Pädagogen warnen: „Wir machen unsere Kinder kaputt“ – warum Bindung zur Bildungsaufgabe wird
Posted by PM-Ersteller - 20/07/26 at 08:07:53 a.m.In einem Interview berichten ein Schulleiter und eine Beratungsrektorin für Schulpsychologie von hochsuizidalen Kindern, die nach einer Nacht in einer psychiatrischen Klinik am nächsten Tag wieder
Unternehmerin und Führungskräfteentwicklerin Sandra Weckert fordert einen grundlegenden Perspektivwechsel: Kinder brauchen nicht mehr Druck, sondern verlässliche Beziehungen, Orientierung und Räume, in denen sie Verantwortung übernehmen können._
In einem aktuellen Interview berichten ein Schulleiter und eine Beratungsrektorin für Schulpsychologie von hochsuizidalen Kindern, die nach einer Nacht in einer psychiatrischen Klinik am nächsten Tag wieder im Unterricht sitzen, weil Behandlungskapazitäten fehlen. Auf einen regulären Therapieplatz müssten manche Betroffene acht Monate warten.
Die Zahlen zeichnen ein bedrückendes Bild. Laut dem im Artikel zitierten Schulbarometer fühlt sich ein Viertel der Schülerinnen und Schüler zwischen acht und 17 Jahren psychisch belastet. In einer Elternbefragung berichteten 60 Prozent der Befragten, ihre Kinder seien einsam und hätten keinen verlässlichen Ansprechpartner. Einige Jugendliche suchten inzwischen bei Künstlicher Intelligenz Orientierung und Unterstützung bei ihrer Identitätsentwicklung.
Für Sandra Weckert ist diese Entwicklung kein Randthema.
„Wir diskutieren viel über Handynutzung, Therapieplätze, schulische Leistungen und Medienkompetenz. Gleichzeitig übersehen wir häufig, was all diese Themen miteinander verbindet: Kinder brauchen Bindung.“
Wo Bindung fehlt, suchen Kinder Halt
Jugendliche befinden sich in einer Lebensphase, in der sie Orientierung, Zugehörigkeit und verlässliche Vorbilder benötigen.
Früher fand Sozialisation stärker in Familien, Vereinen, Nachbarschaften und persönlichen Beziehungen statt. Heute suchen viele junge Menschen Halt im digitalen Raum. Dort begegnen ihnen permanente Vergleiche, Selbstoptimierung, künstliche Schönheitsideale und die Frage, ob sie gut genug, erfolgreich genug oder beliebt genug sind.
Digitale Medien sind dabei nicht grundsätzlich das Problem. Problematisch wird es, wenn der digitale Raum reale Beziehungen ersetzt.
„Kinder brauchen Menschen, die sie sehen. Menschen, die ihnen etwas zutrauen. Menschen, die ihnen Grenzen erklären, ohne sie abzuwerten. Fehlen solche Beziehungen, übernehmen zunehmend Plattformen und Algorithmen die Rolle von Vorbildern“, sagt Weckert.
Schule kann mehr sein als ein Lernort
Schule ist einer der wenigen Orte, an dem nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden. Deshalb darf sie nicht ausschließlich als Ort der Wissensvermittlung verstanden werden. Schule ist auch ein sozialer Raum, in dem junge Menschen Zugehörigkeit, Verantwortung, Zusammenarbeit und Selbstwirksamkeit erleben können.
In dem aktuellen Interview formuliert die Beratungsrektorin einen entscheidenden Satz: „Die Schlüssel sind Bindung und Haltung.“
Gleichzeitig könne dies nicht durch eine einzelne Projektwoche erreicht werden. Bindung und Haltung müssten dauerhaft im Schulsystem verankert werden.
Genau an diesem Punkt setzt die Arbeit von Sandra Weckert an.
Kinder brauchen keine dauerhafte Bespaßung
Bindung bedeutet nicht, Kindern jeden Wunsch zu erfüllen oder sie vor jeder Herausforderung zu schützen. Bindung schafft vielmehr die Sicherheit, aus der Entwicklung möglich wird.
Ein Kind, das sich gesehen und angenommen fühlt, kann sich anstrengen. Es kann scheitern. Es kann Kritik annehmen. Es kann Verantwortung übernehmen. Es kann anderen helfen.
