EU-Pelzfarmverbot droht zu scheitern: 150.000 Menschen erhöhen Druck auf EU-Kommission
Posted by PM-Ersteller - 11/03/26 at 02:03:30 p.m.Trotz 1,7 Mio. Unterstützern der Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ droht ein EU-weites Pelzfarmverbot zu scheitern. 150.000 Menschen erhöhen nun mit einer E-Mail-Aktion den Druck auf die EU-Kommissio
Kurz vor einer erwarteten Entscheidung der EU-Kommission Ende März wächst die Sorge, dass ein europaweites Verbot von Pelzfarmen ausbleiben könnte. Hintergrund ist die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“, die von mehr als 1,7 Millionen Menschen unterstützt wurde und ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Import- und Handelsverbot für Pelzprodukte fordert. Die EU-Kommission prüft derzeit die Initiative und will voraussichtlich Ende März ihre Entscheidung bekannt geben.
Nach Informationen aus Brüssel könnte statt eines klaren Verbots jedoch lediglich eine Anpassung der Haltungsbedingungen beschlossen werden. Demnach sollen Pelzfarmen möglicherweise nur zu geringfügigen Änderungen verpflichtet werden, etwa durch zusätzliche Beschäftigungsmaterialien in den Käfigen. Für Tierrechtsorganisationen wäre dies ein gravierender Rückschritt. Denn auch mit zusätzlichen Gegenständen bleiben Füchse, Nerze oder Marderhunde weiterhin ihr gesamtes Leben in engen Drahtkäfigen eingesperrt und werden ausschließlich für ihre Felle gezüchtet und getötet.
„Ein paar Gegenstände im Käfig lösen das grundlegende Problem nicht. Pelz bedeutet immer Leid für die Tiere. Millionen Füchse und Marderhunde würden weiterhin ihr gesamtes Leben eingesperrt verbringen, nur damit am Ende ein Luxusprodukt entsteht“, erklärt Lisa Wilhelm von ANINOVA.
Die aktuelle Entwicklung sorgt besonders deshalb für Kritik, weil die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ zu den erfolgreichsten Initiativen dieser Art gehört. Innerhalb kurzer Zeit wurden über 1,7 Millionen Unterschriften gesammelt, die ein vollständiges Ende der Pelztierzucht in Europa fordern.
Um kurz vor der erwarteten Entscheidung den politischen Druck zu erhöhen, hat ANINOVA und andere Organisationen vor einigen Wochen eine europaweite E-Mail-Aktion gestartet. Innerhalb kurzer Zeit wurden dabei rund 150.000 Nachrichten an Mitglieder der EU-Kommission verschickt. Ziel der Aktion ist es, die EU-Kommission dazu aufzufordern, den Forderungen der Bürgerinitiative zu folgen und ein konsequentes Verbot der Pelztierzucht umzusetzen.
Gleichzeitig dokumentiert ANINOVA immer wieder die Zustände auf europäischen Pelzfarmen. Erst kürzlich veröffentlichte die Organisation neue Aufnahmen aus finnischen Pelzfarmen, die gemeinsam mit den bekannten Tierschützer*innen Malte Zierden und Phia Quantius entstanden sind. Die Bilder zeigen Füchse und Marderhunde, die in engen Drahtkäfigen gehalten werden, ohne festen Boden unter den Pfoten und ohne Möglichkeiten, ihr natürliches Verhalten auszuleben.
„Unsere Recherchen zeigen immer wieder, dass Pelzproduktion untrennbar mit Tierleid verbunden ist. Wer diese Bilder sieht, erkennt sofort, dass kosmetische Änderungen an Käfigen das Problem nicht lösen können. Die einzige konsequente Lösung ist ein vollständiges Verbot von Pelzfarmen in Europa“, so Wilhelm von ANINOVA.
ANINOVA fordert die EU-Kommission daher auf, die Forderungen der Bürgerinitiative ernst zu nehmen und ein europaweites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Import- und Handelsverbot für Pelzprodukte zu beschließen. Nur so könne verhindert werden, dass weiterhin Millionen Tiere allein für Modeartikel gezüchtet und getötet werden.
