Virtuelle Maus statt medizinischer Fortschritt

Auch die virtuelle Maus bedeutet forschen an der falschen Spezies.

BildÄrzte gegen Tierversuche kritisiert Festhalten am tierversuchsbasierten System durch digitale Nachbildung von „Versuchs“tieren

Forschende aus der Schweiz haben ein KI-gestütztes Computermodell entwickelt, das die Verteilung von Nanomaterialien in den Organen einer „Labor“maus voraussagen soll. Ziel des Projekts ist es, die Zahl der Tierversuche in der Medikamentenentwicklung zu reduzieren. Der bundesweit tätige Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) bewertet diesen Ansatz als wissenschaftliche Sackgasse. Da das Modell auf der Biologie von Mäusen basiert, liefere es keine relevanten Daten für die Anwendung am Menschen. Statt tierbasierte Forschung – ob real oder digital – weiterzuentwickeln, fordert Ärzte gegen Tierversuche einen konsequenten Umstieg auf moderne, tierversuchsfreie Forschungsmethoden, die unmittelbar auf den Menschen ausgerichtet sind und einen echten medizinischen Fortschritt ermöglichen.

In dem aktuellen Forschungsprojekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben Wissenschaftler mithilfe von maschinellem Lernen ein in-silico-Modell einer Maus erschaffen. Diese „virtuelle Maus“ berechnet, wie sich winzige Nanopartikel im Organismus des Nagers verteilen und in welchen Organen wie Lunge, Nieren, Leber oder Milz sie sich ansammeln. Damit soll das Modell als Entscheidungshilfe in der Medikamentenentwicklung – beispielsweise beim Transport von Chemotherapeutika über die Blut-Hirn-Schranke zur Behandlung von Hirntumoren – dienen und die Anzahl realer Tierversuche minimieren.

Aus Sicht von Ärzte gegen Tierversuche greift dieser Ansatz jedoch wissenschaftlich zu kurz. Das grundlegende Problem der fehlenden Übertragbarkeit von Tierversuchsdaten auf den Menschen wird durch die Digitalisierung eines ungeeigneten Modells nicht gelöst, sondern lediglich verlagert.

„Die Entwicklung zeigt zwar, dass auch in der etablierten Forschung nach Wegen gesucht wird, die immense Anzahl an Tierversuchen zu senken, doch eine virtuelle Maus bleibt im Kern eben eine Maus. Für den kranken Menschen sind diese Daten irrelevant“, erklärt Dr. med. vet. Gaby Neumann, wissenschaftliche Referentin bei ÄgT. „Die ohnehin fehlende Übertragbarkeit von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen wird nicht dadurch besser, dass man die nicht mit dem Menschen vergleichbare Physiologie eines Nagetiers digitalisiert. Was wir brauchen, ist keine virtuelle Maus, sondern eine konsequent humanbasierte Forschung.“

Das Empa-Modell basiert auf biologischen Daten von Mäusen, um die Verteilung von Nanopartikeln zu kalkulieren. Menschliche Barrieren, Zellstrukturen und Stoffwechselwege unterscheiden sich jedoch drastisch von denen eines Nagetiers. Die gezielte Bekämpfung von Krankheiten beim Menschen erfordert daher zwingend den Einsatz von Methoden, die auf menschlichen Systemen beruhen.

„Tierversuche und ihre digitalen Abbilder sind eine Sackgasse für die moderne Medizin. Statt Ressourcen in die mathematische Nachbildung von Mäuseorganen zu investieren, muss der Fokus vollständig auf bereits existierenden, tierversuchsfreien Methoden für den Menschen liegen“, so Neumann. „Multi-Organ-Chips, Organoide und moderne in-silico-Modelle auf Basis menschlicher Zell- und Gewebedaten sind der einzige Weg, um Medikamente sicher und effektiv für Patienten zu entwickeln. Nur eine humanbasierte Forschung bringt die medizinische Wissenschaft wirklich voran.“

Der Verein fordert daher ein konsequentes Umdenken in der Forschungsförderung und Politik, um nicht länger veraltete Tierversuchsstrukturen digital zu konservieren, sondern den Ausstieg aus dem Tierversuch durch echte, auf den Menschen übertragbare Innovationen zu realisieren.

Quelle

Weniger Tierversuche dank virtueller Maus. Empa 28.05.2026 >>

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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch

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Grenzen klassischer Teststrategien

Warum virtuelle Modelle in der Produktentwicklung immer wichtiger sind

BildPhysische Tests gelten seit Jahrzehnten als zentraler Baustein der technischen Entwicklung. Doch steigende Systemkomplexität, kürzere Entwicklungszyklen und hohe Kosten für Prototypen stoßen klassische Teststrategien zunehmend an ihre Grenzen. Die ideale Kombination: Virtuelle Modelle und Simulationstechnologien erweitern reale Tests und ermöglichen ein digitales Verständnis der zugrunde liegenden physikalischen Prozesse.

Ein grundlegendes Problem klassischer Teststrategien besteht darin, dass physische Versuche häufig erst spät im Entwicklungsprozess stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt sind zentrale Designentscheidungen bereits getroffen. Werden Schwachstellen entdeckt, sind Änderungen meist teuer oder nur mit erheblichem Aufwand möglich. Simulationen schließen diese Lücke, indem sie physikalische Zusammenhänge bereits in der Konzept- und Auslegungsphase sichtbar machen.

