Next2Sun stellt neues vertikales Montagesystem Fields2Sun Max für große Photovoltaik-Kraftwerke vor
Posted by PM-Ersteller - 19/06/26 at 08:06:24 a.m.Neue Lösung für Utility-Scale-PV: Next2Sun stellt Fields2Sun Max auf der Intersolar 2026 vor
München, 19.6.26. Next2Sun, Pionier und Technologieführer im Bereich vertikaler Photovoltaiksysteme, erweitert sein Produktportfolio um das neue Montagesystem Fields2Sun Max. Die Lösung richtet sich gezielt an Entwickler und Investoren von großskaligen PV-Freiflächenanlagen (Utility-Scale) und adressiert zentrale Herausforderungen moderner Energiemärkte.
In etablierten Photovoltaikmärkten wie Deutschland, Spanien oder dem Vereinigten Königreich geraten bestehende Erzeugungskonzepte zunehmend unter Druck: Durch hohe Einspeisungen in den Mittagsstunden sinken die Strompreise – teilweise bis in den negativen Bereich. Diese sogenannte „Preis-Kannibalisierung“ beeinträchtigt die Wirtschaftlichkeit sowohl bestehender als auch neuer Projekte erheblich. Vertikale Photovoltaikanlagen bieten hier einen entscheidenden Vorteil: Sie erzeugen den Großteil ihres Stroms in den Morgen- und Abendstunden – also genau dann, wenn die Strompreise in der Regel höher sind. Next2Sun entwickelt, produziert und installiert solche Systeme bereits seit 2016 erfolgreich, insbesondere im Bereich Agri-PV.
Konsequenter Ausbau des Utility-Segments
Mit Fields2Sun Max überträgt Next2Sun dieses bewährte Prinzip nun gezielt auf die Anforderungen großskaliger Energieprojekte und treibt den strategischen Ausbau seines Utility-Geschäfts konsequent voran. Ein wichtiger Schritt dabei ist die personelle Verstärkung: Zum 1. Juni 2026 hat das Unternehmen Christian Comes als Vertriebsleiter Utility gewonnen. Er verantwortet den weiteren Aufbau und die Internationalisierung des Geschäftsbereichs sowie die Betreuung von Großprojekten. Christian Comes bringt langjährige Erfahrung in der Solarbranche mit und war zuvor bei Huasun Solar als Head of Business Development Europe tätig. Mit seiner Expertise im internationalen Projektgeschäft wird er die Position von Next2Sun im Utility-Scale-Segment weiter stärken.
Technologie für Utility-Scale-Anwendungen
Fields2Sun Max wurde speziell für den Einsatz in großskaligen PV-Kraftwerken entwickelt und bietet eine Vielzahl von Vorteilen:
* Maximale Flexibilität bei Modulen: Fields2Sun Max kann sowohl mit optimierten Next2Sun-Modulen als auch mit gängigen Standardmodulen führender Hersteller kombiniert werden. Das System ist speziell für die Installation von Hochleistungsmodulen (>700 Wp) ausgelegt und unterstützt damit aktuelle Entwicklungen im Utility-Scale-Bereich – ein wesentlicher Vorteil für die Bankability.
* Verlässliche Ertragsprognosen: Mehrjährige reale Ertragsdaten sowie intern und extern validierte Simulationen – unter anderem mittels Raytracing-Technologie – gewährleisten hohe Planungssicherheit.
* Robustheit gegenüber Witterungseinflüssen: Die vertikale Bauweise ist deutlich weniger anfällig für Schäden durch Hagel und Schneelasten als klassische Aufständerungen oder Tracker-Systeme. Sie halten selbst hohen Windlasten ohne Verformung oder Leistungseinbußen stand.
* Marktreife: Fields2Sun Max befindet sich bereits im Einsatz in ersten Utility-Scale-Projekten und ist ab sofort für Planung und Umsetzung verfügbar.
Präsentation auf der Intersolar 2026: Halle A4 / Stand 130
Das neue Montagesystem Fields2Sun Max wird erstmals einem breiten Fachpublikum auf der Intersolar 2026 vorgestellt. Besucher erhalten dort umfassende Einblicke in Technologie, Einsatzmöglichkeiten und wirtschaftliche Vorteile der vertikalen PV-Lösungen von Next2Sun.
