Öffentliche und staatliche Institutionen verlieren während der Corona-Pandemie an Vertrauenswürdigkeit

Die Studie „OpinionTRAIN 2021“ untersucht die Mediennutzung und die Wahrnehmung der Vertrauenswürdigkeit von Institutionen.

BildVertrauen ist eine Möglichkeit, sich in einer komplexeren, schnelllebigen und widersprüchlichen Welt besser zurechtfinden zu können. Es kann daher als ein „Mechanismus der Reduktion von sozialer Komplexität“, aber auch als ein „Gradmesser für die Stabilität eines politischen Systems“ beschrieben werden. Je höher das Institutionenvertrauen ist, umso mehr Unterstützung genießt im Allgemeinen die herrschende gesellschaftliche Ordnung.

„Bereits zu Beginn der 2000er Jahre wurde mit Sorge beobachtet, dass sich in Deutschland ein großes Misstrauen gegenüber Institutionen manifestiert. Damals erreichten Institutionen wie die Polizei (71 %) und die Kirchen (36 %) aber noch vergleichsweise hohe Vertrauenswerte. In den letzten zwei Jahrzehnten sind diese rückläufig, besonders stark im Falle der Kirchen. Die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit von Institutionen ist während der Corona-Krise noch einmal zurückgegangen“, betont Prof. Dr. Andreas Krämer, CEO der exeo Strategic Consulting AG als Co-Autor der Studie OpinionTRAIN.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Vertrauenswürdigkeit der Bundesregierung, des Bundestags und vom Öffentlich-rechtlichen Rundfunk/Fernsehen gesunken

In Deutschland erhalten die Institutionen Stiftung Warentest (67 % großes / sehr großes Vertrauen), Verbraucherzentrale (61 %) und Polizei (60 %) die besten Beurteilungen. Im Verlauf der Corona-Krise verschlechtert sich die Vertrauenswürdigkeit der Bundesregierung, des Bundestags und von öffentlich-rechtlichen Medien. Von den 13 bewerteten Institutionen kommen Kirchen, private Rundfunk- und TV-Sender und der Bundestag auf die letzten Rangplätze. Besonders kritisch ist das Bild bei den Kirchen. Nur 18 % der Deutschen vertrauen den Kirchen sehr stark oder stark, 71 % ordnen der Institution Kirche kein oder wenig Vertrauen zu.
Werden die aktuellen Ergebnisse (Aug./Sep. 2021) zur wahrgenommenen Vertrauenswürdigkeit mit den Messwerten zu Beginn der Corona-Pandemie (Apr./Mai 2020) verglichen, so sind Verschlechterungen der Vertrauenswürdigkeit nicht nur bei den Kirchen erkennbar, sondern auch bei staatlichen Institutionen wie der Bundesregierung, dem Bundestag sowie bei den öffentlich-rechtlichen Medien. Erreichte der Bundestag im Apr./Mai 2020 noch ein ausgewogenes Urteil (48 % großes bzw. sehr großes Vertrauen vs. 47 % wenig / kein Vertrauen), sind die aktuellen Bewertungen deutlich kritischer (35 % großes bzw. sehr großes Vertrauen vs. 61 % wenig / kein Vertrauen). Die zunächst eindeutig positiven Ergebnisse für öffentlich-rechtlichen Rundfunk und TV sind mittlerweile verschlechtert und nur noch ausgewogen.

Geringes Institutionen-Vertrauen bei AfD-Wählern und Nicht-Wählern

Wähler der AfD zeigen ein sehr geringes Vertrauen vor allem in staatliche Institutionen und öffentliche Medien. Ähnliches gilt für Personen, die nicht wählen. Personen, die der AfD nahestehen, geben im Durchschnitt bei 9 von 13 präsentierten Institutionen (69 %) ein fehlendes oder geringes Vertrauen an. Etwa 8 % der Befragten zeigen ein Misstrauen gegenüber allen 13 präsentierten Institutionen. Bei etwa 17 % der Deutschen fehlt es bei mindestens 10 Institutionen (77 % der aufgeführten Institutionen) an Vertrauen. Das dargestellte Misstrauen in Institutionen ist allerdings kein deutsches Phänomen, in der DACH-Region ergeben sich relativ ähnliche Muster.

