40. Todestag von Mildred Scheel

Kranzniederlegung zu Ehren der Gründerin der Deutschen Krebshilfe

BildBonn (fei) – In Gedenken an den 40. Todestag von Dr. Mildred Scheel, der Gründerin der Deutschen Krebshilfe, fand heute an ihrem Grab auf dem Alten Friedhof in Bonn eine Kranzniederlegung statt. Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter auch die Töchter der Verstorbenen, Cornelia Scheel und Andrea Menrath, sowie die Bonner Bürgermeisterin Nicole Unterseh, würdigte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Dr. Franz Kohlhuber, das Andenken Mildred Scheels.

Zitat Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandvorsitzender der Deutschen Krebshilfe
„Mildred Scheel hat als Ärztin, First Lady der Bundesrepublik Deutschland und Gründerin der Deutschen Krebshilfe eine Bürgerbewegung gegen den Krebs geschaffen, deren Strahlkraft und Wirkung, bis heute ungebrochen ist. Mehr noch: die Deutsche Krebshilfe ist in Deutschland zu einer unverzichtbaren Säule im Kampf gegen den Krebs geworden. Mildred Scheels unermüdliches Engagement für krebskranke Menschen, ihre visionäre Kraft und ihr Mut, notwendige Veränderungen in der Onkologie voranzutreiben, prägen bis heute die Arbeit der Deutschen Krebshilfe.“

Zitat Cornelia Scheel, Tochter von Mildred Scheel und Vorsitzende des Mildred Scheel Förderkreises
„Ich bin sehr dankbar, dass die Erinnerung an meine Mutter – 40 Jahre nach ihrem Tod und mehr als 50 Jahre nach der Gründung ihres Lebenswerks, der Deutschen Krebshilfe – immer noch so lebendig ist. Krebs ist nach wie vor allgegenwärtig und kann jeden treffen. Eine Chance gegen diese lebensbedrohliche Krankheit haben wir nur, wenn wir uns alle gegen sie verbünden. Unter dieser Prämisse gründete meine Mutter die Deutsche Krebshilfe als Bürgerbewegung gegen den Krebs. Ich bin den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die uns all die Jahre unterstützt haben, unendlich dankbar. Mit ihrer Hilfe konnte die Deutsche Krebshilfe wegweisende Initiativen und Projekte anstoßen und umsetzen. Die Herausforderungen in der Onkologie bleiben jedoch groß. Daher ist es mein größter Wunsch, dass die Menschen das wichtige Lebenswerk meiner Mutter auch weiterhin vertrauensvoll mit ihren Spenden unterstützen.“

Über Mildred Scheel
Mildred Scheel wurde am 31. Dezember 1932 als zweite Tochter des Röntgenarztes Dr. Hans-Hubert Wirtz und seiner Frau Elsi, einer gebürtigen Amerikanerin, in Köln geboren. Ihre ersten elf Lebensjahre verbrachte sie im Rheinland, später zog sie mit ihren Eltern ins oberpfälzische Amberg. Nach dem Abitur begann Mildred Scheel im Jahr 1950 ihr Medizinstudium und studierte zunächst in Regensburg, später in Innsbruck und München. 1956 erlangte sie ihre Doktorwürde mit einer Arbeit über „die Symptomatologie und Behandlung des Kardiakarzinoms“ an der Chirurgischen Universitätsklinik in München. Nach dem Examen arbeitete sie als Medizinalassistentin und zwei Jahre später als Assistenzärztin an den Münchener Universitätskliniken. Als Fachärztin für Röntgenologie und Strahlenheilkunde lebte sie bis 1969 in München.

Sie lernte ihren zukünftigen Ehemann Walter Scheel in einem Krankenhaus in Süddeutschland kennen, wo er sich von einer Nierenstein-Operation erholen sollte. Doch der sonst so vitale Politiker blieb schwach und fiebrig und litt an unklaren Bauchschmerzen. Als ihn die junge Röntgenfachärztin aus München begutachtete, erkannte sie sofort seinen kritischen Gesundheitszustand und bestand umgehend auf eine Operation. Damit rettete Mildred Scheel ihm das Leben. Am 18. Juli1969 heiratete sie in München ihren ehemaligen Patienten und zog mit ihm nach Bonn. Ein Vierteljahr später wurde Walter Scheel Außenminister, von 1974 bis 1979 war er Bundespräsident.

Als First Lady gründet Mildred Scheel am 25. September 1974 die Deutsche Krebshilfe als Bürgerbewegung gegen den Krebs. Sie wollte die Krankheit enttabuisieren, die schlechte Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten verbessern, neue Therapiemöglichkeiten finden und die Krebsforschung voranbringen. Die Bürgerinnen und Bürger begannen, die Deutsche Krebshilfe mit Spenden zu unterstützen. Zahlreiche Expertinnen und Experten nahmen ihre ehrenamtliche Arbeit in den medizinischen und wissenschaftlichen Gremien der Deutschen Krebshilfe auf. Viele Projekte auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung konnten auf den Weg gebracht werden.

