Schlachthof Buckl wird abgewickelt – Strafbefehle nach Tierquälerei verhängt
Posted by PM-Ersteller - 19/02/26 at 11:02:21 a.m.Nach der Veröffentlichung von Videomaterial zu schweren Tierschutzverstößen wird der Schlachthof Buckl liquidiert. Sieben Strafbefehle wurden gegen Mitarbeitende erlassen.
Der wegen massiver Tierquälerei bundesweit bekannt gewordene Hühnerschlachthof Buckl in Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach, Bayern) wird derzeit vollständig abgewickelt. Nach Informationen, die ANINOVA vorliegen, verkauft das Unternehmen aktuell seine Fahrzeuge und Maschinen. Rund 125 Mitarbeitende waren bereits vor einiger Zeit entlassen worden. In den kommenden Monaten soll die Liquidierung des Betriebs abgeschlossen sein.
ANINOVA hatte im Frühjahr 2025 umfangreiches Bildmaterial aus dem Schlachthof veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigten massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, darunter das Würgen, Schlagen und Töten von Hühnern bei vollem Bewusstsein. Das Bildmaterial war ANINOVA zugespielt worden und wurde anschließend vollständig ausgewertet. Dabei wurden 728 Übergriffe dokumentiert, von denen über 530 als Straftaten eingestuft wurden.
In dem Schlachthof wurden bis zu 100.000 Hühner pro Tag getötet – hochgerechnet mehrere Millionen Tiere pro Jahr. Es handelte sich überwiegend um sogenannte Althennen, deren Fleisch anschließend bundesweit als „Luna“-Suppenhühner in Supermärkten verkauft wurde.
Unmittelbar nach der Veröffentlichung schloss die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) den Betrieb. Die Staatsanwaltschaft Ansbach leitete daraufhin Ermittlungen ein. Inzwischen wurden gegen Mitarbeitende des Schlachthofs sieben Strafbefehle erlassen, mit Geldstrafen zwischen 30 und 180 Tagessätzen. Zwei der Strafbefehle liegen über 91 Tagessätzen und führen damit zur Vorstrafe; einer davon ist bereits rechtskräftig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Beschäftigte, die unmittelbar mit dem Schlachtvorgang befasst waren und anhand des Videomaterials identifiziert werden konnten. Weitere Verfahren wurden als Ordnungswidrigkeiten an die zuständige Verwaltungsbehörde abgegeben. Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Betriebs dauern weiterhin an.
Nach der behördlichen Schließung gab es wiederholt Versuche, den Schlachthof wirtschaftlich zu erhalten. Im Oktober 2025 scheiterten Gespräche über eine finanzielle Unterstützung oder Bürgschaften durch die bayerische Landesregierung. Auch eine mögliche Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg, über die im Dezember 2025 verhandelt wurde, kam nicht zustande. Da keine weiteren Investoren, Käufer oder Übernahmeoptionen in Aussicht standen, fiel schließlich die Entscheidung, den Betrieb vollständig zu liquidieren.
„Die nun laufende Abwicklung des Schlachthofs ist die direkte Folge unserer Veröffentlichung und der anschließenden Ermittlungen“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Der Fall Buckl zeigt exemplarisch, dass Tierquälerei in industriellen Schlachtbetrieben kein Ausnahmefall ist, sondern systembedingt entsteht.“
ANINOVA appelliert an Politik und Gesellschaft, aus diesem Fall die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, und empfiehlt allen Menschen, die Ausbeutung von Tieren nicht länger zu unterstützen, einen konsequent pflanzlichen Lebensstil.
Weitere Informationen hier.
Bildmaterial kann angefordert werden
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Herr Jan Peifer
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Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
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Erfolg für ANINOVA: Skandal-Schlachthof in Wassertrüdingen bleibt für immer geschlossen
Posted by PM-Ersteller - 08/10/25 at 09:10:54 a.m.Der berüchtigte Hühnerschlachthof Buckl in Wassertrüdingen bleibt dauerhaft geschlossen – ein wichtiger Erfolg für ANINOVA und den Tierschutz. Ermittlungen gegen sieben Beschuldigte laufen.
Der umstrittene „Luna“- Hühnerschlachthof Buckl in Wassertrüdingen bleibt endgültig geschlossen. Wie ANINOVA erfahren hat, sind sämtliche Gespräche zwischen den Betreibern, der Landesregierung und potenziellen Unterstützern gescheitert. Damit ist klar: Der Betrieb wird nicht wieder eröffnen, sondern dauerhaft abgewickelt.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Schlachthofs sind insbesondere die geplanten Finanzierungs- und Bürgschaftsgespräche mit der Bayerischen Landesregierung ohne Ergebnis geblieben. Auch die Idee, dass sich mehrere Geflügelhalter zusammenschließen und eine eigene GmbH zur Weiterführung des Schlachthofs gründen, ist gescheitert – eine entsprechende Unterstützung durch das Land wäre Voraussetzung gewesen.
„Damit ist endgültig klar: Der Schlachthof Buckl bleibt Geschichte. Das ist ein wichtiges Signal für den Tierschutz und ein Erfolg für alle, die sich gegen die Wiedereröffnung ausgesprochen haben“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.
ANINOVA hatte im Frühjahr 2025 erschütterndes Bildmaterial aus dem Betrieb veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigten, wie Mitarbeitende Legehennen brutal misshandelten – sie wurden geschlagen, gewürgt, getreten oder ihnen wurde der Kopf abgerissen. Insgesamt wurden 728 Verstöße, darunter über 530 Straftaten, dokumentiert. Daraufhin hat die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) den Betrieb geschlossen. Die Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt in diesem Zusammenhang gegen sieben Beschuldigte, die derzeit angehört werden.
Der Schlachthof in Wassertrüdingen galt als der größte Althennen-Schlachthof Bayerns und einer der größten in Deutschland. Laut internen Unterlagen, die ANINOVA vorliegen, wurden dort nicht nur Tiere aus Bayern, sondern auch aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und sogar Frankreich geschlachtet – vielfach nach Transporten von über zwölf Stunden Dauer. „Dass dieser Ort des Leidens nun endgültig schließt, ist ein längst überfälliger Schritt. Statt weiter öffentliche Gelder in eine ausbeuterische Industrie zu stecken, sollte die Politik konsequent in eine pflanzliche Zukunft investieren“, so Peifer abschließend.
Weitere Informationen hier.
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