„Kinder brauchen keine permanente Unterhaltung. Sie brauchen Aufgaben, an denen sie wachsen können, und Erwachsene, die ihnen zutrauen, diese Aufgaben zu bewältigen“, erklärt Weckert.
Vom Zuschauer zum Mitgestalter
In den Projekten unter dem Leitgedanken „Machen“ erleben Kinder und Jugendliche, dass Lernen nicht nur aus Zuhören und Wiedergeben besteht.
Sie übernehmen Instrumente, technische Aufgaben, Organisation, Betreuung und Verantwortung für andere. Sie lernen durch Beobachtung. Sie probieren aus. Sie üben. Sie erhalten unmittelbares Feedback. Und irgendwann geben sie ihr Wissen selbst weiter.
So entstehen nicht nur musikalische Fähigkeiten. Es entstehen Selbstvertrauen, Zugehörigkeit, Konzentration und die Erfahrung: Ich werde gebraucht.
Gemeinschaft wirkt dort, wo Appelle scheitern
Auf den Bildern der Workshops sieht man keine abstrakte Bildungstheorie. Man sieht Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die gemeinsam musizieren, organisieren, lachen, üben und Verantwortung übernehmen.
Niemand muss bereits etwas können. Jede und jeder kann eine Aufgabe finden. Wer ein Instrument spielt, spielt mit. Wer noch keines beherrscht, beginnt. Wer nicht auf die Bühne möchte, hilft bei Technik, Betreuung, Catering oder Organisation.
So entsteht Gemeinschaft nicht durch eine Anweisung. Sie entsteht durch gemeinsames Handeln.
Psychische Gesundheit beginnt nicht erst in der Therapie
Therapieplätze und psychiatrische Versorgung sind unverzichtbar. Gleichzeitig darf eine Gesellschaft nicht erst reagieren, wenn junge Menschen bereits schwer erkrankt sind.
Prävention beginnt früher. Sie beginnt bei verlässlichen Beziehungen. Bei Bewegung. Bei Natur. Bei Vereinen. Bei gemeinsamen Aufgaben. Bei Erwachsenen, die präsent sind. Bei Räumen, in denen Kinder ohne ständigen Leistungs- und Vergleichsdruck erleben dürfen, dass sie etwas bewirken können.
In der im Artikel zitierten Elternbefragung nannten Familien genau diese Faktoren als stärkend: Familie, Freunde, Sport, Vereine und Natur.
Bildung muss wieder Beziehung ermöglichen
Die große Bildungsfrage lautet deshalb nicht nur: Was müssen Kinder wissen?
Sie lautet ebenso: In welchen Beziehungen wachsen sie auf? Wer begleitet sie? Wer hört ihnen zu? Wer fordert sie? Wer traut ihnen etwas zu? Wer bleibt, wenn etwas nicht sofort funktioniert?
„Wir werden die psychische Krise junger Menschen nicht mit einem weiteren Arbeitsblatt lösen“, sagt Weckert. „Wir brauchen Bildungsräume, in denen Kinder wieder echte Gemeinschaft, verlässliche Erwachsene und sinnvolle Verantwortung erleben.“
Einladung zu „MV macht Musik“
Wie sich Lernen, Bindung und Verantwortung praktisch miteinander verbinden lassen, können Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom 4. bis 6. September 2026 auf dem Gelände von forma_te e. V. in Teterow erleben.
Beim gemeinsamen Workshop „MV macht Musik“ sind Anfängerinnen und Anfänger ebenso willkommen wie erfahrene Musikerinnen und Musiker. Wer bis vier zählen kann, ist dabei. Zelten ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Eltern dürfen gerne mitkommen, wenn sie möchten.
Teilnehmende können ein Instrument mitbringen, vor Ort Neues ausprobieren oder im Hintergrund bei Technik, Organisation, Betreuung und Versorgung helfen.
Das gemeinsame Ziel: Am 12. September 2026 rocken alle gemeinsam Schloss Vietgest.
Denn Gemeinschaft entsteht nicht durch Reden. Gemeinschaft entsteht durch Machen.
Über Sandra Weckert
Sandra Weckert ist Unternehmerin, Jazzmusikerin und Expertin für Führung und Lernen in komplexen sozialen Systemen. Seit mehr als zehn Jahren entwickelt und begleitet sie Projekte, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Musik, Verantwortung und gemeinsames Handeln zu mehr Selbstwirksamkeit, Kooperation und Führung befähigt werden.
