Fraunhofer IGD nimmt leistungsstarken GPU-Cluster in Betrieb
Posted by PM-Ersteller - 11/08/26 at 08:08:38 a.m.Neue KI-Infrastruktur für datensouveräne Forschung in Deutschland
Mit einer neuen Hochleistungsrecheninfrastruktur stärken das Fraunhofer IGD und GSI/FAIR ihre Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen. Der neue GPU-Cluster verbindet die KI-Kompetenz des Fraunhofer IGD mit der energieeffizienten Rechenzentrumsinfrastruktur des Green IT Cube bei GSI/FAIR und schafft die technischen Voraussetzungen für das Training moderner KI-Modelle für datensouveräne Forschung in sicherem Umgang mit sensiblen Informationen.
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD erweitert seine Forschungsinfrastruktur um einen leistungsstarken GPU-Cluster für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Die neue Rechenplattform ermöglicht das Training komplexer KI-Modelle auf eigener Hardware und schafft die Grundlage für datensouveräne KI-Anwendungen in Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung.
Mit dem Ausbau der Rechenkapazitäten reagiert das Fraunhofer IGD auf den steigenden Bedarf an leistungsfähiger Infrastruktur für moderne KI-Verfahren. Der Cluster verfügt über 24 NVIDIA-B200-GPUs und wird im energieeffizienten Green IT Cube von GSI/FAIR in Darmstadt betrieben. Das Forschungsrechenzentrum zählt zu den energieeffizientesten wissenschaftlichen Rechenzentren Europas.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Datensouveränität. Viele aktuelle KI-Anwendungen basieren auf Diensten internationaler Anbieter. Mit dem neuen Cluster schafft das Fraunhofer IGD die Möglichkeit, KI-Modelle auf eigener Infrastruktur zu trainieren und zu betreiben. Dadurch können sensible Daten innerhalb kontrollierter Forschungsumgebungen verarbeitet werden.
„Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für Effizienzsteigerungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Gleichzeitig wächst der Bedarf an vertrauenswürdigen und souveränen Lösungen, bei denen Daten und Modelle unter eigener Kontrolle bleiben. Mit unserer neuen KI-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, um leistungsfähige KI-Modelle in Deutschland zu entwickeln und zu betreiben. Damit stärken wir die technologische Souveränität und die Innovationskraft unseres Standorts gleichermaßen“, so Dr. Matthias Unbescheiden, Institutsleiter des Fraunhofer IGD.
Erste Pilotanwendungen entstehen derzeit in den Bereichen Bioökonomie, Geodatenanalyse und maritime Forschung. Die neue Recheninfrastruktur schafft die Grundlage für spezialisierte KI-Anwendungen und kann beispielsweise bei der automatisierten Auswertung von Luftbildern, Umweltdaten oder Unterwasseraufnahmen eingesetzt werden.
Im Bereich Bioökonomie und Smart Farming werden leistungsfähige KI-Modelle künftig Daten für Anwendungen in der Landwirtschaft, der Biokartierung oder dem Umweltmonitoring effizient auswerten.
Parallel entwickelt das Fraunhofer IGD Foundation Modelle für Geodaten, die speziell auf deutsche und europäische Datensätze zugeschnitten sind und Behörden sowie Unternehmen bei Analyse- und Planungsaufgaben unterstützen werden.
„Im maritimen Bereich dient die Infrastruktur unter anderem dem Aufbau KI-gestützter Detektionsverfahren, etwa zur automatisierten Erkennung mariner Objekte und Organismen. Gerade in sicherheitskritischen Anwendungen spielt dabei die souveräne Verarbeitung sensibler Daten eine entscheidende Rolle“, erklärt Prof. Dr. Uwe von Lukas, Standortleiter des Fraunhofer IGD in Rostock.
Der GPU-Cluster wird im Green IT Cube von GSI/FAIR in Darmstadt betrieben. Die Zusammenarbeit verbindet die wissenschaftliche Expertise des Fraunhofer IGD im Bereich Künstliche Intelligenz mit der langjährigen Erfahrung von GSI/FAIR im Betrieb energieeffizienter Hochleistungsrechenzentren. Neben der Bereitstellung der Infrastruktur unterstützt GSI/FAIR die Zusammenarbeit mit seiner Expertise im Rechenzentrumsbetrieb und schafft damit optimale Voraussetzungen für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich KI und High Performance Computing.