Präsentation am Stand:
„Potenzial für 20 GW neue Freiflächenanlagen in Deutschland ganz ohne Netzzubau: Next2Sun zeigt Lösungen“
* 23. und 24. Juni, jeweils 16:00 Uhr
* 25. Juni, 11.00 Uhr
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Next2Sun AG
Frau Anke Müller
Franz-Meguin-Str. 10a
66763 Dillingen
Deutschland
fon ..: +49 157 86230887
web ..: https://next2sun.com/
email : a.mueller@next2sun.de
Über Next2Sun:
Next2Sun ist Erfinder und Technologieführer im Bereich der vertikal installierten, bifazialen Photovoltaik. Diese Technologie ermöglicht eine antizyklische Stromerzeugung – insbesondere in den Morgen- und Abendstunden – und trägt so zu einer besseren Netzstabilität und geringerem Speicherbedarf bei. Auf Basis der patentierten Anlagentechnologie hat Next2Sun eine breite Produktpalette entwickelt, darunter das vertikale Agri-PV-System, das eine doppelte Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen ermöglicht, und den Solarzaun.
Mit über 60 MWp realisierten Projekten im In- und Ausland sowie mehr als 150 Mitarbeitenden an Standorten in Deutschland, Österreich, Polen und Japan ist die 2015 gegründete Next2Sun Gruppe heute ein vielfach ausgezeichneter Markt- und Technologieführer für nachhaltige Photovoltaiklösungen in Landwirtschaft, Kommunen, Gewerbe und Privatbereich.
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DuctNavigation von Elitex: Digitale Präzision für den Glasfaserausbau
Posted by PM-Ersteller - 10/06/25 at 12:06:50 p.m.Mit DuctNavigation präsentiert Elitex eine neue Komplettlösung für den Glasfaserausbau. Die Kombination aus Marker, Ortung und Dokumentation schließt eine entscheidende Lücke im Bauprozess.
Mit DuctNavigation bringt die Elitex GmbH eine durchgängige Systemlösung auf den Markt, die den Glasfaserausbau digitaler, effizienter und präziser macht. Die Lösung richtet sich an Netzbetreiber, Tiefbauer und Infrastrukturdienstleister. Das System kombiniert robuste Marker, ein mobiles GNSS-Einmessgerät und eine cloudbasierte Webplattform zu einem integrierten Workflow – von der Markierung bis zur digitalen Dokumentation. Bislang gingen laut Tiefbauerfahrungen bis zu 30 Prozent der Anschlussstellen nachträglich verloren – ein teurer Mangel an Transparenz, den DuctNavigation konsequent behebt.
Mit den drei Komponenten DuctMarker LT GEO, DuctScout und DuctMaps verhindert das System DuctNavigation den Verlust von Anschlussstellen und löst das Problem mangelnder Nachverfolgbarkeit. Die Lösung überzeugt durch robuste Hardware, zentimetergenaue GNSS-Technologie und eine kostenfreie Webplattform zur Verwaltung der Infrastrukturpunkte.
Die Komponenten von DuctNavigation im Detail:
1. DuctMarker LT GEO – Unsichtbar verlegt, dauerhaft auffindbar
Der DuctMarker LT GEO wurde speziell zur langfristigen Markierung kritischer Punkte in der Glasfaser-Infrastruktur entwickelt. Dank seiner intelligenten Bauweise ist er unabhängig von Einbaulage oder Bodenklasse dauerhaft und zuverlässig auffindbar. Die integrierte, patentierte Spannungsquelle funktioniert komplett ohne Batterie und ermöglicht so einen wartungsfreien Einsatz über Jahrzehnte. Eine eindeutige numerische Kennzeichnung sorgt für klare Identifizierbarkeit vor Ort. Aufgrund seiner kompakten Bauform lässt sich der Marker auch in schwer zugänglichen Bereichen problemlos einsetzen. Er ist mit gängigen Ortungssystemen kompatibel und lässt sich präzise mit dem DuctScout einmessen.
2. DuctScout – Das mobile Hightech-Einmessgerät
Der DuctScout ist ein leistungsstarkes, GNSS-basiertes Ortungs- und Einmessgerät, das speziell für den mobilen Einsatz auf der Baustelle konzipiert wurde. Gesteuert über ein handelsübliches Smartphone, erlaubt es zentimetergenaue Positionsbestimmungen – schnell, intuitiv und ohne komplizierte Zusatztechnik. Ein integriertes LTE-Modul sorgt für eine stabile Verbindung und die sofortige Synchronisation mit der DuctMaps-Plattform. Der USB-C-Anschluss ermöglicht die Stromversorgung direkt über das Mobilgerät. Dank der Multi-User-Funktion kann jeder registrierte Mitarbeiter im Unternehmen den DuctScout nutzen. Zudem erkennt das Gerät auch Marker anderer Hersteller, was den Einsatz besonders flexibel und zukunftssicher macht.