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.sandraweckert.de
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
braintreeacademy GmbH
Frau Sandra Weckert
Sonnenallee 162
12059 Berlin
Deutschland
fon ..: 01637596090
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email : sandra@sandraweckert.de
Sandra Weckert ist eine der außergewöhnlichsten Rednerinnen Deutschlands, wenn es um Zukunftsfragen von Ausbildung, Jugend und sozialer Verantwortung geht. Sie erlernte ihr Handwerkszeug an Neuköllner Schulen, in der Arbeit mit Häftlingen in der JVA Moabit oder im Auftrag des Auswärtigen Amtes in den Randbezirken der Millionenstadt Casablanca.
Heute ist sie mit ihrem Projekt „48 Könige“ deutschlandweit bekannt – einer bildgewaltigen und tiefgreifenden Initiative, bei der Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf der Bühne stehen, lernen, performen und Veränderung leben. Ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren Praxis in sozialen Brennpunkten kombiniert sie mit einem mitreißenden Bühnenauftritt, messerscharfer Analyse und emotionaler Tiefe.
Sandra Weckert ist Rednerin, Mentorin und Visionärin mit Haltung – authentisch, unangepasst, leidenschaftlich. Sie spricht dort, wo Wandel notwendig ist: in Unternehmen, Schulen, Ministerien und auf großen Bühnen. Ihr Thema: Wie wir Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und ihr Commitment durch echte Chancen gewinnen.
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Zwei Lehrer hinterfragen das Bildungssystem in Deutschland – neues Sachbuch“Wieso sind euch eure Kinder egal?“
Posted by PM-Ersteller - 01/07/26 at 08:07:08 a.m.Robin Kny und Dominik Lassisch berichten aus 16 Jahren Schulpraxis. Ihr Buch über das Bildungssystem in Deutschland stellt eine unbequeme Frage.
Konstanz, im Juli 2026. Mit dem Sachbuch „Wieso sind euch eure Kinder egal?“ haben die beiden Lehrer Dominik Lassisch und Robin Kny eine Bestandsaufnahme des deutschen Schulalltags veröffentlicht. Die Autoren stützen sich auf langjährige eigene Erfahrung im Klassenzimmer und beschreiben, wie das Bildungssystem in Deutschland vielerorts an seine Belastungsgrenze gelangt ist. Das Buch ist ab sofort über Amazon erhältlich. Es richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleitungen und alle, die verstehen möchten, warum trotz guter Absichten so viele Kinder im System zurückbleiben. Die Verfasser verstehen ihre Veröffentlichung ausdrücklich nicht als neutrales Gutachten, sondern als Weckruf – formuliert aus der Innensicht zweier Pädagogen, die den Schulbetrieb täglich erleben.
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung trifft einen wunden Punkt der gesellschaftlichen Debatte. Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, zunehmende Bürokratie und sinkende Bildungsleistungen gehören inzwischen regelmäßig zur öffentlichen Diskussion. Hinzu kommen marode Gebäude, überfüllte Klassen, fehlende Förderkapazitäten und steigender Leistungsdruck. Statt Schuldige zu suchen, analysieren die beiden Autoren Strukturen, zeigen Zusammenhänge auf und fragen, weshalb sich viele Probleme an deutschen Schulen über Jahre hinweg verfestigt haben. Das Buch verbindet dabei persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Folgen der beschriebenen Entwicklung, so die Kernaussage, tragen nicht Ministerien oder Verwaltungen, sondern die Kinder selbst. Damit reiht sich das Werk in eine wachsende Zahl kritischer Stimmen ein – allerdings aus der seltenen Perspektive von Lehrkräften, die unmittelbar betroffen sind.
Inhaltlich gliedert sich das Sachbuch in mehrere Themenfelder, die den Schulalltag aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Im Fokus stehen unter anderem Lehrkräftemangel und Bürokratie, Gewalt an Schulen, Inklusion und Integration, Digitalisierung sowie die Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und Politik. Behandelt werden zudem der frühe Verlust von Basiskompetenzen in der Grundschule und der wachsende Einfluss von Smartphones, Mobbing und psychischer Belastung auf den Lernalltag. Der bewusst provokante Titel soll zum Nachdenken anregen – inhaltlich setzt das Buch jedoch auf eine sachliche Auseinandersetzung und zeigt in einem eigenen Abschnitt konkrete Schritte auf, die kurzfristig umsetzbar wären. „Wir greifen weder Eltern noch Lehrkräfte an. Wir beschreiben ein System, das vielerorts an seine Grenzen gestoßen ist – und stellen die Frage, wann wir endlich anfangen, Kinder wirklich wichtig zu nehmen“, sagt Dominik Lassisch, Mitautor und Lehrer der Sekundarstufe.
