Niederlande treiben tierversuchsfreie Forschung weiter voran
Posted by PM-Ersteller - 05/05/26 at 10:05:09 a.m.Der neue Förderkompass ist Teil des niederländischen Regierungsprogramms TPI, das den Übergang zu tierversuchsfreier Forschung vorantreibt.
Neue Datenbank macht Fördermöglichkeiten erstmals übersichtlich zugänglich
Mit dem neu gestarteten NAMs Funding Compass stellt die niederländische Regierung eine öffentlich zugängliche Datenbank bereit, die Fördermöglichkeiten für tierversuchsfreie Forschungsprojekte auf niederländischer und europäischer Ebene bündelt. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche begrüßt diesen Schritt ausdrücklich als wichtiges Signal für den Ausbau moderner, humanrelevanter Wissenschaft.
Der neue Förderkompass ist Teil des niederländischen Regierungsprogramms Transition Program for Animal-free Innovations (TPI), das mit mehreren Initiativen den Übergang zu tierversuchsfreier Forschung vorantreibt. Ziel ist es, tierversuchsfreie Methoden (auch New Approach Methodologies, NAMs) sichtbarer, zugänglicher und stärker finanzierbar zu machen, damit Tierversuche langfristig abgeschafft werden können.
Der NAMs Funding Compass bietet eine strukturierte Übersicht über Fördermöglichkeiten für NAMs und listet diese nach den jeweils relevanten Akteuren und Förderwegen. Die Fördermöglichkeiten im Kompass sind nach Technologie-Reifegraden geordnet, sodass Forschende für jede Entwicklungsphase ihrer tierversuchsfreien Technologien passende Angebote finden können. Das Tool richtet sich an Forscher, Unternehmen und öffentlich-private Partnerschaften, die Fördermöglichkeiten für ihre tierversuchsfreie Forschung, Validierung und Umsetzung suchen. Er soll Forschenden helfen, schneller passende Programme zu finden und die oft unübersichtliche Förderlandschaft besser zu navigieren.
„Die Niederlande zeigen mit dem NAMs Funding Compass, wie Förderpolitik aussehen kann, wenn man tierversuchsfreie Forschung wirklich voranbringen will. Der Kompass ist ein praktisches Werkzeug, aber vor allem ist er ein politisches Signal: Die Zukunft der biomedizinischen Forschung liegt in humanrelevanten Methoden“, sagt Dr. Dilyana Filipova, wissenschaftliche Referentin bei Ärzte gegen Tierversuche.
Ärzte gegen Tierversuche sieht in der niederländischen Entwicklung ein positives Gegenmodell zur deutschen Förderpraxis. Während die Niederlande mit TPI mehrere Bausteine aufbauen, um den Ausstieg aus Tierversuchen voranzubringen, fehlt es in Deutschland weiterhin an einer konsequenten Strategie zugunsten tierversuchsfreier Forschung.
Das eigentliche Problem in Deutschland ist, dass über 99 Prozent der öffentlichen Fördermittel für biomedizinische Forschung weiterhin in Tierversuchsprojekte fließen. Tierversuchsfreie Forschung wird dagegen nur in wenigen, oft wenig sichtbaren Förderprogrammen berücksichtigt. „Das ist nicht nur wissenschaftlich rückständig, sondern auch politisch kurzsichtig“, so Dr. Filipova.
Ärzte gegen Tierversuche fordert daher, die Forschungsförderung in Deutschland grundlegend neu auszurichten. Öffentliche Gelder sollten gezielt in innovative tierversuchsfreie, humanbasierte Technologien fließen, damit Deutschland nicht weiter hinter Ländern wie den Niederlanden zurückbleibt.
Quelle
TPI. NAMs Funding Compass launched, Pressemitteilung von 29.04.2026
Weitere Infos
Ärzte gegen Tierversuche. Was kosten Tierversuche?
