Mörtel 3.0

Gleiche Leistung, weniger CO2 in der Herstellung: Maxit bringt neues „mörtelpad eco“ auf den Markt

BildSeit mittlerweile neun Jahren werden wasseraktivierbare Mörtelpads bundesweit zur Errichtung von Mauerwerk eingesetzt – mit großem Erfolg. Hersteller und Patentinhaber Maxit (Azendorf) hat seine beliebte Trockenmörtelplatte zur Bausaison 2024 noch einmal komplett durchdacht und ökologisch optimiert: Herausgekommen ist dabei das „mörtelpad eco“, welches in der Herstellung mit 33 Prozent weniger CO2 auskommt. Wie sein Vorgänger ist das „mörtelpad eco“ vielseitig einsetzbar, einfach in der Anwendung und benötigt keine schweren Arbeitsgeräte. Damit garantiert es eine zeitsparende und effiziente Errichtung von qualitativ hochwertigem Mauerwerk.

Im Jahr 2015 präsentierte die Maxit-Gruppe (Azendorf, Oberfranken) der Fachwelt erstmals das inzwischen millionenfach bewährte „mörtelpad“. Die Trockenmörtelplatten lassen sich leicht auf die gewünschte Stelle positionieren und mit Wasser aktivieren, wodurch sich Mauerwerk schneller, einfacher und sicherer herstellen lässt. Die bauphysikalischen Werte sind dabei mindestens genauso gut wie bei konventionellem Dünnbettmörtel.

Noch nachhaltiger

Beim neuen „mörtelpad eco“ handelt es sich um eine umweltschonende Weiterentwicklung seines Vorgängers. Auch diese besteht aus trockenem Leichtdünnbettmörtel und einem Glasfasergewebe. Die technischen Werte bleiben gleich. Allerdings hat Maxit die Rezeptur seines neuen Produktes ökologisch optimiert: So wird für das „mörtelpad eco“ ein Spezial-Bindemittel eingesetzt, welches zu 33 Prozent weniger CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Trockenmörtelplatten führt. Mit diesen Werten reiht sich das neue „mörtelpad eco“ in eine Vielzahl umweltoptimierter Produkte ein, die Hersteller Maxit schrittweise seit letztem Jahr auf den Markt bringt. „Wir haben uns die graue Energie unserer zentralen Produkte konsequent auf Verbesserungsmöglichkeiten angeschaut. Das ,mörtelpad eco‘ ist ein bemerkenswertes Ergebnis dieser Forschungsbemühungen, mit dem wir nun aktiv auf unsere Fachkunden zugehen“, erklärt Johannes Eberlein, Leiter Produktmanagement bei der Maxit-Gruppe. Bestätigt wird das beachtliche CO2-Einsparpotenzial der neuen Trockenmörtelplatten durch Bewertungen eines unabhängigen Ingenieurbüros.

Mauerwerksbau effizienter gestalten

Wie schon sein Vorgänger überzeugt das „mörtelpad eco“ aufgrund seiner einfachen Verarbeitung. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich und lässt sich bei Bedarf nachträglich auf die gewünschten Maße zuschneiden. Eine im Vorfeld berechnete Anzahl sorgt zudem für weniger Müll auf der Baustelle. Nach Bewässerung bindet die Mörtelplatte innerhalb weniger Minuten ab. Danach können die Mauersteine bereits der Reihe nach aufgelegt und mit einem Gummihammer eingearbeitet werden. Die dadurch entstehende gleichmäßige und vollflächige Deckelung der Lagerfuge sorgt für einen verbesserten Haftverbund zwischen Mauerstein und Mörtel, was sich positiv auf die Tragfähigkeit der Wand auswirkt.

