Home-Office Tipps: Der ultimative Home-Office Leitfaden
Posted by PM-Ersteller - 18/05/20 at 05:05:39 p.m.Home-Office – Segen oder Fluch?
Wofür brauchen wir einen Home-Office Leitfaden mit den besten Home-Office Tipps?
Bei der Erwähnung von Home-Office beginnen bei vielen die Augen zu leuchten: Arbeiten in der Jogginghose, automatische Gleitzeit, endlich guter Kaffee und minimale Chef-Überwachung. So stellen sich viele Menschen das Paradies Home-Office vor.
Und nicht selten war die Möglichkeit auf einen oder mehrere Home-Office Tage ein Entscheidungsgrund bei der Wahl des Jobs oder wird zumindest im Bewerbungsgespräch hinterfragt.
Doch nachdem die Corona Krise mittlerweile viele Menschen (auch unfreiwillig) ins Home-Office gezwungen hat, hat bei vielen die bittere Realität Einzug gehalten. Zeit für einen Home-Office Leitfaden mit den wichtigsten Home-Office Tipps.
Denn das Home-Office funktioniert oftmals anders als gedacht und bedarf klarer Regeln und Arbeitsmethoden.
Also muss ein Leitfaden her. Und Leitfäden gibt es mehr als Sandkörner am Strand, zum Haare raufen. Wer soll das alles lesen?
Deshalb haben wir für Sie die zahlreichen Beiträge zum Thema Home-Office Tipps durchforstet und ausgewertet.
Home-Office Tipps – das Home-Office einrichten
Die heimische Couch erfüllt selten die Ansprüche an eine professionelle Arbeitsumgebung oder die Ergonomie eines anständigen Arbeitsplatzes.
Deshalb beginnen wir bei der Home-Office Einrichtung ganz bodenständig mit Tisch und Stuhl. Für ein bis zwei Tage kann der heimische Küchentisch im Mittelpunkt des Familienlebens möglicherweise als Notlösung herhalten.
Doch eine sinnvolle Home-Office Lösung bedeutet einen eigenen Arbeitsbereich zu haben. Hier kann sich glücklich schätzen, wer ohnehin ein Arbeitszimmer zu Hause, ein Gästezimmer oder einen passenden Kellerraum hat.
Fehlt der entsprechende Raum ist oftmals die beste Lösung einen (kleinen) Arbeitsplatz im Schlafzimmer einzurichten. Denn das Schlafzimmer wird tagsüber in der Regel nicht gebraucht und ist damit ruhig ruhiger als der Rest der Wohnung.
Brauchen wir also einen Tisch. Wer keinen extra Tisch hat, steht notgedrungen vor einer Anschaffung oder verwendet übergangsweise einen Garten- oder Balkontisch. Als Nächstes benötigen wir einen passenden Stuhl.
Ergonomisch sinnvoll ist die Tisch – Stuhl Kombination dann, wenn wir im Sitzen 2 rechte Winkel finden:
so sollen sowohl die Kniegelenke als auch die Ellbogengelenke (bei aufgelegten Unterarmen) einen ungefähren Winkel von 90° aufweisen.
Ideal ist hier ein höhenverstellbare Stuhl. Alternativ lässt sich die Höhe mit festen Kissen variieren. Und zur Not helfen unterstützend ein paar große Bücher unter den Kissen.
Wichtig für ermüdungsfreies Arbeiten ist auch das Licht.
Denn die falsche Beleuchtung sorgt schnell für müde Augen oder gar Kopfschmerzen.
Wenn ein Fenster als Lichtquelle dient, sollte dieses sich seitlich vom Arbeitsplatz befinden. Ein Fenster vorne blendet und ein Fenster im Rücken gibt ein unsicheres Gefühl.
Meistens benötigen wir zusätzlich auch noch eine Lampe. Sollte keine Schreibtischlampe vorhanden sein, so lässt sich hier zur Not eine Nachttischleuchte oder eine Sofaleuchte entführen.
Vielleicht denken Sie jetzt an Ihre Technik.
Diese ist so wichtig, dass wir der Home-Office Technik weiter unten einen eigenen Abschnitt widmen.