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Frau Melanie Seiler
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Deutschland
fon ..: 02204-99902-24
web ..: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de
email : seiler@aerzte-gegen-tierversuche.de
„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
Pressekontakt:
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Frau Gaby Neumann
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
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„Future Science – das Ende der Tierversuche?“ startet in den Kinos
Posted by PM-Ersteller - 08/04/26 at 10:04:51 a.m.Der Dokumentarfilm, der den Wandel von Tierversuchen zu humanbasierten Forschungsmethoden beleuchtet, kann weiteren Programmkinos vorgeschlagen werden.
Filmpremiere mit renommierten Forschenden in Köln
Der Dokumentarfilm „Future Science“ startet am 30. April 2026 in den Kinos und beleuchtet den Wandel von Tierversuchen hin zu modernen, humanbasierten Forschungsmethoden. Bereits am 25. April 2026 um 19.00 Uhr feiert der Film seine Deutschlandpremiere im Filmpalast Köln. Hierzu haben sich mehrere international renommierte Forschende angekündigt, die auch im Film zu sehen sind und im anschließenden Fachgespräch vertiefende Einblicke geben werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) unterstützte die Produktion und begleitet die Kinotour mit Expertenbeiträgen.
Der für Dokumentationen zu gesellschaftlichen Themen bekannte Filmemacher Marc Pierschel hat „Future Science“ realisiert und lässt dort international tätige Forscherinnen und Forscher zu Wort kommen. Sie arbeiten an Technologien wie Multi-Organ-Chips, 3D-Bioprinting und Künstlicher Intelligenz. Diese Verfahren ermöglichen es, Krankheiten direkt am Modell des menschlichen Körpers zu erforschen und die Wirkung von potenziellen Arzneimitteln präzise zu simulieren. Produziert wurde der Dokumentarfilm unter anderem von dem Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke.
„Der Film zeigt, dass ein grundlegender Wandel hin zu modernen, humanbasierten Methoden, die verlässlichere Ergebnisse liefern als Tierversuche, bereits begonnen hat“, erklärt Dr. Tamara Zietek, Geschäftsführerin Wissenschaft bei ÄgT. „Gleichzeitig macht er deutlich, wie stark bestehende Strukturen diesen Wandel noch bremsen.“
Neben den wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet die Dokumentation auch Herausforderungen. Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen sowie wirtschaftliche und institutionelle Interessen erschweren Veränderungen.
Deutschlandpremiere ist am 25. April 2026 um 19.00 Uhr im Filmpalast in Köln. Neben Pierschel haben sich die namhaften Forschenden Prof. Dr. Dr. Thomas Hartung (Johns Hopkins University und Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT), USA, Prof. Dr. Jens Kurreck (TU Berlin), Prof. Dr. Uwe Marx (TissUse GmbH, Berlin), Dr. Melanie Ort (Charité, Berlin) und Dr. Clemens Wittwehr (EU-Referenzlaboratorium für Alternativen zu Tierversuchen) – Protagonisten des Films -, für die Premiere angekündigt. Im anschließenden Fachgespräch, moderiert von Dr. Zietek, kann das Publikum direkt Fragen an die Forschenden richten. Dabei lassen Fragen aus dem Publikum eine besondere Lebendigkeit erwarten.
Weitere Vorführungen mit anschließenden Diskussionen sind in mehreren Städten geplant. Begleitet werden diese jeweils von Filmemacher Marc Pierschel und verschiedenen Fachleuten zu der Thematik.
„Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit versteht, welche Möglichkeiten moderne Forschung heute bietet“, so Zietek. „Der Film kann dazu beitragen, den Blick auf humanrelevante und tierversuchsfreie Methoden zu lenken und den Diskurs voranzubringen.“
Angesichts der enormen Vorteile der in dem Dokumentarfilm dargestellten tierversuchsfreien Methoden, fordert Ägt die deutschen Entscheidungsträger auf, endlich ein Umdenken einzuleiten und die Weichen weg vom System Tierversuch hin zu moderner, sinnvoller Forschung zu stellen.
