Preiswert hochwertigen Wohnraum geschaffen
Posted by PM-Ersteller - 02/10/23 at 10:10:10 a.m.Alles aus einer Hand: Wohngesundes KfW-Effizienzhaus 40 inklusive Beratung, Baustoffe und intelligenter Systeme
Energieeinsparend und umweltgerecht Wohnraum zu schaffen, ist in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung für alle Baubeteiligten. Ein auch wirtschaftlich gelungenes Beispiel stellt das im Sommer 2021 fertiggestellte, monolithische Mehrfamilienwohnhaus im mittelfränkischen Uffenheim dar. Bauherrin und Architektin Daniela Rupsch vertraute dabei mit dem gefüllten „W07 Coriso“-Mauerziegel auf einen hochwärmedämmenden Außenwandbaustoff für die Gebäudehülle. Dieser trägt – zusammen mit Ergänzungssteinen für eine wärmebrückenfreie Konstruktion – wesentlich zum angestrebten KfW-Energieeffizienzhausstandard 40 bei. Für gesundes Raumklima sorgt zudem das „unsichtbar“ in den Rollladenkästen integrierte Lüftungssystem. Ob bei der Auswahl des Wandbaustoffes, der Reduzierung von Wärmebrücken oder der dezentralen Wohnraumlüftung: In allen Feldern konnte die Architektin auf fachkundige Beratung und Produkte von Leipfinger-Bader zurückgreifen.
Der Wohnungsbau bot vor drei Jahren für mutige Investoren dank KfW-Förderung und niedriger Kreditzinsen noch relativ gute Bedingungen, während die staatlichen Wohnungsbauprogramme eher uninteressant waren. Für Bauherrin, Architektin und Stadtplanerin Daniela Rupsch war die erzielbare Rendite aber im Jahr 2020 nicht der zentrale Grund für den Bau eines Mehrfamilienwohnhauses: „Wir wollten angesichts der zunehmenden Wohnungsnot einen Beitrag zu einem preisgünstigen und trotzdem hochwertigen Wohnungsbau leisten. Dabei sollte ein energetisch zukunftsweisendes Wohngebäude entstehen, deren zwölf Mietwohnungen sich auch Normalverdiener im ländlichen Raum leisten können.“
Am nördlichen Ortsrand ihres Heimatortes Uffenheim, einer Kleinstadt mit rund 6.600 Einwohnern, plante Rupsch in einem Neubaugebiet ein kompaktes dreistöckiges Gebäude mit flach geneigtem Walmdach, in dem die Kellerersatzräume untergebracht sind. Bis auf die großzügigen, vorgestellten Balkone und Fassadenbekleidungen wurde auf architektonische Spielereien kein Wert gelegt und eine klare Architektursprache gewählt. Ihr Credo lautete, dass Wohnkomfort durch eine durchdachte Gebäudekonzeption, vorteilhafte Grundrisse, viel Licht und hochwertige Baumaterialien erreicht wird. So wurde aus wirtschaftlichen Gründen unter anderem bewusst auf eine Unterkellerung verzichtet und die Heiztechnikzentrale zusammen mit der Abstellmöglichkeit für Fahrräder und Mülltonnen in einem Nebengebäude angeordnet. Für hohe Wohngesundheit sorgt zudem ein „unsichtbar“ in die Rollladenkästen integriertes dezentrales Lüftungssystem, das in den Räumen eine umweltfreundliche und leistungsstarke Form von Zu- und Abluft schafft.
Wohnraum für alle Altersgruppen
Die Tendenz zur Kleinfamilie sowie Pärchen und Single-Haushalten ist mittlerweile auch im eher ländlich geprägten Mittelfranken angekommen. Die Wohnungsgrößen der jeweils vier Wohneinheiten pro Geschoss reichten deshalb von 54,55 Quadratmeter bis maximal 90,55 Quadratmeter, wobei auch an Familien mit mehreren Kindern gedacht wurde. „Entscheidendes Kriterium war für mich, dass alle Altersgruppen die Räumlichkeiten und das direkte Wohnumfeld für die jeweilige Lebensphase als wohnbehaglich empfinden“, erklärt Rupsch. Die Wohnungen wurden deshalb so ausgestattet, dass sich generationenübergreifend Jung und Alt in ihnen wohl fühlen können. Natürlich gehörte dazu für jede Wohneinheit eine großzügige Terrasse oder ein Balkon. Barrierefreies Wohnen in allen Ebenen nach DIN 18040-2 und eine Aufzuganlage rundeten das Konzept ab.