Einer der wichtigsten Home-Office Tipps: Machen Sie Ihren Arbeitsplatz zu einem Happy Place!
Sie sollen ja gerade im Home-Office auch Spaß an der Arbeit haben.
Richten Sie sich Ihren Arbeitsplatz so ein, dass dieser Ihren Spaß an der Arbeit unterstützt. Dazu gehört zum Beispiel eine Pflanze am Arbeitsplatz oder ein Bild, das sie motiviert und gute Gefühle auslöst.
Je wohler Ihr Gehirn sich fühlt, desto produktiver ist es. Ein guter Home-Office Arbeitsplatz ist deshalb GEHIRNgerecht.
Allen Perfektionisten (den sogenannten blauen Persönlichkeitstypen) gebe ich noch einen Tipp für diesen Home-Office Leitfaden mit auf den Weg: richten Sie Ihren Arbeitsplatz praktisch und effizient ein. Aber übertreiben Sie es nicht :-).
Home-Office Tipps – den Arbeitstag strukturieren
Eine der größten Herausforderungen im Home-Office ist die mangelnde Struktur. Denn im Büro ist diese meist durch Arbeitszeiten und Arbeitsabläufe vorgegeben. Außerdem lauern zu Hause Ablenkungen, die uns im Büro nicht begegnen. Dazu zählen Partner, Kinder, Haustiere und natürlich der Kühlschrank.
Da unser Gehirn im Grunde noch im Jäger und Sammlermodus unserer Vorfahren funktioniert, fällt es auf solche Ablenkungen bereitwillig herein.
Deshalb benötigen wir gerade im Home-Office eine klare Struktur. Die dann auch allen Anwesenden (Familienmitgliedern) klar kommuniziert und von diesen eingefordert wird.
Ohne diese Struktur wird unsere Effizienz zwangsläufig leiden und wir werden wenige Erfolgserlebnisse im Home-Office haben. Ich empfehle deshalb im Rahmen meiner Home-Office Tipps zuerst einen klaren Zeitplan aufzustellen. Welches sind meine Arbeitszeiten und wann mache ich Pause?
Ihr Tagesplan sollte dabei so weit wie möglich dem üblichen Tagesplan im Büro entsprechen. Und an diese Struktur müssen sich dann auch alle Beteiligten (inklusive mir selbst) halten. Die Zahl der Verlockungen ist zu Hause einfach grösser als im Büro. Deshalb geht es nicht ohne klare Struktur – die damit zu den wichtigsten Home-Office Tipps gehört.
Erstellen Sie Spiel-, Hausaufgaben- und Essenszeitpläne und sprechen Sie mit Ihrem Partner ab, wer wann welche Familienaufgaben übernimmt. Und halten Sie sich daran. Letztlich sind es die Details, die den Erfolg ausmachen.
Ich persönlich arbeite gerne nach der „Pomodoro Technik“. 25 Minuten Arbeit, 5 Minuten Pause. Um die 25 Minuten zu timen, nutze ich die App „Focus Keeper“. Eine Küchenuhr* tut es jedoch auch.
Deshalb ist der erwähnte Arbeitsplatz außerhalb des Lebensmittelpunktes der Familie wichtig.
Ich verwende zusätzlich gerne ein „Bitte nicht stören Schild“, wie wir es aus Hotels kennen. In der definierten Arbeitszeit befindet sich dieses an der Türklinke oder ist deutlich sichtbar aufgehängt oder aufgestellt.
Behalten Sie Ihre Gewohnheiten bei. Versuchen Sie Ihren Tagesablauf im Home-Office so weit wie möglich parallel zum Tagesablauf im Büro zu strukturieren. Unser Gehirn liebt Gewohntes und Sie möchten doch Ihre guten Gewohnheiten aus dem Büro Alltag auch ins Home-Office übernehmen, oder?
Im Idealfall: Same procedure as every day.
Frühstücken, duschen, ab in die Arbeitskleidung und schon kann der Tag produktiv starten.
Home-Office Tipps – Kleidung und Kontakt
Auch wenn die Versuchung groß ist, den gesamten Tag im Schlafanzug oder in der Jogginghose zu verbringen, tun sie es nicht!