Während die Erstaufführung in Berlin bereits ausverkauft ist, sind Tickets für Köln und die weitere Kinotour ab sofort online bei den jeweiligen Kinos erhältlich.
Weitere Informationen
Tierversuchsfreie Forschung >>
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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
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US-Amerikanische Gesundheitsbehörde gründet Organoid-Zentrum
Posted by PM-Ersteller - 07/10/25 at 11:10:54 a.m.USA setzen neuen Meilenstein für tierversuchsfreie Forschung
Während Deutschland an Reduktionsstrategie für Tierversuche scheitert, setzen die USA neuen Standard in der Medizin
Die US-Gesundheitsbehörde NIH richtet das landesweit erste Zentrum zur Entwicklung von Mini-Organen ein, um Tierversuche zu ersetzen. Dieser Schritt unterstreicht die wegweisende Haltung der USA, die konsequent auf humanrelevante, tierversuchsfreie Methoden setzt. Ärzte gegen Tierversuche begrüßt diesen Meilenstein und fordert die Bundesregierung auf, endlich ebenfalls einen klaren Kurswechsel hin zu moderner und tierversuchsfreier Forschung zu vollziehen.
Die Einrichtung des landesweit ersten Organoid-Entwicklungszentrums durch die US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) markiert einen weiteren bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zu einer medizinischen Forschung ohne Tierversuche. Das Zentrum soll die Entwicklung, Validierung und Implementierung innovativer, tierversuchsfreier Methoden fördern und koordinieren, wobei Organoide – dreidimensionale, miniaturisierte Organmodelle – eine Schlüsselrolle spielen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von sogenannten „Tiermodellen“ zu verringern und Forschungsergebnisse zu erzielen, die präziser auf den Menschen übertragbar sind. Diese Maßnahmen folgen auf die vorausgegangene Entscheidung der NIH, die gezielte Tierversuchs-Förderung in bestimmten Bereichen zu stoppen.
„Die Gründung des Organoid-Zentrums durch die NIH ist ein herausragendes Bekenntnis zu einer modernen, ethischen und wissenschaftlich überlegenen Forschung“, kommentiert Dr. Gaby Neumann, wissenschaftliche Referentin bei Ärzte gegen Tierversuche. „Die USA haben einen klaren Kurswechsel eingeleitet und erkennen das enorme Potenzial tierversuchsfreier Technologien.“
Im Gegensatz zu den USA hinkt Deutschland bezogen auf Ausstiegskonzepte aus Tierversuchen im internationalen Vergleich hinterher. Die von der früheren Ampel-Regierung im Koalitionsvertrag vereinbarte Reduktionsstrategie für Tierversuche wurde trotz eines ausgearbeiteten Entwurfs nicht beschlossen, was als ein Scheitern dieses Vorhabens gewertet wird. Auch die neue schwarz-rote Regierung zeigt keinen konkreten Plan für einen Ausstieg. Zudem fließen in Deutschland noch immer mehr als 99 % der öffentlichen biomedizinischen Forschungsgelder in Tierversuche, während unter 1 % sogenannte „Alternativen“ – hierzu zählen u.a. tierversuchsfreie Forschung – erhalten. Eine Abkehr vom Tierversuch wird im vorherrschenden Konzept nicht in Erwägung gezogen.
„Angesichts der Meilensteine in den USA ist es erschreckend zu sehen, wie sehr Deutschland den Anschluss verliert“, kritisiert Dr. Neumann. „Trotz aller wissenschaftlicher Erkenntnisse fehlt hierzulande der politische Wille, aus dem veralteten System der Tierversuche auszusteigen, sodass selbst die Erstellung einer simplen Strategie zur Reduktion gescheitert ist. Wir fordern die Bundesregierung auf, wie die USA konsequent in eine tierversuchsfreie Zukunft zu investieren.“
Quellen
Finanzielle Förderung von Tierversuchen und 3R-Forschung. Ärzte gegen Tierversuche, 23.01.2024 >>
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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
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