Die Ansprüche von Rupsch an zeitgemäßen Wohnungsbau drückte sich auch in der Festlegung des Wandbaustoffes aus. Er sollte monolithisch, kostengünstig, dauerhaft energiesparend und umweltschonend sein. Hier fand sie nach Beratung durch Leipfinger-Bader exakt, was sie suchte: „Der gewählte W07 Coriso-Mauerziegel, der für seine hohe Wärmedämmung kein WDVS benötigt und zudem zügig zu vermauern ist, entsprach ganz meinen Wünschen. Er bot sowohl ökologisch wie auch bauphysikalisch und wirtschaftlich die optimale Lösung“, betont die Architektin. Mit lediglich 36,5 cm Mauerwerksstärke und einem niedrigen U-Wert der beidseitig verputzten Außenwand von nur 0,18 W/m²K trug der Mauerziegel (Zulassung Z.17.1-1056) maßgeblich zum angestrebten Energieeffizienzhausstandard 40 bei und verkleinerte dabei nicht die Wohnflächen.
Grund für die exzellente Wärmedämmung des Coriso-Ziegels ist seine mineralische Dämmstoff-Füllung (Wärmeleitzahl 0,07 W/mK) aus natürlichem Basalt, die ohne chemische Zusätze auskommt und deshalb problemlos recycelbar ist. Der W07 Coriso knüpft zudem an schon traditionelle Vorteile der Ziegelbauweise an: So ist er beispielsweise in die Baustoffklasse A1 („nicht brennbar“) eingeordnet. Aufgrund seiner Massivität und Kapillarstruktur fungiert der Coriso-Ziegel zudem als temporärer Zwischenspeicher, mit einer Hitze und Raumfeuchte ausgleichenden Wirkung.
Besonders detaillierter Energiesparnachweis
Daniela Rupsch ist selbst ausgebildete Energieberaterin und kennt die Bedeutung von hoher Energieeinsparung für zukunftsorientiertes Bauen. Angesichts des angestrebten Energieeffizienzhausstandards 40 kam es wegen der in Anspruch genommenen KfW-Förderung bei diesem Projekt auf ein ausgeklügeltes Gebäudetechnikkonzept mit Pelletheizungsanlage und einen besonders exakten Energieeinsparnachweis an. Es ergab sich bezogen auf die Gebäudenutzfläche ein Jahres-Primärenergiebedarf von 17,3 kWh/m²a, der damit noch deutlich unter dem maximal zulässigen jährlichen Primärenergiebedarf eines KfW-Effizienzhauses 40 von 21,3 kWh/m²a lag. Dies kommt jetzt auch direkt den Mietern durch besonders niedrige Nebenkosten zugute.
Ein Hersteller mit besonderen Vorzügen
Bei der Erstellung des Außenmauerwerks zeigte sich ein weiterer Pluspunkt des von Leipfinger-Bader planeben geschliffenen Ziegel: Er ließ sich entsprechend der Zulassung ohne Stoßfugenvermörtelung mit Mörtelschlitten zügig in Dünnbettmörtel verlegen und sparte so Rohbauzeit und Material ein. Aufgrund der vollflächig gedeckelten Lagerfugen von nur drei Millimetern Dicke und Knirschverlegung im Stoßbereich entstand ein besonders homogenes massives Mauerwerk. Dessen Belastbarkeit liegt um 83 Prozent höher als bei einem vergleichbaren, mit Leichtmörtel erstellten Blockziegel-Mauerwerk.
Weitere Vorteile ergaben sich aus dem maßgeschneiderten Zubehörprogramm. So wurden zusätzlich zum hochwärmedämmenden Coriso-Mauerziegel auch passende Ergänzungssteine verarbeitet, die im Ergebnis für eine wärmebrückenfreie Konstruktion sorgen. Besonders elegant wurde in Uffenheim auch das bei Energiesparhäusern wichtige Thema Wohnraumlüftung gelöst – und zwar mit dem dezentralen Lüftungssystem von Leipfinger-Bader. Dieses zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Es ist von außen „unsichtbar“, da es für den direkten Einbau in den Rollladen- und Raffstorekasten konzipiert wurde. Des Weiteren punktet es durch seine hohe Lüftungsleistung und Wärmerückgewinnung – und das bei gleichzeitig geringem Schallpegel und Stromverbrauch. In verschiedenen Ausführungen sorgt das Lüftungssystem für den Aufbau eines Lüftungskreislaufs und schafft dabei eine gesunde und ausgeklügelte Form zwischen Zu- und Abluft.
