Bochum gewinnt den Negativpreis „Absurdester Tierversuch 2026“
Posted by PM-Ersteller - 28/04/26 at 10:04:00 a.m.Von den 4.090 abgegebenen Stimmen der öffentlichen Online-Abstimmung entfielen 54% auf den Versuch aus Bochum, der 2024 in der Fachzeitschrift Journal of Surgical Research veröffentlicht worden war.
Mäusen die Ohren verbrannt
Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hat heute das Ergebnis seiner Online-Abstimmung zum „Preis für den absurdesten Tierversuch 2026“ bekannt gegeben. Der unrühmliche Sieg geht in diesem Jahr an einen Versuch der Ruhr-Universität Bochum, in dem Nacktmäusen Brandwunden am Ohr zugefügt und ihnen wiederholt die Blutzufuhr im Hinterbein abgeschnürt wurde, um den Einfluss auf die Wundheilung zu untersuchen. Mehrere Mäuse starben im Verlauf der Versuche, die übrigen Tiere wurden nach Abschluss der Untersuchungen getötet. Mit der Negativauszeichnung soll der Fokus auf besonders fragwürdige und grausame Experimente in Deutschland gerichtet werden.
Die Online-Abstimmung lief vom 13. bis zum 24. April 2026, dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche, und ermöglichte es der Öffentlichkeit, zwischen fünf besonders umstrittenen Tierversuchen aus deutschen Forschungseinrichtungen zu wählen. Von den 4.090 abgegebenen Stimmen entfielen 54% auf den Versuch aus Bochum, der 2024 in der Fachzeitschrift Journal of Surgical Research veröffentlicht worden war.
Neben dem „Gewinner“, der Plastischen Chirurgie und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil der Ruhr-Universität Bochum (RUB), war auch ein Versuch aus Ulm nominiert, bei dem Zebrafischen ein Teil des Herzens abgeschnitten wurde. Weiterhin mussten Wüstenrennmäuse in Magdeburg Elektroschocks und in Erlangen ein Lärmtrauma erleiden und in Tübingen waren Ratten über Wochen Alkoholdampf ausgesetzt worden.
Die Auswahl der Kandidaten basiert auf Einträgen in der Datenbank-Tierversuche des Vereins, die Tierversuchsbeschreibungen aus Fachpublikationen für das Laienpublikum verständlich aufbereitet und nachschlagbar macht.
„Mit unserem Negativpreis möchten wir öffentlich sichtbar machen, was Tieren in den Laboren angetan wird – noch dazu ohne jeglichen Nutzen für die menschliche Gesundheit“, sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Die 48 Mäuse, denen die Ohren verbrannt wurden, stehen dabei stellvertretend für über drei Millionen Tiere, die in deutschen Laboren jedes Jahr leiden und sterben.“
Die RUB war erst kürzlich in die öffentliche Kritik geraten, nachdem Ärzte gegen Tierversuche Anfang 2026 eine Kampagne gegen die dort seit über 25 Jahren laufenden Hirnexperimente an Tauben gestartet hatte. Den Vögeln werden Elektroden ins Gehirn gepflanzt und sie werden durch Durst oder Hunger gezwungen, bei bestimmten Signalen auf einen Bildschirm zu picken. „Dabei handelt es sich um abstrakte Grundlagenforschung, ohne jeglichen Nutzen für kranke Menschen,“ betont Gericke.
Tierversuche müssen zwar behördlich genehmigt werden, jedoch liegt die Ablehnungsquote bundesweit bei unter einem Prozent.
Die Ergebnisse der Abstimmung und weitere Hintergrundinformationen zu allen nominierten Tierversuchen stehen online auf der Kampagnenseite bereit.