Am 13. Mai 1985 erlag Mildred Scheel selbst, erst 52 Jahre alt, einer Krebserkrankung – der Krankheit, deren Bekämpfung sie ihr Leben gewidmet hatte.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Deutsche Krebshilfe
Frau Charlotte Weiß
Buschstr. 32
53113 Bonn
Deutschland

fon ..: 0228-7299096
web ..: https://www.krebshilfe.de/
email : presse@krebshilfe.de

Die Deutsche Krebshilfe ist eine gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Die Deutsche Krebshilfe fördert Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

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Sonderbriefmarke ’50 Jahre Deutsche Krebshilfe‘

Bundesfinanzministerium präsentiert neues Sonderpostwertzeichen

BildBonn (fei) – Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutschen Krebshilfe hat das Bundesministerium der Finanzen die Sonderbriefmarke ’50 Jahre Deutsche Krebshilfe‘ herausgegeben. Regierungsdirektor Dominique Lagast, stellvertretender Leiter des Referates „Münzen und Postwertzeichen“ in der Leitungsabteilung des Bundesministeriums der Finanzen, stellte sie heute in der Geschäftsstelle der Deutschen Krebshilfe in Bonn vor. Während der Feierstunde fand auch die Überreichung der Briefmarkenalben mit Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens an Persönlichkeiten statt, die sich für die Deutschen Krebshilfe verdient gemacht haben. Die querformatige Sonderbriefmarke ist ab dem 5. September im Portowert von 85 Cent in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG sowie online erhältlich.

„Ich freue mich außerordentlich, dass das Bundesfinanzministerium die eindrucksvoll gestaltete Sonderbriefmarke ’50 Jahre Deutsche Krebshilfe‘ veröffentlicht hat. Sie stellt eine bedeutende Würdigung unserer Arbeit dar, die vor 50 Jahren durch unsere Gründerin Mildred Scheel ihren Anfang nahm“, sagte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Mildred Scheel im gestalterischen Fokus der Briefmarke
Die aus Bremen stammende Grafikerin Josie Majetic überzeugte den Kunstbeirat des Bundesfinanzministeriums mit ihrem Entwurf der Sonderbriefmarke. Sie legte den gestalterischen Fokus des Sonderpostwertzeichens auf das Portrait von Mildred Scheel, sodass das Antlitz der Gründerin die Briefmarke in prominenter Weise bestimmt. Die gewählte Typografie des Titels ’50 Jahre Deutsche Krebshilfe‘ ist sachlich und klar gehalten. Sie unterstreicht den medizinisch-wissenschaftlichen Kontext der Organisation, während das Portrait von Mildred Scheel Menschlichkeit, Nähe und Persönlichkeit vermittelt. Die Zahl 50 legt sich in großer hellblauer Typografie über das Porträt von Mildred Scheel und greift das Jubiläum der Deutschen Krebshilfe in zweiter Ebene erneut auf.

„Der Grafikerin Josie Majetic ist es mit ihrer Gestaltung der Sonderbriefmarke gelungen, den unmittelbaren Bezug zur Deutschen Krebshilfe, zur Gründerin und zum 50-jährigen Bestehen der Organisation visuell und inhaltlich herzustellen“, so Gerd Nettekoven.

Auszeichnung für besonderes Engagement
Als Auszeichnung für ihr Engagement für die Deutsche Krebshilfe erhielten ausgewählte Persönlichkeiten ein Schmuckalbum mit Erstdrucken der Sonderbriefmarke. Regierungsdirektor Dominique Lagast überreichte die Auszeichnungen in Vertretung für das Bundesministerium der Finanzen unter anderem an Cornelia Scheel, Tochter von Mildred Scheel und Vorsitzende des Mildred-Scheel-Förderkreises, für ihre Verdienste bei der Spendenakquise und an Professor Dr. Eberhard Klaschik, Bonn, für seine Verdienste beim Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen. Professor Dr. Ulrich Göbel, Düsseldorf, erhielt das Album in Anerkennung seiner wegweisenden Arbeit auf dem Gebiet der Kinderonkologie in Deutschland.

„In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Deutsche Krebshilfe zu einer bedeutsamen Bürgerbewegung im Kampf gegen den Krebs entwickelt – ganz im Sinn ihrer Gründerin Mildred Scheel. Unser aller Dank gilt der wichtigen Arbeit und dem Engagement der Deutschen Krebshilfe. Sie spendet Trost und Hoffnung für viele Menschen, die an einem Krebsleiden erkranken“, sagte Regierungsdirektor Dominique Lagast. „Und ich freue mich sehr, dass das Bundesministerium der Finanzen diesen Einsatz mit der Herausgabe der Sonderbriefmarke ’50 Jahre Deutsche Krebshilfe‘ würdigt.“

Die Fakten zur Sonderbriefmarke ’50 Jahre Deutsche Krebshilfe‘
_Entwurf: Josie Majetic, Bremen_
_Portrait: Deutsche Krebshilfe/Konrad Rufus Müller_
_Wert: 85 Cent_
_Format PWZ: Breite: 55,00 mm; Höhe: 30,00 mm_
_Format Zehnerbogen: Breite: 130,00 mm; Höhe: 170,00 mm_
_Anordnung PWZ: 2 PWZ nebeneinander; 5 PWZ untereinander_
_Anordnung EAN-Code: jeweils auf der rechten Markenseite_
_Druckerei: Bundesdruckerei GmbH, Berlin_
_Druckverfahren: Mehrfarbenoffsetdruck_
_Ausgabetag: 5. September 2024_

Das Briefmarkenmotiv zum Herunterladen finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Briefmarken/2024/2024-08-30-sonderbriefmarke-deutsche-krebshilfe.html

Interviewpartner auf Anfrage.

Bonn, 3. September 2024

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