3. DuctMaps – Die zentrale Schaltstelle für Dokumentation und Navigation
DuctMaps ist die cloudbasierte Webanwendung, die alle Marker- und Einmessdaten zentral speichert, verwaltet und visuell aufbereitet. Die Anwendung ist kostenfrei nutzbar und verfügt über ein intuitives Dashboard zur einfachen Bearbeitung und Ergänzung von Messpunkten direkt im Browser. Durch die Live-Synchronisation mit dem DuctScout erfolgt die Datenübertragung in Echtzeit – ideal für eine kontinuierliche Dokumentation direkt von der Baustelle aus. Darüber hinaus ist DuctMaps mit GIS- und NIS-Systemen kompatibel und lässt sich nahtlos in bestehende Infrastruktur-Managementprozesse integrieren.
Durchgängige Systemlösung für den Glasfaserausbau
Die drei Komponenten in DuctNavigation vereinfachen die Abläufe auf der Baustelle, erhöhen die Datenqualität und senken langfristig die Kosten für Nacharbeiten. Was früher oft verspätet oder gar nicht dokumentiert wurde, geschieht jetzt unmittelbar – mit direkter Anbindung an digitale Systeme. Die Lösung eignet sich sowohl für Neubauprojekte als auch für Nachrüstungen in Bestandsnetzen.
„Wir verstehen DuctNavigation als Baustein einer zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur – robust im Feld, stark in der Integration, und kompromisslos in der Genauigkeit,“ sagt Ingo Stark von der Elitex GmbH.
Weitere technische Informationen und Erfahrungsberichte aus dem Einsatz sind auf www.elitex-gmbh.de verfügbar. Einen tieferen Einblick bietet zudem die neue Folge des Podcasts „Speed|talk – Der Glasfaserpodcast“, mit Fokus auf Innovationen im Netzausbau.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Elitex GmbH
Herr Ingo Stark
Kreuzackerstraße 3
85232 Bergkirchen
Deutschland
fon ..: +49 (0) 8142 4284342
fax ..: +49 (0) 8142 4284359
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email : office@elitex-gmbh.de
Über Elitex GmbH
Elitex GmbH ist ein führender deutscher Hersteller innovativer Lösungen für den passiven Glasfaserausbau. Seit der Gründung im Jahr 2009 mit Sitz in Bergkirchen bei München entwickelt und produziert das Unternehmen praxisorientierte, anwenderfreundliche Produkte „Made in Germany“, die Zeit, Kosten und Fehleranfälligkeit bei der Verlegung minimieren und die langfristige Netzsicherheit gewährleisten.
Mit eigener Entwicklung und Fertigung in den Bereichen Kunststoffspritzguss, Tiefziehen und Metallverarbeitung bietet Elitex ein umfassendes Portfolio, darunter das DuctNavigation System, den DuctMarker® LT, WGT® Gas-Wasser-Blocker, Abdichtkappen, Verbindungsschutzlösungen und Reparatursets. Die Rohstoffe stammen ausschließlich aus der EU, was kurze Lieferwege und einen reduzierten CO?-Fußabdruck sicherstellt.
Elitex legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen, Stadtwerken, Planungsbüros und Telekommunikations-unternehmen. Als Mitglied im BUGLAS – Bundesverband Glasfaseranschluss e.V. – unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für den zukunftssicheren Breitbandausbau in Deutschland.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.elitex-gmbh.de
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Welcher Strom und welche Heizung?
Posted by PM-Ersteller - 20/02/25 at 01:02:27 p.m.Prof. Dr. Michael Schaub von der Hochschule Coburg erklärt den aktuellen Stand zu Heizung, Sanierung und Strom und gibt wertvolle Tipps zur Nutzung von Wärmepumpen.