Öffentlich-rechtliche TV-Sender als Informationsquelle zum politischen Geschehen in allen vier Ländern am häufigsten genutzt

Als Informationsquelle zum politischen Geschehen werden öffentlich-rechtliche TV-Sender in allen vier Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden) am häufigsten genutzt. In Deutschland nutzen 61 % der Befragten öffentlich-rechtliche Fernsehsender als Informationsquelle, um sich über das politische Geschehen zu informieren (Tageszeitungen kommen mit 39 % auf Rang 2, private Fernsehsender mit 34 % auf den Rang 3). In der Altersklasse < 30 Jahren stellen Soziale Medien und Netzwerke in Deutschland die wichtigste Informationsquelle dar (47 %). Während öffentlich-rechtliche Fernsehsender generell als Informationsquellen zum politischen Geschehen häufig genutzt werden, ist dies bei AfD-Wählern anders. Hier liegen soziale Medien und Netzwerke (44 %) und private Fernsehsender (40 %) noch vor den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern (36 %). Offenbar besteht in dieser Gruppe auch ein Zusammenhang zwischen der Nutzungsintensität öffentlich-rechtlicher Medien und der wahrgenommenen Vertrauenswürdigkeit. Nur 16 % der AfD-Wähler halten öffentlich-rechtlichen Rundfunk/Fernsehen für vertrauenswürdig, 21 % haben wenig Vertrauen und 58 % gar kein Vertrauen zu dieser Institution. Für die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten stellt nicht nur das Thema Vertrauensverlust ein Problem dar. Zusätzlich verstärkt sich der Trend weg vom klassischen TV-Konsum. Etwa ein Fünftel der Deutschen sehen maximal einmal pro Monat fern (in der Altersklasse < 30 Jahre sind dies bereits 37 %). Gleichzeitig nimmt die Nutzung von Video-on-Demand oder Video-Streaming zu. 31 % der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher stimmen der Aussage "Klassisches Fernsehen nutze ich immer weniger" zu (25 % im Apr./Mai 2020). In der Altersgruppe < 30 Jahre sind dies fast 50 %. Etwa 25 % der Befragten können sich zusätzlich vorstellen, komplett auf klassisches TV zu verzichten - in der Altersklasse < 30 Jahre sind es 39 %. Größere Teile der Gesellschaft scheinen sich von der klassischen Mediennutzung abzukoppeln. Dies hat gleichzeitig auch Konsequenzen für die Akzeptanz der Finanzierung der Anstalten. Die spiegelt sich auch darin wider, wie kontrovers die Legitimität der Rundfunk- und Fernsehgebühren in Öffentlichkeit und Politik diskutiert wird. „Die aktuellen Untersuchungsergebnisse zeigen unter anderem, wie die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten sich zunehmend in eine Zwickmühle bewegen. Einerseits verlieren ihre Angebote an Nutzungshäufigkeit – der Medienkonsum verschiebt sich zugunsten von Streaming-Angeboten – anderseits sinkt in der Gesellschaft das Vertrauen in öffentlich-rechtliche Medien. Beide Faktoren erschweren eine Argumentation zugunsten steigender Gebühren“, resümiert Johannes Hercher, Vorstand der Rogator AG und Co-Autor der Studie OpinionTRAIN. Kostenfreier Studienbericht: https://www.rogator.de/studienberichte-opiniontrain/?utm_source=connektar&utm_medium=pi&utm_campaign=institutionen

Pressemeldung: https://www.rogator.de/oeffentliche-staatliche-institutionen-verlieren-corona-pandemie-vertrauenswuerdigkeit/?utm_source=connektar&utm_medium=pi&utm_campaign=institutionen

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Die Frechheit nehm ich mir! – Ein satirisches Märchen

Albrecht Mäzen erzählt in „Die Frechheit nehm ich mir!“ die Geschichte eines Mannes, der seine bürgerliche Existenz aufgibt.

BildMutbürger Zeta löst in dieser neuen Geschichte Probleme auf andere Art: Um den verschiedenen und eher unwillkommenen Auswüchsen der geldgierigen Mediokratie zu entfliehen, gibt er seine bürgerliche Existenz kompromisslos auf. Sein Leben ist von heute auf morgen vollkommen anders: Unter einer Frankfurter Brücke wird er zum scharfsinnigen Beobachter des fragwürdigen Fortschritts.

Doch der Frieden währt für ihn leider nicht lange. Kurzerhand erklären Uniformierte sein Territorium zur beitragspflichtigen Zone und drangsalieren ihn bis zur Verzweiflung. So schließt er sich einer Straßenguerilla an. Mit Zeta nimmt deren Kampfansage an die Medien-Tyrannei an Fahrt auf.

Auf den rund 150 Seiten des satirischen Buchs „Die Frechheit nehm ich mir!“ von Albrecht Mäzen stehen Themen wie die Verfassung, Medien, Obdachlosigkeit, die von allen ungeliebte Rundfunkgebühr, die Gebühreneinzugszentrale und die Wohnungslosigkeit im literarischen Mittelpunkt. „Die Frechheit nehm ich mir!“ präsentiert sich als modernes Märchen, allerdings nicht für Kinder, sondern für eine erwachsene Leserschaft, denen die Tücken des alltäglichen Lebens bestens vertraut sind. Der Autor Albrecht Mäzen liefert den Lesern darin kurzweilige Unterhaltung, die stellenweise auch zum Nachdenken anregt.