Die Effizienz der Mörtelpads bei der Erstellung normgerechten Mauerwerks ist auch durch eine unabhängige, zeittechnische Studie des Instituts für Zeitwirtschaft und Betriebsberatung Bau (Neu-Isenburg) belegt: Gemäß Richtzeit-Tabelle beträgt der komplette Arbeitszeitvorteil – inklusive Transporte und Mauern – stattliche 24 Prozent gegenüber herkömmlichem Dünnbettmörtelverfahren.

Stärken des „mörtelpad eco“

– Zeitvorteil bei der Vor- und Nachbereitung des Mauervorgangs
– Leicht verständliche Verarbeitung
– Zielsichere Herstellung von Qualitäts-Mauerwerk
– 24 % effizienter als herkömmliches Dünnbettverfahren
– Verzicht auf zusätzliches Arbeitsgerät
– Größere Sauberkeit auf der Baustelle
– 33 % weniger CO2 im Herstellungsprozess

Letztlich kommt das „mörtelpad eco“ nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der Gesundheit des Maurers. So wird während des Arbeitsprozesses kein Staub aufgewirbelt und dank des geringen Gewichts der Trockenmörtelplatten entsteht auch keinerlei Belastung für den Rücken.

Weitere Informationen zum neuen „mörtelpad eco“ erhalten interessierte Bauprofis direkt beim Hersteller unter www.maxit-moertelpad.de, per Telefon (09220 – 18 0) oder E-Mail an info@maxit.de.

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maxit steht seit Jahrzehnten für eine Vielzahl von Produkten und Serviceleistungen für die Bauindustrie und das Bauhandwerk. 1978 mit drei Mitarbeitern als Kooperation zwischen den Kalkwerken „Bergmann“ und „Mathis“ gestartet, hat sich die maxit Gruppe in den letzten 45 Jahren zu einem hoch innovativen Unternehmen mit über 850 Mitarbeitern an neun Standorten entwickelt. Für die Bauindustrie produziert maxit auf modernsten Anlagen Innen- und Außenputze, farbige Edelputze, Betone, Farben, Boden- oder Wärmedämm-Verbundsysteme in Sack und Silo und bietet so ein umfassendes Produktprogramm für die Bereiche Rohbau, Ausbau und Fassade.

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Nachhaltiges Bauen mit Ziegeln perfekt umgesetzt

Oberpfalz: Massives Mehrfamilienhaus in Auerbach mit besonders umweltgerechtem Wandbaustoff errichtet

BildNachhaltiges Bauen ist schon wegen der Verknappung der Energieressourcen und der globalen Klimakrise ein Gebot der Stunde. Bei der Planung eines 2021 errichteten Mehrfamilienwohnhauses in Auerbach (Oberpfalz) setzte daher das Bayreuther Architekturbüro RK Next Architekten in enger Abstimmung mit dem Bauherren auf die ökologischen und bauphysikalischen Vorzüge eines besonders umwelt-gerechten Wandbaustoffes: Der ausgewählte „Unipor W07 Silvacor“-Mauerziegel von Leipfinger-Bader ist vollständig recycelbar und sorgt wegen seiner hundertprozentigen Füllung aus nachwachsenden Tannenholzfasern für einen extrem hohen baulichen Wärmeschutz (U=0,157 W/m²K) – und das schon in 42,5 Zentimeter Mauerwerksdicke. Das massive Mauerwerk leistet zudem einen wesentlichen Beitrag zur ganzjährigen Wohnbehaglichkeit in den insgesamt zwölf Wohneinheiten, indem es durch Zwischenspeicherung Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen ausgleicht.

Viel mehr landschaftliche Idylle ist beinahe unmöglich. Die einstige Bergbaustadt Auerbach mit ihren rund 10.000 Einwohnern hat als Tor zum Naturpark Fränkische Schweiz in seiner Umgebung alles an Naturschönheiten zu bieten, was die Region nicht nur bei Touristen so beliebt macht. Nach Jahren der Stagnation bei der Einwohnerentwicklung – infolge der Schließung der Erzgrube in den 80er Jahren – geht es auch hier mittlerweile bergauf.