Weitere Informationen, die Mailaktion und das Video aus Finnland sind hier zu finden.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland
fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org
Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
Pressekontakt:
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Pelzverbot in greifbarer Nähe: EU-Behörde bestätigt systematische Tierquälerei
Posted by PM-Ersteller - 31/07/25 at 10:07:07 a.m.Die EU steht vor einem Verbot der Pelztierzucht. Ein neuer Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommt zu einem vernichtenden Urteil:
Die Haltung von Pelztieren ist mit dem EU-Tierschutzrecht nicht vereinbar. ANINOVA begrüßt diesen Schritt und erinnert an das eigene Engagement im Rahmen der europaweiten Kampagne gegen Pelz: Damals (noch unter dem Namen Deutsches Tierschutzbüro) hatte ANINOVA gemeinsam mit dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann erschütterndes Bildmaterial aus polnischen Pelzfarmen veröffentlicht und damit hunderttausende Menschen zur Unterzeichnung der Petition gegen die Pelztierzucht bewegt.
Brüssel/Sankt Augustin, 31.07.2025. Ein EU-weites Verbot der grausamen Pelztierzucht rückt in greifbare Nähe: Nach einem neuen Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) will die Europäische Kommission bis März 2026 gesetzgeberisch aktiv werden. Der Bericht stellt fest, dass die Haltung von Füchsen, Nerzen und Marderhunden zur Pelzgewinnung mit gravierenden Tierschutzproblemen einhergeht – von Verhaltensstörungen über schwere Verletzungen bis hin zu chronischem Stress.
„Dieser Bericht markiert eine entscheidende Zäsur. Was Tierrechtsorganisationen seit Jahren aufdecken, wird nun auch wissenschaftlich bestätigt: Pelzfarmen bedeuten systematisches Leid“, erklärt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Die EU muss daraus Konsequenzen ziehen und die Pelztierzucht endlich verbieten.“
Bereits 2023 hatte die Europäische Bürgerinitiative Fur Free Europe über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt. Auch ANINOVA (damals noch unter dem Namen Deutsches Tierschutzbüro) war ein Teil dieser Bewegung: Gemeinsam mit dem Meeresbiologen und Aktivisten Robert Marc Lehmann veröffentlichte die Organisation erschütternde Bilder aus polnischen Pelzfarmen – und mobilisierte hunderttausende Unterstützer*innen gegen das System Pelz.
Der EFSA-Bericht bestätigt nun nicht nur die enormen Tierschutzprobleme, sondern warnt auch vor Risiken für die öffentliche Gesundheit, etwa durch zoonotische Erreger wie SARS-CoV-2. Zudem stellt die Branche eine Gefahr für die Biodiversität dar: Entkommene Tiere gelten in vielen Regionen als invasive Arten, die heimische Ökosysteme bedrohen.
ANINOVA fordert ein sofortiges EU-weites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Importverbot für Pelzprodukte aus Drittländern. Nur durch ein vollständiges Ende der Pelzproduktion und des Pelzhandels kann verhindert werden, dass weiterhin Tiere für Luxusartikel leiden müssen.
„Die Zeiten ändern sich – und mit ihnen das Bewusstsein der Gesellschaft. Tiere für Mode zu quälen, ist nicht mehr zu rechtfertigen“, so Peifer abschließend. „Die EU muss nun konsequent handeln – die wissenschaftliche Grundlage liegt auf dem Tisch.“
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V. (vormals Deutsches Tierschutzbüro e.V.)
