Parkinson-Erkrankung fordert Betroffene heraus / Selbsthilfeinitiative bietet Psychosoziale Beratung
Posted by PM-Ersteller - 01/05/23 at 04:05:57 a.m.Für viele Betroffene ist die Diagnose „Parkinson“ ein schwerer Einschnitt ins Leben.
Doch auch wenn die Erkrankung weiterhin nicht geheilt werden kann, hat die Behandlung in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielen können. Allerdings bleibt das neurodegenerative Störungsbild für Patienten und deren Angehörige eine große Herausforderung in der Alltagsbewältigung, weiß der Leiter der Selbsthilfeinitiative „Parkinson in jedem Alter“, Dennis Riehle (Konstanz), der selbst mit 34 Jahren an dem oftmals noch als „Schüttellähmung“ bekannten Syndrom erkrankte und nach einer Odyssee von Klinik zu Klinik vor drei Jahren dann endlich eine feste Diagnose erhalten hatte: „Für mich war das ein beruhigendes Gefühl, nun klar zu wissen, welche Krankheit ich habe. Mit dieser klaren Gewissheit konnte ich deutlich besser umgehen als mit dem langen Zustand der Vermutung und des Verdachts, was denn nun mein Zittern, meine Verlangsamung, meine Muskelsteifigkeit, die Stimmstörung, die Gedächtnisproblematik, die Kleinschrittigkeit und die fehlende Fähigkeit, eine aufrechte Position einnehmen zu können, ausgelöst hatte. Und obwohl der Parkinson vor dem Alter von 40 eher selten auftritt, ist es nicht ausgeschlossen, auch schon Mitte 30 daran zu erkranken. Die Nachricht über solch einen Befund im noch jungen Erwachsensein war natürlich auch für mich eine Zumutung. Aber ich habe versucht, durch mein stoisches Wesen auch mit dieser Prüfung umgehen zu lernen. Und als Psychologischer Berater möchte ich solch eine Resilienz auch all denen ermöglichen, die zunächst mit der Störung überfordert sind und nicht selten deprimiert oder gar depressiv werden, weil sie doch eigentlich noch so viel vor sich hatten – beruflich, familiär, im persönlichen Erfolg. Ich denke durchaus, dass es da hilfreich sein kann, wenn man sich mit jemandem austauscht, der in ähnlicher Situation ist und vielleicht schon eigene Erfahrung gesammelt hat, die er weitergeben kann“.
Riehle weiter: „Das wäre das Ideal der Selbsthilfe, welches ich mit meiner Initiative verkörpern und als bundesweit kostenloses Angebot für die Betroffenen und Angehörigen bieten möchte. Und dabei hat sich Mailberatung als geeignetes Instrument erwiesen“.
Neben der mentalen und seelsorgerlichen Begleitung ermöglicht Riehle auch Sozialberatungen, denn mit der Parkinson-Erkrankung gehen auch zahlreiche existenzielle Probleme einher. „Nachdem ich in Rechtsfragen zertifiziert worden bin, kann ich grundlegende Auskunft über die Sozialgesetzgebung geben, beispielsweise zum Schwerbehinderung, zu Pflegeleistungen oder Erwerbsminderung. Denn für viele Betroffene bedeutet das Krankheitsbild auch, nicht mehr voll arbeitsfähig zu sein oder Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen zu können. Hierfür müssen die nötigen Anträge gestellt werden, wobei ich beratend zur Seite stehe. Aber auch bei der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner im Dschungel der Zuständigkeiten helfe ich gerne weiter. Welche Leistungen stehen chronisch kranken Menschen überhaupt zu? Welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung gibt es? Welche Rechte bestehen gegenüber Versicherungen, Ämtern und Behörden? Und welche niederschwelligen Angebote gibt es, um die medizinische Behandlung um eine alternative und ergänzende Therapiekomponente zu erweitern? – Solche Anliegen werden oft an mich herangetragen“, sagt Riehle. „Nachdem ich auch in digitaler Prävention und Gesundheitsförderung weitergebildet bin, kann ich diesbezüglich diverse Tipps geben, beispielsweise zu Psycho- und Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, Wärmebehandlung, Stress- und Schmerzmanagement. Und als gelernter Ernährungsberater achte ich auch darauf, die Nahrungsergänzung als einen wichtigen Baustein in der diätetischen Behandlung des Parkinsons nicht außer Acht zu lassen. Daneben rate ich zu Schlafhygiene und Lichttherapie“, so Riehle abschließend.
Die Mailberatung der Selbsthilfeinitiative „Parkinson in jedem Alter“ ist kostenlos auf www.selbsthilfe-riehle.de erreichbar.
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Ehrenamtliches Büro für Öffentlichkeitsarbeit – Dennis Riehle
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78465 Konstanz
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Das ehrenamtliche Büro für Öffentlichkeitsarbeit unterstützt gemeinnützige Vereine und Initiativen in der Pressearbeit, Kommunikation und im Marketing. Es wird vom Konstanzer Journalisten Dennis Riehle geleitet.