Nachverdichtung mit moderner Architektur

Die Attraktivität schlägt sich auch durch eine erhöhte Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt nieder. Ein Grund mehr für die regional tätige Vermietungsgesellschaft Bachmann Gebäude GmbH, ihr Wohnraumangebot zu vergrößern. An einem Standort ihres verwalteten Wohneigentums am Stadtkern von Auerbach gab es zwei kleinere Altgebäude, die ursprünglich saniert und erweitert werden sollten. Aufgrund schlechter Bausubstanz entschied sich der Bauherr jedoch für einen Abriss und den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses auf dem freiwerdenden Grundstück.

Auf die Umsetzung moderner Architektur wurde – neben der geforderten Einbindung in die bestehende Bebauung – vom beauftragten Architekturbüro RK Next Architekten (Bayreuth) der Geschwister Julia und Max Küfner viel Wert gelegt. „Der Baukörper sollte sich in Form und Funktion dem vorhandenen kleinstädtischen Ensemble anpassen und trotzdem mit einer zeitgemäßen Fassade den heutigen Gestaltungsansprüchen genügen“, umschreibt der zum Projektteam gehörende Architekt Sebastian Greiner das Planungsmotto. Zentrale Stilmittel waren dabei die auf drei Gebäudeseiten angeordnete Holzverschalung ab dem ersten Obergeschoss und die besondere Betonung der Balkone als architektonisches Gestaltungselement. Ansonsten orientierte sich der kompakte dreigeschossige Baukörper mit seinem T-förmigen Grundriss in Gebäudehöhe und seinem Satteldach an der bestehenden Nachbarbebauung. Auf eine Unterkellerung des Neubaus wurde verzichtet und der benötigte Technikraum für die PV-Anlage im Erdgeschoss vorgesehen.

Flexible Grundrisse und offene Gestaltung

Beim Zuschnitt der sehr flexibel konzipierten Wohnungen wurde auf ein möglichst breit gestreutes Wohnraumangebot geachtet. Den Raumbedarf durchschnittlicher Haushalte berücksichtigen – neben vier kleineren Wohneinheiten im Erdgeschoss – die auf den drei Obergeschossen befindlichen sieben Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Wohnungsgrößen von 70 bis 90 m².

Ein Highlight stellt darüber hinaus die Penthouse-Wohnung im ausgebauten Dachgeschoss mit einer Wohnfläche von 140 m2 dar. Auffällig sind hier die Ausblickmöglichkeiten, die in mehreren Richtungen und gleich durch zwei angeordnete Balkone sowie eine großzügig dimensionierte Dachterrasse von 37 m2 vorhanden sind. Eine attraktive Ausstattung kennzeichnet aber alle Wohneinheiten. Wesentliches Merkmal ist die offene Gestaltung von Wohn- und Esszimmer mit integriertem Küchenbereich wie sie mittlerweile im modernen Wohnungsbau üblich ist. Für ein hohes Maß an Behaglichkeit und Tageslichtdurchflutung der Innenräume sorgen eine eingebaute Fußbodenheizung in allen Räumen sowie Fenster beziehungsweise Zugänge zu den Balkonen, die bis zum Boden reichen. Einen barrierefreien Zutritt zu allen Wohnungen ermöglicht ein installierter Aufzug.