Das vielfältige Know-how der Firmengruppe Leipfinger-Bader im Bereich umweltgerechtes Bauen erwies sich bei diesem Projekt als ausgesprochen vorteilhaft. Die Beratung umfasste die Auswahl des richtigen Mauerwerks, die Schaffung einer wärmebrückenfreien Konstruktion, ein intelligentes Lüftungskonzept sowie alle wichtigen Aspekte, um die Effizienzhausklasse 40 und die damit verbundenen Förderungen zu erreichen.
Rahmenbedingungen für Wohnungsbau verbessern
Das im August 2021 fertiggestellte Mehrfamilienhaus zeigt, wie ein energieeffizienter, barrierefreier, preisbewusster und trotzdem attraktiver Neubau aussehen kann. Bundesweit ist der Wohnungsbau weiter eingebrochen und das politische Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohneinheiten längst in weite Ferne gerückt. Unter der „Neubaulücke“ leidet nicht nur die zunehmende Anzahl Wohnungssuchender, sondern auch die Bauwirtschaft. Es ist deshalb höchste Zeit, dass die Rahmenbedingungen wieder verbessert werden. Auf dem Wohnungsbautag 2023 machten Verbände und Bau-Akteure dies mit drastischen Worten deutlich: So sei die Situation für den Wohnungsbau so schlimm wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Förderprogramme fallen weg, gleichzeitig steigen aber Zinsen und Baukosten. Die Lösung sei hier nicht nur eine finanzielle Spritze des Staates. Es müssen zudem Genehmigungsprozesse erleichtert sowie Hemmnisse in Gesetzen und Verordnungen beiseitegeschafft werden. Nur so wird gewährleistet, dass zukunftsfähige Mehrfamilienobjekte – wie jenes in Uffenheim – zum Wohle aller häufiger geplant und gebaut werden.
Bautafel
Projekt: Errichtung eines monolithischen Mehrfamilienhauses mit zwölf Wohneinheiten im mittelfränkischen Uffenheim
Bauherr: RSK GbR, vertreten durch Daniela Rupsch
Planung: Architektin Dipl.-Ing. (FH) | M.eng. Daniela Rupsch, Architekturbüro Rupsch, Am Hochholz 14, 97215 Uffenheim
Bauausführung: Schubart G. u E. GmbH, Neuherberg 30, 91465 Ergersheim
Außenwand: 36,5 cm mineralisch gefüllter W07 Coriso-Mauerziegel mit gedeckelter Lagerfuge und beidseitiger Verputzung bzw. Fassadenplattenverkleidung
Lüftung: Dezentrales Lüftungssystem, unsichtbar im Rollladen- und Raffstorekasten integriert
Hersteller: Leipfinger-Bader GmbH, Ziegeleistraße 15, 84172 Vatersdorf (Mauerziegel, Ergänzungssteine, Lüftungssystem, Rollladen- und Raffstorekasten)
Zahl der Wohneinheiten: 12
Gesamtwohnfläche: rund 950 m²
Berechneter Jahresprimärenergiebedarf: 17,3 kWh/m²a (bezogen auf Nutzfläche)
Bauwerkskosten (DIN 276): ca. 1,6 Mio. Euro (ohne Grundstück)
Bauzeit: Juli 2020 bis Juli 2021
Den Objektbericht sowie printfähiges Bildmaterial sind online abrufbar unter: dako pr
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Über die Leipfinger-Bader GmbH:
Leipfinger-Bader ist Marktführer für energieeffiziente und nachhaltige Systemlösungen am Bau und bietet Architekten, Fachplanern und Investoren umfassende Beratungsleistungen. Die Firmengruppe setzt als Innovationstreiber konsequent auf Forschung, Entwicklung und Prozessoptimierung. Zum High-End-Produktspektrum für Neubau und Sanierung zählen – neben massiven Mauerziegeln mit integriertem Schall- und Wärmeschutz – auch Recyclingprodukte, wie zum Beispiel der aus recycelten Ziegelresten bestehende Kaltziegel. Hinzu kommen Ziegel-Fertigteile für das serielle Bauen, intelligente Lüftungssysteme, Rollladenkästen auch aus Holz, Lösungen für die Dachbegrünung, vorgehängte hinterlüftete Keramikfassaden inklusive abgestimmter Unterkonstruktion, Bodensysteme wie der keramische Estrichziegel mit energieeffizienter Heizlösung sowie Lehmplatten für den Innenausbau. Letztere kommen im Holz- und Massivneubau sowie bei der Altbausanierung als Alternative zu Gips zum Einsatz – in Form von Trennwänden, als Innenbeplankung speicherschwacher Außenwände oder beim Dachausbau.