Weitere Informationen
Kampagnenseite „Preis für den absurdesten Tierversuch 2026“ www.absurdester-tierversuch.de
Kampagne „Stoppt Taubenversuche – für eine tierversuchsfreie Ruhr-Universität Bochum“ www.stoppt-taubenversuche.de
Datenbank-Tierversuche www.datenbank-tierversuche.de
Geringe Ablehnungsquote bei Tierversuchen in Deutschland trotz Gesetzesreform. Ärzte gegen Tierversuche, 29.01.2026
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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
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Das unfassbare Leid im Tierversuchslabor
Posted by PM-Ersteller - 20/04/26 at 03:04:17 p.m.Die Aufnahmen stammen überwiegend aus 2025 und wurden von einem Angestellten bei seiner täglichen Arbeit gemacht.
Neue Aufnahmen aus britischen Laboren zeigen erschütternde Realität
Schreiende Affen, denen gewaltsam ein Schlauch in den Magen gesteckt wird, Kaninchen in körperengen Plastikkästen, Mini-Schweine mit Löchern in der Rückenhaut, Beagle-Hunde, die verzweifelt versuchen, sich eine Inhalationsmaske vom Gesicht zu reißen – die aktuellen Bilder aus zwei britischen Laboren zeigen erneut das unfassbare Leid von Tieren im Versuch. Ein Arbeiter hatte die Aufnahmen heimlich gemacht und an Tierschutzorganisationen gegeben. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche zeigt sich schockiert über die routinemäßige Brutalität, denen die Tiere ausgesetzt sind und fordert einen sofortigen Umstieg auf tierversuchsfreie und damit für den Menschen relevante Testmethoden.
Die Aufnahmen stammen überwiegend aus dem Jahr 2025 und wurden von einem Angestellten bei seiner täglichen Arbeit gemacht. In einem Artikel in der britischen Tageszeitung Daily Mail heißt es, die Schreie und das Wimmern der Tiere verfolgten ihn und am liebsten hätte er gekündigt, aber er wollte der Öffentlichkeit ein Fenster in diese versteckte Welt ermöglichen, damit sich etwas ändert. Er sagt – so wird er in dem Artikel zitiert – allen Mitarbeitern taten die Tiere leid, aber sie konnten nichts tun, um das Leid zu lindern. Schließlich gab er das Foto- und Videomaterial an die australische Tierschutzorganisation Animals International, die es unter anderem mit dem britischen Verein Animal Aid veröffentlichte.
Die Aufnahmen zeigen sich in einem Primatenstuhl windende Langschwanzmakaken, die eine am Kopf angeschnallte Atemmaske aufhaben, ebenso Beagle, die sich verzweifelt gegen die Maske wehren. Ratten und Kaninchen werden zum Einatmen von Testsubstanzen in enge Plastikröhren gesteckt, in denen sie vollkommen bewegungsunfähig sind. Bei Makaken, Beagle, Schweinen, Kaninchen und Ratten kommt eine Schlundsonde zum Einsatz, d.h., ein Schlauch wird den Tieren bei vollem Bewusstsein gewaltsam durch den Rachen in die Speiseröhre und bis in den Magen geschoben, um eine Testsubstanz zu verabreichen. Die Tiere wehren sich vehement. Ein in einer Art Hängematte fixiertes Schwein schreit, als ihm ein großflächiger Verband abgenommen wird. Auf seinem Rücken sind 8 große viereckige Hautausstanzungen zu sehen, in die eine Testsubstanz gespritzt wird. Getestet wurden unter anderem Abnehmspritzen, Kopfschmerztabletten, Cholesterinsenker, Antibiotika und Antidrepressiva.
„Die Aufnahmen sind erschütternd – aber es handelt sich um den Alltag in der Giftigkeitstestung an Tieren,“ kommentiert Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. Tierversuche wie die gefilmten sind immer noch Standard für neue Medikamente und Chemikalien, vor der Marktzulassung. Dabei sollen etwa die akute oder chronische Giftigkeit über 28 oder 90 Tage untersucht werden. Den Tieren werden die Substanzen täglich mit einer Schlundsonde in den Magen eingegeben, oder sie müssen sie einatmen. Manche Tests, etwa zu möglichen Schäden an den Nachkommen, können über zwei Jahre dauern. Am Ende werden alle Tiere getötet. Die Pharma- und Chemieindustrie gibt solche regulatorischen Tests oft bei spezialisierten Laboren in Auftrag.
