Erstes Wildtier Individual-Monitoring mithilfe künstlicher Intelligenz gestartet
Posted by PM-Ersteller - 20/08/26 at 01:08:32 p.m.Der Bundesverband der Wildtierhilfen (BVW) hat in Kassel das erste Individual-Monitoring bei Wildtieren mithilfe künstlicher Intelligenz gestartet.
Am Dienstag, dem 18.08.2026, wurden die ersten fünf Kameras in Privatgärten im Kasseler Stadtteil Bettenhausen aufgebaut und mit einem KI-Server verbunden. Damit startet ein auf mindestens drei Jahre angelegtes Projekt, das Informationen zum Revierverhalten und zur Anzahl der Waschbären im Projektgebiet liefern wird. Die Anzahl der Kameras wird nach und nach erhöht, um ein zusammenhängendes Netz zu erhalten.
Das Projekt wurde ursprünglich mit dem Ziel entworfen, sterilisierte Waschbären in ihrem Revier zu identifizieren und zu überprüfen, wie sie sich in ihrem Lebensraum verhalten und ob es zu Neuansiedlungen kommt. Zudem sollte die Entwicklung der Tierpopulation im Habitat untersucht werden.
Vera Heck, Geschäftsführerin BVW: „Leider pausiert das BiPoMA-Projekt noch immer, da die Ausarbeitung einer Umsetzungsempfehlung für ein biologisches Management auf Bundes- und Länderebene immer noch nicht abgeschlossen ist. Wir nutzen die Zeit daher, um die KI und auch unser Team weiterzuentwickeln, und erhalten so eine sehr gute Übersicht über die Populationsdichte der Waschbären in dem Gebiet.“
Die intelligente Software wird in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem BVW von der cimt AG entwickelt. Es ist das erste Mal, dass KI zur individuellen Einzeltiererkennung angewendet wird. Ein vergleichbares Projekt ist europaweit nicht bekannt. Bisher erkennen KI-Systeme lediglich das Tier, also beispielsweise Fuchs, Reh oder Luchs, nicht aber das individuelle Tier. Dies eröffnet der Wissenschaft, dem Forst und anderen Interessengruppen neue Möglichkeiten.
Die in Kassel gewonnenen Daten werden von Experten des BVW sowie von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn und Göttingen ausgewertet. Die ersten auswertbaren Datensätze werden für Oktober/November 2026 erwartet.
Das Projekt wird allein vom Bundesverband der Wildtierhilfen finanziert, ohne öffentliche Gelder. Es ist daher möglich, Patenschaften für KI-Kameras ab 15 Euro im Monat zu übernehmen, um die laufenden Kosten zu decken. Weitere Zuwendungen für das gesamte BiPoMa-Projekt sind ebenfalls willkommen.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Bundesverband der Wildtierhilfen
Frau Vera Heck
Neue Mainzer Strasse 84
60311 Frankfurt
Deutschland
fon ..: 069-348675602
web ..: https://www.bundesverband-wildtierhilfen.de/
email : kontakt@bundesverband-wildtierhilfen.de
Der Bundesverband der Wildtierhilfen gGmbH ist die Interessenvertretung der deutschen Wildtierhilfen. Mit Sitz in Frankfurt am Main agiert der Verband als Repräsentant der Wildtierstationen gegenüber Politik und Behörden und ist Ansprechpartner der Medien. Ein wesentlicher Aspekt der Verbandsarbeit liegt in der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Wildtierpflege, ergänzt durch die Förderung und Unterstützung von wissenschaftlichen Forschungsprojekten. Ein zentraler Baustein bildet die „Akademie für Wildtiere und Artenschutz“, die unter anderem Sachkundeseminare mit amtlicher Prüfung gemäß §11 des Tierschutzgesetzes anbietet. Diese Seminare stellen für Wildtierstationen eine rechtliche Grundlage für die Durchführung von Wildtierpflege dar. Darüber hinaus unterstützt der Bundesverband die Wildtierstationen in ihren Qualitätsmanagementprozessen und fördert die integrative Zusammenarbeit von wildtierinteressierten Personen. Der Verband ist politisch unabhängig und unparteilich.
