Tierrechtorganisation schlägt Alarm: junge Marderhunde und Füchse leiden auf polnischen Pelzfarmen
Posted by PM-Ersteller - 12/07/23 at 08:07:19 a.m.Ein Recherche-Team vom Deutschen Tierschutzbüro hat sich auf den Weg nach Polen auf eine der hunderten Pelzfarmen gemacht, um die dortigen Zustände zu dokumentieren.
„Jetzt im Sommer denkt kaum ein Mensch an Pelz, dennoch leiden die Tiere jetzt schon für die zukünftigen Jackenkragen oder Bommelmützen, die im Winter überall zu sehen sein werden“, so Denise Weber vom Deutschen Tierschutzbüro. Sie und ihr Team waren schockiert, als sie gesehen haben, wie sehr die kleinen Marderhunde und Füchse in den Käfigen leiden müssen. Dabei ist der Gitterboden für größere Tiere ausgerichtet, die kleinen Pfoten der Jungtiere fallen regelrecht durch die Gitter hindurch. „Es ist einfach nur grausam, die Tiere werden im Käfig geboren und bleiben bis zu ihrem grausamen Tod dort“, kritisiert Weber.
Es ist das erste Mal, dass die Tierrechtsorganisation unmittelbar nach der Geburt der Tiere die Zustände auf solch einer Farm dokumentiert hat. „Die Blicke der kleinen Tiere werde ich wohl nie vergessen“, sagt Weber. Zwischen Mai und Juni kommen die Jungtiere auf den Farmen zur Welt, im November findet die sogenannte „Pelzernte“ statt. So bezeichnet die Pelzindustrie das Töten der Tiere. „Binnen 6 Monaten werden die Tiere hochgezüchtet und dann brutal getötet, dies geschieht durch Vergasung oder per Elektroschock“, so Weber. Im Anschluss wird den Nerzen, Füchsen und Marderhunden das Fell abgezogen, oftmals bei Bewusstsein, denn die Tötungsmethoden funktionieren oft nicht. Die Felle werden dann weiter zu Pelz verarbeitet und auch in Deutschland verkauft. Dabei ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass sie Echtpelz tragen. „Vor allem im Billig-Preissektor wird Pelz verarbeitet, denn Echtpelz ist inzwischen billiger als Kunstpelz“, sagt Weber. Auch jetzt im Sommer werden Pelzprodukte angeboten, z.B. als Accessoires an Flipflops. „Das ist natürlich völlig absurd und unnötig, welcher Mensch trägt im Sommer schon Pelz?“, so Weber.
Immerhin gibt es eine kleine Aussicht auf Erfolg, denn ein Bündnis von Tierschutzorganisationen hat die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Pelzfreies Europa“ ins Leben gerufen. Ziel ist ein EU-weites Verbot der Haltung und Tötung von Pelztieren zum Zweck der Pelzgewinnung. Außerdem sollen Pelze und Pelzprodukte aus der Pelztierzucht auf dem europäischen Markt verboten werden. Damit sich die Europäische Kommission mit diesen Forderungen auseinandersetzen muss, hat ein Bündnis aus 77 europäischen Gruppen in den letzten Monaten Unterschriften gesammelt. „Wir brauchten 1 Millionen gültige Unterschriften und haben am Ende sogar 1.502.319 validierte Stimmen sammeln können“, freut sich Weber. Durch die Einreichung der Unterschriften muss die Europäische Kommission bis Mitte Dezember 2023 mit einer offiziellen Antwort reagieren, der Vorschlag wird dann dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt. Wird dieser angenommen, wird er zum Gesetz. Rückenwind bekommt das Bündnis auch vom deutschen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, er will sich auch für ein Verbot von Pelzfarmen in der EU einsetzen und bezeichnete kürzlich die Tierhaltung als „ein Unding“. Und selbst der EU-Agrarministerrat hat sich gerade erst bei einem Treffen in Luxemburg für ein Verbot von Pelzfarmen beziehungsweise des Verkaufs von Zuchtpelzen innerhalb der EU ausgesprochen. Davon betroffen wären dann rund 1.000 Pelzfarmen in der EU.
