„Intralogistik beginnt an der Schwelle zum Firmengelände“

Unzureichend organisierte Lieferverkehre können auf dem Außengelände die Effizienz der Intralogistik schnell ausbremsen.

Bild„Bei der Optimierung der Intralogistik liegt der Schwerpunkt oft nur darauf, die Warenentnahme aus einem Lager und damit den Materialfluss zu erleichtern oder zu beschleunigen“, sagt LogBer-Geschäftsführer Jonas Bauschke. „Zuweilen wird dabei vergessen, dass die Güter ja nicht von selbst ihren Platz im Lager finden sondern in der Regel per LKW angeliefert oder abgeholt werden.“ Mit zunehmender Produktivität eines Unternehmens könne sich die Schnittstelle zwischen Transport und Lager aber schnell zum kritischen Nadelöhr entwickeln, stellt Jonas Bauschke fest: „Wenn der LKW-Verkehr auf dem Außengelände nicht ebenso sorgfältig organisiert wird wie die Logistikprozesse innerhalb der Lagerbereiche, können Abläufe schnell ins Stocken geraten und die im Kernbereich des Unternehmens gesteigerte Effizienz wird konterkariert.“

Yard-Management wichtiges Element der Intralogistik
Für LogBer beginnt Intralogistik „an der Schwelle zum Firmengelände“, und dementsprechend zählt das Yard-Management regelmäßig zu den integralen Bestandteilen der von LogBer entwickelten Logistikkonzepte. Als Beispiel nennt Jonas Bauschke die jüngst realisierte Lösung zur effizienten Abwicklung der LKW-Verkehre auf dem Gelände des Zentrallagers einer führenden

Einzelhandelskette. „Früher wurden die Lieferanten an der Einfahrt schlicht in der Reihenfolge der Ankunft abgefertigt und der nächsten freien Rampe zugewiesen“, berichtet Jonas Bauschke. „Das Prozedere nahm viel Zeit in Anspruch und sorgte auf den Zufahrtsstraßen für Rückstaus, zudem konnte besonders eiligen Lieferungen nicht immer die vorgesehene Priorität eingeräumt werden.“

Mit einem von LogBer konzipierten und von spezialisierten Anbietern realisierten Yard-Management-System gehören Rückstaus der Vergangenheit an. Statt geduldig das Vorankommen in der Schlange abwarten oder sich vorübergehend einen Stellplatz suchen zu müssen, steuern Lieferanten zunächst einen außerhalb des Firmengeländes neu angelegten Parkplatz an. Über ein dort aufgestelltes Bedienterminal meldet sich der LKW-Fahrer per Self Check-In an. Während er Sicherheitsunterweisungen erhält, wird die WE-Buchung vorbereitet. Dabei kommt eine End-to-End-Lösung zum Einsatz, die von der Bestellung im ERP-System über die Zeitfensterbuchung der Anlieferung bis hin zur WE-Buchung und dem LKW-Checkout alle relevanten Vorgänge verwaltet. Ohne weitere Formalitäten kann die zugewiesene Rampe auf dem Firmengelände dann direkt angesteuert werden. Die Statusmeldungen der Yard-Management-Software können auch an das firmeninterne LVS weitergeleitet werden, damit für die Be- oder Entladung eventuell notwendiges Spezialgerät oder zusätzliches Personal rechtzeitig verfügbar ist.

„Seit die gesamte Abwicklung des Lieferverkehrs auf das Yard-Management-System übertragen wurde, hat sich die Situation vor und auf dem Firmengelände erheblich entspannt“, stellt LogBer-Geschäftsführer Jonas Bauschke fest. „Keine Rückstaus mehr an der Einfahrt, und der Ärger um Lieferanten-LKW, die mangels Alternative während der Wartezeiten interne Parkplätze blockierten, ist auch vorbei.“ Und weil nun vor der Rampe alles wie am Schnürchen läuft, können auch die Potenziale der Intralogistik im Zentrallager selbst voll und ganz ausgeschöpft werden.

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Mit Blockchain zur durchgängig digitalen Zollabwicklung

AEB und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML kooperieren in der Forschungsinitiative Blockchain Europe

Bild– Die Partner arbeiten gemeinsam an der Blockchain-basierten Zollabwicklung für die Supply Chains der Zukunft

– Ziele des Projekts: Automatisierte und papierlose Prozesse in der Zollabwicklung entwickeln / Zollrelevante Prozesse und logistische Prozesse besser integrieren / Informations- und Dokumententransfer per Blockchain ermöglichen – fälschungssicher, grenzübergreifend und open source

Der Stuttgarter Softwareanbieter AEB SE und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML arbeiten gemeinsam an einer Blockchain-basierten Zolllösung. Das Ziel des Projekts, das in der Forschungsinitiative Blockchain Europe angesiedelt ist: Eine durchgängig digitale und weitestgehend automatisierte Zollabwicklung entwickeln.