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Parkinson-Erkrankung: Medikamente und Nebenwirkungen sollten regelmäßig überprüft werden
Posted by PM-Ersteller - 22/12/22 at 08:12:09 a.m.Die Behandlung der sogenannten „Schüttellähmung“ hat in den vergangenen Jahren viele neue Fortschritte gemacht.
Sie wurde durch die Zahl der zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten aber auch komplexer und anspruchsvoller. Darauf macht nun die Selbsthilfeinitiative „Parkinson in jedem Alter“ aufmerksam und ruft Ärzte wie Betroffene auf, regelmäßig Medikamente auf Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkung zu überprüfen und ihren Nutzen zu prüfen: „Leider haben wir das Problem, dass sich die Dopamin-Gabe mit der Zeit abschleift und die positiven Effekte für den Patienten nachlassen, sodass eine wiederkehrende Anpassung der Dosierung notwendig wird. Wenngleich man die unerwünschten Effekte dieser Arzneimittel mittlerweile recht gut steuern kann, müssen sie oft durch eine begleitende und ergänzende Einnahme von Zusatzpräparaten verstärkt werden, um den gewünschten Nutzen erzielen zu können“, erklärt der 37-Jährige, der seit drei Jahren mit der Diagnose konfrontiert ist und aus seiner eigenen Erfahrung berichtet, dass es einige Wochen Durchhaltevermögen brauchte, bis sich alle verabreichten Präparate eingespielt und ihren Sinn entfaltet hätten: „Man greift ja durchaus in den Metabolismus von Körper und Gehirn ein, weshalb es auch zu nicht gewollten Reaktionen kommen kann, die sich aber meist nach einigen Monaten wieder legen und dann eine Abnahme von Zittern, Muskelsteifigkeit und psychomotorischer Verlangsamung zu erkennen ist“. Diese Symptome gelten als die Kardinalbeschwerden der Erkrankung, die früher vielfach nur älteren Menschen zugetraut wurde: „Heute weißt man allerdings aus vielen Fallbeispielen, dass das Störungsbild auch vor dem 40. Lebensjahr auftreten kann und die Ärzte dann vor besondere Herausforderungen stellt, denn die Betroffenen haben noch ihr viele Jahrzehnte vor sich, in denen die Behandlung greifen muss und tendenziell öfter anzupassen ist, als wenn man erst jenseits der 60 daran erkrankt“.
Problematisch sei laut Dennis Riehle auch, dass die Patienten häufig nicht nur Parkinson-Mittel einnehmen müssten, sondern viele Symptome mit weiteren Medikamenten behandelt werden: „Nicht selten kommen Antidepressiva oder Neuroleptika zum Einsatz, um Halluzinationen und Depressionen in den in Schach zu halten, die ebenfalls bei Parkinson häufig auftreten und nicht mit Dopamin therapiert werden können“. Allerdings seien die zur Verfügung stehenden und in die Abwägung der Mediziner einzubeziehenden Wirkstoffklassen mittlerweile doch so weit gereift, dass die Vielzahl der früher noch Probleme bereitenden Nebenwirkungen kleiner geworden sei. „Es ist aber immer eine Herausforderung, je mehr Pillen man schlucken muss. Da kann man schnell den Überblick über Interaktionen verlieren, weshalb es oftmals sinnvoll sein kann, sie vollständig auf den Prüfstand zu stellen und zu entzerren. Denn über die Zeit sammeln sich in der Medikamentenliste auch Tabletten an, die vielleicht gar nicht mehr gebraucht werden“. Riehle weiß aus seinem eigenen Fall sehr gut, dass es gelte, die Menge an verschiedenen Präparaten so gering wie möglich zu halten, denn man wolle ja den Organismus auch nicht zusätzlich strapazieren – immerhin muss er all das Zugeführte von außen verstoffwechseln. Besondere Vorsicht sei auch bei Analgetika geboten, die oftmals eine überaus große Belastung für Magen und die Leber darstellen können und daher von Beginn an niedrig angesetzt werden sollten: „Natürlich soll niemand leiden und gerade bei den Schmerzen besteht die Gefahr, dass sie sich ohne Behandlung ins Gedächtnis einbrennen und dann tendenziell immer schlimmer werden, weil die psychische Resilienz abebbt. Trotzdem gilt auch für diese Gruppe an Medikamenten der Grundsatz des Notwendigen. Viel eher sollten zielgerichtete Wirkstoffe eingesetzt werden, keine pauschalen oder insgesamt dämpfenden Arzneimitteln, die darüber hinaus die Beweglichkeit des Betroffenen weiter einschränken und die Aufmerksamkeit herabsenken können“. Riehle rät den Parkinson-Betroffenen, die Medikation bei einem Neurologen zentral verwalten zu lassen, denn es habe sich hier das Sprichwort durchgesetzt: „Viele Köche verderben den Brei!“.
Die Beratung der Selbsthilfeinitiative Parkinson in jedem Alter ist unter www.parkinson-in-jedem-alter.de bundesweit und kostenlos für Betroffene, Angehörige und interessierte Medienschaffende erreichbar. Datenschutz und Verschwiegenheit gelten. Die in dieser Presseinformation dargelegten Anregungen verstehen sich als Rat aus Sicht der Selbsthilfe und können eine ärztliche oder therapeutische Konsultation in keinem Fall ersetzen.
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