Nicht nur, dass Sie bei einer Videokonferenz (siehe unten) nicht unbedingt das beste Bild abgeben.
Studien haben auch hinreichend nachgewiesen, dass unsere Kleidung unsere Arbeit unmittelbar beeinflusst. So sind Menschen im Anzug beispielsweise durchsetzungsstärker. Während Menschen in legerer Kleidung in der Regel kreativer sind. Und es ist die Kleidung, die die Menschen beeinflusst. Nicht umgekehrt! (Dieser Home-Office Leitfaden ist ohne Krawatte und ohne Jogginghose entstanden.)
Wir können unser Gehirn und damit auch unsere Arbeitsweise und Arbeitsleistung ebenso wie die Arbeitszufriedenheit also unmittelbar mit unserer Kleidung beeinflussen.
Sicher sitze ich selbst auch nicht in Nadelstreifenanzug mit Krawatte im Home-Office. Doch eine Stoffhose oder eine schöne Jeans und ein langärmliges Hemd gehören für mich auf jeden Fall zur Home-Office Kleidung.
Und wenn ich an Videokonferenzen teilnehme, trage ich in der Tat oft ein Sakko.
Halten Sie Kontakt. Im Büro haben Sie ganz automatisch Kontakt zu Kollegen und Ihren Vorgesetzten.
Diese werden jedoch selten bei Ihnen durch Home-Office laufen, oder?
Deshalb ist es wichtig, dass Sie verstärkt darauf achten, diese Kontakte auch über Telefon oder Video Konferenzen zu Pflegen. Falls notwendig, fordern Sie dies auch von Ihren Führungskräften ein. Wir sind soziale Wesen und unser Gehirn braucht den Kontakt.
Home-Office Tipps – Ziele und Rituale
Auch dem Thema Ziele kommt in diesem Home-Office Leitfaden eine besondere Bedeutung zu. Sorgen Sie dafür, dass Sie ganz klar wissen, welches Ihre Ziele sind.
Und setzen Sie sich selbst klare Tages- und Wochenziele.
Durch das fehlende Feedback und die fehlende Aufmunterung Ihrer Umgebung kann die Arbeit im Home-Office weniger belohnend oder gar frustrierend sein. Deshalb zählt zu den Home-Office Tipps auch ganz klar:
Tagesziele setzen und diese am Ende des Arbeitstags auch überprüfen.
Und planen Sie den folgenden Arbeitstag stets am Abend des Vortages.
Achten Sie bei Ihrer Home-Office Planung bewusst darauf, Pausen einzuplanen und am Ende des Tages auszuspannen:
Entwickeln Sie ein Ritual für das Ende des Arbeitstages.
Bei der Arbeit im Büro ist dieses Ritual ja automatisch vorgegeben. Spätestens wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen, weiß Ihr Gehirn, dass Schluss ist.
Im Home-Office ist das nicht so einfach. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bewusst dafür sorgen, dass Ihr Gehirn vom Arbeits- in den Freizeitmodus schaltet.
Dies ist nur ein Auszug. Den kompletten Home-Office Leitfaden finden Sie unter https://alexanderplath.com/home-office-tipps-home-office-leitfaden/
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Erkältungsknigge 2020 – Umgangsformen bei Erkältung und Grippe
Posted by PM-Ersteller - 09/04/20 at 10:04:14 a.m.Update „Coronavirus | Covid-19“
Der Erkältungsknigge war nie aktueller denn jetzt.
Moderne Umgangsformen für die Erkältungs- und Grippezeit decken sich in vielen Bereichen mit den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.
So ist ein wichtiger Pfeiler der Umgangsformen die Wertschätzung für einander. Und damit auch der Respekt und der Schutz des anderen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich, wenn Sie diesen Erkältungsknigge – Umgangsformen bei Erkältung und Grippe auch mit vielen anderen Menschen teilen. Danke.
Sie kommt fast so sicher wie die Jahreszeiten: die nächste Erkältungswelle.
Oftmals sogar mehrmals im Jahr oder gar als Grippewelle mit weit unangenehmeren Folgen. Wie können wir uns schützen?