Die Partner wollen dazu jegliche Zolldokumente in digitaler Form verfügbar und die Papierform obsolet machen. Die eingesetzte Blockchain-Technologie soll es ermöglichen, digitale Vorgänge und Dokumente für alle Beteiligten sicher zu hinterlegen und – gekoppelt an den physischen Warenfluss – zu aktualisieren. Damit wären deren Inhalte jederzeit beispielsweise für Exporteure (Warenversender), Importeure (Warenempfänger), Logistikpartner, Transportunternehmen, Zollbroker und Zollbehörden jederzeit nachvollziehbar.

Erster Schritt: Digitalisierung des Ausfuhrbegleitdokuments

Im Fokus des Projekts steht in einem ersten Schritt das Ausfuhrbegleitdokument. Mit diesem bestätigt die zuständige Zollstelle, dass die Ausfuhr zulässig ist und versendet es per PDF an den Exporteur. Dieser druckt das Dokument aus und legt es der Ausfuhrsendung bei.

Der Warenempfänger im Drittland ist meist nicht digital in den Ausfuhrprozess eingebunden, erhält viele relevante Informationen erst mit der Ware und das häufig in Papierform. Er muss für seine Importanmeldung die Daten oft erneut digital erfassen.

„Durch die zahlreichen Beteiligten am Zollprozess verursacht der bisher papierbasierte Ablauf beim Ausfuhrbegleitdokument oftmals einen großen Aufwand“, erklärt Dr. Ulrich Lison, Außenwirtschaftsexperte und Mitglied des AEB-Verwaltungsrats. „Genau hier will unser Projekt ansetzen und das Ausfuhrbegleitdokument entlang des gesamten Prozesses durchgängig digitalisieren.“ Auf diese Weise erhalten alle Beteiligten Transparenz über den Abwicklungsprozess, manueller Aufwand wird reduziert und aufwändige Überprüfungen vor Ort könnten in den digitalen Raum verlegt werden.

Interaktiver Entwicklungsprozess

Noch steht das Projekt relativ am Anfang. Um schnell erste Ergebnisse zu erzielen, setzen die Partner auf ein agiles Vorgehen. „Über einen agilen SCRUM-Prozess wollen wir einen ersten prototypischen Zollprozess digitalisieren“, erklärt Roman Koller, Teilprojektleiter Zoll bei Blockchain Europe.

Für die weitere Umsetzung sucht Blockchain Europe weitere Unternehmen, die sich beteiligen wollen – darunter auch Firmen, die vom Brexit betroffen sind. Durch den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs und die dadurch notwendigen Export- und Importanmeldungen hat das Thema Zoll im Warenverkehr mit Großbritannien drastisch an Bedeutung gewonnen.

„Wir freuen uns sowohl über Profis bei der Zollabwicklung, als auch über Unternehmen die zum Beispiel durch den Brexit erstmalig mit den Herausforderungen der Zollabwicklung im Außenhandel in Berührung kommen“, erklärt Roman Koller. „Die Unternehmen können gemeinsam mit Blockchain Europe einen Beitrag zur durchgängig digitalen Zollabwicklung leisten und als Validierungspartner die geplanten prototypischen Prozesse in der Praxis testen. Vielleicht hat der Brexit als zusätzlicher Impuls für einen Digitalisierungsschub dann doch noch etwas Gutes.“

Live-Präsentation beim Online-Event „get reconnected“ am 22. Juni

Eine erste Möglichkeit, mehr Einblicke in das Konzept zu erhalten und den Blockchain-basierten Ansatz zu diskutieren, bietet sich am 22. Juni 2021 beim Online-Event „Get Connected“. AEB und das Fraunhofer IML stellen das Vorhaben von Blockchain Europe gemeinsam in zwei Sessions vor. Infos und kostenfreie Anmeldung unter https://www.aeb.com/gc

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Über Blockchain Europe:
Blockchain Europe ist das Projekt zum Aufbau eines Europäischen Blockchain-Instituts. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen mit 7,7 Millionen Euro gefördert. Das Projektkonsortium besteht aus den Dortmunder Fraunhofer-Instituten IML und ISST sowie dem Lehrstuhl für Unternehmenslogistik und dem Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen der Technischen Universität Dortmund. Im Anschluss an die Projektlaufzeit soll es als nachhaltige und dauerhafte Einrichtung etabliert werden.

