Nutzungsrechte der Mobilfunk-Frequenzen verlängern!
Posted by PM-Ersteller - 01/07/24 at 11:07:26 a.m.Sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz sollte der mehrfache Ausbau von Breitbandinfrastruktur nach Auffassung des IfKom-Verbandes minimiert oder ganz vermieden werden.
Der Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) hält eine Verlängerung der Frequenznutzungsrechte aus den Bereichen 800 Megahertz (MHz), 1.800 MHz und 2.600 MHz über das Jahr 2025 hinaus für richtig. Der Verband begrüßt die Absicht der Bundesnetzagentur, eine Verlängerung um fünf Jahre für die Nutzung der vergebenen Frequenzen vorzusehen.
Der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann erklärt dazu: „Das zeitliche Hinausschieben eines Wettbewerbs zur erneuten Vergabe von Frequenzen kommt dem Ziel entgegen, eine leistungsfähige und flächendeckende Mobilfunkversorgung zu erreichen. Denn die etablierten Netzbetreiber erhalten Planungs- und Investitionssicherheit für die nächsten Jahre.“
Im Rahmen einer Konsultation haben die IfKom eine Stellungnahme an die Bundesnetzagentur abgegeben. Darin unterstützt der Ingenieurverband die Absicht, das Spektrum unter Angleichung der Laufzeiten gemeinsam mit später auslaufenden oder sogar neuen Nutzungsrechten ab 2036 zur Verfügung zu stellen. Zugleich weisen die IfKom in ihrer Stellungnahme zum Konsultationsentwurf auf einige Regelungen hin, die geändert oder präzisiert werden sollten.
Der Leiter der IfKom-Arbeitsgruppe Regulierung und Netze, Reinhard Genderka, stellt klar, welche technisch bedingten Implikationen einer Regelung bedürfen: „Es reicht nicht aus, allein einen Downloadwert festzulegen. Hilfreich wäre zusätzlich eine Festlegung zur Mindestbandbreite. Denn bei einem ,Shared Medium‘ hängt der aktuelle Downloadwert stark von der Zahl der Nutzer einer Funkzelle ab.“ Die von den IfKom vorgeschlagenen Präzisierungen würden die Qualität der zur Verfügung stehenden Mobilfunkverbindung erhöhen. „Denn in Funkzellen mit großen Nutzerzahlen sinken Downloadbandbreiten schnell ab“, ergänzt Reinhard Genderka, der auch Mitglied des Bundesvorstands ist.
Darüber hinaus schlagen die IfKom weitere Änderungen der beabsichtigten Regelungen vor. In ihrer Stellungnahme an die Bundesnetzagentur setzen sich die IfKom für eine gegenseitige Anrechnung der Mobilfunkversorgung entlang der Verkehrswege ein. Bestehende oder noch abzuschließende Kooperationen oder nationales Roaming wären dafür Voraussetzung.
Peter Stöberl aus dem IfKom-Bundesvorstand weist auf die unnötige Belastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung hin: „Die von den Mobilfunkanlagen erzeugte Belastung könnte durch Änderung der Vorgaben reduziert werden. Außerdem ist der Energiebedarf je topografische Zelle deutlich niedriger. Dies hat auch Auswirkungen auf die Betriebskosten.“
Sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz sollte der mehrfache Ausbau von Breitbandinfrastruktur nach Auffassung des Ingenieurverbandes minimiert oder ganz vermieden werden. Sinn und Erfordernis parallel verlegter Glasfaserkabel insbesondere im Stadtbereich sind fraglich. Im Mobilfunkbereich sollte ein solcher Mehrfachausbau nicht noch durch die Regelungen unterstützt werden.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschland
fon ..: 0231 93699329
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email : info@ifkom.de
Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
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IfKom begrüßen Mobilfunkstrategie der Bundesregierung
Posted by PM-Ersteller - 17/09/19 at 04:09:27 p.m.IfKom e. V. begrüßt den vom BMVI vorgelegten 5-Punkte-Plan sowie die darauf aufbauende Mobilfunkstrategie für Deutschland.
Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt den vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorgelegten 5-Punkte-Plan sowie die darauf aufbauende Mobilfunkstrategie für Deutschland. Aus Sicht des Ingenieurverbandes muss es neben dem Aufbau des 5G-Netzes richtigerweise auch um die Netzabdeckung im 4G-Netz (LTE) gehen, das derzeit sowohl im ländlichen Raum aber auch in städtischen Bereichen zu viele Funklöcher aufweist. Zwar sind heute 90 Prozent der Fläche mit 4G abgedeckt, jedoch nicht an jeder Stelle von jedem Netzbetreiber. Ein Vertrag zwischen dem BMVI und den Netzbetreibern sieht vor, bis Ende 2021 in jedem Bundesland 99 Prozent der Haushalte mit LTE zu versorgen. Weitere Maßnahmen der Mobilfunkstrategie sind Fördermodelle oder Weiße-Flecken-Auktionen. Die Mobilfunkstrategie befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung zwischen den Bundesministerien und soll in Kürze verabschiedet werden.
Aus Sicht der IfKom sind alle geeigneten Maßnahmen einzusetzen, die zu einer Flächendeckung im 4G-Netz führen, zumal die Infrastruktur des 4G-Netzes die Grundlage für den Roll-out des neuen Mobilfunk-Standards 5G bildet.
Um den Mobilfunkausbau im 5G-Netz voranzubringen, sind aus technischen Gründen mehr Mobilfunkstandorte als derzeit vorhanden aufzubauen. Der neue Mobilfunkstandard verwendet höhere Frequenzbänder, deren Reichweite geringer ist als bei den herkömmlichen Frequenzen. Die gesundheitlichen Gefahren sollen nach jetzigen Erkenntnissen nicht ansteigen, denn die 5G-Technik verwendet niedrigere Sendeleistungen, Beamforming und Network-Slicing, um zielgerichtet Funkkontakt zwischen dem Sendemast und dem Endgerät herzustellen. Beamforming wird durch aktive Antennensysteme erreicht, mit deren Hilfe nur eine schmale Abstrahlkeule zwischen Sender und Empfänger entsteht, Network Slicing schafft quasi getrennte virtuelle Netze für spezifische Anforderungen, denn nicht alle Nutzer benötigen z. B. niedrige Latenzzeiten.
Um den weiteren Ausbau des Mobilfunks zu beschleunigen, müssen nach Meinung der IfKom die Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. Dies gilt sowohl für Mobilfunkstandorte als auch für die Anbindung dieser Stationen mit Glasfaserleitungen. Die geplante Nutzung von Grundstücken des Bundes und der Deutschen Bahn können hilfreich sein. Dennoch werden diese Maßnahmen für eine Flächendeckung nicht ausreichen. Die IfKom sprechen sich dafür aus, die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und für die Glasfaseranbindungen auch alternative Verlegemethoden wie Trenching oder oberirdische Linien zuzulassen.
Außerdem sollten die Netzbetreiber noch stärker auf Infrastruktur-Sharing setzen. Im Unterschied zum Roaming, bei dem beim Netzbetreiber-Wechsel eine neue IP-Adresse vergeben werden muss, kann beim Infrastruktur-Sharing die Verbindung stets zum eigenen Netzbetreiber aufgebaut werden. Durch Co-Network-Sharing senden beispielsweise die Basisstationen die Kennungen aller Netzbetreiber aus. Die Mobilfunkbetreiber teilen oder poolen das gesamte dort anliegende Frequenz-Spektrum. Die Verbindung wird dann durchgängig zum Kernnetz des eigenen Netzbetreiber aufgebaut und gehalten. Aus Kundensicht ist diese technische Lösung vorteilhaft, da sie unterbrechungsfrei und ohne Wechsel der IP-Adresse möglich ist. Auch für die Mobilfunk-Betreiber entstehen Vorteile, da der Abstimmungsaufwand untereinander deutlich geringer ist als beim Roaming.
Neben der Umsetzung der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung halten die IfKom im Hinblick auf eine schnelle, flächendeckende Bereitstellung eines hochleistungsfähigen Netzes Kooperationen zwischen den Netzbetreibern bzw. Frequenzinhabern für dringend erforderlich und zielführend. Ebenso müssen die Länder und Kommunen den Netzausbau unterstützen.
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