Zwischen Selbstoptimierung und Erschöpfung: Die Rückkehr der Gemeinschaft
Posted by PM-Ersteller - 22/01/26 at 11:01:56 a.m.In vielen Menschen wächst die Sehnsucht nach echter Orientierung. Warum Gemeinschaft, Gesprächsräume und neue Formen der Begleitung heute wichtiger werden als Methoden.
Chiemgau, 21. Januar 2026 – Ratgeber, Kurse und Programme zur persönlichen Entwicklung gibt es so viele wie nie zuvor. Und dennoch berichten immer mehr Menschen von Erschöpfung, Orientierungslosigkeit und dem Gefühl, mit ihren Fragen allein zu sein. Die permanente Aufforderung zur Selbstoptimierung stößt zunehmend an ihre Grenzen.
Was vielen fehlt, ist weniger die nächste Methode als ein Ort für Austausch. Gesprächsräume, in denen nicht bewertet, optimiert oder analysiert werden muss, sondern in denen Menschen einander zuhören und Erfahrungen teilen können. Beobachter sprechen von einer leisen, aber wachsenden Gegenbewegung: weg vom individuellen Funktionieren, hin zu gemeinschaftlicher Orientierung.
Dabei geht es nicht um Therapie oder schnelle Lösungen. Vielmehr entsteht der Wunsch nach Resonanz – nach dem Gefühl, mit eigenen Gedanken nicht allein zu sein. Kleine Gesprächsrunden, thematische Stammtische oder Communities gewinnen an Bedeutung, weil sie genau das ermöglichen: Begegnung auf Augenhöhe, ohne Leistungsdruck.
Gerade in Umbruchphasen zeigt sich, dass Wissen allein selten trägt. Orientierung entsteht häufig erst im Austausch mit anderen, durch unterschiedliche Perspektiven und das gemeinsame Nachdenken. Gemeinschaft wird so zu einer Ressource, die stabilisiert, entlastet und neue Sichtweisen eröffnet.
Diese Entwicklung stellt auch den Markt der persönlichen Entwicklung vor neue Fragen. Während viele Angebote auf individuelle Verbesserung ausgerichtet sind, wächst parallel der Bedarf nach niedrigschwelligen Räumen, in denen Menschen sich beteiligen können, ohne etwas leisten oder kaufen zu müssen. Die Rückkehr der Gemeinschaft ist damit weniger ein Trend als eine Antwort auf gesellschaftliche Überforderung.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Leben auf Kurs, Tanja Schillmaier
Frau Tanja Schillmaier
Carl-Orff-Str. 12
83374 Traunwalchen
Deutschland
fon ..: 086699092565
web ..: https://leben-auf-kurs.de/
email : mail@leben-auf-kurs.de
Leben auf Kurs ist eine Plattform für Gemeinschaft, Begegnung und Orientierung in alltäglichen – beruflichen wie privaten – sowie herausfordernden Lebensphasen. Sie schafft Gesprächsräume durch die Community „Tacheles mit Honig“, in der selbstorganisierte Formate in Form von Online-Stammtischen sichtbar werden dürfen. So entstehen Begegnungsräume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Gleichgesinnte sich leichter finden und gemeinsam neue Perspektiven entwickeln können.
Ziel ist es, den Coaching- und Begleitmarkt mit neuen, gemeinschaftlich tragfähigen Konzepten weiterzuentwickeln und Wege zu fördern, die Kooperation, Passung und nachhaltiges Wirken über den klassischen Einzelkämpfer-Modus hinaus ermöglichen.
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Die europäische Geschichte und die German Angst
Posted by PM-Ersteller - 05/01/26 at 08:01:28 a.m.Der europäische Kolonialismus hat zwei Arten entwickelt, eine sadistische Art der Ausbeutung anderer Völker und eine masochistische Art der Ausbeutung des eigenen Volkes.