Ein starkes Immunsystem und die Verantwortung für einen rücksichtsvollen Umgang miteinander sind ein unschlagbares Team – das zweite läuft unter dem Stichwort
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme durch zu Hause bleiben
Wer erkältet ist, einen Schnupfen hat oder wen gar die Grippe erwischt hat, der gehört nach Hause. Denn die Ansteckungsgefahr ist hoch und es ist verantwortungslos, andere Menschen dadurch zu gefährden.
Wer krank ins Büro geht ist also kein „Held“ sondern ein „Schuft“.
Ganz im Ernst, wollen Sie das Risiko eingehen, Ihre Kollegen zu infizieren?
Frei wählbare Termine werden am besten verschoben – etwa ein Besuch im Fitness-Studio. Wer Rücksicht auf seine Mitmenschen nehmen und sie vor möglicherweise gefährlicher Ansteckung bewahren will, verzichtet lieber auf das Training, bis die Grippe oder Erkältung abgeklungen ist.
Generell gilt bei Terminen: Wer einen Ausweichtermin wahrnehmen kann, sollte diese Möglichkeit nutzen.
So gilt auch bei Theater- und Konzertbesuchen der Erkältungsknigge:
Was sich auf einen späteren Zeitpunkt verlegen lässt, unterbleibt besser während der akuten Phase einer Erkrankung.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme durch Abstand halten
Viren und Bakterien lieben es, durch die Luft zu reisen. Und Versuche haben gezeigt, dass zum Beispiel beim Niesen ein Aerosol (feinstes Flüssigkeit-Luft-Gemisch) mehrere Meter weit geschleudert wird. Deshalb ist ein Sicherheitsabstand von 2 Metern auch ein Gebot der Höflichkeit, wenn Sie doch mal aus dem Haus müssen. Auf „Neudeutsch“ auch als „Social Distancing“ bezeichnet.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme bei der Begrüßung
Wer von Grippe, Schnupfen oder Husten geplagt wird und nicht zu Hause bleiben kann, sollte bei jedem Kontakt mit anderen Menschen Selbstverantwortung beweisen.
Unliebsame Störungen durch Niesen und Husten zu ersparen und vor allem die Ansteckungsgefahr zu verringern, ist dann ein Höflichkeitsgebot.
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Thema „Begrüßung“.
Der von vielen Deutschen bei einem Treffen als obligatorisch betrachtete Händedruck ist oft ein „Virentransporteur“ erster Güte.
Auf die Begrüßung per Händedruck zu verzichten, wird nicht nur von Gesundheitsfachleuten, sondern auch vom Erkältungsknigge dringend empfohlen.
Das beweist in dieser Situation Rücksichtnahme und Höflichkeit. Ein kurzer Hinweis wie: „Ich halte es zurzeit für sinnvoll, das Handreichen wegzulassen, freue mich jedoch, Sie zu treffen“, oder: „Ich möchte Ihnen heute lieber nicht die Hand geben, weil ich so erkältet bin“, hilft, Missverständnissen vorzubeugen.
Zusätzlich sagt der Erkältungsknigge: „Ob Sie selber betroffen sind oder nicht, in Zeiten der Erkältung ist es wichtig häufig und gründlich die Hände zu waschen (mind. 20 Sekunden). Und Oberflächen (z.B. im Büro) am besten regelmäßig mit einem Desinfektionstuch oder einer Desinfektionslotion zu desinfizieren.
Haben Sie gezwungenermaßen an einer Veranstaltung teilzunehmen, zum Beispiel im beruflichen Bereich, zeigen Sie bitte Ihre Rücksichtnahme zumindest so:
rechtzeitig Medikamente einnehmen, notfalls bei einem akuten Anfall den Raum verlassen – auch das gehört zum Erkältungsknigge.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme beim Husten, Niesen und Naseputzen
Eine alte Umgangsformen-Empfehlung besagt, dass der „komplett vorbereitete“ Mensch für Notfälle stets ein sauberes Stofftaschentuch bei sich hat.
Doch bitte keinesfalls zum Schnäuzen!
