Forscherteam der Hochschule Reutlingen erhält Auszeichnung für exzellenten Technologietransfer
Posted by PM-Ersteller - 10/07/23 at 11:07:46 a.m.Prof. Dr. Oliver Burgert und sein Forscherteam entwickeln in Zusammenarbeit mit industriellem Partner und dem Universitätsklinikum Tübingen System zur besseren Bereitstellung klinischer Informationen.
Hochschule für angewandte Wissenschaften, so lautet die offizielle Bezeichnung der Hochschule Reutlingen. Doch nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis stellt sich die Hochschule diesem eigenen Anspruch – mit Erfolg. Für ihren exzellenten Technologietransfer in der Region Neckar-Alb zeichnete jetzt die IHK Reutlingen das Forscherteam Denise Junger, Claudia Ryniak, Sina Grupund Professor Dr. Oliver Burgert der Forschungsgruppe „Computerassistierte Medizin (CaMed)“ in der Fakultät Informatik aus. Sie entwickelten in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Tübingen (Prof. Bernhart Hirt, Prof. Arnulf Stenzl) sowie dem industriellen Partner RZ Medizintechnik GmbH im Projekt OR-Pad ein portables Informationsanzeigegerät zur besseren Bereitstellung klinischer Informationen im Operationssaal. Die Auszeichnung erhielten die Forscher auf den aktuell stattfindenden Tübinger Innovationstagen.
Die Idee zum Projekt OR-Pad leitete das Forscherteam aus der Beobachtung der klinischen Routine ab. Relevante Informationen, so die Analyse der Forscher, werden im Operationssaal oftmals nur auf weit entfernten Monitoren bereitgestellt. Zudem ist die Mitnahme von Materialien, wie Notizen, schwierig.
Um die Kommunikation im Operationssaal zu verbessern, entschieden sich die Forscher für die Nutzung eines Tablets, das direkt am Operationstisch angebracht werden kann. Klinisch relevante Informationen können so mittels des portablen Geräts sowie durch die Optimierung des Informationsflusses vor, während und nach einer Operation bereitgestellt werden.
So ermöglicht das System dem Operateur, klinische Informationen, wie z.B. Röntgenbilder, Befunde oder eigene Notizen, vor dem Eingriff einzusehen und diese für die anstehende Operation vorzubereiten. Die Informationen werden dann auf einem steril verpackten Tablet, angebracht am OP-Tisch, während des Eingriffs angezeigt. Eine Timeline ermöglicht hierbei den Zugriff auf alle verfügbaren Fallinformationen. Zudem werden vorbereitete Inhalte automatisch passend zur Operationssituation bereitgestellt. Durch die Integration des Systems in unmittelbarer Nähe zum Operateur wird eine ergonomische Sichtachse gewährleistet und eine direkte Interaktion mit dem System ermöglicht. Nach dem Eingriff stehen alle Informationen zur Nachbereitung zur Verfügung.
Der von den Forschern entwickelte Prototyp wurde durch eine präklinische Evaluation mit Chirurgen aus vier verschiedenen Kliniken getestet. Bei dieser praktischen Entwicklungsphase wurden Wünsche und Bedürfnisse erfasst, um das System optimal auf den Operationsalltag anpassen zu können. Aktuell überlegen die Forscher, wie das Projekt OR-Pad weiterverfolgt werden kann, um das System in die klinische Routine zu bringen.
Die Auszeichnung für ihren exzellenten Technologietransfer in der Region Neckar-Alb erhielten die Forscher im Rahmen der aktuell stattfindenden Tübinger Innovationstage. „Die Auszeichnung freut uns sehr! Der Transfer komplexer Forschungsthemen – beispielsweise unsere Arbeiten an dem intelligenten Operationssaal der Zukunft – in die klinische Praxis ist eine besondere Herausforderung. Wenn durch erfolgreiche erste Schritte, wie in diesem Fall dem Projekt OR-Pad, der Weg in die Klinik geebnet werden kann, ist das eine starke Motivation, diese Themen weiter voranzutreiben. Letztendlich kommen unsere Forschungen so den Patientinnen und Patienten zugute.“, so der Leiter des Forschungsteams, Prof. Dr. Oliver Burgert.
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„OP der Zukunft“ an der Hochschule Reutlingen eröffnet
Posted by PM-Ersteller - 14/07/22 at 11:07:48 a.m.Fakultät Informatik nimmt neuen Lehr- und Forschungsoperationssaal in Betrieb /Praktische Ausbildung in der Medizinisch-Technischen Informatik wird weiter verbessert
Nach mehreren Jahren Planungszeit ist an der Hochschule Reutlingen der neue Lehr- und Forschungsoperationssaal der Fakultät Informatik eröffnet worden. Mit diesem soll die Lehre in den Studiengängen Medizinisch-Technische Informatik sowie Human Centered Computing noch näher an der Praxis ausgerichtet werden. Zudem ermöglicht der neue OP Forschungen und IT Entwicklungen im Bereich der medizinisch-technischen Informatik.