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Wildunfälle erfassen, analysieren und auswerten
Posted by PM-Ersteller - 16/12/19 at 01:12:18 p.m.Mit dem Tierfund-Kataster des Deutschen Jagdverbands (DJV) können Daten zu Wildunfällen erfasst, analysiert und ausgewertet werden. Cadenza Web bringt das System auf eine neue technologische Basis.
Wo finden die meisten Wildtierunfälle statt? Welche Tierarten sind davon am stärksten betroffen? Welche Maßnahmen der Verkehrsplanung tragen zur Verringerung von Wildtierunfällen bei? Wie können der Erhalt, die zukunftsgewandte Weiterentwicklung und der Schutz von Wild, Jagd und Natur erreicht werden?
Fragen wie diese gehören zum Aufgabenbereich des Deutschen Jagdverbands e. V. (DJV), dem als Dachverband 15 Landesjagdverbände mit 245.000 Jägern angehören. Und um sie zu beantworten, hat der DJV in Zusammenarbeit mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ein bundesweites System für eine einheitliche und vor allem ortsgenaue Erfassung von Wildunfällen aufgebaut, das jetzt auf eine neue technologische Basis gestellt wurde.
Cadenza: Plattform für Data Analytics, Reporting und GIS
Der DJV entschied sich dabei für den Einsatz von Cadenza, der Plattform für Data Analytics, Reporting und GIS der Karlsruher Disy Informationssysteme GmbH. Die Gründe liegen auf der Hand: Cadenza bietet eine intuitive Bedienoberfläche für die Nutzer, eine hohe Flexibilität beim Aufbau von Analyseszenarien, eine sehr gute Performanz und Administrierbarkeit sowie die Möglichkeit, Fachanwendungen für die Erfassung komplexer Daten zu integrieren. So ließen sich mit Cadenza Web alle Funktionalitäten von der Erfassung von Tierfunden bis hin zu deren Auswertung im Tierfund-Kataster optimal umsetzen.
In der ersten Projektphase wurden die Benutzerverwaltung und eine auf Cadenza Web basierende Fachanwendung für die Erfassung von Tierfunden realisiert. Dabei konnten alle bisher registrierten Nutzer aus dem Vorläufersystem problemlos übernommen werden. Im Zuge des weiteren Projektverlaufs wurde die bisherige Erfassungsanwendung durch eine PHP-basierte Anwendung ersetzt und über den Fachanwendungsrahmen an Cadenza Web angebunden. Als Datenbank wird PostgreSQL genutzt.
Datengrundlage für Entscheidungen bei Straßenbau, Versicherungen und Artenschutz
Die Funde, die bundesweit über das Webportal oder die mobile Tierfund-Kataster-App erfasst werden, stellen einen sehr wertvollen Datenbestand dar: Sie dokumentieren die Konfliktstellen von Menschen und Wildtieren im Straßennetz und sind damit die zentrale Grundlage für Entscheidungsprozesse von Behörden und Wissenschaftlern in den Bereichen Straßenbau, Versicherungswesen und natürlich Artenschutz.
Der DJV ist mit dem bisherigen Projektverlauf sehr zufrieden – vor allem darüber, dass das Tierfund-Kataster so schnell auf eine neue technologische Basis gestellt werden konnte und dass mit Cadenza Web alle projektrelevanten Aspekte abgedeckt werden konnten. Deshalb wird Cadenza Web auch zukünftig beim DJV eingesetzt, zum Beispiel bei der Publikation von Daten des Wildtiermonitoring, die seit kurzem auf der Webseite www.wild-monitoring.de verfügbar sind.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Disy Informationssysteme GmbH
Frau Astrid Fennen-Weigel
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe
Deutschland
fon ..: 0721 16006000
web ..: http://www.disy.net
email : astrid.fennen-weigel@disy.net
Pressekontakt:
Disy Informationssysteme GmbH
Herr Dr. Wassilios Kazakos
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe
fon ..: 0721 16006000
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