„Mit dem Green IT Cube stellen wir Forschungspartnern eine leistungsfähige und zugleich energieeffiziente Rechenzentrumsinfrastruktur zur Verfügung. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IGD, um datensouveräne KI-Anwendungen und innovative Forschungsprojekte gemeinsam voranzutreiben. Die Kooperation zeigt, wie sich leistungsfähige KI-Infrastrukturen und innovative Rechenzentrumstechnologien gewinnbringend verbinden lassen“, sagt Dr. Tobias Engert, Abteilungsleiter Technologietransfer bei GSI/FAIR.
Die neue Infrastruktur bildet die Grundlage für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Fraunhofer IGD und GSI/FAIR in den Bereichen Künstliche Intelligenz, High Performance Computing und datensouveräne Datenverarbeitung. Davon profitieren auch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand: Sie erhalten Zugang zu einer leistungsfähigen Forschungsinfrastruktur, auf der KI-Anwendungen gemeinsam mit dem Fraunhofer IGD datensouverän entwickelt, trainiert und für den späteren Praxiseinsatz vorbereitet werden können. Gleichzeitig stärkt die Kooperation den Wissenschaftsstandort Deutschland.
Weitere Informationen zum neuen GPU-Cluster des Fraunhofer IGD:
Der unter dem Projektnamen »Baltic Brain« aufgebaute GPU-Cluster besteht aus einem NVIDIA DGX POD mit drei NVIDIA-DGX-B200-Systemen und insgesamt 24 NVIDIA-B200-GPUs. Die Systeme sind über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk mit einem All-Flash-Speichersystem verbunden. Für die Verwaltung und Orchestrierung der KI-Workloads kommen Lösungen von NVIDIA und Run zum Einsatz. Der Cluster wird im energieeffizienten Green IT Cube von GSI/FAIR in Darmstadt betrieben.
Der Aufbau der KI-Infrastruktur erfolgt im Rahmen der Forschungsinitiative BWSF – Biogene Wertschöpfung und Smart Farming. Die Forschungsinitiative wird gemeinsam von Bund sowie den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Bayern finanziert und stärkt Forschungskompetenzen an der Schnittstelle von Bioökonomie, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.
Weitere Informationen zum Green IT Cube und Digital Open Lab bei GSI/FAIR:
Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionen. Forschende aus aller Welt nutzen die Anlage für Experimente, um neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums zu gewinnen. Zurzeit entsteht das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR, eines der größten Forschungsvorhaben weltweit. Über die Forschung hinaus fördert GSI/FAIR mit dem »Digital Open Lab« gezielt den Transfer von Technologien und Innovationen in die Industrie und Digitalwirtschaft. Externe Kooperationspartner erhalten Zugriff auf Kapazitäten im Hochleistungs-Rechenzentrum, Infrastruktur und IT-Kompetenzen für gemeinsame Entwicklungsprojekte und Kollaborationen rund um die Themen Rechenzentrum, High Performance Computing und AI.
– Green IT Cube von GSI/FAIR: https://www.gsi.de/forschungbeschleuniger/forschung_ein_ueberblick/green-it-cube
– Digital Open Lab von GSI/FAIR: https://www.gsi.de/innovation/fuer-industrie-und-forschung/gsifair-digital-open-lab
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Deutschland
fon ..: +49 6151 155-146
web ..: https://www.igd.fraunhofer.de
email : presse@igd.fraunhofer.de
Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützen Unternehmen und Institutionen der Branchen Manufacturing and Mobility, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Infrastruktur und Public Services sowie Maritime Wirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen.
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HEAG und Fraunhofer IGD treiben Aufbau eines Hessischen Sensorik-Clusters voran
Posted by PM-Ersteller - 02/06/26 at 08:06:23 a.m.Sensorik-Standort Hessen
Beim 2. Darmstädter Tag der Sensorik stellten die Initiatoren ihre Pläne für ein Hessisches Cluster für Sensorik vor. Ziel ist es, Forschung, Industrie und Start-ups stärker zu vernetzen und neue Technologien schneller in die Anwendung zu bringen.