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Für alle Bürger
Posted by PM-Ersteller - 22/02/23 at 09:02:05 a.m.Neues Rathaus in Dorfen fügt sich gelungen in historischen Bestand ein
Kaum Brandschutz, wenig Barrierefreiheit: Das alte Rathaus der Stadt Dorfen (Landkreis Erding) musste im April 2017 abgerissen werden. Bereits zwei Jahre später wurde der Neubau bezogen – basierend auf den Plänen des Büros „Diezinger Architekten“ (Eichstätt). Das beeindruckende viergeschossige Ziegelgebäude passt sich perfekt in den historischen Bestand ein und bietet nun allen Bürgern barrierefreien Zugang zur Stadtverwaltung. Möglich macht es der eingesetzte Mauerziegel „Unipor WS10 Coriso“ von Leipfinger-Bader: Auch aufgrund seiner bauphysikalischen Stärken in Hinblick auf Tragfähigkeit, Wärme- und Schallschutz wurde der Dorfener Rathaus-Neubau mit dem „Deutschen Ziegelpreis 2021“ ausgezeichnet.
Rathäuser sind Zeichen bürgerschaftlichen Selbstverständnisses und beanspruchen für gewöhnlich eine besondere Stellung im Stadtbild. Oft stehen sie als freistehende, große Gebäude im Mittelpunkt des jeweiligen Ortszentrums. In der oberbayerischen Stadt Dorfen mit ihren mehr als 13.000 Einwohnern ist dies etwas anders: Zwar ist das neue Rathaus der zweitgrößten Gemeinde im wohlhabenden Landkreis Erding auch im Zentrum angesiedelt, musste sich dabei jedoch in eine Baulücke einfügen, die von historischen Wohn- und Geschäftsgebäuden umgeben ist. Dies war eine der wesentlichen Vorgaben des Stadtrates, auf deren Basis im Jahr 2015 der Architekten-Wettbewerb für den Neubau des Rathauses gestartet wurde. Und die teilnehmenden Büros hatten eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen: So galt es zunächst, aus den Mängeln zu lernen, die zum Abriss des Vorgängerbaus geführt hatten. Dazu zählten insbesondere der ungenügende Brandschutz und – nicht weniger wichtig – die Möglichkeit für Menschen mit Bewegungseinschränkungen, ebenfalls barrierefrei ins Rathaus gelangen zu können. Dies alles wurde flankiert von einer städtebaulichen Grundkonzeption Dorfens, die mittlerweile fast 800 Jahre alt ist. Die planmäßige Anlage der Stadt unter Herzog Ludwig dem Kehlheimer beruht auf einem basalen Straßenkreuz in vier Himmelsrichtungen sowie den vier Plätzen Marienplatz, Unterer Markt, Kirchtorplatz und Rathausplatz. Bei Letzterem hat damals niemand an Autoverkehr oder niedrigschwellige Zugänge gedacht.
Den Zuschlag erhielt letztlich das Architekturbüro „Diezinger Architekten“ aus Eichstätt (Oberbayern). Dieses überzeugte mit seinem Entwurf eines sich selbstbewusst im Straßenraum präsentierenden Gebäudes, welches jedoch zu keiner Zeit den historischen Kontext leugnet. Bei der Fassadengestaltung entschieden sich Architekten und Stadt, die regelmäßige Gliederung der Nachbargebäude zu übernehmen und subtil auf die umgebende Bebauung einzugehen – mittels einer unaufgeregten, gut proportionierten Lochfassade. Die in der Ebene versetzten Fenster mit ihren schrägen Leibungen verleihen der Fassade dabei eine besondere Plastizität. Vom Marktplatz aus betrachtet ein schöner Anblick.
