Studie: Freelancing bietet echte Vereinbarkeit – das brauchen Fachkräfte mit Care-Verantwortung wirklich

Studie zeigt: Wer Care-Arbeit leistet, wählt häufiger Freelancing – aus dem Wunsch nach echter Vereinbarkeit. Teilzeit reicht oft nicht. Unternehmen müssen Arbeit flexibler denken.

BildMünchen / Gerstungen, 3. Juni 2025 – Wer sorgt, wählt anders: Menschen mit intensiver Sorgearbeit – etwa für Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder mit anderen Betreuungspflichten – sind signifikant häufiger im Freelancing tätig als in klassischen Arbeitsformen. Das zeigt eine neue Studie der Universität der Bundeswehr München in Kooperation mit dem Recruiting-Startup FreeMOM. Befragt wurden 465 erwerbstätige Personen, 91 Prozent davon Frauen. Hauptgrund für die Entscheidung zugunsten freier Arbeitsmodelle: Freelancing ermöglicht die Flexibilität, die viele Arbeitgeber in Festanstellung bislang nicht bieten.

„Freelancing wird von vielen nicht als Kompromiss, sondern als gezielte Entscheidung für Selbstbestimmung und Vereinbarkeit erlebt – und das zeigt sich auch in der hohen Zufriedenheit mit der Wahl dieser Arbeitsform“, sagt Matthias Werner, Studienleiter und Mitarbeiter an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität der Bundeswehr München. Rund 88 Prozent der befragten Freelancer:innen stimmten der Aussage zu, mit der Entscheidung über ihre Arbeitsform zufrieden zu sein.

Wer Care-Arbeit trägt, entscheidet sich anders

Die Daten zeigen: Je höher die familiäre Belastung, desto wahrscheinlicher ist eine Tätigkeit im Freelancing anstelle eines klassischen Angestelltenverhältnisses. Ausschlaggebend ist dabei nicht nur der objektive Betreuungsaufwand – auch das subjektive Erleben mangelnder Vereinbarkeit verstärkt die Entscheidung für flexible, selbstbestimmte Arbeitsformen. Rund 75 Prozent der befragten Freelancer:innen gaben an, ihre Care-Verpflichtungen als besonders zeitintensiv zu empfinden. Vielen ist Flexibilität deshalb wichtiger als finanzielle Absicherung – klassische Angestelltenverhältnisse können dem Bedürfnis nach Autonomie häufig nicht gerecht werden.

„Die Realität vieler Menschen mit Care-Verantwortung, insbesondere von Frauen, passt nicht in starre Vollzeitmodelle. Freelancing eröffnet Handlungsspielräume, wo klassische Strukturen versagen,“ so Anika Schmidt, Geschäftsführerin und Co-Founderin von FreeMOM. Hinzu komme: Wer Sorgearbeit trägt, empfindet diese als emotional und körperlich belastend – rund 80 Prozent der Befragten, die Care-Aufgaben übernehmen, bestätigten dies.

Teilzeit reicht vielen nicht mehr

Zwar helfen Teilzeitmodelle dabei, zeitliche Spielräume zu schaffen – doch sie reichen für viele nicht aus. Die Studie zeigt: Wer intensiv Care-Aufgaben übernimmt, benötigt nicht nur weniger Stunden, sondern vor allem mehr Autonomie über Arbeitszeit, -ort und -struktur.

Nur echte Flexibilität verhindert, dass diese Fachkräfte in alternative Arbeitsmodelle wie Freelancing wechseln.