Da der Operationssaal der Fakultät Informatik nicht den hygienischen Anforderungen eines Krankenhauses unterliegt, kann er jederzeit und unkompliziert betreten werden – ein entscheidender Vorteil für die Lehre und Forschung. So erfahren die Studierenden bei den Seminaren im neuen Operationssaal, wie die zahlreichen medizinischen Geräte funktionieren und – für Informatiker besonders wichtig – welche Software für die Funktion notwendig ist. Denn egal ob Ultraschallgerät, Endoskop oder auch das OP Licht, fast alle Funktionen in einem modernen OP werden durch spezielle Software gesteuert.
Der neue OP ist zudem Ausgangspunkt für zahlreiche Forschungen rund um das Thema Medizin IT. „Ein Problem ist, dass die Software der unterschiedlichen Geräte in einem OP oft nicht kompatibel sind. Da forschen wir nach neuen Lösungen, aber auch bei der Kommunikation im OP“, so Oliver Burgert, Dekan der Fakultät Informatik. Sein Team hat beispielsweise schon erforscht, ob spezielle Tabletts zur intelligenten Patientendatenvisualisierung im sterilen Umfeld genutzt werden oder wie mittels künstlicher Intelligenz Hirn-Tumore zuverlässig und frühzeitig erkannt werden können.
Zudem haben die Informatiker aus Reutlingen auch eine Weltneuheit für den OP entwickelt: Einen Spiegel, bei dem über ein spezielles Verfahren Informationen in die Spiegelfläche eingeblendet werden. Bei der Desinfektion erhalten die Medizinerinnen und Mediziner so die wichtigsten Informationen zur anstehenden Operation. Gleichzeitig werden die einzelnen Schritte und Zeiten der Desinfektion angezeigt.
Möglich wurde der Operationssaal der Fakultät Informatik dank der Unterstützung des Bildungs- und Forschungsministeriums in Stuttgart sowie zahlreicher Firmen. Mit Letzteren arbeitet die Fakultät Informatik auch in zahlreichen Forschungsprojekten zusammen, um neue Lösungen und Anwendungen für die medizinischen Geräte in einem OP zu entwickeln.
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Der Operationsaal von morgen – Konferenz für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie in Reutlingen
Posted by PM-Ersteller - 11/09/19 at 05:09:58 p.m.Jahreskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie an der Hochschule Reutlingen / Dreitägiges Programm über Anwendungen in allen operativen medizinischen Fächern
Vom 19. bis zum 21. September findet auf dem Campus der Hochschule die Jahreskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie (CURAC) statt. Die Jahrestagung der CURAC ist seit 2002 das zentrale deutschsprachige Forum für technische Entwicklungen und klinische Anwendungen im Bereich der computer- und roboterassistierten Chirurgie. Die CURAC verzahnt beide Felder aktiv und erfolgreich miteinander und ermöglicht jährlich einen intensiven fachlichen Dialog zwischen Anwendern und Entwicklern.
Die Vergabe der Konferenz nach Reutlingen geht auf Initiative des Dekans der Fakultät Informatik, Prof. Dr. Oliver Burgert zurück, der auch Tagungsleiter der Jahrestagung ist. Die Entscheidung für Reutlingen ist zudem auch eine Anerkennung der Entwicklungen und Forschungen an der Fakultät Informatik. 2011 startete der Studiengang Medizinisch-Technische Informatik. Hinzu kamen seitdem zahlreiche Forschungsaktivitäten, u.a. die Forschungsgruppe Computer Assistierte Medizin. Im letzten Jahr fand die Konferenz am Universitätsklinik der Universität Leipzig statt.
Mit der Konferenz möchte die CURAC Chirurgen aller Fachdisziplinen, Radiologen, Informatiker und Ingenieure in einer einmaligen interdisziplinären Umgebung zusammenbringen. „Unser Ziel ist es den chirurgischen Eingriff und die OPs der Zukunft zu definieren und zu gestalten, um die Gesamtversorgung unserer Patienten mit allen sinnvollen technischen Mitteln zu optimieren“, so Prof. Dr. Oliver Burgert. Um eine möglichst enge Verzahnung von Entwicklung und klinischer Anwendung zu erreichen, wird es auf der Konferenz auch einen „Clinical Day“ geben, der gemeinsam mit der Sektion minimal invasive Computer- und Telematik assistierte Chirurgie (CTAC) der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und den Co-Organisatoren des Universitätsklinikums Tübingen ausgerichtet wird.
Die wissenschaftlichen Themen der CURAC 2019 decken in der Anwendung alle operativen medizinischen Fächer ab (z. B. HNO, Neurochirurgie, Orthopädie, etc.), u.a.:
Intelligente OP-Technik
Modellierung und Simulation
Bildverarbeitung, Quantifizierung und Visualisierung
Robotik und Navigation
Chirurgische Assistenzsysteme
Chirurgische Planung und Risikoanalyse
Workflowanalyse und Prädiktion
Wissensbasierte Systeme und Entscheidungsunterstützung
Teilautonomie und kooperative Systeme
Multidisziplinäre Integration
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