Moderne Multiphysics-Simulationen koppeln unterschiedliche physikalische Effekte wie Strömungsmechanik, Strukturmechanik, Thermodynamik oder Elektromagnetismus in einem konsistenten Modell. Dadurch lassen sich Wechselwirkungen analysieren, die in isolierten Einzeltests oft nur schwer erfassbar sind.

Ein Beispiel aus der Energietechnik zeigt den praktischen Nutzen solcher virtuellen Modelle: Beim thermischen Management von Energiespeichern kann eine Systemsimulation das gesamte Kühlsystem – vom Chiller über den Kühlkreislauf bis zur Zelle – digital abbilden. Entwickler erkennen frühzeitig kritische Temperaturspitzen und können konstruktive Maßnahmen bereits vor dem Bau physischer Prototypen bewerten.

Auch bei großtechnischen Anlagen wie Reinräumen liefern CFD-Simulationen wichtige Erkenntnisse. Luftströmungen, Temperaturfelder und Partikelbewegungen lassen sich detailliert analysieren und optimieren. Obwohl der Simulationsaufwand meist nur einen kleinen Teil der Gesamtinvestition ausmacht, können potenzielle Fehlplanungen frühzeitig erkannt und spätere Qualitätsprobleme vermieden werden.

„Simulation ersetzt den realen Test nicht – sie macht ihn zielgerichteter“, so Dipl.-Ing. (TU) Stefan Merkle, Geschäftsführender Gesellschafter der Merkle CAE Solutions GmbH. „Wenn physikalische Zusammenhänge bereits in frühen Entwicklungsphasen verstanden werden, lassen sich Versuche deutlich effizienter planen und Entwicklungsrisiken erheblich reduzieren.“

Virtuelle Modelle entfalten ihren größten Nutzen daher im Zusammenspiel mit experimentellen Methoden. Simulationen helfen, kritische Szenarien zu identifizieren und Parameter systematisch zu variieren, während physische Tests die notwendigen Daten zur Validierung der Modelle liefern.
Für Entwicklungsabteilungen bedeutet das: Klassische Teststrategien werden zunehmend durch digitale Methoden ergänzt. Unternehmen, die Simulation frühzeitig in ihre Entwicklungsprozesse integrieren, können Entwicklungszeiten verkürzen, Risiken reduzieren und fundiertere Entscheidungen treffen, lange bevor der erste Prototyp gebaut wird.

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Eigentümerversammlung rein virtuell durchführen: So gelingt die rechtssichere Umsetzung

Mit prop.ID meistern Hausverwaltungen den Übergang zur rein digitalen Versammlung ohne Anfechtungsrisiko.

BildDie rechtlichen Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft haben sich final gefestigt: Die rein virtuelle Eigentümerversammlung ist im Jahr 2026 zum Standard für moderne Verwaltungen geworden. Doch die technische und rechtliche Hürde bleibt hoch. Die Expertenplattform prop.ID präsentiert pünktlich zur Saison eine Lösung, mit der Verwalter eine Eigentümerversammlung rein virtuell durchführen und dabei rechtssicher agieren.

Rechtssicherheit als Fundament der digitalen Versammlung

Seit der gesetzlichen Verankerung der rein virtuellen Versammlung (§ 23 Abs. 4 WEG n.F.) ist die Nachfrage sprunghaft gestiegen. Doch die reine Nutzung von Videokonferenz-Tools reicht nicht aus. Um eine Eigentümerversammlung rein virtuell durchzuführen und rechtssicher zu protokollieren, müssen Identitätsprüfung, Stimmrechtsprüfung und die Dokumentation der Beschlussfähigkeit lückenlos ineinandergreifen.

„Eine virtuelle Versammlung scheitert oft nicht am Willen der Eigentümer, sondern an der Sorge des Verwalters vor Formfehlern“, erklärt das Team von prop.ID. „Unsere Plattform bietet einen geführten Prozess, der sicherstellt, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden – von der ordnungsgemäßen Einladung in Textform bis zur revisionssicheren Online-Abstimmung.“

Effizienzsteigerung durch KI-Protokollierung

Neben der reinen Durchführung löst prop.ID ein weiteres Kernproblem: die Nachbereitung. Wer eine Eigentümerversammlung rein virtuell durchführt, profitiert bei prop.ID von einer integrierten KI, die das Live-Protokoll in Echtzeit unterstützt.

Vorteile für Hausverwalter bei virtuellen Versammlungen mit prop.ID:

Ortsunabhängigkeit: Höhere Teilnahmequoten, da Eigentümer weltweit mit nur einem Klick teilnehmen können.

Rechtssichere Abstimmungen: Automatisierte Prüfung von Vollmachten und Stimmrechtsanteilen (MEA).

Kosteneinsparung: Wegfall von Raummieten, Anfahrtswegen und teuren Abendstunden-Zuschlägen für Personal.

Revisionssicheres Archiv: Alle Beschlüsse werden sofort digital erfasst und stehen für die Beschluss-Sammlung bereit.

Ein Wettbewerbsvorteil für zukunftsorientierte Verwalter

In einem hart umkämpften Markt positionieren sich Verwaltungen, die eine Eigentümerversammlung rein virtuell durchführen, als innovative und transparente Dienstleister. prop.ID liefert hierfür das notwendige Werkzeug, um den Prozess nicht nur digital, sondern auch intuitiv für alle Altersgruppen der Eigentümer zu gestalten.

Interessierte Hausverwaltungen in Deutschland und Österreich können über die Website von prop.ID einen unverbindlichen Demotermin anfordern und erfahren, wie sie ihre nächste Versammlung rechtssicher in den digitalen Raum verlegen.

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