Nachhaltige Außenwände
Aus Gründen der Nachhaltigkeit sowie des Brandschutzes verzichteten die Planer auf ein sogenanntes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) an den Außenwänden, welches zumeist aus rohölbasiertem Polystyrol (umgangssprachlich „Styropor“) besteht. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, galt es einen massiven Mauerwerks-Baustoff zu finden, der die geforderte Wärmedämmung auch ohne Zusatzmaßnahmen „von Haus aus“ mitbringt. Hier wurde man schließlich bei der Firmengruppe Leipfinger-Bader am Standort in Mainburg-Puttenhausen (Landkreis Kelheim) fündig: Der dort hergestellte Mauerziegel „Unipor WS10 Coriso“ wurde speziell für mehrgeschossige Gebäude entwickelt und ermöglicht die Errichtung monolithischer Außenwände, die so hochwärmedämmend sind, dass sie keine zusätzliche Dämmung benötigen. Möglich macht es die rein mineralische Füllung im Inneren des massiven Ziegels, der zudem als „nicht brennbar“ klassifiziert ist. Beim Rathaus in Dorfen wurden entsprechende Wandbaustoffe in einer Stärke von 36,5 Zentimetern ausgewählt, die im Ergebnis um 30 Prozent besser abschneiden als es der energetische Standard erfordert – eine beeindruckende Leistung.
Das sah auch die fachkundige Jury des „Deutschen Ziegelpreises 2021“ so, als sie den monolithischen Verwaltungsbau mit dem Hauptpreis auszeichnete. Das sorgte für Begeisterung bei Bürgermeister Heinz Grundner (CSU): „Für Dorfen ist dies eine ganz besondere Auszeichnung. Der Preis bestätigt, dass die von der Stadt beschlossene Linie, modernes im historischen Kontext zu bauen, die richtige Entscheidung war. Die Stadt Dorfen hat eine ganz besondere Bindung zum Ziegelstein. Hundert Jahre lang wurde dieses Baumaterial erfolgreich im ehemaligen Ziegelwerk produziert und vertrieben. Ziegel und Dorfen gehören zusammen!“ Der Deutsche Ziegelpreis wird seit 2011 alle zwei Jahre vergeben und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums. Zur Zufriedenheit des Bürgermeisters trug auch bei, dass die geplanten Baukosten mit knapp 8 Millionen Euro fast punktgenau eingehalten werden konnten. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit bei öffentlichen Projekten.
Seit über drei Jahren ist das Rathaus wieder für Verwaltung und Bürger geöffnet, wenn auch teilweise unterbrochen aufgrund der Corona-Pandemie. Im Erdgeschoss befinden sich Foyer, Einwohnermeldeamt und Bürgerbüro. Das Foyer mit dem über alle Stockwerke reichenden Lichthof sorgt für die Helligkeit im Gebäude. Im ersten Obergeschoss befinden sich EDV- und Server-Raum, das Büro des Bürgermeisters sowie Vorzimmer und ein Besprechungszimmer. Im zweiten Obergeschoss sind Personal- und Finanzverwaltung sowie das Archiv untergebracht. Im dritten Obergeschoss liegt der große Sitzungssaal – das Prunkstück des neuen Rathauses. Es gibt zudem einen abtrennbaren Trauungs- und Festsaal sowie eine Dachterrasse. Von den baulichen Vorzügen des beeindruckenden Ziegelneubaus profitieren seitdem alle Bürger, Bedienstete und Ratsmitglieder – darunter auch die, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß unterwegs sein können.
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Über die Firmengruppe Leipfinger-Bader
Die Firmengruppe Leipfinger-Bader stellt Wandbaustoffe sowie Bauprodukte für klimafreundliches Bauen her und vertreibt diese bundesweit. Für ihre energie- und rohstoffeffiziente Produktion wurde die in Familienhand geführte Gruppe in den letzten Jahren vielfach geehrt. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung treibt Leipfinger-Bader zudem die Weiterentwicklung bewährter Baustoffe im Sinne von Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz voran. Die bayerische Firmengruppe versteht sich dabei – innerhalb der gesamten deutschen Baustoffindustrie – als bundesweiter Innovationstreiber für mehr Nachhaltigkeit am Bau.