Die Bilder erinnern an die Undercover-Recherche der Organisation SOKO Tierschutz beim Hamburger Auftragslabor LPT im Jahr 2019. Der öffentliche Aufschrei war so gewaltig, dass das Labor 2022 schließen musste.
Dr. Gericke ist dem Arbeiter äußert dankbar, was er auf sich genommen hat, um der Öffentlichkeit die Realität zu zeigen. „Die Pro-Tierversuchslobby verharmlost Tierversuche regelmäßig, doch erschütternde Bilder wie diese belegen, was wirklich hinter den verschlossenen Labortüren passiert. Dabei sind Tierversuche nicht nur extrem qualvoll, sondern sie sind auch wissenschaftlich unsinnig und sogar kontraproduktiv, denn solche Tests garantieren weder Sicherheit noch Wirksamkeit von Substanzen für Menschen“, erklärt Gericke. „Anstatt Tiere derartigen Qualen auszusetzen, müssen am Menschen orientierte Testsysteme wie etwa Organchips eingesetzt werden. Sie liefern im Gegensatz zum Tierversuch sinnvolle, für den Menschen relevante Ergebnisse.“
tierversuchsfreie und damit für den Menschen relevante Testmethoden
Quellen und weitere Informationen
Kampagnen-Seite von Animal Aid mit Foto- und Filmmaterial: https://toxicity.inc/
UK Lab Testing. Daily Mail 18.04.2026 >>
Hamburger Tierversuchslabor LPT. Ärzte gegen Tierversuche 21.10.2024 >>
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Presseeinladung/-mitteilung: Online-Vortrag am Internat. Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Posted by PM-Ersteller - 20/04/26 at 10:04:00 a.m.Einladung für Bürger und insbesondere Journalisten zum einstündigen Vortragsabend auf Zoom
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April
Online-Vortrag zu tierversuchsfreier Forschung
Tierversuche sind ein regelmäßig diskutiertes Thema in den Medien – ebenso wie die Entwicklung moderner, tierversuchsfreier Forschungsmethoden. Für eine fundierte Einordnung dieser komplexen Thematik sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse entscheidend.
Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April lädt der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche alle Interessierten zu einem kostenfreien, kompakten Online-Vortrag per Zoom ein. Dieser bietet einen verständlichen Überblick über Tierversuche sowie über innovative, humanbasierte und tierversuchsfreie Forschungsansätze – und unterstützt so freie Meinungsbildung sowie sachliche und differenzierte Berichterstattung. Somit sind insbesondere Medienvertreterinnen und -vertreter herzlich eingeladen. Im Anschluss an den 45-minütigen Vortrag können Fragen gestellt werden.
Thema:
„Von der Maus zum MOC: Weg vom Tierversuch – hin zu humanrelevanter Forschung“
Termin:
24. April 2026, 18 – 19 Uhr
Inhalt:
Im Online-Vortrag werden zentrale Fakten zur Aussagekraft von Tierversuchen sowie deren Grenzen vorgestellt. Studien zeigen, dass über 90 % der im Tierversuch als sicher und wirksam bewerteten Medikamente in klinischen Studien am Menschen scheitern.
Zugleich werden moderne, tierversuchsfreie Methoden wie Multi-Organ-Chips (MOC), Organoide und computergestützte Verfahren vorgestellt, die direkt auf menschlichen Daten basieren.
Teilnahme:
Online (Zoom), Anmeldung erforderlich (Zoom-Link-Zusendung) unter folgendem Link >>
Kontakt für Presseanfragen:
Ärzte gegen Tierversuche e. V.
Dr. med. vet. Gaby Neumann
Pressesprecherin und wissenschaftliche Referentin
Tel.: 02204 99902-20
E-Mail: presse@aerzte-gegen-tierversuche.de
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