Tannenholzfüllung sichert hohe Nachhaltigkeit

Die Wahl des Außenwandbaustoffes wurde maßgeblich bestimmt durch die besonders vielfältigen Anforderungen an die Gebäudehülle. Neben garantierter hoher Nachhaltigkeit sollte sie vor allem zum geforderten Energieeffizienzhausstandard KfW 40 beitragen. Außerdem waren wegen der Gebäudehöhe und der Grundstückslage auch statische und schallschutztechnische Aspekte zu berücksichtigen. Die intensive Beratung durch das Ziegelwerk Schönlind, das die Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader mit Stammsitz in Vatersdorf (Niederbayern) betreibt, gab letztlich den entscheidenden Ausschlag. Der empfohlene „Unipor W07 Silvacor“-Mauerziegel erwies sich als die optimale Lösung, weil die geforderte hohe Nachhaltigkeit nicht zu Lasten von Standfestigkeit und Schallschutz (Druckfestigkeit fK = 2,2 MN/m², Schalldämm-Maß Rw = 48 dB) ging. Dabei liegt die besondere ökologische Qualität des Ziegels in seiner für Wandbaustoffe einzigartigen Füllung aus nachwachsenden Tannenholzfasern. Dafür wurde der Silvacor-Baustoff im Jahr 2017 als bestes Innovationsprodukt mit dem renommierten „Architects‘ Darling Award“ ausgezeichnet.

Aufgrund der angestrebten Wohnbehaglichkeit war für den Bauherren insbesondere die Speicherfähigkeit des massiven Silvacor-Ziegels entscheidend, da diese wichtig für ein angenehmes Wohnklima ist. Ein Aspekt, der angesichts immer häufigerer sommerlicher Hitzeperioden zukünftig beim Wohnungsbau zunehmende Bedeutung gewinnen wird. Das massive Außenmauerwerk speichert dabei tagsüber die durch Sonneneinstrahlung erzeugte übermäßige Sonnenwärme und gibt sie erst während der kühleren Nachtstunden langsam an die Innenräume ab. Ähnliches gilt für den natürlichen Ausgleich von Luftfeuchteschwankungen.

Bewährte Zusammenarbeit mit Ziegelhersteller

Von der Qualität der hergestellten Ziegel musste die mit der schlüsselfertigen Errichtung betraute Baufirma HD-Bau Wohnen GmbH nicht überzeugt werden. „Mit dem Ziegelwerk Leipfinger-Bader standen wir bereits vor diesem Bauprojekt im partnerschaftlichen Kontakt“, erklärt hierzu der auf Seiten des ortsansässigen Bauunternehmens für das Projekt zuständige Bautechniker Thomas Meyer. „Hohe Materialgüte und der gebotene Service, von der beratenden Unterstützung während der gesamten Bauphase bis hin zu praxisnahen Verarbeitungs-Vorführungen auf der Baustelle, trugen auch bei diesem Projekt zu der von uns angestrebten hohen Mauerwerksqualität bei.“

Die permanente Weiterentwicklung des Leistungsangebots bezieht sich bei Leipfinger-Bader nicht nur auf die hergestellten Mauersteine und ein ausgefeiltes Zubehörprogramm. Ein weiteres Beispiel für die Innovationskraft der familiengeführten Gruppe ist bei diesem Projekt auch die Vermauerung des Silvacor-Ziegels mit sogenannten Mörtelpads von Franken Maxit (Azendorf), welche im Hause Leipfinger-Bader mitentwickelt wurden. „Die beim Silvacor-Ziegel bauaufsichtlich zugelassene Alternative zur Dünnbettvermörtelung hat sich aus unserer Sicht als sehr effiziente, zeitsparende Mauertechnik erwiesen“, stellt Meyer zufrieden fest. „Die Logistik wird bei Einsatz der Trockenmörtelplatten durch den Wegfall der sonst erforderlichen aufwendigen Mörtelzubereitung deutlich vereinfacht.“ Auch Nebenarbeiten wie die Reinigung von Hilfsmitteln erübrigen sich. Die Vermörtelung ist zudem – gegenüber dem herkömmlichen Mörtelauftrag mit dem Mörtelschlitten oder der Maurerkelle – für den Verarbeiter bequemer und damit ergonomischer.