Rund 80 Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kamen gestern zum 2. Darmstädter Tag der Sensorik im GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Aufbau eines Hessischen Clusters für Sensorik.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der HEAG Holding AG und dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. Fachvorträge aus Wissenschaft und Industrie zeigten Anwendungen aus Bereichen wie Raumfahrt, energieeffizienten Sensorsystemen und intelligenten Edge-Technologien.
Verein soll Netzwerk und Transfer stärken
Die Initiatoren präsentierten erstmals den Satzungsentwurf des geplanten „Hessischen Clusters für Sensorik e.V.“. Das Netzwerk soll Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups enger zusammenbringen und den Transfer neuer Technologien in die Anwendung beschleunigen.
„Mit dem geplanten Cluster wollen wir vorhandene Kompetenzen in Hessen sichtbarer machen, Akteure gezielt zusammenbringen und den Transfer von Sensorik-Lösungen in die Anwendung beschleunigen“, sagt Florian Kirchbuchner, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGD.
Sensorik als Zukunftstechnologie
Der Aufbau des Clusters knüpft an Empfehlungen des Hessischen Zukunftsberichts Wirtschaft sowie an den Hessischen Koalitionsvertrag 2024-2029 an. Sensorik gilt als wichtige Grundlage für intelligente Systeme – von vernetzten Produktionsanlagen bis zur autonomen Mobilität.
Unterstützt wurde die Initiative unter anderem durch den Darmstädter Oberbürgermeister Hanno Benz sowie die Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, Prof. Dr. Kristina Sinemus, die die Schirmherrschaft übernommen hat und sich mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmenden wandte. „Darmstadt und Hessen sind ein Hotspot der Sensorik. Mit starken Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IGD, der TU Darmstadt und dem GSI Helmholtzzentrum sowie zahlreichen Unternehmen und Start-ups verfügt die Region bereits heute über eine hohe Kompetenz im Bereich datengetriebener Technologien. Diesen Standort weiter zu stärken und Akteure aus Forschung, Wirtschaft und Politik noch enger zu vernetzen, ist ein zentraler Schlüssel für Innovation“, so Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation.
Workshop definiert nächste Schritte
Ergänzend zum Vortragsprogramm diskutierten die Teilnehmenden in einem Workshop die nächsten konkreten Schritte für die kommenden zwölf Monate. Im Fokus standen dabei die künftige Struktur und Aufgaben des geplanten Vereins, mögliche Mitgliedschaften, Sichtbarkeit und Kommunikation des Netzwerks sowie der Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Praxis.
Darmstadt und Hessen als Standort für Sensorik stärken
„Der Aufbau des Hessischen Sensorik-Clusters stärkt Darmstadt als Innovations- und Technologiestandort nachhaltig. Für die Wirtschaftsförderung bietet das Cluster große Chancen, Forschung, Unternehmen und Start-ups noch enger zu vernetzen und neue Wertschöpfung in Zukunftsfeldern wie Sensorik und Künstlicher Intelligenz gezielt in Darmstadt zu entwickeln. Der 2. Darmstädter Tag der Sensorik macht deutlich, welches enorme Potenzial in diesem Cluster steckt“, so Hanno Benz, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Das geplante Cluster soll sich perspektivisch über ganz Hessen erstrecken und nationale sowie internationale Kooperationen fördern. Ziel der Initiative ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, neue Partnerschaften zu ermöglichen und den Technologiestandort Hessen langfristig zu stärken.
Weiterführende Informationen:
Mehr Informationen zum Sensorikcluster: https://sensorik-hessen.de/
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Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützen Unternehmen und Institutionen der Branchen Manufacturing and Mobility, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Infrastruktur und Public Services sowie Maritime Wirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen. Internationale Relevanz entfalten seine Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schwesterinstitut an den Standorten Graz und Klagenfurt sowie die Beteiligung an verschiedensten EU-Projekten.
Über die HEAG:
Die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt, kurz: HEAG, ist die Holding und Führungsgesellschaft des HEAG-Konzerns mit Sitz in Darmstadt. Zudem ist sie das Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Die HEAG unterstützt die wirtschaftlichen Beteiligungen Darmstadts und verankert vor allem bei den Mehrheitsbeteiligungen die städtischen Ziele. Somit ist die HEAG der zentrale und maßgebliche Berater der Stadt Darmstadt in allen wirtschaftlichen Angelegenheiten der Stadtwirtschaft.
