Sommerferien für Trennungskinder: Wie Eltern Streit vermeiden

Wer betreut wann, wohin darf das Kind reisen? Für Trennungseltern werden die Sommerferien oft zur Herausforderung. Der ISUV gibt Tipps für entspannte Wochen – im Sinne der Kinder.

BildISUV rät: Mit frühzeitigen Absprachen und gegenseitigem Respekt zu entspannten Sommerwochen für alle Beteiligten

Nürnberg, 12. Juni 2026 – Wenn in den kommenden Wochen bundesweit die Sommerferien beginnen, freuen sich Kinder auf eine unbeschwerte Zeit. Für Trennungseltern bedeuten die Wochen ohne Schule hingegen oft eine organisatorische und emotionale Herausforderung: Wer betreut wann? Wohin darf das Kind reisen? Was tun bei unterschiedlichen Vorstellungen? Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) empfiehlt Trennungsfamilien, frühzeitig miteinander zu sprechen und die Ferienzeit gemeinsam zu planen – im Sinne der Kinder.

„Ferien sollen eine Zeit der Erholung und Freude sein – nicht der Auseinandersetzung“, so ISUV-Bundesvorsitzende Melanie Ulbrich. „Frühzeitige, faire und klare Absprachen sind der beste Schutz vor Enttäuschung und Frust – für Eltern wie für Kinder.“

Gute Planung schützt vor Konflikten

Besonders oft entzündet sich Streit an der Aufteilung der Ferienzeit. Die während der Schulzeit geltende Umgangsregelung ist auf Ferien oft nicht übertragbar. ISUV rät, Urlaubszeiten rechtzeitig abzusprechen und schriftlich zu fixieren. Wichtig ist, dass beide Eltern eigenständige Zeit mit dem Kind verbringen können – ohne Konkurrenzdenken.

Auch Auslandsreisen sind regelmäßig ein Zankapfel. Bei gemeinsamem Sorgerecht ist die Zustimmung des anderen Elternteils erforderlich – nicht nur juristisch, sondern auch im Sinne gegenseitigen Vertrauens. Praktisch hilft eine formlose, schriftliche Einverständniserklärung (Reisevollmacht), die den anderen Elternteil, das Reiseziel und den Zeitraum benennt – bei Reisen ins Ausland idealerweise auch in englischer Sprache. Unterschiedliche Vorstellungen vom „richtigen“ Urlaub sind normal – entscheidend ist, dass Eltern sich nicht gegenseitig überbieten wollen, sondern den Kindern Sicherheit und Zuwendung geben.

Kinderwünsche einbeziehen – flexibel bleiben

Idealerweise beginnt die Planung einige Wochen vor Ferienstart. Je nach Alter sollten Kinder aktiv einbezogen werden – das schafft Orientierung und stärkt das Vertrauen. Gleichzeitig ist Flexibilität gefragt: Krankheit, Arbeit oder unvorhergesehene Ereignisse lassen sich nicht planen. Wer hier mit Augenmaß agiert, findet meist bessere Lösungen als durch starres Festhalten an Regeln.

Das oberste Ziel: Erholung und unbeschwerte Zeit für das Kind. Beziehungskonflikte der Eltern sollten außen vor bleiben. Wer eigene Bedürfnisse zurückstellt und auf Augenhöhe kommuniziert, schafft Raum für echte Ferienfreude. Wenn direkte Absprachen nicht mehr möglich sind, können neutrale Dritte wie Mediatoren oder Verbände wie der ISUV helfen, tragfähige Lösungen zu finden.

Checkliste – als Gedankenstütze statt als Forderungskatalog

* Betreuung: Wer betreut das Kind wann – und wie werden Übergaben gestaltet?
* Sonderwünsche & Pläne: Zelturlaub, Besuch bei Großeltern, Ferienlager?
* Auslandsreisen: Liegt die Zustimmung des anderen Elternteils vor, ggf. als schriftliche Reisevollmacht?
* Finanzen: Kosten für Reise, Unterkunft und Ausrüstung rechtzeitig besprechen und fair verteilen.
* Kommunikation: Wie wird während der Ferien Kontakt zum anderen Elternteil gehalten – besonders bei längeren oder Auslandsaufenthalten?

„Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sondern Eltern, die trotz Trennung als Team handeln können“, so Ulbrich abschließend. „Wer gut plant, vermeidet Streit – und schafft bleibende Ferienerinnerungen für die gesamte Trennungsfamilie.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ISUV e.V.
Frau Tanja Weerts
Sulzbacher Straße 31 31
90489 Nürnberg
Deutschland

fon ..: 01716273048
web ..: https://www.isuv.de
email : t.weerts@isuv.de

Der ISUV e. V. ist ein gemeinnütziger Interessenverband, der sich seit 50 Jahren dafür einsetzt, dass Eltern in Trennung ihre Kinder gemeinsam großziehen und gemeinsam Elternverantwortung übernehmen. Wir stehen als Verband dafür, dass Trennungseltern selbst entscheiden, welches Betreuungsmodell sie auswählen, da sie selbst am besten wissen, welches Modell am besten zu ihren Lebensumständen passt. Seit unserer Gründung im Jahr 1975 haben wir uns kontinuierlich dafür engagiert, die Rechte und Interessen von Personen in familienrechtlichen Angelegenheiten zu vertreten. Mit über 5.000 Mitgliedern, rund 60 bundesweiten Kontaktstellen und über 100 ehrenamtlichen Helfern bieten wir Betroffenen schnelle und kompetente Hilfe in der emotionalen Zeit einer Trennung.

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Die Grauzone im Familienrecht: Kindeswohlgefährdung durch Bindungsabbrüche nach Trennung

Soziale Väter – Stiefväter, Patchworkväter oder langjährige Lebenspartner der Mutter – haben rechtlich oft noch schlechtere Karten.

BildEin ungelöstes Problem im Familienrecht

Trennungen sind ein einschneidendes Ereignis – für Paare, aber vor allem für Kinder. Das deutsche Familienrecht sieht vor, dass Kinder ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen haben (§ 1684 BGB). In der Praxis jedoch entsteht nach einer Trennung häufig eine rechtliche Grauzone: Zwischen dem Moment der Trennung und dem ersten Termin vor dem Familiengericht können Wochen oder gar Monate vergehen.

Genau in dieser Zeit entscheidet sich, ob die Vater-Kind-Bindung und die Beziehung zum Kind erhalten bleibt – oder ob eine Kindesentfremdung stattfindet.

Die Grauzone: wenn Bindungen verloren gehen

In dieser Phase – bevor gerichtliche Entscheidungen greifen – sind Kinder besonders verletzlich. Trennungssituationen werden oft von Konflikten, verletzten Emotionen und Rivalitäten begleitet. Nicht selten nutzen betreuende Elternteile die Situation, um den Kontakt zwischen Kind und dem anderen Elternteil einzuschränken oder gar ganz zu unterbinden.

Das Resultat: Bindungsabbrüche, die nicht nur die Vaterrolle belasten, sondern wissenschaftlich nachweisbar negative Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung haben. Studien belegen, dass bereits nach wenigen Wochen der Kontaktunterbrechung eine emotionale Distanz entsteht, die später nur schwer wiederherzustellen ist.

Kindeswohlgefährdung durch Verzögerung

Die Gerichte und Jugendämter sehen sich in dieser Phase häufig zurückhaltend – aus formalen Gründen. Doch genau hier liegt das strukturelle Problem:

– Der Kindeswille kann manipuliert werden. Nach längerer Trennung von einem Elternteil erscheint es später „freiwillig“, keinen Kontakt mehr zu wollen.

– Jugendämter handeln oft nur reaktiv. Anstatt Bindungen präventiv zu schützen, wird abgewartet, bis „der Wille“ des Kindes verfestigt scheint.

Das Zeitfenster ist entscheidend. Je länger kein Umgang stattfindet, desto größer die Gefahr einer dauerhaften Kindesentfremdung.

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits 2008 betont (BVerfG, Beschluss v. 20.02.2008 – 1 BvR 1523/07), dass auch soziale Bindungen unabhängig von der biologischen Abstammung unter dem Schutz des Grundgesetzes stehen. Das OLG Karlsruhe entschied 2013 (16 UF 138/13), dass der Abbruch des Kontakts zu einer engen Bezugsperson eine erhebliche seelische Belastung darstellen kann, die dem Kindeswohl widerspricht.

Trotz dieser klaren Rechtsprechung bleibt die Grauzone bestehen – mit gravierenden Folgen für soziale Väter und ihre Kinder.

Besonders betroffen: soziale Väter

Ohne eigenes Sorgerecht müssen sie ein Umgangsrecht beantragen, während die Wochen bis zum Gerichtstermin verstreichen. In dieser Zeit kann die Beziehung zum Kind bereits irreparabel geschwächt sein.

Das bedeutet: Das Recht des Kindes auf Bindung existiert zwar auf dem Papier, wird in der Praxis aber systematisch unterlaufen.

Notwendigkeit von Reformen

Die Lösung liegt in einer Stärkung präventiver Maßnahmen:

– Schnellverfahren für Umgangsrecht nach Trennung, um Kontaktabbrüche zu verhindern.

– Verpflichtung der Jugendämter, bestehende Bindungen aktiv zu schützen.

– Rechtsklarheit für soziale Väter, die in der Praxis über Jahre Verantwortung tragen.