Nachhaltig auch bei der Energieversorgung

Der hohe ökologische Anspruch beinhaltete – außer effizienter Energieeinsparung durch baulichen Wärmeschutz – zwangsläufig eine besonders umweltschonende Energieversorgung. Infolge der zentralen Forderung nach hoher Nachhaltigkeit wurde eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher eingeplant. Dadurch kann tagsüber erzeugter Sonnenstrom autark für den abendlichen Stromverbrauch zwischengespeichert werden. Er wird deshalb nicht wie bei den meisten PV-Anlagen in das öffentliche Netz eingespeist.

Der rücksichtsvolle Umgang mit den Energieressourcen bestimmte auch die Festlegung der Heiztechnik: Dafür wurde im Rahmen einer über das Wohnhaus-Projekt hinausgehenden Heizungsplanung eine Heizzentrale erbaut, die neben den errichteten zwölf Wohneinheiten eine weitere Wohnung sowie eine Betriebshalle mit Fernwärme aus verbrannten, sogenannten Hackschnitzeln versorgt. Sie bestehen ressourcenschonend aus anderweitig nicht verwertbaren, kleingehackten Reststoffen aus der Forstwirtschaft oder Holzverarbeitung. Die errichtete Heizzentrale ist mit entsprechend großem Holzreste-Lagerraum gleich für zehn weitere geplante, zu beheizende Wohneinheiten ausgelegt.

Unproblematische, reibungslose Bauabwicklung

Dank der harmonischen Zusammenarbeit aller Baubeteiligten konnte das Projekt sehr zügig umgesetzt werden. Schon nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit waren im August 2021 die Bauarbeiten abgeschlossen. „Letztlich zahlte es sich aus, dass schon in der Frühphase der Planung die Genehmigungsbehörden und auch die Öffentlichkeit über die Details des Projektes ausführlich informiert wurden. Durch den offenen fairen Umgang miteinander und die gemeinschaftliche Abstimmung der einzuhaltenden Rahmenbedingungen gab es keine unnötigen Verzögerungen durch Einsprüche“, erklärt Greiner. So wurde auch der auffällige graue Endanstrich der Fassaden problemlos genehmigt.

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Über die Firmengruppe Leipfinger-Bader

Die Firmengruppe Leipfinger-Bader sind das führende Familienunternehmen unter den Mauerziegel-Herstellern in Süddeutschland mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut. Geführt wird es in fünfter Generation von Thomas Bader. In der Region steht das Unternehmen für sichere Arbeitsplätze, technische Kompetenz und hohe Qualität. Leipfinger-Bader baut auf diese Tradition – gleichermaßen aber auch auf die konsequente Weiterentwicklung seiner hochwärme- und schalldämmenden Wandbaustoffe.

Neben dem Stammwerk in Vatersdorf unterhält das Unternehmen weitere Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Leipfinger-Bader zu den leistungsstärksten Ziegelproduzenten bundesweit und fertigt jährlich Mauerziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten. Die Mauerziegel werden aus natürlichen Rohstoffen – Ton, Lehm, Naturgestein und Wasser – hergestellt und sind daher ökologisch unbedenklich. Auch bei der Produktion legen die Ziegelwerke großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Stillgelegte Lehmgruben werden renaturiert und bieten so vielen Tierarten neuen Lebensraum.

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Ein Stern zum Wohlfühlen

Sternhaus mit Flügeln: Modern-alpines Einfamilienobjekt in Zorneding bietet außergewöhnlichen Wohnkomfort

BildVor den Toren der Landeshauptstadt – in der Gemeinde Zorneding im sogenannten Münchener Osten – erweckt ein ungewöhnliches Einfamilienhaus besondere Aufmerksamkeit: Mit dem sternförmigen Bau, bestehend aus drei Flügeln, hat Architekt Gerhard Tauber aus Brixen (Südtirol) einen echten Blickfang im modern-alpinen Stil geschaffen. Diese Stilrichtung findet sich auch in der Innenausstattung wieder, die auf rund 360 Quadratmetern Wohnfläche praktisch kaum einen Wunsch unerfüllt lässt. Für die nötigen bauphysikalischen Qualitäten des Objektes sorgt das eingesetzte Mauerwerk aus „Unipor W08 Coriso“-Ziegeln der süddeutschen Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader (Vatersdorf). Mithilfe ihres Know-hows konnte das monolithische Einfamilienhaus nach KfW 55-Standard errichtet werden.