Stofftaschentücher dienen als Hilfsmittel, zum Beispiel zur Fleckentfernung, wenn ein Malheur wie ein verschüttetes Getränk passiert. Oder um einer weinenden Dame beizustehen.
Doch in einem Erkältungsknigge hat das Stofftaschentuch nichts zu suchen.
Es zum Nase putzen oder zum Vorhalten vor Mund und Nase beim Husten oder Niesen zu gebrauchen widerspricht allen Hygiene-Anforderungen der Fachleute.
Denn ein so „getränktes“ Taschentuch ist eine Brutstätte für Bakterien und eine Virenschleuder. Für Krankheiten gibt es deshalb Papiertaschentücher.
Papiertaschentücher bitte sofort entsorgen !
Wenn Sie ein Einmaltaschentuch verwenden, das Sie anschließend sofort in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen, vermindern Sie die Ansteckungsgefahr nicht nur für andere, was ein Gebot der Höflichkeit ist, sondern auch für sich selber.
Kommt der Nies- oder Hustenreiz so plötzlich, dass der Griff zum Papiertaschentuch unmöglich wird, widerstehen Sie, bitte, der oft seit Kindesbeinen antrainierten und fast reflexartigen Geste, die Hand vor den Mund zu nehmen. Selbst die damit früher verbundene Ermahnung, dazu die linke Hand zu benutzen, weil die rechte die Grußhand ist, bietet keinen ausreichenden Schutz vor der Weiterverteilung der Viren.
Der Grund: Viren und Bakterien haften für einige Zeit auch auf Gegenständen wie Türgriffen, Telefonhörern, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln und mehr, wenn solche mit noch ungewaschener Hand angefasst werden – und das kann auch mit der linken Hand schnell passieren.
Als Notlösung, wenn so schnell kein Taschentuch parat ist, empfehlen Gesundheitsfachleute und der Erkältungsknigge, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten. Doch das mag von manchem als unästhetisch empfunden werden.
Deshalb bleibt der schnelle Griff zum Papiertaschentuch eben das Nonplusultra.
Im europäischen Kulturraum gilt das Schnäuzen im Gegensatz zu vielen ostasiatischen Ländern (andere Länder = anderer Erkältungsknigge) zwar nicht als Fauxpas. Doch eleganter ist es auch hier, sich dafür dezent zurück zu ziehen.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Was sagt der Erkältungsknigge zu „Gesundheit“?
Eine der Fragen, zu denen die größte Unsicherheit im Bereich Erkältungsknigge besteht, ist: Sagt man „Gesundheit“, wenn jemand niest?
Unsere Eltern haben uns vermutlich noch beigebracht, dass es höflich ist, dass man „Gesundheit“ sagt, wenn jemand niest.
In den letzten Jahren tauchte jedoch immer wieder die Aussage auf, dies sei unhöflich, weil es möglicherweise der Hinweis auf ein „Gebrechen“, also eine Krankheit (wie z.B. eine Erkältung oder eine Allergie) ist.
Aus diesem Grund war die offizielle Erkältungsknigge Empfehlung tatsächlich für kurze Zeit, dass man beim Niesen einer anderen Person nicht mehr „Gesundheit“ sagt.
Jedoch ist dieser Brauch in der Bevölkerung so tief verankert, dass es von der weitaus größten Zahl aller Menschen als höflich angesehen wird, dass man „Gesundheit“ sagt. Und sogar als unhöflich oder stoffelhaft, wenn man es nicht tut.
Deshalb lautet die offizielle Erkältungsknigge Empfehlung:
Wenn in Ihrer Gegenwart jemand niest, so ist es höflich, ihr oder ihm „Gesundheit“ zu wünschen. Sollte das Niesen häufiger passieren, so wünschen Sie jedoch nur beim ersten Mal „Gesundheit“.
Denn wenn jemand z.B. unter einer Allergie leidet und beispielsweise jede halbe Stunde oder häufiger niesen muss, ist das „Gesundheit“ wünschen eher störend und unangenehm als höflich.
Damit verbunden ist auch oft die Frage, ob Sie sich entschuldigen sollen, wenn Sie niesen oder husten müssen?