Hinter dem Buch stehen zwei Autoren mit komplementären Perspektiven auf das Bildungswesen. Robin Kny ist Primarlehrer und begleitet täglich die ersten Schuljahre, die für die gesamte weitere Bildungsbiografie eines Kindes prägend sind. Er erlebt unmittelbar, wie früh sich Chancen entscheiden und wie folgenreich fehlende Grundlagen wirken. Dominik Lassisch unterrichtet in der Sekundarstufe an einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe, die im Rahmen des Deutschen Schulpreises 2025 zu den 15 besten Schulen Deutschlands zählte. Als Autor schreibt er über Schule, Verantwortung und die Bedingungen, unter denen Kinder heute lernen – sachlich, verständlich und bewusst klar. Beide kennen unterschiedliche Schulformen aus eigener Anschauung und teilen einen nüchternen Blick darauf, was Schule leisten kann und woran sie im Alltag häufig scheitert. Aus dieser Kombination von Grundschul- und Sekundarstufenperspektive bezieht das Buch seine Bandbreite.
Für die beiden Pädagogen ist die Veröffentlichung weniger Abschluss als Ausgangspunkt einer Diskussion. Sie verstehen ihr Werk als faktenbasierten Beitrag zu einer ehrlicheren Debatte über das Bildungssystem in Deutschland – eine Debatte, die aus ihrer Sicht zu oft an den eigentlich Betroffenen vorbeigeführt wird. Die zentrale Frage des Titels verschiebt sich dabei im Verlauf des Buches: Nicht mehr ob Kindern Aufmerksamkeit zukommt, sondern wann ernsthaft gehandelt wird, steht am Ende im Mittelpunkt. Die Autoren stehen für Interviews, Podcasts, Gastbeiträge und Vorträge zur Verfügung und möchten den Austausch mit Eltern, Lehrkräften und Bildungsverantwortlichen suchen. Sie stellen sich auf www.dominiklassisch.de sowie www.robinkny.de vor. Das Sachbuch „Wieso sind euch eure Kinder egal?“ ist ab sofort über Amazon erhältlich. Weiterführende Informationen, Hintergrundmaterial und Leseproben sind abrufbar unter www.wseeke.de
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Wseeke
Herr Robin Kny
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Dominik Lassisch und Robin Kny sind Lehrer und beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Bildungsfragen, Unterrichtspraxis und schulischer Entwicklung. Kny unterrichtet als Primarlehrer an einer Grundschule und begleitet die prägenden ersten Schuljahre; Lassisch unterrichtet in der Sekundarstufe an einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe, die im Rahmen des Deutschen Schulpreises 2025 zu den 15 besten Schulen Deutschlands zählte. Gemeinsam schreiben sie über Schule, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit „Wieso sind euch eure Kinder egal?“ möchten sie einen faktenbasierten Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte leisten – es ist ihre erste gemeinsame Buchveröffentlichung.
Pressekontakt:
SEOfolgreich
Herr Christoph Specht
Brienner Straße 29
80333 München
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Bildung braucht Erfahrung – nicht einzelne Termine
Posted by PM-Ersteller - 20/04/26 at 07:04:00 a.m.Immer wieder wird versucht, gesellschaftliche und politische Bildung über einzelne Termine, Formate oder „Stunden“ zu vermitteln.
Doch genau hier liegt ein grundlegendes Missverständnis.
Die aktuelle Diskussion über politische Besuche an Schulen zeigt ein wiederkehrendes Muster:
Immer wieder wird versucht, gesellschaftliche und politische Bildung über einzelne Termine, Formate oder „Stunden“ zu vermitteln.
Doch genau hier liegt ein grundlegendes Missverständnis.
Denn Bildung – und insbesondere politische Bildung – entsteht nicht durch kurzfristige Impulse, sondern durch Erfahrung.