Die seit dem 9. Jahrhundert bekannte Gemeinde Zorneding liegt rund 20 Kilometer östlich von München und beheimatet über 9.000 Einwohner. Aufgrund ihrer guten Verkehrsanbindung an die Stadt München – unter anderem durch das S-Bahn-Netz – ist sie in den letzten Jahrzehnten zu einem willkommenen Rückzugsort für Familien geworden, die überwiegend in der bayerischen Landeshauptstadt arbeiten. Grundschule, Bücherei und der Jugendtreff neben dem Rathaus erhöhen zusätzlich die Attraktivität. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Münchener Immobilien-Profis der Rigoplan GmbH & Co. KG, vor Ort in Zorneding ein besonderes Einfamilienhaus zu errichten. Dieses sollte einer anspruchsvollen Mieter-Klientel gerecht werden. Mit der Aufgabe betraut wurde das Südtiroler Architekturbüro „Tage.architect“ (Brixen) unter Leitung von Gerhard Tauber. Sein Entwurf eines massiven Sternhauses – inmitten ländlicher Idylle mit Blick aufs Grüne – sorgt seit Fertigstellung für manch erstaunte Blicke neugieriger Passanten.

Drei Flügel mit viel Inhalt

Das freistehende Einfamilienobjekt befindet sich am Ende eines 1.900 Quadratmeter großen Hammergrundstückes, umgeben von einem großen Garten. Wer das erste Mal daran vorbeikommt, kann praktisch nicht anders, als ein Auge darauf zu werfen: Der Grund liegt in der ungewöhnlichen Architektur des „Sternhauses“, die drei massive Flügel mit Außenmaßen von jeweils 7,5 mal 7,5 Metern vorsieht. „Der sternförmige Grundriss ermöglicht zu jeder Tageszeit einen optimalen Lichteinfall in den Wohnräumen. Die nicht lichtabhängigen Räume, wie beispielsweise der Hauswirtschafts- oder Garderobenraum, sind dafür nach Norden ausgerichtet“, erklärt Gerhard Tauber. Zudem ist die Fassade mit einer Altholzverkleidung versehen, die dem Objekt ein modern-alpines Aussehen verleiht. Diese Stilrichtung findet sich regelmäßig in früheren Arbeiten und Projekten des Südtiroler Architekturbüros wieder, welches sich vorzugsweise von der umliegenden Natur und ihren Begebenheiten inspirieren lässt. Auch im Inneren setzen sich Farbwahl und Stil fort. Auf 360 Quadratmeter Wohnfläche wird dabei vieles an Ausstattung und hochwertigen Materialen angeboten, was eine anspruchsvolle und zugleich naturbewusste Mieterfamilie erwarten darf.

Wer den Bewohnern des Zornedinger Sternhauses einen Besuch abstatten möchte, kann sich über neun PKW-Stellplätze in der brandgeschützten Tiefgarage freuen. Im Erdgeschoss gelangt man über einen großzügigen Eingangsbereich in das offen gestaltete Wohn- und Esszimmer, welches direkt an das Arbeitszimmer angrenzt. Weiterhin befinden sich dort ein Gäste-WC, eine Speisekammer und ein Garderobenraum. Das zum freitragenden Dachstuhl hin offene Obergeschoss ist mit Altholz verkleidet und beherbergt neben dem Elternschlafzimmer – mit separatem Ankleidezimmer und Badezimmer – ebenso ein Kinderzimmer mit Bad sowie einen Hauswirtschaftsraum.