In der europäischen Geschichte finden wir zwei unterschiedliche Entwicklungsqualitäten, eine für die Franzosen, Engländer und Holländer und eine für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Deutschland wie auch Österreich und die Schweiz waren bis 1885 nur in einer geringfügigen Weise am europäischen Kolonialismus und Imperialismus beteiligt, da das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ständig mit inneren religiösen und politischen Spannungen zu kämpfen hatte und das deutsche Machtgebiet nach dem Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 in zahlreiche Machtgebiete zersplittert geblieben ist.
Nach der neuen deutschen Reichsgründung von 1871 sprach sich Bismarck gegen den Kolonialismus und Imperialismus aus. Dadurch kam es erst 1884 im Zuge eines Angebotes von Bismarck, zwischen den strittigen europäischen Kolonialmächten in Bezug auf die Aufteilung Afrikas zu vermitteln dazu, dass auch Bismarck die deutsche Kolonialisierung von einigen zugesprochenen Machtgebieten akzeptierte. Diese Kolonialgebiete waren für Bismarck vor allem eine Verhandlungsmasse für die Klärung etwaiger europäischen Streitfragen und waren somit auch ein politisches Instrument.
Die Deutschen waren 1885 durch ihre erfolgreiche Industrialisierung nicht auf Arbeitskräfte und Produkte aus den europäischen Kolonialgebieten angewiesen. Dieser Erfolg konnte dadurch erreicht werden, dass die religiösen Lehren des puritanischen Protestantismus dem deutschen Proletariat geholfen haben, die oft unmenschlichen Härten der Industrialisierung zu meistern und auf die Verbesserung der sozialen Verhältnisse in der Kultur hinzuwirken. Die ab 1806 in Preußen befreiten Leibeigenen, die zum Proletariat der deutschen Industrialisierung geworden waren, waren in einer grundsätzlichen Weise bestrebt, zu einem neuen in sich einigen Volk zu werden. Mit dem Scheitern der Revolution von 1848/49 als einem von vielen Beispielen dafür, dass die Deutschen stets große Probleme damit hatten sich ideologisch oder religiös zu einigen, war es zu einer Depression in den deutschen Ländern gekommen, so dass viele unzufriedene demokratisch gesinnte Deutsche nach Amerika ausgewandert sind.
Dieser Aderlass hat ein Stück weit zu der relativ einhelligen Begeisterung der Deutschen in Bezug auf die Reichsgründung von 1871 durch Bismarck beigetragen. Ab diesem Zeitpunkt waren die über die vergangenen Jahrhunderte hinweg versprengten und nun wieder vereinten deutschen Länder in ihrer Begeisterung nicht zu halten und haben ihre Industrialisierung in einer genauso idealistisch übertriebenen Weise verherrlicht, wie die neu aufkommenden megalomanischen ideologischen Auswüchse eines neuen Militarismus und eines völkischen Rassismus. Der neue Militarismus fand seinen Ausdruck in besonderen militärischen Vereinsbildungen, die mitunter eine riesige Anzahl von Mitgliedern auf sich vereinigen konnten. Bismarck konnte diese extremistischen ideologischen und politischen Entwicklungstendenzen in seiner Regierungszeit durch eine konsequente Realpolitik einigermaßen im Zaum halten.
Nach der Entlassung von Bismarck durch Kaiser Wilhelm hat der Kaiser nicht nur die Bündnisverträge von Bismarck vernachlässigt, sondern auch eine großtuerische militärische Sprache kultiviert, die in einer fahrlässigen Weise zum Beginn des 1. Weltkrieges beigetragen hat. Es ist wichtig, diese Entwicklung nachzuvollziehen, da dem Betrachter ansonsten nicht deutlich wird, dass von 1871 bis 1933 ein ganz besonderer ideologischer, emotionaler und materieller Nährboden im Deutschen Reich entstanden ist, der für die Nazis die wesentliche Grundlage war, um innerhalb nur kurzer Zeit eindrucksvolle Erfolge erzielen zu können. Der Aufstieg der Nazis hat daher auch nur bedingt mit esoterischen und mythologischen Vorstellungen zu tun.