Denise Weber und ihr Team haben zwar Hoffnung, dass sich auf politischer Ebener etwas ändern könnte, dennoch würde solch ein Prozess und vor allem ein gesetzliches Verbot erst in etlichen Jahren zum Tragen kommen. Daher ist der Appell der Tierrechtsorganisation ganz klar: „Bitte keinen Pelz kaufen und tragen!“, denn nur dann kann diese Tierquälerei beendet werden.
Bildmaterial auf Anfrage.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland
fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.tierschutzbuero.de
email : Presse@tierschutzbuero.de
Das Deutsche Tierschutzbüro ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter www.tierschutzbuero.de
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Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ reicht 1.502.319 Unterschriften bei Europäischen Kommission ein
Posted by PM-Ersteller - 27/06/23 at 02:06:54 p.m.alleine aus Deutschland stammen 518.534 Stimmen
Ein Bündnis von Tierschutzorganisationen hat die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Pelzfreies Europa“ ins Leben gerufen. Ziel ist ein EU-weites Verbot der Haltung und Tötung von Pelztieren zum Zweck der Pelzgewinnung. Außerdem sollen Pelze und Pelzprodukte aus der Pelztierzucht auf dem europäischen Markt verboten werden. Damit sich die Europäische Kommission mit diesen Forderungen auseinandersetzen muss, hat ein Bündnis aus 77 europäischen Gruppen in den letzten Monaten Unterschriften gesammelt. „Wir brauchten 1 Millionen gültige Unterschriften und haben am Ende sogar 1.502.319 validierte Stimmen sammeln können“, freut sich Denise Weber vom Deutschen Tierschutzbüro.
Weber und ihr Team haben eine große Online Kampagne gestartet, um Unterschriften in Deutschland zu sammeln. Dazu wurden verschiedene Videos produziert und auch mit bekannten Influencer*innen kooperiert. Mit dem Meeresbiologen und YouTuber Robert Marc Lehmann rettete Weber auch zwei Silberfüchse aus einer polnischen Pelzfarm. In einer weiteren Mission wurden weitere 5 Füchse und sogar 4 Marderhunde befreit. „Mit unserer Kampagne „Mission Pelz“ haben wir im letzten Jahr Millionen von Menschen erreicht, viele von ihnen haben auch die Petition unterschrieben, so kamen alleine aus Deutschland 518.534 Unterschriften zusammen“, so Weber.
Durch die Einreichung der Unterschriften muss die Europäische Kommission bis zum 14.12.2023 mit einer offiziellen Antwort reagieren, der Vorschlag wird dann dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt. Wird dieser angenommen, wird er zum Gesetz. „Darauf hoffen wir natürlich“, so Weber.
In der EU gibt es noch tausende von Pelzfarmen auf denen Millionen von Füchsen, Marderhunden und Nerzen leben. In den engen Käfigen leiden sie, um am Ende für einen Jackenkragen oder eine Pelzbommel getötet zu werden. Auch wenn es in Deutschland keine Pelzfarmen mehr gibt, so werden weiterhin Pelzprodukte bundesweit verkauft. „Vor allem im Billig-Preissektor wird Pelz verarbeitet, denn Echtpelz ist inzwischen billiger als Kunstpelz“, sagt Weber. Auch jetzt im Sommer werden Pelzprodukte angeboten, z.B. als Accessoires an Flipflops. „Das ist natürlich völlig absurd und unnötig, welcher Mensch trägt im Sommer schon Pelz?“, so Weber.
Das Deutsche Tierschutzbüro wird aber nicht auf die Entscheidung der EU warten und plant bereits jetzt eine weitere Kampagne, um auf das Leid der Pelztiere aufmerksam zu machen. „Wir wollen solange kämpfen, bis alle Käfige leer sind“, so Weber abschließend.
