraße 8A, 84137 Vilsbiburg
Verarbeiter Rohbau: Breiteneicher GmbH, Bahnhofstraße 2, 84137 Vilsbiburg
Kubatur: 1.1550 Kubikmeter
Nutzfläche Neubau: 2.832,25 Quadratmeter
Menge verbauter Ziegel: 1.120 Quadratmeter Außenmauerwerk und 795 Quadratmeter Innenmauerwerk
Voraussichtliche Baukosten: 9,9 Mio. Euro für Bauabschnitt I
Fertigstellung Bauamt: voraussichtlich im Mai 2022
Fertigstellung Grundschule mit Kinderhort: voraussichtlich im August 2022
Außenwandbaustoff: Unipor WS10 Coriso-Mauerziegel, Zulassung Z-17.1-1021
Ziegelhersteller: Ziegelwerke Leipfinger-Bader GmbH, Ziegeleistraße 15, 84172 Vatersdorf, Mitgliedsunternehmen der Unipor-Gruppe

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Über die Ziegelwerke Leipfinger-Bader

Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sind das führende Familienunternehmen unter den Mauerziegel-Herstellern in Süddeutschland mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut. Geführt wird es in fünfter Generation von Thomas Bader. In der Region steht das Unternehmen für sichere Arbeitsplätze, technische Kompetenz und hohe Qualität. Leipfinger-Bader baut auf diese Tradition – gleichermaßen aber auch auf die konsequente Weiterentwicklung seiner hochwärme- und schalldämmenden Wandbaustoffe.

Neben dem Stammwerk in Vatersdorf unterhält das Unternehmen weitere Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Leipfinger-Bader zu den leistungsstärksten Ziegelproduzenten bundesweit und fertigt jährlich Mauerziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten. Die Mauerziegel werden aus natürlichen Rohstoffen – Ton, Lehm, Naturgestein und Wasser – hergestellt und sind daher ökologisch unbedenklich. Auch bei der Produktion legen die Ziegelwerke großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Stillgelegte Lehmgruben werden renaturiert und bieten so vielen Tierarten neuen Lebensraum.

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Zwei starke Partner

Klimaorientiert bauen mit Mauerziegel und Holz

BildRund drei Viertel der in deutschen Haushalten verbrauchten Energie wird für Raumwärme aufgewendet. Wer also ökologisch und klimafreundlich bauen möchte, legt Wert auf eine hochwärmedämmende Gebäudehülle. Bei der Wahl des Wandbaustoffes spielen zudem nachhaltiger Rohstoffgebrauch und lange Lebensdauer eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund sind mit Holzfasern gefüllte Mauerziegel eine besonders leistungsstarke Lösung. Ihr Carbon Footprint entspricht dem von ungefüllten Mauerziegeln und gleichzeitig leisten sie höheren Wärmeschutz. So wird der Baustoff Holz verantwortungsvoll eingesetzt: Als integrierter Dämmstoff kann er seine Eigenschaften optimal entfalten, ohne in rauen Mengen in Anspruch genommen zu werden. Dies schon die Ressource Wald.

Deutschlandweit steht ökologisches und ressourcenschonendes Bauen im Fokus. In diesem Diskurs wird der Baustoff Holz vielfach als eine besonders nachhaltige Option dargestellt. Dabei führt Holz als Wandbaustoff eher ein Nischendasein. Was nämlich ungesagt bleibt: Um komplette Bauwerke rein aus Holz zu errichten, wird das Material oft aus anderen Ländern oder Kontinenten importiert – womit sowohl der Preis als auch der CO2-Fußabdruck des Baustoffes wachsen.

Innere und äußere Stärken nutzen

Um diesem Effekt entgegen zu wirken, sollte Holz gezielt dort genutzt werden, wo der Baustoff seine Stärken ausspielen kann. So setzt die Unipor-Gruppe (München) natürliche Nadelholzfasern als Dämmstoff-Füllung in Mauerziegeln der Gattung „Unipor Silvacor“ ein. Der verantwortungsvolle Einsatz von Holz entspricht dabei dem Verständnis nachhaltigen Bauens. Demnach sollten Wandbaustoffe anhand ihrer spezifischen Eigenschaften sowie gemäß der Anforderungen an das einzelne Bauwerk ausgewählt werden, statt per se auf ein Material zu setzen. So ummantelt beim Silvacor der beständige Mauerziegel die natürliche Holzfaserfüllung. Das Resultat ist ein hochwärmedämmendes Mauerwerk, das sich gleichzeitig durch Tragfähigkeit sowie Robustheit auszeichnet. Silvacor-Mauerziegel vereinen dank der Kombination zweier Baustoffe Vorteile aus beiden Welten und werden daher auch als „Ziegel-Holz-Hybridbaustoff“ bezeichnet.

Ziegel-Holz-Hybride mit guter CO2-Bilanz

„Ziegel-Holz-Hybride schaffen beste Voraussetzungen, damit das Eigenheim den aktuellen energetischen Anforderungen mehr als nur genügt“, erläutert Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber von der Unipor-Gruppe. Sogar Passivhausstandard könne mit Silvacor-Mauerziegeln realisiert werden, fügt der Unipor-Geschäftsführer hinzu. Auf diese Weise trägt der hochwärmedämmende Hybridbaustoff über Generationen hinweg zur Energieeinsparung bei – ein Aspekt, der sich für private Bauherren mehrfach bezahlt macht. Denn so lässt sich das Eigenheim in monolithischer Bauweise – also ohne Zusatzdämmung – errichten. Das massive Mauerwerk kann dabei meist Standzeiten von mehr als 100 Jahren erreichen.

Gleichzeitig punktet der ressourcenschonend gefüllte Silvacor-Mauerziegel mit einem vergleichsweise guten Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck: Dank seiner Holzfaserfüllung liegt dessen CO2-Bilanz in der Herstellung unter der herkömmlich verfüllter Dämmziegel. Vergleichbar ist sein Fußabdruck vielmehr mit dem von ungefüllten Mauerziegeln. Dies sowie der positive Klimabeitrag, den die Holzfaserfüllung auszeichnet, tragen zu einem CO2-Fußabdruck bei, der den „Silvacor“-Mauerziegel von anderen monolithischen Wandbaustoffen abhebt.

Interessierte Bauherren und Profis finden alles Wissenswerte zu holzfasergefüllten „Unipor Silvacor“-Mauerziegeln im Internet unter www.silvacor.haus.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

UNIPOR Ziegel Gruppe
Herr Dr. Thomas Fehlhaber
Landsberger Str. 392
81241 München
Deutschland

fon ..: 089-7498670
web ..: http://www.unipor.de
email : marketing@unipor.de

Die Unipor-Ziegel-Gruppe ist ein Verbund von 8 mittelständischen Mauerziegel-Herstellern, der über einen bundesweiten Marktanteil von rund 25 Prozent verfügt. Produkte der Marke „UNIPOR“ gibt es für den gesamten Hochbau – von hoch wärmedämmenden Außenwand-Ziegeln bis zu Schwer-Ziegeln aus gebranntem Ton. Sie werden überwiegend für das klassische Eigenheim sowie im mehrgeschossigen Mietwohnungsbau eingesetzt. Das Produktprogramm, ergänzt durch eine umfassende Bauberatung, wird als „UNIPOR Ziegelsystem“ angeboten.

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Frau Johanna Büker
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