Freelancing als Arbeitsmodell der Zukunft

Die Studie unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Freelancing für den Arbeitsmarkt. „Durch schlechte Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit können allein in Deutschland 840.000 Mütter nicht so arbeiten, wie sie gerne würden“, sagt Lena Pieper, Gründerin und Geschäftsführerin von FreeMOM. Diese Zahl hat das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) im Jahr 2022 ermittelt. „Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage und des zunehmenden Fachkräftemangels können Unternehmen es sich nicht leisten, das Potenzial von Menschen mit Care-Verantwortung einfach liegen zu lassen.“

Pieper warnt davor, die Debatte zu verengen, und nimmt Bezug auf die aktuelle Forderung von Bundesfamilienministerin Bärbel Bas nach mehr Vollzeit für Mütter: „Es geht nicht nur um mehr Stunden, sondern um mehr Flexibilität. Wenn wir das Potenzial von Fachkräften mit Care-Verantwortung zurückgewinnen wollen, müssen wir Arbeit neu denken – jenseits starrer Vollzeit.“
Für viele Erwerbstätige mit Care-Verpflichtungen sei Freelancing eine tragfähige, dauerhafte Lösung. „Unternehmen müssen die Bedürfnisse von Menschen mit Betreuungsverantwortung mitdenken und mehr Flexibilität ermöglichen. Etwa durch flexible Projektarbeit, Remote-Strukturen, Zeitsouveränität – oder die strategische Einbindung freier Expert:innen“, so Pieper weiter.

Zur Studie „Flex Radar 2025 – Wer sorgt, denkt Arbeit neu“

Die quantitative Onlinebefragung wurde im April 2025 durchgeführt. Insgesamt nahmen 465 erwerbstätige Personen mit und ohne Care-Verantwortung teil. Der Frauenanteil lag bei 91 Prozent – ein deutlicher Hinweis auf die hohe Relevanz von Vereinbarkeitsthemen insbesondere für Frauen. Die Studie untersuchte unter anderem den Einfluss von Care-Intensity auf die Wahl der Arbeitsform, die erlebte Vereinbarkeit und die Rückkehrbereitschaft in feste Anstellungen.

Studie und weiterführende Materialien

Die vollständige Studie „Flex Radar 2025 – Wer sorgt, denkt Arbeit neu“ mit allen Daten, Abbildungen und praxisorientierten Handlungsempfehlungen können Sie hier herunterladen.

Über FreeMOM
FreeMOM ist die erste Full-Service Recruiting-Plattform für familienfreundliches und freies Arbeiten in Europa. Sie bringt Fachkräfte mit Care-Verantwortung – darunter Mütter, Eltern oder pflegende Angehörige – in Unternehmen, die innovative Lösungen bei der Mitarbeitersuche und zur Bewältigung des Fachkräftemangels suchen.

Im Fokus steht die Vermittlung von Freelancer:innen: Unternehmen finden für Projekte und unbesetzte Stellen über FreeMOM qualifizierte, sofort verfügbare Fachkräfte. Bereits über 5.000 geprüfte Talente und mehr als 600 Unternehmen sind Teil des Netzwerks.
Die Plattform bietet ein KI-basiertes Matching und übernimmt die komplette administrative Abwicklung. Mit der Bereitstellung von rechtsgeprüften und automatisierten Services – von Vertrag über Scheinselbstständigkeit bis zur Abrechnung – steht FreeMOM als Full-Service-Lösung für effizientes, familienfreundliches Arbeiten.

Neben der Freelancer:innen-Vermittlung umfasst das Angebot von FreeMOM auch die Vermittlung von familienfreundlichen Festanstellungen sowie Recruiting-as-a-Service, um Vereinbarkeit strategisch in Unternehmen zu integrieren.

FreeMOM wurde 2023 von Lena Pieper und Anika Schmidt gegründet. Im September 2023 überzeugten sie in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ und gewannen die Unternehmerin und Diversity-Expertin Tijen Onaran als Investorin. Seitdem wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet – als Impulsgeber für eine moderne, inklusive Arbeitswelt.