Für das Niesen / Husten selber brauchen Sie sich nicht zu entschuldigen, denn diese Körperreaktion können Sie kaum bis gar nicht kontrollieren.
Höflich ist es jedoch sich zu entschuldigen, wenn Sie durch Ihr Niesen / Husten ein Gespräch unterbrochen oder jemanden erschreckt haben. Die Entschuldigung gilt also der Störung und nicht dem Niesen / Husten selber.
Woher stammt der Brauch, Gesundheit zu wünschen?
In Zeiten der Pest wünschte man Gesundheit, um Gottes Segen für die Gesundheit zu erbitten. Allerdings ging es dabei weniger um das niesende Gegenüber (der vermutlich schon mit der Pest infiziert und damit verloren war). Vielmehr ging es darum, göttlichen Beistand für die eigene Gesundheit zu erbitten. So höflich war der Brauch im Ursprung also gar nicht.
Was sagt der Erkältungsknigge zu Hustenbonbons / Lutschpastillen ?
Es ist verständlich, wenn Sie Ihrem Hals etwas Gutes tun wollen (auch viel Trinken hilft, gut für die Stimme !).
Im Rahmen des Erkältungsknigge empfehle ich Ihnen, dies mit einem kurzen „Bitte entschuldigen Sie, dass ich ein Halsbonbon lutsche, ich bin erkältet.“ zu entschuldigen. Denn an und für sich ist es unhöflich mit einem Bonbon im Mund zu sprechen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Erkältungsknigge und den Umgangsformen in der Erkältungszeit?
Ich freue mich über einen Kommentar. Auch bei Fragen.
Und bitte lassen Sie uns für bessere Umgangsformen in Erkältungszeiten sorgen. Indem wir diesen Beitrag weiter teilen. Danke!
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Mitarbeiter richtig loben – eine Anleitung in 7 Schritten
Posted by PM-Ersteller - 24/01/19 at 06:01:40 p.m.Warum ist richtiges Lob so wertvoll?
Wenn Sie richtig loben, zeigen Sie Ihren Mitarbeitern Wertschätzung, steigern deren Selbstvertrauen und schaffen eine positiv-produktive Arbeitsumgebung. Und nur in dieser können Mitarbeiter sich motivieren, entwickeln und Arbeitsfreude empfinden.
Ja, Sie haben richtig gelesen: „sich selber motivieren“. Denn Sie können keinen anderen Menschen motivieren. Sie können nur die richtige Arbeitsumgebung schaffen, in der Ihre Mitarbeiter sich selber motivieren können – und dazu gehört richtig loben.
Ein richtiges Lob zeigt Ihren Mitarbeitern, dass Sie Interesse zeigen und sich mit ihren Leistungen auseinandergesetzt haben. Damit schenken Sie Ihre aufgewendete Zeit und schaffen menschliche Nähe – das gehört zur Wertschätzung.
Können Sie lernen, Mitarbeiter richtig zu loben?
Ja, denn Ihre Mitarbeiter richtig zu loben ist ein Handwerk. Und keine Kunst oder gar angeboren. Und kann mit diesen 7 Schritten gelernt und zur positiven Gewohnheit gemacht werden:
1. Planen Sie es:
Wenn Sie es nicht gewohnt sind, regelmäßig Ihre Mitarbeiter zu loben, dann planen Sie es. Ja, planen Sie es, wie Sie einen regelmäßigen Termin planen. Und damit entwickeln Sie die Gewohnheit, Ihre Mitarbeiter zu loben.
Sobald das Loben der Mitarbeiter zu einer Gewohnheit geworden ist, hören Sie auf zu planen. Sonst wird es zu kalkulierbar und Sie wollen ja Ihre Mitarbeiter loben, wenn Sie diese dabei erwischen, dass sie etwas richtig gemacht haben. Also positiv überraschen (siehe Tipp 7)
2. Seien Sie ehrlich
Nur wenn Sie etwas als wirklich lobenswert empfinden, kommt Ihr Lob auch richtig an. Wenn Sie genau hinschauen und sich die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, finden Sie bei jedem Mitarbeiter gute Gründe zu loben. Und wenn nicht, sind entweder Sie als Führungskraft zu kritisch oder Ihr Mitarbeiter nicht an der richtigen Position im Unternehmen. Beim ersten denken Sie bitte an das Sprichwort „Perfektion weckt Aggression“ und übrigens ist Perfektionismus der sichere Weg, unzufrieden zu sein. Beim zweiten hilft eine persolog DISG Analyse der Stärken Ihres Mitarbeiters. Und wenn Sie nicht die Zeit haben, das Verhalten Ihrer Mitarbeiter zu analysieren, hilft ein Führungskräfte Coaching.