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ANINOVA und Moderatorin Victoria Müller decken Tierquälerei auf polnischer Nutria-Pelzfarm
Posted by PM-Ersteller - 20/03/24 at 02:03:39 p.m.„Hört endlich auf Pelz zu kaufen und zu tragen“
Neben Füchsen, Nerzen und Marderhunden werden auch Nutrias auf Farmen für die Pelzgewinnung gehalten. Bisher wurde noch nie eine solche Nutria-Farm von einer Tierrechtsorganisation gefunden und dokumentiert. „Solche Farmen sind gut versteckt, die Pelzindustrie setzt alles daran, dass sie nicht gefunden werden“ sagt Lisa Wilhelm von ANINOVA. Und das aus gutem Grund, die Zustände auf solchen Farmen sind grausam. ANINOVA war gemeinsam mit der Moderatorin Victoria Müller auf solch einer Pelzfarm in Polen, um die Zustände zu filmen. Es gelang sogar, einige Nutrias zu retten. „Ich bin so glücklich, dass wir zumindest 2 Tiere aus dieser Pelzhölle befreien konnten“ sagt Victoria Müller. Nutrias werden auf solchen Pelzfarmen gerade mal 1 Jahr alt, in freier Wildbahn können sie bis zu 10 Jahre und älter werden. ANINOVA und Victoria Müller appellieren an alle Menschen: „Hört endlich auf Pelz zu kaufen und zu tragen“. Mehr Informationen hier.
Seit Jahren versucht das ANINOVA Recherche-Team eine Nutria-Farm zu finden und zu dokumentieren. Denn es gibt keine Bilder von solchen Farmen in der Öffentlichkeit. „Die Pelzindustrie hat alles darangesetzt, dass niemand solch eine Farm findet“ so Lisa Wilhelm von ANINOVA. Gut versteckt in einem Waldgebiet irgendwo in Polen. Die Moderatorin Victoria Müller und das Recherche-Team von ANINOVA treffen sich, letzte Einsatzbesprechung, dann geht’s los. Über einen Zaun kommen sie auf die kleine Farm. In Polen gibt es nur wenige Dutzend solcher Nutria-Farmen
In winzigen Käfigen werden Nutrias auf dieser Farm gehalten. Die Gitterböden drücken sich in die kleinen empfindlichen Pfoten. An den Hinterpfoten haben die Tiere sogar Schwimmhäute, aber Wasser ist nicht vorhanden. Auslauf oder eine tiergerechte Haltung gibt es generell nicht. „Es ist schrecklich zu sehen, wie sehr die Tiere leiden“ sagt die Moderatorin Victoria Müller. Auch für Lisa Wilhelm von ANINOVA ist es nur schwer zu ertragen. „Mir bricht es das Herz“.
Auf der gesamten Farm werden nur ca. 30 Nutrias gehalten. „Genauso viele Tiere werden für einen Mantel gebraucht“ weiß Lisa Wilhelm. Für Pelzmäntel benutzt man nicht das ganze Fell der Tiere. Nachdem die Felle abgezogen wurden, wird die obere Schicht (die borstig ist) abrasiert und es wird das untere Fell der Tiere verwendet. Verkauft werden Nutria-Pelzmäntel weltweit, auch in Deutschland. Das Fell der Tiere gilt als besonders warm, die Nachfrage ist entsprechend hoch.
Victoria Müller und Lisa Wilhelm gelingt es, 2 Nutrias auf der Farm zu befreien und damit vor dem sicheren Tod zu retten. „Es ist immer extrem schwer Tiere auszuwählen, die wir dann retten, denn eigentlich will ich immer alle aus dem Elend rausholen“ so Tierretterin Lisa Wilhelm. Die beiden geretteten Nutrias befinden sich derzeit in einer Quarantänestation auf einem Lebenshof in Bayern. „Ich bin überglücklich, das wir zumindest 2 Tiere aus der Pelzhölle befreien konnten“ sagt Moderatorin und Tierretterin Victoria Müller.
Victoria Müller und Lisa Wilhelm ist es wichtig zu betonen, dass neben Nutrias auch weitere Millionen von Tieren in Käfigen kauern, um am Ende für Pelz getötet zu werden. Daher der eindringliche Appel: „Hört endlich auf Pelz zu kaufen und zu tragen“. Da sich oft auch Kunstpelz als Echtpelz entpuppt hat, z.B. am Mützenbommel oder Jackenkragen, sollte am besten überhaupt kein Pelz gekauft werden.
Weitere Informationen und das Rettungsvideo hier.
Bildmaterial kann gerne angefordert werden.
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