Impuls 19- Resilienz

Resilienz bedeutet nicht, Krisen zu vermeiden, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

BildImpuls 19 – Studium mit Perspektive

„Resilienz – Die innere Stärke, die durch Herausforderungen wächst“

Wissen in kürze

Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, mit Belastungen, Veränderungen und Krisen konstruktiv umzugehen. Sie ist keine angeborene Eigenschaft, sondern entwickelt sich durch Erfahrungen, Einstellungen und bewusstes Verhalten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass resiliente Menschen Herausforderungen realistischer einschätzen, ihre Handlungsmöglichkeiten erkennen und soziale Unterstützung aktiv nutzen.

Zu den wichtigsten Resilienzfaktoren zählen Optimismus, Selbstwirksamkeit, Akzeptanz, Lösungsorientierung und stabile Beziehungen. Resilienz schützt nicht vor Stress oder Rückschlägen, sie hilft jedoch dabei, schneller wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

In einer zunehmend komplexen und dynamischen Arbeits- und Lebenswelt gilt sie deshalb als eine zentrale Zukunftskompetenz für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und psychisches Wohlbefinden.

Der präventologische Perspektivwechsel
Wer Resilienz besitzt, erlebt schwierige Situationen nicht automatisch als Bedrohung, sondern auch als Lernchance.

Der präventologische Ansatz fördert eine Haltung, die den Fokus nicht ausschließlich auf Probleme richtet, sondern den Blick bewusst auf vorhandene Ressourcen und Potenziale richtet: Was hat bereits in ähnlichen Situationen geholfen? Welche Stärken stehen mir zur Verfügung? Jede gemeisterte Herausforderung erweitert die persönliche Erfahrung und stärkt das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und somit wächst auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Der Alltagstipp

Führen Sie eine „Stärken-Minute“ ein: Notieren Sie am Ende jedes Tages drei Dinge, die Ihnen gelungen sind – auch kleine Erfolge zählen. Fragen Sie sich zusätzlich, welche persönliche Stärke dabei hilfreich war. Diese kurze Übung schärft den Blick für vorhandene Ressourcen und stärkt langfristig das Vertrauen in die eigene Widerstandskraft und Selbstwirksamkeit.

Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Stephanie Erikson verfasst.

Eschede, Niedersachsen

Ihr Schwerpunkt: Stressbewältigung

Ihre Website: https://www.stephanie-erikson.de/

https://www.praeventologe.de/mitglieder-deutschland/niedersachsen/erikson-stephanie?highlight=WyJlcmlrc29uIl0=

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Berufsverband der Präventologen e.V.
Frau Denise Iwanek
Gneisenaustraße 42
10961 Berlin
Deutschland

fon ..: 01727814210
web ..: https://www.praeventologe.de/
email : info@praeventologe.de

Präventologinnen und Präventologen sind Experten der Prävention und Gesundheitsförderung. Sie tragen kompetent und wirksam zur Gesundheitsförderung jedes Einzelnen bei. Zum Berufsverband der Präventologen e.V. gehören Menschen, die ein gesundes Leben in Deutschland ermöglichen und die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen oder verbessern wollen. Zum Berufsverband gehören geprüfte Präventologinnen und Präventologen, Studierende des Fernstudienganges, Angehörige der unterschiedlichen Gesundheits- und Sozialberufe, Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sowie interessierte Einzelpersonen. Der Verband versteht sich als lernende Gemeinschaft, die ihr Wirken kontinuierlich reflektiert, um stetige Verbesserungen zu erreichen.

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Impuls 17 – Stressbalance

„Stress ist unvermeidbar – Umgang mit Stress ist erlernbar“

BildImpuls 17 Stressbalance

„Stress ist unvermeidbar – Umgang mit Stress ist erlernbar“

Wissen in kürze

Stress findet sich bei den meisten Erkrankungen und Einschränkungen unserer Lebensqualität in der Ursachenkette. Oder er entsteht, wenn ein Symptom oder eine Erkrankung offensichtlich wird und behindert dann die Heilung. Dabei ist Stress von seiner Funktion her in der Evolution als unverzichtbare Motivation zur Veränderung entstanden, als Reaktion auf eine mögliche Bedrohung oder auch nur eine Änderung der Lebensumstände. Bei drohender Gefahr reagieren wir ganz automatisch mit einer körperlichen und geistigen Stressreaktion: gesteigertem Blutdruck und Puls, verstärkter und vertiefter Atmung oder Atemanhalten, Schwitzen, Alarmierung, Tunnelblick und weiteres. Ein Grund für die allgegenwärtigen Stresssymptome mag einerseits die andauernde Belastung sein, andererseits aber auch die vermeintliche Unfähigkeit auf eine stressige Situation angemessen zu reagieren: bei einer Auseinandersetzung mit der Chefin können wir nicht mehr einfach fliehen oder kämpfen, was der natürliche Impuls wäre. Könnten wir körperliche Symptome in einer Stresssituation ausagieren, würden wir schnell wieder in einen ausgeglichenen Körperzustand zurückfinden. Gründe für die andauernde Stressbelastung finden sich auch darin, dass es heute nicht mehr konkrete Situationen allein sind, die die Stressreaktion auslösen, sondern sich häufig ein Stressor in unseren Gedanken und Bewertungen entwickelt. So ist das Geräusch des klingelnden Telefons an sich kein bedrohlicher Umstand. Wenn ich aber erwarte, nach dem Annehmen des Gespräches ein konfliktreiches Gespräch mit einem Vorgesetzten führen zu müssen, wird mitunter die gesamte Kaskade der Stressreaktion ausgelöst.