Auch die Ausstattung des Untergeschosses kann sich sehen lassen: Hier sorgen sowohl ein Gästezimmer, ein Wellnessbereich mit Sauna, ein Weinkeller als auch die Werkstatt für eine besondere Wohlfühl-Atmosphäre. Zudem ist noch der Technikraum mit Heizung, kontrollierter Wohnraumlüftung, Entkalkungsanlage und Elektroanschlüssen im Untergeschoss angesiedelt. In allen Geschossen schafft der abwechselnde Einsatz von Stein und Holz – an Wänden, Böden und Decken – eine besondere Optik, welche stimmig zum alpinen Stil und Gesamtbild des Objektes passt.

KfW 55-Standard dank massivem Mauerwerk

Bei der Konzeption des ungewöhnlichen Einfamilienhauses legten Bauherr und Planer viel Wert auf Ökologie und Energieeffizienz. Dafür sprechen beispielsweise der durchdachte Einsatz von einer Wärmepumpe, 3-fach verglasten Fenstern, einer Grundwasserpumpe sowie einer Photovoltaikanlage mit 9,9 kWp. Ein wesentlicher Faktor war zudem die Auswahl des richtigen Außenmauerwerks, um unnötige Wärmeverluste durch eine unzureichend gedämmte Gebäudehülle zu verhindern. Am Ende fiel die Wahl auf den hochwärmedämmenden Mauerziegel „Unipor W08 Coriso“ der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader. „Wir haben uns aufgrund seiner kleinen Kammern für diesen gefüllten Ziegelstein des Markenherstellers Leipfinger-Bader entschieden“, erklärt Tauber. Das kleingliedrige Lochbild des mineralisch gefüllten, plangeschliffenen Ziegels weist in der Tat spürbare Vorteile in puncto Tragfähigkeit sowie Wärme- und Schallschutz auf, verglichen mit Wandbaustoffen mit wenigen, großen Kammern.

Das zeigen insbesondere die bauphysikalischen Werte des massiven Mauerwerks: Der in einer Wandstärke von 49 Zentimetern eingesetzte „Unipor W08 Coriso“ verfügt seinem Namen entsprechend über einen Wärmeleitwert von 0,08 W/(mK). Damit errichtete Außenwände erreichen letztlich inklusive Innen- und Außenputz einen beachtlich niedrigen U-Wert von 0,16 W/(m2K). Beim Bau des Zornedinger Sternhauses konnte so ohne große Mühen der anvisierte KfW 55-Standard erreicht werden. Die Bezeichnung „Coriso“ umschreibt dabei die Dämmstoff-Füllung im Kern (engl. „Core“) des Baustoffes, die mineralisch ist und damit – zusammen mit Ziegel und Putz – den Aufbau rein mineralischer Wände ermöglicht. Das wirkt sich auch auf die Bereiche Schall- und Brandschutz aus: So liegt das Schalldämm-Maß RW,Bau,ref mit 48 dB ebenfalls im erfreulichen Bereich. Zudem sind die gefüllten Mauerziegel in die höchste Feuerwiderstandsklasse F 90-A eingeteilt. Insgesamt also ein durchdachtes Paket für die Gebäudehülle.

Bei der Auswahl des Baustoffes spielten auch ökologische Gründe eine Rolle: Der „Unipor W08 Coriso“ wird von der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader am Standort Mainburg-Puttenhausen (Landkreis Kelheim) produziert, nur eine gute Dreiviertelstunde von Zorneding entfernt. Ein grenzüberschreitender „Baustoff-Tourismus“, wie man ihn teilweise bei Holz oder anderen Wandbildnern beobachtet, ist bei diesem regionalen Produkt ausgeschlossen. Das war für Bauherr und Planer ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Objektes.