3. Kein taktisches Lob
Bitte überlegen Sie, was Sie loben und nicht weshalb Sie loben. Ein Lob ist zwar nicht selbstlos (siehe „Und was haben Sie als Führungskraft davon“ weiter unten). Doch der positive Effekt, wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben, stellt sich von selbst ein. Und sollte nicht auf Kalkül oder einem Hintergedanken beruhen. Das merken die Menschen nämlich ziemlich schnell und empfinden es als negative Manipulation.
Überlegen Sie also vielmehr, was jemand gut gemacht hat, welche Leistung besonders beachtenswert ist, wer sich besonders engagiert hat…
Dann fragen Sie sich, was Ihnen daran (besonders) gefällt und was es für Sie (emotional) bedeutet.
4. Körpersprache und Stimme
80-90% unserer Kommunikation sind das „Wie“ und nicht das „Was“ – also Körpersprache und Stimme. Achten Sie auf eine offene Körpersprache, insbesondere Blickkontakt und ein Lächeln. Eine Grundregel lautet „Keine Kommunikation ohne Blickkontakt“, das gilt auch fürs richtige Loben. Und wenn das, was Sie loben, Sie nicht Lächeln lässt…
5. Seien Sie genau und erklären Sie Ihr Lob
Nein, Sie sollen sich nicht für Ihr Lob rechtfertigen, denn dann wäre es ja keines. Doch wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben wollen, dann geht das nur, wenn Sie glaubwürdig rüberkommen. Und glaubwürdig oder authentisch sind Sie nur, wenn der Empfänger des Lobes weiß, was Ihnen so gut gefallen hat und was es für Sie bedeutet. Ein Beispiel?
„Super, dass Sie das Projekt eigenständig und auch noch 2 Tage vor der Deadline fertig gestellt haben. Das gibt mir das gute Gefühl, mich auf Sie verlassen zu können.“ Anstatt eines „Super Leistung… toller Job… gut gemacht.“
Je genauer Ihr Lob ist, je konkreter Sie ansprechen, was Ihnen aufgefallen ist, desto stärker wirkt Ihr Lob.
6. Loben Sie zeitnah und konzentriert
Wenn Ihnen etwas Lobenswertes auffällt, reagieren Sie schnellstmöglich. Ein Lob wirkt umso besser, je besser das Gelobte noch in Erinnerung ist. Und nicht nur einmal im Jahr beim Jahresgespräch, das ohnehin überbewertet und oft sogar kontraproduktiv ist
Loben Sie konzentriert: im Moment des Lobes ist nichts wichtiger als das Lob. Kein Telefon, keine E-Mail, kein anderer Mitarbeiter (siehe Punkt 4 „Blickkontakt“)
7. Erwischen Sie Ihre Mitarbeiter
Ja, erwischen Sie Ihre Mitarbeiter. Immer dann, wenn Sie etwas gut gemacht oder eine besondere Leistung erbracht haben. Also immer dann, wenn es etwas zu loben gibt. Und wenn das zu einer Gewohnheit wird, dann kommt das Lob von ganz alleine und organisch. Dann brauchen Sie auch nicht mehr zu „planen“.
Und was haben Sie als Führungskraft davon
wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben?
Richtiges Lob fördert das Selbstvertrauen und die Bereitschaft, Leistung zu erbringen. Als Führungskraft zählt es zu Ihren Aufgaben, mit Ihrem Team Ziele zu erfüllen. Dabei hilft richtiges Lob und es macht auch noch allen Beteiligten mehr Spaß.