Der präventologische Perspektivwechsel

Wir sind nicht machtlos gegenüber den äußeren Gegebenheiten. Zwar können wir die Umstände oft nicht direkt beeinflussen, deren Bewertung und damit der Umgang damit liegen aber in unseren Händen oder vielmehr in unserem Geist. Dadurch können wir von Erleidenden zu aktiv Handelnden werden. Körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, die Pflege unterstützender sozialer Kontakte und der bewusste Umgang mit Herausforderungen können uns darin unterstützen, auch längerfristige Belastungen zu überstehen.

Der Alltagstipp

Wenn Sie in einer Situation Stresssymptome bemerken, können Sie einmal versuchen, den körperlichen und geistigen Folgen nicht sofort und in vollem Umfang nachzugeben. Setzen Sie ein „Stoppschild“. Wenn möglich, nehmen Sie einige bewusste Atemzüge. Versuchen Sie, sich gedanklich für einen Moment neben sich zu stellen und die Situation von außen, als Beobachter, zu analysieren. Vielleicht verwenden Sie hierzu die ABC-Regel: Was war genau der Auslöser der Situation? Wie haben Sie dann die Situation bewertet? Und welche Consequenz auf körperlicher, geistiger oder Verhaltensebene folgte? Mit etwas Abstand können Sie in einem vierten Schritt Ihre Bewertungen mit sich selbst diskutieren, z.B. derart, dass man die Situation auch ganz anders sehen könnte und dass Sie sich vielleicht von vorschnellen, erlernten Gedankenmustern haben leiten lassen.

Dieser Impuls wurde von unserem Präventologen Dr. Stefan Kanduth verfasst.

Sein Ort: 21335 Lüneburg

Sein Schwerpunkt: Integrative Allgemeinmedizin

Website: www.hausarzt-am-kurpark.de

https://www.praeventologe.de/aktuell/kollege-patient-wie-man-den-inneren-arzt-in-der-hausarztpraxis-aktiviert?highlight=WyJrYW5kdXRoIl0=

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Prävention beginnt vor der Krankheit

Die Menschen werden älter, der Stress nimmt zu und gleichzeitig steigt die mentale Belastung in Beruf und Alltag. Deshalb müssen wir viel früher ansetzen…

BildMarkus Kamps fordert neuen Blick auf Schlaf, Stress und geistige Gesundheit

Präventologe und Schlafcoach sieht enorme Chancen für Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement

„Wir sprechen in Deutschland noch viel zu oft erst dann über Gesundheit, wenn bereits Beschwerden oder Diagnosen entstehen“, sagt Markus Kamps, Präventologe und Experte für Schlaf & Stress.

Dabei zeigen aktuelle Forschungen immer deutlicher, wie stark Bewegung, Schlaf, soziale Kontakte und Stressregulation die geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen können.

Prävention ist kein Luxus mehr

Für Gesundheitsberater Kamps wird Prävention künftig zu einer gesellschaftlichen Schlüsselaufgabe:

„Die Menschen werden älter, der Stress nimmt zu und gleichzeitig steigt die mentale Belastung in Beruf und Alltag. Deshalb müssen wir viel früher ansetzen – nicht erst in der Therapie, sondern bereits in der Lebensführung.“

Besonders Unternehmen könnten dabei eine wichtige Rolle übernehmen.

Schlaf und mentale Gesundheit im Unternehmen

Immer mehr Betriebe beschäftigen sich inzwischen mit Themen wie:

* Schlafgesundheit
* Stressmanagement
* Schichtarbeit
* mentale Regeneration
* Konzentrationsfähigkeit
* digitale Erschöpfung

„Früher galt Schlaf oft als Privatsache. Heute erkennen Unternehmen zunehmend, dass ausgeschlafene Mitarbeitende leistungsfähiger, kreativer und resilienter sind.“

Praxisbeispiel aus dem BGM

Markus Kamps berichtet von seinen Workshops mit Führungskräften und Schichtarbeitern, bei denen bereits kleine Veränderungen große Effekte zeigten:

* angepasste Lichtverhältnisse
* bessere Pausenstrukturen
* Wissen über Chronotypen
* kurze Regenerationsübungen
* Optimierung der Schlafumgebung zuhause

„Viele Teilnehmende sagen nach wenigen Wochen:
,Ich schlafe nicht nur besser – ich bin wieder geduldiger, konzentrierter und habe mehr Energie für Familie und Alltag.'“

Der Mensch braucht Regeneration

Der Schlafcoach und Präventologe sieht darin eine zentrale Botschaft unserer Zeit:

„Der Mensch ist keine Maschine. Regeneration ist kein Zeichen von Schwäche, sondern die Voraussetzung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.“

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