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Ein Stern zum Wohlfühlen
Posted by PM-Ersteller - 27/09/22 at 01:09:47 p.m.Sternhaus mit Flügeln: Modern-alpines Einfamilienobjekt in Zorneding bietet außergewöhnlichen Wohnkomfort
Vor den Toren der Landeshauptstadt – in der Gemeinde Zorneding im sogenannten Münchener Osten – erweckt ein ungewöhnliches Einfamilienhaus besondere Aufmerksamkeit: Mit dem sternförmigen Bau, bestehend aus drei Flügeln, hat Architekt Gerhard Tauber aus Brixen (Südtirol) einen echten Blickfang im modern-alpinen Stil geschaffen. Diese Stilrichtung findet sich auch in der Innenausstattung wieder, die auf rund 360 Quadratmetern Wohnfläche praktisch kaum einen Wunsch unerfüllt lässt. Für die nötigen bauphysikalischen Qualitäten des Objektes sorgt das eingesetzte Mauerwerk aus „Unipor W08 Coriso“-Ziegeln der süddeutschen Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader (Vatersdorf). Mithilfe ihres Know-hows konnte das monolithische Einfamilienhaus nach KfW 55-Standard errichtet werden.
Die seit dem 9. Jahrhundert bekannte Gemeinde Zorneding liegt rund 20 Kilometer östlich von München und beheimatet über 9.000 Einwohner. Aufgrund ihrer guten Verkehrsanbindung an die Stadt München – unter anderem durch das S-Bahn-Netz – ist sie in den letzten Jahrzehnten zu einem willkommenen Rückzugsort für Familien geworden, die überwiegend in der bayerischen Landeshauptstadt arbeiten. Grundschule, Bücherei und der Jugendtreff neben dem Rathaus erhöhen zusätzlich die Attraktivität. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Münchener Immobilien-Profis der Rigoplan GmbH & Co. KG, vor Ort in Zorneding ein besonderes Einfamilienhaus zu errichten. Dieses sollte einer anspruchsvollen Mieter-Klientel gerecht werden. Mit der Aufgabe betraut wurde das Südtiroler Architekturbüro „Tage.architect“ (Brixen) unter Leitung von Gerhard Tauber. Sein Entwurf eines massiven Sternhauses – inmitten ländlicher Idylle mit Blick aufs Grüne – sorgt seit Fertigstellung für manch erstaunte Blicke neugieriger Passanten.
Drei Flügel mit viel Inhalt
Das freistehende Einfamilienobjekt befindet sich am Ende eines 1.900 Quadratmeter großen Hammergrundstückes, umgeben von einem großen Garten. Wer das erste Mal daran vorbeikommt, kann praktisch nicht anders, als ein Auge darauf zu werfen: Der Grund liegt in der ungewöhnlichen Architektur des „Sternhauses“, die drei massive Flügel mit Außenmaßen von jeweils 7,5 mal 7,5 Metern vorsieht. „Der sternförmige Grundriss ermöglicht zu jeder Tageszeit einen optimalen Lichteinfall in den Wohnräumen. Die nicht lichtabhängigen Räume, wie beispielsweise der Hauswirtschafts- oder Garderobenraum, sind dafür nach Norden ausgerichtet“, erklärt Gerhard Tauber. Zudem ist die Fassade mit einer Altholzverkleidung versehen, die dem Objekt ein modern-alpines Aussehen verleiht. Diese Stilrichtung findet sich regelmäßig in früheren Arbeiten und Projekten des Südtiroler Architekturbüros wieder, welches sich vorzugsweise von der umliegenden Natur und ihren Begebenheiten inspirieren lässt. Auch im Inneren setzen sich Farbwahl und Stil fort. Auf 360 Quadratmeter Wohnfläche wird dabei vieles an Ausstattung und hochwertigen Materialen angeboten, was eine anspruchsvolle und zugleich naturbewusste Mieterfamilie erwarten darf.
