Forum gegen Gewalt zur Förderung einer Kultur des Friedens mit der UNESCO
Posted by PM-Ersteller - 19/05/22 at 05:05:51 p.m.In diesem Forum wurden verschiedene und vertiefende Diskussionen über die aktuelle Situation von Gewalt, Lösungen und Friedenserziehung geführt.
Am 28. April 2022 fand das „Forum für Gewaltfreiheit zur Verbreitung einer Kultur des Friedens“ von HWPL in Zusammenarbeit mit der UNESCO Delegation in Frankreich statt. An der Veranstaltung nahmen rund 180 Zuhörer teil, darunter Völkerrechtsexperten und Religionsleiter, Leiter von Jugendorganisationen und Journalisten, die sich über die aktuelle Situation häuslicher und schulischer Gewalt seit Corona austauschen und Lösungen diskutierten.
Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erlebt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben physische und/oder sexualisierte Gewalt. Jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch einen früheren Partner. ¹
Frau Minerva Kadar Afonso, Delegierte des Vereins Alma gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Spanien, betonte, dass häusliche Gewalt jede Gewalt sei, die innerhalb der Familie ausgeübt wird. Sie sprach sich besonders gegen die Gewalt gegenüber Kinder aus: „Kinder sind unsere Zukunft. Wir müssen sehr schnell Maßnahmen auf der Ebene der Bildung, auf der Ebene der Ausbildung unserer Fachleute ergreifen, um diese Gewalt zu erkennen.“
Neben der Gewalt in Familien wurde auch über die Gewalt in Schulen diskutiert. So sind nach Daten der OECD, die im Rahmen de PISA-Studie 2018 erhoben wurden, in Deutschland 6% aller 15-jährigen Schüler sehr häufigem Mobbing ausgesetzt. 23% werden mindestens mehrmals im Monat durch Mitschüler gemobbt. ²
Dr. Thomas Smith, Lehrer an der Martin Luther King Jr. High School in Atlanta, USA, sprach aus seiner Erfahrung als Pädagoge und Gemeindeleiter: „Friedenserziehung löst nicht nur die Gewalt, die in unserem täglichen Leben auftreten kann, sondern sie erzieht jeden Menschen dazu, Probleme durch gewaltfreie Methoden friedlich zu lösen.“ Er betonte, dass Friedens- und Gewaltfreiheitserziehung dazu beiträgt, gegen Mobbing vorzugehen: „Die Schüler und Lehrer werden wissen, was in dieser Art von Situation zu tun ist, indem sie eine tiefergehende Ausbildung erhalten und lernen, wie man ein Bürger des Friedens wird.“
Zum Hintergrund:
In diesem Forum wurden verschiedene und vertiefende Diskussionen über die aktuelle Situation von Gewalt, Lösungen und Friedenserziehung geführt. Derzeit hat HPWL Absichtserklärungen mit 248 Schulen in 39 Ländern und MOAs mit 14 Schulen in 11 Ländern unterzeichnet und führt Friedenserziehung durch.
¹ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. (22. Dezember 2021). Formen der Gewalt erkennen. Von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/formen-der-gewalt-erkennen-80642 abgerufen
² OECD. (16. Dezember, 2019). Mobbing an Schulen: Anteil der betroffenen Schülerinnen und Schüler nach Mobbingart in Deutschland im Jahr 2018. In Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1244298/umfrage/haeufigkeit-von-mobbing-in-schulen/ abgerufen
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
HWPL Deutschland e. V.
Frau Lisa Schnabel
Theodor-Heuss Allee 112
60486 Frankfurt am Main
Deutschland
fon ..: +4917650081738
web ..: http://www.hwpl.kr
email : pr@hwpl.eu
HWPL ist eine internationale Friedensorganisation, die sich für globalen Frieden und die friedliche Beendigung von Kriegen in über 100 Ländern weltweit einsetzt. Als international agierende NGO mit Konsultationsstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) ist sie ebenfalls mit der Abteilung für globale Kommunikation der Vereinten Nationen (DGC) verbunden. Durch Friedensarbeit, Bildungsprogramme und interreligiöse Dialoge arbeitet HWPL eng mit Vertretern aus Gesellschaft, Politik, Bildung und Religion zusammen, um in gemeinsamer Zusammenarbeit die Schaffung von Frieden weltweit voranzutreiben.