_Beim Thema Heizung, Sanierung und Strom herrschen Unmut und Resignation in der Gesellschaft. Den aktuellen Stand kann Prof. Dr. Michael Schaub erklären. Er lehrt und forscht seit dem Sommersemester 2023 an der Fakultät Design der Hochschule Coburg im Bereich Energieeffiziente Gebäudetechnik. Zuvor war der 34-jährige in der Technologie-Vorentwicklung und Forschungskoordination für einen großen Heizungstechnik-Hersteller sowie als Teamleiter der Forschungsgruppe Heiz- und Kühlsysteme am Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin._
_Das Thema Heizung hat im vergangenen Jahr die Menschen verunsichert. Viele fragen sich, welche für sie die richtige ist oder ab wann sie zum Umrüsten gezwungen sind. Sie empfehlen Wärmepumpen?_
Prof. Dr. Michael Schaub: Ein defekter Öl- oder Gaskessel kann in den allermeisten Fällen auch in unsanierten Bestandsgebäuden problemlos durch eine Wärmepumpe ersetzt werden. Das ist erst seit einigen Jahren der Fall, nämlich seitdem Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan verfügbar sind. Diese können auch ausreichend hohe Temperaturen für den Weiterbetrieb von Heizkörpern liefern. Der weit verbreitete Wissensstand, dass eine Wärmepumpe nur mit Fußbodenheizung effizient funktioniert, ist überholt. Bei sehr großen Gebäuden kommt als Übergangslösung ein Hybridsystem, also eine Wärmepumpe in Kombination mit einem Öl- oder Gaskessel infrage. Die Wärmepumpe übernimmt dann etwa zwei Drittel des Heizens und der Kessel ergänzt an den ganz kalten Tagen. Dies verschafft Zeit, um die Gebäudesanierung nachzuholen und den Kessel dann stillzulegen.
_Wie viel kostet denn der Umstieg auf Propan-Wärmepumpe? _
Die Preise für Wärmepumpen unterlagen in den letzten zwei Jahren massiven Schwankungen. Für typische Einfamilienhäuser liegen die Angebotspreise aktuell je nach Region und Produkt häufig zwischen 35.000 und 45.000 Euro. Dies reduziert sich bei selbstgenutztem Wohneigentum in den meisten Fällen um eine Förderung von 16.500 Euro. Bei niedrigen Einkommen, wie zum Beispiel bei Rentnerinnen und Rentnern, sind derzeit bis zu 21.000 Euro Förderung möglich. In Mehrfamilienhäusern hängt die Förderhöhe unter anderem von der Anzahl der Wohneinheiten ab. In jedem Falle sollte der erste Schritt die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans durch einen Energieberater sein. Dann wird klar, in welcher Reihenfolge Heizungstausch und Sanierungsmaßnahmen technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten sind.
_Der Wärmepumpen-Absatz soll zuletzt eingebrochen sein._
Das ist eine Frage der Perspektive. Gemäß den Absatzzahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie wurden im Jahr 2024 in Deutschland etwa 46 Prozent weniger Wärmeerzeuger aller Art verkauft als im Jahr zuvor. Doch das Jahr 2023 muss als absolute Sonderkonjunktur mit besonders hohen Absatzzahlen betrachtet werden und auch in den Corona-Jahren 2022 und 2021 waren diese schon ungewöhnlich hoch. Der Heizungsmarkt ist in Deutschland im Wesentlichen ein Austauschgeschäft; das heißt, defekte Geräte werden ersetzt. Das waren in der gesamten letzten Dekade immer um die 700 Tausend Stück pro Jahr, in 2023 dann 1,3 Millionen. Kurz gesagt war durch Vorzugseffekte und Lagerhaltung ein Absatzjahr zu viel im Markt. 2024 lag der Absatz wieder bei gut 700 Tausend Stück. Es liegt also eher eine Normalisierung vor. Der Anteil der Wärmepumpen liegt mittlerweile bei rund 27 Prozent. Davon gehen etwa zwei Drittel in Bestandsgebäude.
_Wärmepumpen brauchen aber Strom und der ist teuer, oder? _
Tatsächlich ist der Strompreis in Deutschland aktuell ungefähr dreimal so hoch, wie der Gaspreis. Das macht den Effizienzvorteil der Wärmepumpe im un- oder teilsanierten Bestand wieder zunichte, sodass die Betriebskosten in etwa gleichbleiben. Neben den oft genannten Netzentgelten ist ein wesentlicher Grund dafür jedoch das Merit-Order-Prinzip, ein europaweites Steuerungsinstrument zur Strompreisbildung an der Börse. Dabei bestimmt das teuerste eingeschaltete Kraftwerk – das ist in der Regel Gas – den Preis für die gesamte Strommenge, auch wenn diese überwiegend aus erneuerbaren Quellen stammt und für einen Bruchteil der Kosten erzeugt wurde.