Wer den Bewohnern des Zornedinger Sternhauses einen Besuch abstatten möchte, kann sich über neun PKW-Stellplätze in der brandgeschützten Tiefgarage freuen. Im Erdgeschoss gelangt man über einen großzügigen Eingangsbereich in das offen gestaltete Wohn- und Esszimmer, welches direkt an das Arbeitszimmer angrenzt. Weiterhin befinden sich dort ein Gäste-WC, eine Speisekammer und ein Garderobenraum. Das zum freitragenden Dachstuhl hin offene Obergeschoss ist mit Altholz verkleidet und beherbergt neben dem Elternschlafzimmer – mit separatem Ankleidezimmer und Badezimmer – ebenso ein Kinderzimmer mit Bad sowie einen Hauswirtschaftsraum.
Auch die Ausstattung des Untergeschosses kann sich sehen lassen: Hier sorgen sowohl ein Gästezimmer, ein Wellnessbereich mit Sauna, ein Weinkeller als auch die Werkstatt für eine besondere Wohlfühl-Atmosphäre. Zudem ist noch der Technikraum mit Heizung, kontrollierter Wohnraumlüftung, Entkalkungsanlage und Elektroanschlüssen im Untergeschoss angesiedelt. In allen Geschossen schafft der abwechselnde Einsatz von Stein und Holz – an Wänden, Böden und Decken – eine besondere Optik, welche stimmig zum alpinen Stil und Gesamtbild des Objektes passt.
KfW 55-Standard dank massivem Mauerwerk
Bei der Konzeption des ungewöhnlichen Einfamilienhauses legten Bauherr und Planer viel Wert auf Ökologie und Energieeffizienz. Dafür sprechen beispielsweise der durchdachte Einsatz von einer Wärmepumpe, 3-fach verglasten Fenstern, einer Grundwasserpumpe sowie einer Photovoltaikanlage mit 9,9 kWp. Ein wesentlicher Faktor war zudem die Auswahl des richtigen Außenmauerwerks, um unnötige Wärmeverluste durch eine unzureichend gedämmte Gebäudehülle zu verhindern. Am Ende fiel die Wahl auf den hochwärmedämmenden Mauerziegel „Unipor W08 Coriso“ der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader. „Wir haben uns aufgrund seiner kleinen Kammern für diesen gefüllten Ziegelstein des Markenherstellers Leipfinger-Bader entschieden“, erklärt Tauber. Das kleingliedrige Lochbild des mineralisch gefüllten, plangeschliffenen Ziegels weist in der Tat spürbare Vorteile in puncto Tragfähigkeit sowie Wärme- und Schallschutz auf, verglichen mit Wandbaustoffen mit wenigen, großen Kammern.
Das zeigen insbesondere die bauphysikalischen Werte des massiven Mauerwerks: Der in einer Wandstärke von 49 Zentimetern eingesetzte „Unipor W08 Coriso“ verfügt seinem Namen entsprechend über einen Wärmeleitwert von 0,08 W/(mK). Damit errichtete Außenwände erreichen letztlich inklusive Innen- und Außenputz einen beachtlich niedrigen U-Wert von 0,16 W/(m2K). Beim Bau des Zornedinger Sternhauses konnte so ohne große Mühen der anvisierte KfW 55-Standard erreicht werden. Die Bezeichnung „Coriso“ umschreibt dabei die Dämmstoff-Füllung im Kern (engl. „Core“) des Baustoffes, die mineralisch ist und damit – zusammen mit Ziegel und Putz – den Aufbau rein mineralischer Wände ermöglicht. Das wirkt sich auch auf die Bereiche Schall- und Brandschutz aus: So liegt das Schalldämm-Maß RW,Bau,ref mit 48 dB ebenfalls im erfreulichen Bereich. Zudem sind die gefüllten Mauerziegel in die höchste Feuerwiderstandsklasse F 90-A eingeteilt. Insgesamt also ein durchdachtes Paket für die Gebäudehülle.
Bei der Auswahl des Baustoffes spielten auch ökologische Gründe eine Rolle: Der „Unipor W08 Coriso“ wird von der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader am Standort Mainburg-Puttenhausen (Landkreis Kelheim) produziert, nur eine gute Dreiviertelstunde von Zorneding entfernt. Ein grenzüberschreitender „Baustoff-Tourismus“, wie man ihn teilweise bei Holz oder anderen Wandbildnern beobachtet, ist bei diesem regionalen Produkt ausgeschlossen. Das war für Bauherr und Planer ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Objektes.