FreeMOM bringt Care-Verantwortung in den Mittelpunkt der Personalstrategie – und erschließt Talente, die sonst verloren gehen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

FreeMOM GmbH
Frau Anna Ferdinand
Marienstraße 10
99834 Gerstungen
Deutschland

fon ..: 017663152836
web ..: http://www.freemom.de
email : presse@freemom.de

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So gelingt eine gleichberechtigte Elternzeit – ohne Geldsorgen und mit qualitativer Familienzeit

„Beziehungs-Investoren“ – der Blog für Finanzen in der Beziehung, Gleichberechtigung und Investitionen in die Liebe. Wie das alles in der Elternzeit klappt, darum geht es in 3 gratis Webinaren im Mai!

HANAU, 27. April 2021. „Beziehungs-Investoren“ – dieser Blogtitel steht seit fast 5 Jahren für Finanzen in der Beziehung, Gleichberechtigung und Investitionen in die Liebe. Doch mit der eigenen Elternzeit und dem doch so ganz anderen Elternzeitmodell als die meisten Paare in Deutschland, wurde Marielle und Mike klar, dass es an diesem entscheidenden Meilenstein für viele Beziehungen kompliziert wird mit der Gleichberechtigung.
Im Jahr 2019 waren laut statistischem Bundesamt 42,2 % der Mütter (mit Kindern unter 3 Jahren) in Elternzeit. Gleichzeitig nur 2,6 % der Väter. Bei Kindern unter 6 Jahren waren hingegen 93,1% der Väter Vollzeit erwerbstätig, während dieser Wert bei den Müttern nur bei 27,4% liegt. Spätestens mit diesen Zahlen ist klar: Mit dem Kinderkriegen endet die Gleichberechtigung in viel zu vielen Beziehungen, was Karrierechancen, Möglichkeiten zur Altersvorsorge und Zeit mit den eigenen Kindern angeht.
Dies liegt nicht an mangelnden Möglichkeiten in unserer Rechtsprechung, sondern am mangelnden Wissen und zu wenigen Vorbildern, die andere Wege neben dem klassischen Rollenmodell aufzeigen. Dies ändern die „Beziehungs-Investoren“ in 2021! Im Mai finden zum zweiten Mal ihre kostenlosen Webinare über eine moderne Elternzeit statt – mit limitierten Plätzen und Antworten auf alle wichtigen Fragen für kinderplanende Paare.

Im Webinar wird in 45 Minuten erklärt, wie Alternativen zur klassischen Rollenverteilung aussehen können und wieso diese die Gleichberechtigung in einer Beziehung fördern. Daneben wird in Modellrechnungen erläutert, wie eine moderne Elternzeitverteilung finanzierbar wird – egal ob vor der Geburt des ersten Kindes ähnlich oder stark unterschiedlich verdient wird.
Informationen und die Anmeldung zu den kostenfreien Webinaren am 21., 25. oder 29. Mai 2021 finden Sie unter: www.beziehungs-investoren.de/elternzeitmodelle

Über die Beziehungs-Investoren
Das Blogger-Paar Marielle und Mike Schäfer betreibt seit 2016 den Finanz- und Beziehungsblog „Beziehungs-Investoren“ und hat sich damit zum größten deutschsprachigen Finanzblog für Paare entwickelt. Nach 11 Jahren Beziehung, 4 Jahren Ehe und mit ihrem 2,5-jährigen „Babyinvestor“ an Board unterstützen Sie heute Paare darin eine gleichberechtigte Beziehung zu führen und dabei weder die Liebe noch das Geld aus den Augen zu verlieren. Hierfür bieten die Personalentwicklerin (und ausgezeichnete Betriebswirtin) Marielle und der Psychologe Mike neben ihren Webinaren, Online-Programme, individuelle Coachings sowie authentische Vortragsformate (online wie offline) an. Zudem inspirieren sie bereits über 35.000 Hörer*Innen mit ihren wöchentlichen Podcast-Folgen und jährlich mehr als 335.000 Leser*Innen ihres Blogs. In 2020 wurden sie für ihr Projekt mit dem dritten Platz beim Finanzblogaward der comdirect ausgezeichnet und Mike veröffentlichte das Kindersachbuch „Mein Geld, Dein Geld“ im Beltz & Gelberg Verlag.
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