Weitere Informationen und den aktuellen Stand der Bürgerinitiative finden Sie hier: https://www.tierschutzbuero.de/fur-free-europe-europa-pelzfrei-machen
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Tierschutzbündnis-Demonstration für ein pelzfreies Europa am 03.12. in Berlin
Posted by PM-Ersteller - 28/11/22 at 03:11:53 p.m.Deutsches Tierschutzbüro fordert: Ende der Pelztierzucht und des Pelzhandels im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative „Pelzfreies Europa“
Millionenfaches Tierleid stoppen: Im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative Pelzfreies Europa/Fur Free Europe rufen mehrere deutsche Tierschutzorganisationen am 3. Dezember zur vielfältigen Demo in Berlin für ein EU-weites Verbot von Pelzfarmen auf – darunter das Deutsche Tierschutzbüro, VIER PFOTEN, der Deutsche Tierschutzbund, ANIMALS UNITED, Humane Society International/Europe, die Deutsche Tier-Lobby sowie Pro Wildlife. Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen, die Aktion zu begleiten.
Millionen Pelztiere vegetieren noch immer auf europäischen Farmen in winzigen Käfigen dahin, bevor sie grausam getötet werden. Aktuell beginnt die blutige ,Pelzernte‘. Während bereits in 15 der 27 europäischen Ländern die Pelzproduktion eingestellt bzw. streng reglementiert wurde, gibt es noch immer Staaten, in denen Millionen Nerze, Füchse, Chinchillas oder Marderhunde in winzigen Käfigen leiden, bevor sie elendig sterben müssen. Die über 70 an der Bürgerinitiative beteiligten Organisationen rufen jedes Jahr am 25.11., dem internationalen Fur Free Friday, europaweit zu Aktionswochen und Kundgebungen gegen die Pelztierzucht auf.
„Auf den Pelzfarmen herrscht unvorstellbares Leid, in engen Käfigen werden die Tiere gehalten und das nur, um für einen Bommel an der Mütze oder als Jackenkragen zu enden“ sagt Denise Weber, Pelztierexpertin vom Deutschen Tierschutzbüro, die selbst vor wenigen Wochen auf einer polnischen Pelzfarm war, um sich vor Ort ein Eindruck zu verschaffen.
Pressetermin:
Im Rahmen der Bündnis-Demonstration ist eine Auftaktkundgebung mit Sprecher*innen der Organisationen geplant sowie ein Demozug durch die Berliner Innenstadt. Zudem findet eine Fotoaktion vor einem 3D-Illusionsbanner und einer 3,5 Meter großen Fuchsfigur statt.
Wann? Samstag, 03. Dezember 2022, 12.00 bis 14.30 Uhr
Wo? Brandenburger Tor, Berlin
Ablauf:
o 12 Uhr: Auftaktkundgebung mit Sprecher*innen der beteiligten Organisationen, Brandenburger Tor
o 13:30 Uhr: Demo-Zug durch die Innenstadt
o 14:30 Uhr: Abschlusskundgebung, Brandenburger Tor
Die Europäische Bürgerinitivative (EBI) Pelzfreies Europa/Fur Free Europe
Ein Bündnis von Tierschutzorganisationen hat die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Pelzfreies Europa ins Leben gerufen. Ziel der noch bis Mai 2023 laufenden Petition, die inzwischen von 77 europäischen Gruppen unterstützt wird, ist ein EU-weites Verbot der Haltung und Tötung von Pelztieren zum Zweck der Pelzgewinnung. Außerdem sollen Pelze und Pelzprodukte aus der Pelztierzucht auf dem europäischen Markt verboten werden.
Eine Million Unterschriften aus sieben Ländern nötig
Für den Erfolg der EBI sind eine Million verifizierte Unterschriften von EU-Bürger*innen erforderlich, die in mindestens sieben Ländern gesammelt werden müssen. Die Europäische Kommission muss daraufhin mit einer offiziellen Antwort reagieren, der Vorschlag wird dann dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt. Wird er angenommen, wird er zum Gesetz. Bislang haben 15 der 27 Mitgliedstaaten die Pelztierzucht vollständig verboten (einige mit Übergangsfristen) oder so streng reguliert, dass sich die Pelztierzucht wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Letzteres gilt für Deutschland – gesetzlich verboten ist die Pelztierzucht hier aber nicht. Aktuell steht die EBI bereits bei über 630.000 Unterschriften, von denen Deutschland mit über 120.000 Stimmen den größten Anteil ausmacht.
Die Petition der Europäischen Bürgerinitiative finden Sie hier: https://www.tierschutzbuero.de/fur-free-europe-europa-pelzfrei-machen
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