_Würde eine Verlängerung der Kohle-Verstromung helfen?_
Häufig ist zu hören, China baue für günstigen Strom im großen Stil neue Kohlekraftwerke. Gemäß der jüngsten Zahlen der Internationalen Energie Agentur waren das 2024 etwa 54 Gigawatt (GW). Ebenfalls baute China in 2024 jedoch etwa 277 GW Photovoltaik (PV) und rund 80 GW Windkraft hinzu. Damit nimmt China derzeit etwa alle sechs Monate so viel Windkraft und PV neu ans Netz, wie in Deutschland insgesamt vorhanden ist. Die Gründe dafür sind, dass Strom aus Wind und PV mangels laufender Brennstoffkosten um etwa das Zwei- bis Sechsfache günstiger ist als aus thermischen Kraftwerken. Außerdem gelingt der Zubau aufgrund der industriellen Fertigung der Komponenten im Vergleich zu Kraftwerks-Einzelbauten vielfach schneller und das Stromnetz wird aufgrund der dezentralen Struktur robuster. Grüner Strom ist also längst zum Standortfaktor geworden und langfristig der einzige Weg für günstige Strompreise und somit für den Erhalt der industriellen Wertschöpfung und des Wohlstands in Europa. Hinzukommt, dass in Deutschland allein das Fünftel des Stroms, das noch aus Kohle stammt rund die Hälfte der CO2-Emissionen des Strommix‘ verursacht. Windkraft liefert bereits etwa ein Drittel des Stroms, verursacht dabei aber nur gut ein Prozent der Emissionen.
_Einige kritisieren, dass Windkraft und Photovoltaik nicht reichen, damit zu Hause immer die Heizung läuft (Stichwort Dunkelflaute). Reicht unser Stromnetz?_
Für die Energiewende ist der Netzausbau ein zentraler Baustein und zugleich eine Herkulesaufgabe. Zum einen sind massive Investitionen in Hochspannungs-Übertragungsnetze – auch „Stromautobahnen“ genannt – erforderlich, um regionale Engpässe im europäischen Verbundnetz auszugleichen. Gleichzeitig müssen die Kapazitäten in den lokalen Verteilnetzen nahezu überall nachgerüstet werden, um die zusätzlichen Verbraucher und dezentralen Erzeuger anzuschließen. Aber: Neue Energie-Infrastruktur brauchen wir ohnehin! Das Ende der flächendeckenden Erdgasnetze in Deutschland ist absehbar. Unsere Importmöglichkeiten von Erdgas per Pipeline haben sich dramatisch verschlechtert und LNG kann schon wegen der enormen Verluste bei Verflüssigung und Transport keine Dauerlösung sein. Für den Wärmesektor bedeutet dies, dass wir gut 81 Prozent des Energiebedarfs neu organisieren müssen, da dieser Anteil noch immer aus fossilen Quellen stammt. Etwa 40 Prozent davon sind Prozesswärme, die sehr hohe Temperaturen erfordert und daher grüne Brennstoffe oder direkt-elektrische Lösungen benötigt. Der Wärmebedarf für Heizen und Trinkwarmwasser kann jedoch mithilfe von Wärmepumpen zu etwa zwei Dritteln unmittelbar am Ort des Bedarfs und zum Zeitpunkt des Bedarfs aus der Umwelt entnommen werden. Diese zwei Drittel müssen also weder transportiert noch gespeichert werden. Folglich reduziert sich die erforderliche Energie-Infrastruktur für diesen Technologiepfad auf ein Drittel, nämlich den Strom. Alle anderen Technologiepfade erfordern Infrastruktur für alle drei Drittel, da dann die gesamte Wärmemenge transportiert und gegebenenfalls gespeichert werden muss.
von Andreas T. Wolf
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„Wir bilden mehr als Fachkräfte. Wir bilden Menschen und entwickeln Persönlichkeiten, die verantwortungsvoll an der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung mitwirken.“ Das ist Kern der praxisorientierten Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg, die an vier Standorten in der Region (Coburg, Lichtenfels, Kronach, Bamberg) rund 4.700 Studierende ausbildet.
Mit modernen Lehr- und Lernformaten, und in Kooperation mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft, werden die Experten und Fachkräfte von Morgen auf ihre späteren Tätigkeiten vorbereitet.
In den Fakultäten für Angewandte Naturwissenschaften und Gesundheit, Design, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und Automobiltechnik, Soziale Arbeit sowie Wirtschaftswissenschaften wird anwendungsorientiertes Wissen vermittelt.
Berufsbegleitende Lehre in der Studienfakultät für Weiterbildung sowie fakultätsübergreifende Arbeit im Wissenschafts- und Kulturzentrum runden das Angebot ab.
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