Verarbeitung mit Mörtelpads
Bei der Erstellung des Außenmauerwerks griffen die Verarbeiter der Arredis GmbH (München) auf ein besonderes Produkt zurück – nämlich auf sogenannte Mörtelpads des renommierten Herstellers Maxit. Hierbei handelt es sich um Trockenplatten, die aus Leichtdünnbettmörtel, einem Glasfasergewebe sowie wasserlöslichem Schmelzkleber bestehen. Die Platten werden auf die jeweilige Mauerziegel-Reihe gelegt und dann mit Wasser aktiviert. Mit diesem innovativen Verfahren werden Fehlerquellen beim Mauern minimiert und Abläufe gleichermaßen beschleunigt wie vereinfacht. Die Mörtelpads sind in allen gängigen Steinbreiten verfügbar und lassen sich in der Länge bei Bedarf auch einfach mit einem Teppichmesser kürzen. Auch die Gesundheit des Maurers wird dadurch geschützt, da es keine Staubentwicklung mehr beim Anrühren herkömmlichen Mörtels gibt und zudem keine schweren Auftragsgeräte mehr angehoben werden müssen. Im Ergebnis entsteht damit ein ausführungssicheres, hochqualitatives Mauerwerk. Das Mörtelpad wurde auf der Messe BAU 2015 in München erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Die Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader war seinerzeit der erste deutsche Baustoff-Hersteller, der es in sein Programm aufnahm. So konnte auch das Projekt in Zorneding von den Vorzügen dieser Bauweise profitieren.
Nach 2,5 Jahren Bauzeit wurde das besondere Einfamilienhaus 2019 schließlich fertiggestellt. Die Mieterfamilie genießt seitdem vom eigenen Garten aus die angrenzende Natur – mit Blick auf Felder, Wiesen und Wald. Ein echter Unterschied zum ständigen Trubel in der nahen Metropole München.
Bautafel
Objekt: Massives Sternhaus mit einer Wohneinheit, 85598 Zorneding
Bauherr: Rigoplan GmbH & Co. KG, Halleiner Str. 5, 81825 München
Planung: Büro „Tage.architect“, Dr. Gerhard Tauber, Brunogasse 5, I-39042 Brixen (Südtirol, Italien)
Verarbeiter Rohbau: Arredis GmbH, St.-Martin-Str. 64, 81541 München (nicht mehr tätig)
Grundstücksfläche: 1.900 Quadratmeter
Wohnfläche: 360 Quadratmeter
Bauzeit: 2,5 Jahre (Fertigstellung 2019)
Außenwände: 49 cm Unipor-Ziegelwände mit Altholzverkleidung im modern-alpinen Stil
Wandbaustoff: Unipor W08 Coriso, Zulassung Z-17.1-935
Verarbeitungsweise: Trockensystem mit Maxit Mörtelpads, Zulassung Z-17.1-1134 (www.moertelpad.de)
Ziegelhersteller: Leipfinger-Bader GmbH, Ziegeleistraße 15, 84172 Vatersdorf
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Über die Ziegelwerke Leipfinger-Bader
Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sind das führende Familienunternehmen unter den Mauerziegel-Herstellern in Süddeutschland mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut. Geführt wird es in fünfter Generation von Thomas Bader. In der Region steht das Unternehmen für sichere Arbeitsplätze, technische Kompetenz und hohe Qualität. Leipfinger-Bader baut auf diese Tradition – gleichermaßen aber auch auf die konsequente Weiterentwicklung seiner hochwärme- und schalldämmenden Wandbaustoffe.
Neben dem Stammwerk in Vatersdorf unterhält das Unternehmen weitere Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Leipfinger-Bader zu den leistungsstärksten Ziegelproduzenten bundesweit und fertigt jährlich Mauerziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten. Die Mauerziegel werden aus natürlichen Rohstoffen – Ton, Lehm, Naturgestein und Wasser – hergestellt und sind daher ökologisch unbedenklich. Auch bei der Produktion legen die Ziegelwerke großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Stillgelegte Lehmgruben werden renaturiert und bieten so vielen Tierarten neuen Lebensraum.
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