So sehr leiden finnische „Monsterfüchse“ für den deutschen Modemarkt

Deutsches Tierschutzbüro veröffentlicht schockierende Bildaufnahmen aus „Vorzeige-Pelzfarmen“ von „Saga Furs“

BildDem Deutschen Tierschutzbüro liegt umfangreiches Bildmaterial aus insgesamt vier finnischen Fuchsfarmen vor. Die Aufnahmen sind in den letzten Wochen von Aktivist*innen der Tierrechtsorganisation erstellt worden. Finnland ist aktuell immer noch der größte Fuchsfellproduzent Europas. Knapp 2 Millionen Füchse wurden 2019 in Finnland gezüchtet, ganze Landstriche bestehen im Grunde nur aus Pelzfarmen. Ca. 700 Farmen gibt es derzeit in Finnland, davon rund 600 Fuchsfarmen. Dabei hat die Pelzlobby die finnische Regierung fest im Griff. So ist das dortige Tierschutzgesetz 20 Jahre alt und müsste dringend überarbeitet werden.

„Bei Recherchen in deutschen Modengeschäften ist uns immer wieder aufgefallen, dass mit Fuchsfellen aus Finnland und dem angeblichen Qualitätssiegel „Saga-Furs“ geworben wird“ so Denise Weber, Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbüro. So fanden die Tierrechtler*innen bei den Marken Max Mara, Woolrich, Parajumpers, Peuterey, Toni Sailer und Sportalm / Seebergersowie bei der Rheinischen Kaufhauskette „Sinn“ entsprechend finnisches Fuchsfell mit dem Hinwies auf „Saga-Furs“. Laut Angaben von „Saga Furs“, werden die Tiere auf den Farmen besonders artgerecht gehalten und dieses würde regelmäßig kontrolliert werden. „Die uns vorliegenden Aufnahmen zeigen etwas völlig anderes. Sie zeigen leidende Tiere in engen Käfigen, ein Leben in der Hölle“ kritisiert Weber.

Die Zustände auf den dokumentierten Farmen sind dramatisch und grausam. In den engen Käfigen steht den Füchsen gerade einmal 1 qm² Platz zur Verfügung. Die Gitterböden drücken sich in die empfindlichen Pfoten, Auslauf gibt es nicht. Viele der Tiere haben Verletzungen, sind krank und müssen in ihrem eigenen Kot ausharren. Die Aufnahmen zeigen auch sogenannte „Monsterfüchse“. Das sind Füchse, die mit 20 Kilogramm fünfmal so viel wiegen, wie „normale“ Polarfüchse. Die Pelzfarmer*innen züchten die riesigen Füchse, da diese durch die vergrößerte Oberfläche auch mehr Fell ansetzen. Somit konnte die „Produktivität“ gesteigert werden, jedoch auf Kosten der Tiere. In den Falten des Fells entstehen immer wieder Entzündungen und der massive Fellwuchs hat zudem Auswirkungen auf die Augen der Füchse. Diese entzünden sich immer wieder, weil das Fell über dem Auge der Tiere hängt und es permanent die Augen reizt. „Es sind Zustände, die es laut der finnischen Pelzlobby und „Saga Furs“ nicht mehr auf Farmen geben würde, doch unsere Undercover-Aufnahmen zeigen, dass sich in den letzten Jahren auf den Pelzfarmen überhaupt nichts verändert hat“ kritisiert XY. Besonders pikant: Vor allem auf den dokumentierten „Saga-Furs“ Farmen leiden die Tiere aufgrund der katastrophalen Zustände, zudem bestehen massive Tierschutzprobleme.

Bei „Saga Furs“ handelt es sich um ein finnisches Auktionshaus für Tierfelle, bei dem Modelabels Pelze für ihre Kollektionen einkaufen können. „Auch Modelabels, die in Deutschland verkauft werden, ordern in dem Auktionshaus die Pelze“ so Weber. Dabei ist die Pelzbranche derzeit aufgrund von Corona sehr angeschlagen. Auf verschiedenen Nerzfarmen wie z.B. in den Niederlanden und Dänemark haben sich die Tiere mit dem Corona-Virus über die Arbeiter*innen infiziert. Dabei gab es auch Rückübertragungen zurück auf die Menschen, allerdings handelt es sich dabei um eine mutierte Form des Virus. Das macht den Wissenschaftler*innen und den Regierungen aktuell große Angst und so werden die Tiere derzeit millionenfach auf den Farmen durch Vergasung getötet, allerdings ohne das Fell später zu verwenden. Zudem gibt es die These, dass das Corona-Virus von Pelztieren in China stammen könnte und dann auf andere Tiere überging und schließlich auf den Menschen übertragen wurde.