In Bezug auf die Entstehung der Weltkriege im 20. Jahrhundert ist es nach wie vor wichtig, dass der heutige Mensch den qualitativen Unterschied in der Organisation zwischen den traditionellen Kolonialmächten und den deutschen Ländern versteht. Da die preußische Industrialisierung nicht auf billige Arbeitskräfte und Kolonialwaren aus der ganzen Welt zugreifen konnte, musste die deutsche Industrialisierung auf eigene kostengünstige Arbeiter zurückgreifen, die durch die 1806 in Preußen aufgegebene Leibeigenschaft reichlich zur Verfügung standen und diese in ein preußisches Proletariat verwandeln. Dies wurde vor allem dadurch möglich, dass die von der Leibeigenschaft „befreiten“ Menschen keinerlei soziale Versicherung mehr hatten und dadurch gezwungen waren die von großen Härten gekennzeichneten Arbeits- und Lebensbedingungen des neuen Proletariats sowohl im preußischen Reich als auch im späteren Deutschen Reich zu akzeptieren. Für viele der Betroffenen war daher die Befreiung von der Leibeigenschaft ab 1806 kein Segen.
Was die traditionellen Kolonialmächte den jeweils fremden Völkern für das Ziel einer maximalen Ausbeutung angetan haben, hat das preußische Reich und das Deutsche Reich nach preußischer Manier (Disziplin, Fleiß, Sparsamkeit) der eigenen Bevölkerung angetan, weshalb wir von einem Europa der 2 Kolonialsysteme sprechen können, einem sadistischen Kolonialismus nach Außen hin und einem masochistischen Kolonialismus nach Innen hin gegenüber dem eigenen Volk.
Der innere Kolonialismus hat im Deutschen Reich nach und nach mustergültige, effektive und perfektionistisch sich optimierende Arbeiter hervorgebracht, die bis heute nicht nur für ihre Wirtschaftsleistung, sondern auch für ihre Autoritätshörigkeit und ihren Untertanengeist („Bloody German Gehorsam“) bekannt sind. Aus dieser Seelenverfassung resultiert noch heute der letztlich sich selbst isolierende strebsame Deutsche, der sich zu sehr auf eine materielle Lebensversicherung konzentriert und durch die dadurch entstehende mangelnde soziale Verbundenheit anfällig für starke Ängste und für soziale Konflikte geblieben ist. Dies hat im westlichen Kulturkreis den Begriff der „German Angst“ bis heute sprichwörtlich werden lassen.
Die vollständige Abhandlung finden Sie auf der folgenden Internetseite: https://www.die-verwandlung-der-standeskultur.de/Artikel/artikel.html#Die-europaeische-Geschichte
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Wie und weshalb ich zu einem Autor für Anthropologie, Kulturgeschichte und Psychologie geworden bin.
Der Hauptgrund für diese Entwicklung bestand darin, dass ich in eine traumatisierte Großfamilie von Kriegsflüchtlingen hineingeboren wurde und mit 20 Jahren auf die Beziehungsverstrickungen innerhalb meiner Familie allergische Reaktionen entwickelt habe. Daher habe ich mich bereits frühzeitig mit der Frage beschäftigt, weshalb das menschliche Verhalten bisweilen unerträglich ist.
Nach 40 Jahren der intensiven Forschung habe ich eine zufriedenstellende Erklärung gefunden, wodurch ich meine in der Kindheit entwickelten ungeeigneten Überlebenskonzepte entscheidend verändern konnte.
In den letzten 25 Jahren habe ich jeweils in einer mehrmonatigen Winterpause die Forschungsergebnisse der Kulturgeschichte, der Anthropologie, der Ethnologie, der Soziologie, der Psychologie und weiterer Wissenschaften in Eigenregie studiert und habe dadurch viele Unstimmigkeit zwischen den Untersuchungsergebnissen der Wissenschaft und den politischen, wirtschaftlichen und kulturgeschichtlichen Darstellungen in den Gesellschaften erkannt.