Die HEAG versteht sich als aktives Beteiligungsmanagement und als verlässlicher Partner der Wissenschaftsstadt Darmstadt und deren Beteiligungen. Durch ein effektives Beteiligungsmanagement wird die Eigentümerfunktion der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der Stadtwirtschaft gestärkt. Zudem wird die Information und Transparenz über die Beteiligungen verbessert.
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Nanoplastik in der Biosphäre: ALLATRA Expertenworkshop beim ChangeNOW-Gipfel in Paris
Posted by PM-Ersteller - 09/04/26 at 07:04:59 a.m.Gefahr Nanoplastik: Das ALLATRA GRC präsentiert beim ChangeNOW-Gipfel in Paris neue Forschungsdaten zu Gesundheitsrisiken und fordert innovative Ansätze jenseits herkömmlicher Recyclinglösungen.
PARIS, 6. April 2026 – Teilnehmer der Internationalen Gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA und Vertreter des ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) nahmen am internationalen Gipfeltreffen ChangeNOW 2026 teil, das vom 30. März bis 1. April im Grand Palais in Paris stattfand. Zu den Höhepunkten zählte der Expertenworkshop „Nanoplastik: Die unsichtbare Bedrohung und das globale Risiko: Was können wir tun?“, der am 1. April stattfand. Organisiert und moderiert wurde die Expertensitzung von Teilnehmern der ALLATRA-Bewegung unter Mitwirkung von Vertretern des ALLATRA GRC.
ChangeNOW ist eine der größten internationalen Plattformen für nachhaltige Entwicklung und bringt jährlich Tausende Teilnehmende zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Institutionen und Umweltinitiativen. ChangeNOW gestaltet die globale Agenda für Lösungen in den Bereichen Ökologie und Technologie. Die Ausrichtung des Workshops auf dieser Plattform ermöglichte es, die Diskussion über Mikro- und Nanoplastik in einen breiteren internationalen Kontext einzuordnen.
Der Workshop „Nanoplastik: Die unsichtbare Bedrohung und das globale Risiko: Was können wir tun?“ widmete sich der umfassenden Auseinandersetzung mit Mikro- und Nanoplastik als einem Problem, das weit über das herkömmliche Verständnis von Plastikmüll hinausgeht. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die öffentliche Gesundheit, die ökologische Nachhaltigkeit und die langfristigen Risiken für zukünftige Generationen. Den Teilnehmenden wurde ein interdisziplinärer Rahmen vorgestellt, in dem Nanoplastik als wachsende systemische Herausforderung betrachtet wird, die die menschliche Gesundheit, die Integrität von Ökosystemen und die Umweltqualität beeinträchtigt.
Im Rahmen der Präsentation wurden veröffentlichte wissenschaftliche Daten zur Verteilung von Mikro- und Nanoplastik in Luft, Wasser, Böden und Nahrungsketten sowie Daten zum Nachweis von Plastikpartikeln in menschlichem Gewebe und Körperflüssigkeiten vorgestellt und diskutiert. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, dass die traditionelle Sprache der Plastikverschmutzung nicht mehr ausreicht, um das Ausmaß und die Komplexität des Problems auf der Ebene der Nanopartikel zu beschreiben. Die Workshop-Teilnehmenden betonten, dass dieses Thema eine sorgfältige, evidenzbasierte Bewertung und einen weiteren wissenschaftlichen Dialog erfordert.
An der Diskussion nahmen Vertreter von ALLATRA, Dr. Gabriela Szalayova und Alexander Masny, MSc (ALLATRA GRC), teil. Der Vortrag behandelte die physikochemischen und elektrostatischen Eigenschaften von Nanoplastik, deren Potenzial als Träger gleichzeitig auftretender Schadstoffe sowie mögliche Mechanismen ihrer Wechselwirkung mit biologischen Barrieren. Diese Themen wurden als Bereiche für weitere interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Medizin, Umweltwissenschaften, Chemie und Materialwissenschaften vorgestellt.