„Jedes Jahr im November und Dezember findet auf den Pelzfarmen die sogenannte Pelzernte, also das große Töten, statt, denn nach nur wenigen Monaten ihres Lebens wird den Tieren das Fell über die Ohren gezogen. Dazu werden sie aus den engen Käfigen gezogen und entweder vergast oder per Stromschlag getötet. Ein grausamer Tod, der auf ein grausames Leben folgt“ so Weber. Die Bildaufnahmen aus Finnland zeigen erneut auf, dass Pelztierzucht immer mit Tierquälerei einhergeht, es gibt keine artgerechte Haltung von Pelztieren. Daher empfiehlt das Deutsche Tierschutzbüro keinen Pelz und generell auch keine Produkte mit Pelz wie z.B. an Jackenkragen oder Mützen zu kaufen. Auch Kunstpelz stellt keine Alternative dar, da die Verbraucher*innen nur schwer Echt- von Kunstpelz unterscheiden können und vermeintlicher Kunstpelz sich oft als Echtpelz entpuppt.

Bildmaterial senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Über die aktuelle Recherche auf finnischen Fuchsfarmen berichtet HEUTE exklusiv ZDF Frontal 21 ab 21:00 Uhr. Weitere Informationen finden Sie im Anschluss unter www.tierschutzbuero.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Herr Jan Peifer
Streustraße 68
13086 Berlin
Deutschland

fon ..: 030-270049611
fax ..: 030-270049610
web ..: http://www.tierschutzbuero.de
email : info@tierschutzbuero.de

Das Deutsche Tierschutzbüro ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter www.tierschutzbuero.de

Pressekontakt:

Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Herr Jan Peifer
Streustraße 68
13086 Berlin

fon ..: 030-270049611
web ..: http://www.tierschutzbuero.de
email : info@tierschutzbuero.de

Dokument belegt Tierquälerei: Tierrechtler rufen zum Boykott von Woolrich auf

Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Woolrich gilt als hochwertiges Modellabel. Insbesondere die Outdoor-Bekleidung ist in der kalten Jahreszeit weltweit sehr beliebt.

BildSeit einigen Jahren ist Woolrich vor allem mit Winterjacken in deutschen Modegeschäften vertreten. Das Preissegment liegt mit um die 700-800 Euro pro Jacke eher im Luxusbereich. „Bei Woolrich denken viele an eine hochwertige, warme Jacke mit hochwertigen Materialien, doch der Eindruck trügt“ so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzbüro.

Schon immer haben Tierrechtler vermutet, dass Tiere für die Pelzkrägen von Woolrich-Jacken leiden müssen. Das Unternehmen hat dies stets bestritten und verweist auf ihre eigenen Vorgaben. Demnach würden Tiere nicht unfair und unethisch behandelt werden. Zudem würde man auch nur Felle von zertifizierten Farmen nutzen. Eine aktuelle Recherche vom Deutschen Tierschutzbüro zeigt nun, Woolrich verwendet Fell von Tieren, die im Käfig auf Gitterböden gehalten werden.

Die Tierrechtler haben in den letzten Tagen in verschiedenen Modegeschäften recherchiert. Dabei ist ihnen vor allem das Etikett von Woolrich aufgefallen. Denn dort steht die Haltungsform der Tiere mit drauf. Die Angabe der Haltungsform ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Ländern, wie in der Schweiz muss es jedoch zwingend im Etikett stehen. Das Deutsche Tierschutzbüro vermutet, dass Woolrich die Angabe für den Deutschen Markt versehentlich auf das Etikett gedruckt hat, denn es offenbart, was viele deutsche Tierrechtler schon lange vermutet haben: Für Woolrich werden Tiere in engen Käfigen gehalten. „Die Käfighaltung von Tieren ist immer Quälerei, vor allem für Wildtiere ist dies die schlimmste Lebensform, die es gibt“ empört sich Peifer und ergänzt „Das passt so gar nicht zu der heilen Werbewelt, die Woolrich dem Kunden so gerne verspricht und suggeriert“.

In Käfigen haben die Tiere kaum Platz sich zu bewegen. Die Gitterböden schneiden sich in die empfindlichen Pfoten. Zu fressen gibt es meist nur Reste oder Fischabfälle, denn diese sind billig. Nach nur wenigen Monaten ihres Lebens, werden die Tiere brutal getötet. Sie werden entweder vergast oder per Elektroschock in After und Maul regelrecht gegrillt. Oft sterben die Tiere dabei nicht, sondern werden nur oberflächlich betäubt, viele von ihnen sind dann noch bei Bewusstsein, wenn ihnen das Fell abgezogen wird.

Das Deutsche Tierschutzbüro ruft jetzt zum Boykott von Woolrich auf. Heutzutage gibt es tolle Alternativen zu echtem Pelz, niemand muss mehr Tierfelle tragen. Abschließend weißt Peifer noch daraufhin, dass die Haltung von Tieren in Käfigen extrem preiswert ist: „Woolrich quält nicht nur Tiere, sondern zockt die Kunden auch noch ab, billig produziert und dann teuer verkauft“ so Peifer.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Herr Jan Peifer
Streustraße 68
13086 Berlin
Deutschland

fon ..: 030-270049611
fax ..: 030-270049610
web ..: http://www.tierschutzbuero.de
email : info@tierschutzbuero.de

Das Deutsche Tierschutzbüro ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter www.tierschutzbuero.de

Pressekontakt:

Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Herr Jan Peifer
Streustraße 68
13086 Berlin

fon ..: 030-270049611
web ..: http://www.tierschutzbuero.de
email : info@tierschutzbuero.de