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Abrüstung durch eine aktive und kritische Zivilgesellschaft
Posted by PM-Ersteller - 10/05/22 at 08:05:47 a.m.Forschungsexperte Dr. Jürgen Altmann (FONAS) und Friedensaktivist Karl-Heinz Hinrichs (EVAL) im Gespräch bei der Bildungsreihe Abrüstung.
Frankfurt am Main, 10.05.2022
Am 19.04.2022 fand die erste Sitzung zur „Bildungsreihe Abrüstung 2022“ von HWPL mit dem Titel „Bedeutung von Abrüstung und die aktuelle globale Situation“ mit Karl-Heinz Hinrichs, Gründer der NGO „Ehrfurcht vor allem Leben“ (EVAL), und Dr. Jürgen Altmann, Vorsitzender des Forschungsverbundes Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit (FONAS), als Referenten statt.
Warum setzt sich HWPL für Abrüstung ein?
Mit der „Legislate Peace“ Kampagne setzt sich HWPL dafür ein, den Frieden weltweit gesetzlich zu institutionalisieren, um internationalen Frieden langfristig zu schaffen und zu stabilisieren. Zu diesem Zweck hat HWPL im Jahr 2016 die Declaration of Peace and Cessation of War (DPCW) deklariert. Ziel ist es, bestehende Mängel im internationalen Rechtssystem zu verbessern, den weltweiten Bestand an Waffen zu reduzieren und Konflikte friedlich zu lösen. Verschiedene Friedensaktivitäten von HWPL weltweit machen auf die Implementierung der DPCW aufmerksam und sensibilisieren für die Notwendigkeit aller UN-Mitgliedsstaaten, die Waffenbestände sukzessive zu verringern.
Warum erhöht Rüstungskontrolle unsere Sicherheit?
Dr. Jürgen Altmann, Physiker und Vorsitzender des Forschungsverbundes Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit (FONAS) betonte: „Rüstungskontrolle ist im Interesse aller Beteiligten, da dadurch die Sicherheit auf allen Seiten steigt.“ Zudem sei eine funktionierende Verifikation entscheidend für den Erfolg von Abkommen. Dadurch könnten Länder gegenseitig überprüfen, ob alle Vereinbarungen des jeweiligen Abkommens eingehalten werden, so Altmann. Durch die Forschung wurden bereits zahlreiche, wichtige Verifikationsmöglichkeiten geschaffen. Dr. Jürgen Altmann erforscht derzeit neue Verifikationstechniken für Begrenzungen oder ein Verbot autonomer Waffensysteme.
Warum braucht es eine aktive und kritische Öffentlichkeit?
Karl-Heinz Hinrichs von EVAL hob hervor, wie wichtig es sei, die Aufrüstung weltweit zu stoppen. Es müsse sichergestellt werden, dass es zu keiner weiteren Aufrüstung trotz sicherheitspolitischer Anspannungen der Länder komme. Weiterhin führte er aus, dass die drängendsten Probleme der Gegenwart wie Krieg und Frieden, Auf- und Abrüstung, Umweltzerstörung und Klimawandel, nur durch eine geeinte, starke Zivilgesellschaft gelöst werden könnten.
Weitere Termine der Bildungsreihe Abrüstung im Überblick
17. Mai 2022, 17:00 Uhr: Wie geht Deutschland mit Abrüstung um?
31. Mai 2022, 17:00 Uhr: Die Notwendigkeit von Zusammenarbeit zwischen Regierung und Jugend in Abrüstungsfragen
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HWPL ist eine internationale Friedensorganisation, die sich für globalen Frieden und die friedliche Beendigung von Kriegen in über 100 Ländern weltweit einsetzt. Als international agierende NGO mit Konsultationsstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) ist sie ebenfalls mit der Abteilung für globale Kommunikation der Vereinten Nationen (DGC) verbunden. Durch Friedensarbeit, Bildungsprogramme und interreligiöse Dialoge arbeitet HWPL eng mit Vertretern aus Gesellschaft, Politik, Bildung und Religion zusammen, um in gemeinsamer Zusammenarbeit die Schaffung von Frieden voranzutreiben. Knapp eine Million Bürgerinnen und Bürger unterstützen die Friedensinitiativen von HWPL weltweit und nehmen an lokalen Friedensprojekten und Bildungsprogrammen teil, um gute Rahmenbedingungen für Frieden in den einzelnen Ländern vor Ort zu schaffen.
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