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„Du bist richtig“ – Limburger Coach positioniert sich gegen die Selbstoptimierungslogik der Branche
Posted by PM-Ersteller - 23/12/25 at 06:12:27 p.m.Coaching als Reparaturbetrieb? Sascha Büttner aus Limburg setzt dagegen auf den Grundsatz „Du bist richtig“ – und entwickelt Formate, die Menschen nicht optimieren, sondern ernst nehmen.
Sascha Büttner plädiert für ein Coaching, das Menschen nicht repariert, sondern ernst nimmt
Limburg an der Lahn, Dezember 2025. Während die Coaching-Branche weiter auf Selbstoptimierung setzt, geht Sascha Büttner einen anderen Weg. Mit dem Leitsatz „Du bist richtig“ wendet sich der Limburger Coach gegen eine Beratungskultur, die Menschen vor allem als Mängelwesen betrachtet – und damit Teil des Problems wird, das sie zu lösen vorgibt.
Die Diagnose ist nicht neu, aber sie verschärft sich: Wer heute in Führungsverantwortung arbeitet, sieht sich einer wachsenden Liste von Anforderungen gegenüber – Resilienz, Agilität, emotionale Intelligenz, Achtsamkeit. Die Coaching-Industrie liefert dazu passende Programme, die eines gemeinsam haben: Sie setzen beim vermeintlichen Defizit an. „Dahinter steht die Annahme, Menschen müssten erst verbessert werden, bevor sie wirksam handeln können“, so Büttner. „Das halte ich für einen Irrtum.“
Der systemisch ausgebildete Coach mit fast dreißig Jahren Berufserfahrung setzt dagegen auf einen Ansatz, der dem Menschen zutraut, seine Situation selbst zu bewerten. Coaching bedeutet für ihn: Wahrnehmung erweitern, Handlungsoptionen sichtbar machen, Entscheidungsfähigkeit sichern – und dann dem Menschen selbst überlassen, welche Wege er geht. Keine Rezepte, keine Optimierungsprogramme, keine schnellen Lösungen.
Das unterscheidet seine Arbeit von dem, was er „Junkcoaching“ nennt: schnell konsumierbare Angebote, die eine kurze Sättigung erzeugen, aber nicht lange vorhalten. „Gutes Coaching braucht Zeit, Beziehung und die Bereitschaft, unbequeme Fragen auszuhalten“, sagt Büttner. „Das passt nicht in ein Instagram-Reel.“
Das zeigt sich in Formaten wie dem „metalabor“: 48 Stunden, eine offene Frage, eine Gruppe, die sich selbst organisiert – vom Einkauf bis zur Themenfindung. Kein Hotel, kein Catering, keine vorbereiteten Folien. Die Teilnehmer kochen, denken, streiten und entwickeln gemeinsam. Was dabei entsteht, lässt sich nicht planen. Aber genau das ist der Punkt. Ähnlich die Walking-Coachings in der Natur: Räume, die dem operativen Druck entzogen sind. Orte, an denen echtes Nachdenken wieder möglich wird.
https://saschabuettner.com/das-metalabor-denkwerkstatt-fuer-fuehrungskraefte/
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Sascha Büttner Coaching
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Über Sascha Büttner
Sascha Büttner arbeitet seit fast dreißig Jahren als Coach, vorwiegend mit Führungskräften, Unternehmern und Entscheidern. Sein Ansatz verbindet systemisches Coaching mit östlicher Philosophie und der maieutischen Methode – der Kunst, durch Fragen Erkenntnis ans Licht zu bringen. Er ist Mitglied im Deutschen Fachverband Coaching (DFC) und Autor mehrerer Bücher zum Thema Coaching und Lebensführung.
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