„Die Frechheit nehm ich mir!“ von Albrecht Mäzen ist ab sofort im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-347-35863-8 zu bestellen. Die tredition GmbH ist ein Hamburger Unternehmen, das Verlags- und Publikations-Dienstleistungen für Autoren, Verlage, Unternehmen und Self-Publishing-Dienstleister anbietet. tredition vertreibt für seine Kunden Bücher in allen gedruckten und digitalen Ausgabeformaten über alle Verkaufskanäle weltweit (stationärer Buchhandel, Online“Stores) mit Einsatz von professionellem Buch- und Leser-Marketing.

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Deutsche Gesellschaft für Urologie lobt ihren Medienpreis zum sechsten Mal aus

Einladung zum Journalistenwettbewerb

Bild„Tabu Inkontinenz“ – schon der kurze Titel des Films zeigte das ganze Dilemma einer weit verbreiteten Erkrankung, die aus Scham verschwiegen wird. Die Tabuisierung der Blasenschwäche ist so ausgeprägt, dass die Schätzungen der Anzahl erkrankter Männer und Frauen in Deutschland aufgrund der großen Dunkelziffer zwischen fünf und bis zu zehn Millionen Betroffenen schwanken. Im letzten Jahr ist der Berliner Autor und Journalist John A. Kantara angetreten, mit seiner Wissenschaftsdokumentation „Tabu Inkontinenz“ im TV-Sender 3Sat über eine Erkrankung mit hohem Leidensdruck zu informieren und zu einem offeneren Umgang mit der Krankheit zu ermutigen. Dafür wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) mit dem Medienpreis Urologie 2018 ausgezeichnet. „Für unsere Jury erfüllte der Wettbewerbsbeitrag und auch seine zeitgemäße Umsetzung alle Bewertungskriterien auf bestem Niveau. Die Auseinandersetzung mit dem Tabu leistete zudem ihren Teil zu unserer Intention, Hemmschwellen im Gesundheitsbereich aufzubrechen. Auch dafür vergeben wir den Medienpreis Urologie seit 2014 jedes Jahr“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Er ermuntert Journalistinnen und Journalisten, sich für den Medienpreis 2019 zu bewerben, der wie immer während des DGU-Kongresses verliehen wird. Die 71. Auflage der weltweit drittgrößten urologischen Fachtagung findet vom 18. bis 21. September 2019 in Hamburg statt.

Die Palette relevanter Themen für den DGU-Medienpreis ist weit gespannt und keinesfalls auf schambesetzte Inhalte oder Aspekte der Männergesundheit reduziert. Aktuelle Entwicklungen in der Prävention, Diagnostik und Therapie urologischer Erkrankungen bei Kindern, Frauen und Männern gehören ebenso dazu wie die Früherkennung urologischer Tumore oder die Behandlung urogenitaler Fehlbildungen. Auch mit Komplexen wie Steinleiden oder Nierenspende und -transplantation ist die Urologie befasst.

Um den mit 2500 Euro dotierten Medienpreis Urologie 2019 können sich alle journalistisch Schaffenden mit ihren Veröffentlichungen zu urologischen Erkrankungen bewerben, die zwischen dem 16. Juli 2018 und 15. Juli 2019 in einem deutschsprachigen Publikumsmedium erschienen sind. Ob gedruckt oder in Fernsehen, Radio oder Internet veröffentlicht: Die Wettbewerbsbeiträge müssen Kriterien wie Relevanz des Themas, laienverständliche Aufbereitung und eine Qualität der Recherche auf dem aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft erfüllen. „Wir wollen eine qualifizierte Berichterstattung fördern, die sachlich und seriös Aufklärung leistet und den informierten Patienten stärkt“, so Prof. Wülfing.

Eine Jury aus Medizinern, Wissenschaftlern und Medienprofis bewertet die Arbeiten nach den geforderten Kriterien. Als Juror und Repräsentant der Medien vor Ort wurde für dieses Jahr Rainer Hirsch, Nachrichten-Leiter bei Radio Hamburg, gewonnen. „Es ist eine anspruchsvolle Arbeit, komplexe Inhalte umfassend, seriös und zugleich allgemeinverständlich aufzubereiten. Ich bin sehr gespannt auf die Beiträge“, so der erfahrene Radiomann.

Wettbewerbsbeiträge müssen bis zum 31. Juli 2019 in Schriftform – per Post oder online – mitsamt Kontaktdaten des Autors oder der Autorin sowie Angaben zu Medium und Datum der Veröffentlichung oder Ausstrahlung an die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. übermittelt werden: Stichwort „Medienpreis Urologie 2019“, Uerdinger Str. 64, 40474 Düsseldorf, E-Mail: preise@dgu.de

Für weitere Fragen steht die DGU-Pressestelle unter Tel. 040-79140560 zur Verfügung.

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