Verarbeitung mit Mörtelpads

Bei der Erstellung des Außenmauerwerks griffen die Verarbeiter der Arredis GmbH (München) auf ein besonderes Produkt zurück – nämlich auf sogenannte Mörtelpads des renommierten Herstellers Maxit. Hierbei handelt es sich um Trockenplatten, die aus Leichtdünnbettmörtel, einem Glasfasergewebe sowie wasserlöslichem Schmelzkleber bestehen. Die Platten werden auf die jeweilige Mauerziegel-Reihe gelegt und dann mit Wasser aktiviert. Mit diesem innovativen Verfahren werden Fehlerquellen beim Mauern minimiert und Abläufe gleichermaßen beschleunigt wie vereinfacht. Die Mörtelpads sind in allen gängigen Steinbreiten verfügbar und lassen sich in der Länge bei Bedarf auch einfach mit einem Teppichmesser kürzen. Auch die Gesundheit des Maurers wird dadurch geschützt, da es keine Staubentwicklung mehr beim Anrühren herkömmlichen Mörtels gibt und zudem keine schweren Auftragsgeräte mehr angehoben werden müssen. Im Ergebnis entsteht damit ein ausführungssicheres, hochqualitatives Mauerwerk. Das Mörtelpad wurde auf der Messe BAU 2015 in München erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Die Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader war seinerzeit der erste deutsche Baustoff-Hersteller, der es in sein Programm aufnahm. So konnte auch das Projekt in Zorneding von den Vorzügen dieser Bauweise profitieren.

Nach 2,5 Jahren Bauzeit wurde das besondere Einfamilienhaus 2019 schließlich fertiggestellt. Die Mieterfamilie genießt seitdem vom eigenen Garten aus die angrenzende Natur – mit Blick auf Felder, Wiesen und Wald. Ein echter Unterschied zum ständigen Trubel in der nahen Metropole München.

Bautafel

Objekt: Massives Sternhaus mit einer Wohneinheit, 85598 Zorneding
Bauherr: Rigoplan GmbH & Co. KG, Halleiner Str. 5, 81825 München
Planung: Büro „Tage.architect“, Dr. Gerhard Tauber, Brunogasse 5, I-39042 Brixen (Südtirol, Italien)
Verarbeiter Rohbau: Arredis GmbH, St.-Martin-Str. 64, 81541 München (nicht mehr tätig)
Grundstücksfläche: 1.900 Quadratmeter
Wohnfläche: 360 Quadratmeter
Bauzeit: 2,5 Jahre (Fertigstellung 2019)
Außenwände: 49 cm Unipor-Ziegelwände mit Altholzverkleidung im modern-alpinen Stil
Wandbaustoff: Unipor W08 Coriso, Zulassung Z-17.1-935
Verarbeitungsweise: Trockensystem mit Maxit Mörtelpads, Zulassung Z-17.1-1134 (www.moertelpad.de)
Ziegelhersteller: Leipfinger-Bader GmbH, Ziegeleistraße 15, 84172 Vatersdorf

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Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sind das führende Familienunternehmen unter den Mauerziegel-Herstellern in Süddeutschland mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut. Geführt wird es in fünfter Generation von Thomas Bader. In der Region steht das Unternehmen für sichere Arbeitsplätze, technische Kompetenz und hohe Qualität. Leipfinger-Bader baut auf diese Tradition – gleichermaßen aber auch auf die konsequente Weiterentwicklung seiner hochwärme- und schalldämmenden Wandbaustoffe.

Neben dem Stammwerk in Vatersdorf unterhält das Unternehmen weitere Werke in Puttenhausen bei Mainburg und in Schönlind bei Amberg. Mit rund 200 Mitarbeitern zählt Leipfinger-Bader zu den leistungsstärksten Ziegelproduzenten bundesweit und fertigt jährlich Mauerziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten. Die Mauerziegel werden aus natürlichen Rohstoffen – Ton, Lehm, Naturgestein und Wasser – hergestellt und sind daher ökologisch unbedenklich. Auch bei der Produktion legen die Ziegelwerke großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Stillgelegte Lehmgruben werden renaturiert und bieten so vielen Tierarten neuen Lebensraum.

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