Jugendliche wollen erleben – nicht belehrt werden
In Gesprächen mit Jugendlichen aus Waren, Malchin und der Region wird deutlich:
Viele junge Menschen erleben Schule zunehmend als System, in dem über sie entschieden wird – nicht mit ihnen.
„_Ihr erklärt uns ständig etwas, aber fragt uns nie, ob es überhaupt etwas mit unserem Leben zu tun hat_“, beschreibt ein Schüler seine Wahrnehmung.
Diese Haltung ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer wachsenden Distanz zwischen Bildungssystem, Gesellschaft und Jugend.
Politische Bildung ohne Praxis bleibt wirkungslos
Gesellschaft, Politik und Wirtschaft erwarten von Jugendlichen:
* Engagement
* Verantwortungsbewusstsein
* Beteiligung
Doch diese Fähigkeiten entstehen nicht durch Zuhören, sondern durch Handeln.
Formate, die Beteiligung lediglich simulieren, verstärken oft genau das Gegenteil dessen, was sie erreichen sollen: Distanz, Skepsis und Ablehnung.
Bildungskrise ist auch Vertrauenskrise
Die steigenden Konflikte im Schulalltag, die sinkende Motivation vieler Schülerinnen und Schüler und die zunehmende Ablehnung klassischer Lernformate sind keine Einzelphänomene.
Sie sind Ausdruck einer strukturellen Krise von Bildung, Lernen und gesellschaftlicher Einbindung.
Die zentrale Frage lautet:
Wann haben wir aufgehört, Jugendlichen echte Verantwortung zuzutrauen?
Praxis statt Programmpunkt: Ein Beispiel aus Malchin
Wie Bildung anders funktionieren kann, zeigt ein konkretes Beispiel aus der Region:
Am 21. April 2026 um 11:30 Uhr stehen in der Lindenhalle Malchin Schülerinnen und Schüler selbst auf der Bühne.
Die Malchiner Königskinder spielen ihr erstes eigenes Konzert vor den 7. Klassen – unterstützt von den Warener Königskindern.
Was hier entsteht, ist kein Programmpunkt, sondern ein Prozess:
* Jugendliche übernehmen Verantwortung
* sie organisieren sich eigenständig
* sie arbeiten verbindlich auf ein Ziel hin
* sie erleben, was Zusammenarbeit bedeutet
Das ist gelebtes Lernen.
Leadership beginnt nicht im Unterricht
Ihr Ansatz:
„Jugendliche entwickeln Verantwortung nicht, wenn man sie ihnen erklärt, sondern wenn man sie ihnen zutraut.“
Weniger Inszenierung – mehr Wirkung
Die aktuelle Debatte zeigt vor allem eines:
Es braucht keine zusätzlichen Formate, sondern wirksame Strukturen.
Strukturen, in denen:
* Vertrauen entsteht
* Beteiligung real ist
* Verantwortung erlebt wird
Gerade in Regionen wie Waren und Malchin entscheidet sich hier, ob junge Menschen bleiben, sich einbringen – oder sich innerlich verabschieden.
Fazit
Und Verantwortung entsteht nicht durch Ansprache –
sondern durch Erfahrung.
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Frau Sandra Weckert
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Sandra Weckert ist eine der außergewöhnlichsten Rednerinnen Deutschlands, wenn es um Zukunftsfragen von Ausbildung, Jugend und sozialer Verantwortung geht. Sie erlernte ihr Handwerkszeug an Neuköllner Schulen, in der Arbeit mit Häftlingen in der JVA Moabit oder im Auftrag des Auswärtigen Amtes in den Randbezirken der Millionenstadt Casablanca.
Heute ist sie mit ihrem Projekt „48 Könige“ deutschlandweit bekannt – einer bildgewaltigen und tiefgreifenden Initiative, bei der Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf der Bühne stehen, lernen, performen und Veränderung leben. Ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren Praxis in sozialen Brennpunkten kombiniert sie mit einem mitreißenden Bühnenauftritt, messerscharfer Analyse und emotionaler Tiefe.
Sandra Weckert ist Rednerin, Mentorin und Visionärin mit Haltung – authentisch, unangepasst, leidenschaftlich. Sie spricht dort, wo Wandel notwendig ist: in Unternehmen, Schulen, Ministerien und auf großen Bühnen. Ihr Thema: Wie wir Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und ihr Commitment durch echte Chancen gewinnen.
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