Lob ist ein wichtiges Element einer wertschätzenden Arbeitsumgebung. Und nur in einer solchen sind Mitarbeiter dauerhaft bereit Leistung zu erbringen. Auch mal über das Übliche hinaus. Wenn es mal rund geht, stehen Sie als Führungskraft dann nicht alleine da.
Und in einer wertschätzenden Arbeitsumgebung können Fehler und Patzer offen angesprochen werden. Ihr Team kann also immer besser werden und es wird nichts verheimlicht (das sie dann später ohnehin „in den Hintern beisst“). Also weniger Stresspotential für Sie als Führungskraft.
Mitarbeiter richtig zu loben ist wirksamer und günstiger, als finanzielle Anreize zu schaffen. Das hat eine Studie des National Institute for Physiological Sciences nachgewiesen. Und richtig eingesetztes Lob erzeugt keinen Gewöhnungseffekt. Ganz im Gegensatz zu finanziellen Anreizen, deren Wirkung schnell verpufft. Denn an mehr Geld gewöhnen wir uns schnell und erwarten immer mehr. Und der Schuss geht nach hinten los…
Lob aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn. Und unser Gehirn mag Belohnungen. Damit schafft ein Lob ein gutes Gefühl – übrigens für den Gelobten und den Lobenden. Eine Studie des Instituts für Medizinische Soziologie der Universität Düsseldorf hat gezeigt, das Lob rdas Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und psychischen Leiden reduziert. Damit macht die Arbeit mehr Spaß und die Krankheits- und Ausfallquote sinkt.
Loben nur unter 4 Augen?
Manchmal lese ich, dass Führungskräfte nur unter 4 Augen loben sollen. Weil sonst andere Mitarbeiter sich am Lob stören würden.
Wenn Sie als Führungskraft eine vertrauensvolle und wertschätzende Arbeitsumgebung geschaffen haben, dann können Sie auch offen loben. Denn es zeigt Ihre Wertschätzung, spornt (auch andere) an und wenn Sie sich wirklich bemühen, finden Sie auch bei jedem Mitarbeiter etwas Lobenswertes.
Zu viel Lob schadet?
Nein, denn Lob aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und das kann nicht oft genug passieren. Und wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben, dann gibt es auch keinen Gewöhnungseffekt. Oder wird eine Liebe weniger stark, wenn Sie oft „Ich liebe Dich!“ sagen?
Loben oder Schleimen
Was ist der Unterschied zwischen Loben und Schleimen?
Nun, wenn Sie aus Ihrer Sicht schildern, was Ihnen gefällt, ist das ein Lob.
Wenn Sie sagen, was der andere hören will, dann ist das Schleimen.
Geben Sie externes Lob weiter!
Zum richtigen Loben Ihrer Mitarbeiter gehört auch, dass Sie externes Lob weiter geben. Wenn Sie also hören, dass ein Dritter Ihre Mitarbeiter lobt, dann geben Sie das bitte auch an Ihre Mitarbeiter weiter.
Und wie reagieren Sie am besten auf Lob?
Mit einem „Danke“. Zeigen Sie, dass es Sie freut, wenn Sie gelobt werden und dass Sie es zu schätzen wissen, dass der Lobende sich die Mühe macht. Gerne können Sie auch nachfragen, was dem Lobenden besonders gut gefällt. Dann wissen Sie, was wichtig ist.
Und wie reagieren Sie bitte NICHT?
Indem Sie sich rechtfertigen oder Ihre Leistung schmälern. „Das war gar nicht so schwierig …“ ist nach einem Lob einfach unpassend. Wenn eine Leistung für mich lobenswert war und für Sie leicht, dann ist es für mich noch immer lobenswert.
Warum wollen Sie sich klein machen?
Wenn andere Menschen an der Leistung beteiligt waren sollte es selbstverständlich sein, dass Sie dies erwähnen und das Lob auch weitergeben.
Und bitte denken Sie immer daran:
„Vom anerkennenden Schulterklopfen zum Tritt in den Hintern sind es nur 50 cm. Die machen jedoch einen großen Unterschied!“
Den Artikel finden Sie auch hier.
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