Ein weiterer Teil des Workshops befasste sich mit den Grenzen bestehender Lösungsansätze. Es wurde festgestellt, dass traditionelle Maßnahmen wie Abfallrecycling und großflächige Wasseraufbereitungsanlagen zwar wichtig sind, aber nicht alle mit Nanopartikeln verbundenen Risiken abdecken. Als vielversprechendes Forschungsfeld wurde die strategische elektrostatische Neutralisierung diskutiert, um die Transport-, Akkumulations- und Wechselwirkungsfähigkeit von Nanoplastik in der Umwelt zu reduzieren. Gleichzeitig betonten die Referenten, dass solche Ansätze weiterer Validierung, methodischer Standardisierung und intensiver Expertendiskussion bedürfen.
Der letzte Teil des Workshops umfasste eine interaktive Diskussion und eine Fragerunde. Rund 80 Menschen nahmen am Workshop teil. Das Veranstaltungsformat förderte den offenen Dialog: Die Teilnehmenden tauschten Beobachtungen aus, stellten Fragen und diskutierten sowohl die Umweltaspekte des Themas als auch dessen mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
Laut Rückmeldungen der Teilnehmenden wurde das Thema als aktuell und wichtig wahrgenommen. Die Präsentation wurde als informativ, für ein breites Publikum verständlich und durch eine klare Erläuterung der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Prinzipien überzeugend bewertet.
Die im Workshop präsentierten Materialien basierten unter anderem auf dem Open-Access-Forschungsbericht „Nanoplastik in der Biosphäre. Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“ und dem wissenschaftlichen Dokumentarfilm „Nanoplastik – die unsichtbare Lebensgefahr“, der im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurde. Die Teilnahme an ChangeNOW 2026 bot eine weitere internationale Plattform für den offenen fachlichen Dialog zu diesem Thema, das die Aufmerksamkeit der Forschungsgemeinschaft, öffentlicher Institutionen und zivilgesellschaftlicher Initiativen erfordert.
Das ALLATRA Global Research Center war zuvor Mitveranstalter einer Konferenz im Europäischen Parlament mit dem Titel „Nanoplastik: Verborgene Zusammenhänge und neue Risiken“, die mit Unterstützung des Europaabgeordneten Ondrej Knotek stattfand.
ALLATRA GRC dankt den Organisatoren von ChangeNOW 2026 für die Bereitstellung der Dialogplattform sowie allen Workshop-Teilnehmenden für ihr Interesse am Thema und ihre aktive Beteiligung an den Diskussionen.
Über das ALLATRA Global Research Center
Das ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) ist ein internationales Forschungs- und Analysezentrum, das sich mit zentralen globalen Herausforderungen befasst und dazu umfassende wissenschaftliche Analysen, integrierte Risikobewertungen sowie evidenzbasierte Politikempfehlungen erarbeitet.
Das Zentrum ist offiziell in den USA registriert und hat dort seinen Hauptsitz. Es ist international tätig, was seine globale Reichweite und seinen interdisziplinären Ansatz widerspiegelt.
Das ALLATRA GRC betreibt interdisziplinäre Forschung zu den Dynamiken von Naturkatastrophen, Klima- und geophysikalischen Risiken sowie den Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf Umwelt und Gesundheit. Es setzt sich für Menschenrechte ein und fördert die interkulturelle Zusammenarbeit. Die Arbeit des Zentrums verbindet wissenschaftliche Forschung mit strategischer und operativer Führung, um fundierte Entscheidungen auf globaler Ebene zu unterstützen.
Über die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA
Die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA ist eine unabhängige, von Freiwilligen getragene Organisation, die Menschenrechte und Grundfreiheiten schützt und groß angelegte Forschungsarbeiten in den Bereichen Geodynamik und Umweltfragen durchführt. ALLATRA ist für seinen interdisziplinären Ansatz bei der Erforschung von Naturkatastrophen bekannt und fördert aktiv die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit und setzt sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten ein.
In Anerkennung ihrer Arbeit erhielt die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA im Jahr 2025 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. und im Jahr 2024 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Franziskus für ihre Bemühungen um den Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung.
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Allatra e.V. ist ein eingetragener Verein. Wir vertreten die internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA in Deutschland, stehen außerhalb von Politik und Religion und sind getragen von ehrenamtlichem Engagement. Mit klarem Fokus auf die eskalierende Klimakrise informieren wir über die klimatische Situation und setzen uns ein für den Schutz von Menschenrechten und das menschliche Leben.
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