Bindung darf nicht vom Kalender abhängen – und Kindeswohlgefährdung durch Entfremdung darf nicht durch institutionelles Zögern hingenommen werden. Die Grauzone zwischen Trennung und Familiengericht ist ein blinder Fleck im deutschen Familienrecht. Kinder verlieren in dieser Zeit wertvolle Beziehungen – mit Folgen für ihre seelische Stabilität.

Was es braucht, ist ein System, das nicht nur die Rechte der Eltern regelt, sondern das Kindeswohl konsequent schützt.

True Dads Deutschland ist eine unabhängige, überparteiliche Initiative, die sich für die Anerkennung und den Schutz von Vater-Kind-Bindungen einsetzt – unabhängig von biologischer Abstammung. Ziel ist es, Diskriminierung sozialer Väter zu beenden, das Umgangsrecht zu stärken und Kindeswohlgefährdung durch Bindungsabbrüche sichtbar zu machen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

True Dads Deutschland – Initiative für Bindung und Kindeswohl
Markus Müller
Am Bruchborn 6
54570 Kirchweiler
Deutschland

fon ..: 01752079295
web ..: https://omm-default.wixsite.com/true-dads
email : truedads@onetitel.de

Die Initiative kombiniert Aufklärungsarbeit, politische Forderungen und persönliche Erfahrungsberichte. Neben Social-Media-Kampagnen, Pressearbeit und einer laufenden Petition engagiert sich True Dads Deutschland mit Publikationen, die den gesellschaftlichen Diskurs vorantreiben:

– „Väter bleiben Väter: Warum Bindung mehr zählt als Biologie“
– „Bindung statt Biologie: Väterrechte im Wandel – Ein Essay über Vaterschaft, Entfremdung und das Versagen der Institutionen“

Pressekontakt:

True Dads Deutschland – Initiative für Bindung und Kindeswohl
Markus Müller
Am Bruchborn 6
54570 Kirchweiler

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Buchveröffentlichung: „Bindung statt Biologie: Väterrechte im Wandel“

Ein Essay über Vaterschaft, Entfremdung und das Versagen der Institutionen

BildWenn Bindung wichtiger ist als Abstammung

Mit seinem neuen Buch „Bindung statt Biologie: Väterrechte im Wandel“ legt Autor und Initiator der Bewegung True Dads Deutschland ein kraftvolles Essay vor. Das Werk beleuchtet, wie Vaterschaft heute verstanden und gelebt wird: nicht mehr nur als Ernährerrolle, sondern als gelebte Fürsorge, Nähe und Verantwortung – auch für soziale Väter ohne biologische Abstammung.

Das 340-seitige Buch zeigt die Herausforderungen moderner Vaterschaft zwischen Alltag, Beruf und Beziehung zum Kind. Anhand fiktiver, aber realitätsnaher Szenen – inspiriert von persönlichen Erfahrungen – wird deutlich, wie sehr Kinder unter Bindungsabbrüchen leiden können, wenn Institutionen wie Jugendämter und Gerichte zu spät oder unzureichend handeln.

Kernanliegen des Buches

o Kindeswohl im Zentrum: Kinder haben ein Recht auf Bindung – auch zu sozialen Vätern.
o Systemische Lücken: Die Grauzone zwischen Trennung und Gerichtstermin zum Umgangsrechts wird oft zur Phase aktiver Entfremdung.
o Institutionelles Versagen: Jugendämter agieren häufig formal, aber nicht präventiv, während Bindungen verloren gehen.
o Plädoyer für Reform: Umgangs- und Familienrecht müssen Bindungen schützen, statt sie durch Verzögerung zu gefährden.

„Wenn ein manipulierter Kindeswille nach Monaten als gefestigt gilt und die Wiederherstellung von Umgang als Eingriff erscheint, läuft etwas schief“, so Müller.

Mehr als ein Buch – ein Aufruf

Die Veröffentlichung ist eng mit der Initiative True Dads Deutschland verknüpft, die Müller gegründet hat. Ziel ist es, soziale Väter sichtbar zu machen, fehlende Gleichstellung beim Umgangsrecht zu beenden und das Recht des Kindes auf beide Elternteile zu stärken.
o Petition: openpetition.de/!bqchs – „Soziale Elternteile besser schützen“
o Kampagnen & Infos: [Facebook & Instagram @TrueDadsDeutschland]

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True Dads Deutschland – Initiative für Bindung und Kindeswohl
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True Dads Deutschland ist eine unabhängige, überparteiliche Initiative, die das Bewusstsein für die Bedeutung sozial-familiärer Väter stärken, ihre rechtliche Stellung ausbauen und Diskriminierung im Umgangsrecht abbauen will. #familie #Kinder #Bindung #Trennung #Umgangsrrecht #jugendamt #Entfremdung #vaterschaft #initiative #Truedadsdeutschland #sozialeverantwortung

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