Über AEB:
AEB unterstützt mit ihrer Software die Prozesse von Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen in Logistik und Außenwirtschaft. Mehr als 5.500 Kunden nutzen die Lösungen in über 80 Ländern für Versand, Transport- und Lagermanagement, Verzollung, Importabwicklung, Exportabwicklung, Screening von Sanktionslisten sowie zur Exportkontrolle. Das AEB-Portfolio reicht von schnell einsetzbaren Softwareprodukten aus der Cloud bis hin zur passgenauen, dabei aber hochadaptiven Logistikplattform.

AEB beschäftigt mehr als 550 Mitarbeiter. Der Softwareanbieter hat den Hauptsitz und eigene Rechenzentren in Stuttgart. Weitere deutsche AEB-Standorte gibt es in Hamburg, Düsseldorf, München, Soest, Mainz und Lübeck. International vertreten ist AEB in Großbritannien, Singapur, der Schweiz, Schweden, in den Niederlanden, Tschechien und in den USA. Mehr Informationen: https://www.aeb.com 

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Royal Reesink konzentriert sich auf automatisierte Lagerlösungen

Die renommierten Unternehmen Lalesse Logistic Solutions und AM Logistic Solutions bieten fortschrittliche Lagerlösungen, die die Kundenanforderungen optimal erfüllen.

BildDas starke Wachstum der Intralogistik, die Beschleunigung des E-Commerce und die „Industrie 4.0“-Trends erhöhen den Bedarf an automatisierter Lagerung und Materialfluss. Royal Reesink reagiert darauf erfolgreich mit der Reesink Logistic Solutions Division. Die renommierten Unternehmen Lalesse Logistic Solutions in den Niederlanden und AM Logistic Solutions in Deutschland sind führend auf dem Intralogistikmarkt und bieten fortschrittliche Lagerlösungen, die die Kundenanforderungen optimal erfüllen.

Gert Bossink, Division Direktor, sieht viel Potenzial in den beiden Schwesterunternehmen und spricht stolz über deren Leistung: „Wir sind bereits marktführende Spezialisten für die Entwicklung maßgeschneiderter AutoStore-Systeme. Unsere Regal- und Regalbediengeräte Lösungen für Kühlhäuser und andere Lagerhäuser sind sowohl in Deutschland als auch in den Benelux sehr gefragt. Gemeinsam mit unseren Kunden realisieren die spezialisierten Teams großartige und ansprechende Projekte“.

Komplettes Lagerverwaltungssystem und ausgezeichneter Service
Machiel van den Hazelkamp, Geschäftsführer von Lalesse Logistic Solutions, ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit AM Logistic Solutions die Möglichkeiten beider Unternehmen weiter ausbauen wird: „Wir bedienen ein breites Kundenspektrum mit unserer ansprechenden Mischung aus modernsten Produkten und innovativen Ideen. Wir sind darauf spezialisiert, eines oder mehrere unserer Produkte zu einer kundenspezifischen Lösung zu kombinieren, wie z.B. Regalbediengeräte, Miniloads, Shuttles, AutoStore, Regale und Förderanlagen. Eine Kombination aus unserer SPS-Software und dem Lagersteuerungssystem LogiCS sorgt für eine reibungslose Steuerung. Mit unserer breiten Palette von Service Level Agreements sind wir in der Lage, unsere Kunden auf jeder gewünschten Ebene zu unterstützen“.

AM Logistic Solutions (bisher: AM-Automation) ist seit mehr als zehn Jahren führend auf dem AutoStore-Markt in Deutschland und hat sich darüber hinaus auf die Bereitstellung von High-End-Lagerintelligenz in Form von SPS-, WCS- und WMS-Softwarelösungen sowie Schaltschrankanwendungen spezialisiert. Auch Norbert Golz, Geschäftsführer von AM Logistic Solutions, sieht die Zusammenarbeit innerhalb der Division positiv: „Gemeinsam bieten wir einzigartige Lösungen an, die alle möglichen Szenarien abdecken. Wir sind in der Lage, Projekte bis ins kleinste Detail individuell zu gestalten und jeden Quadratmeter optimal zu nutzen, dabei aber äußerst effizient und flexibel zu bleiben. Unsere Lösungen sind so konzipiert, dass unsere Kunden die Freiheit haben, in Zukunft zu expandieren. Da wir eine starke lokale Präsenz haben, können sich unsere Kunden auf einen 24/7-Hotline-Support mit schneller Reaktion und auf spezialisierte korrigierende und vorbeugende Wartung verlassen“.

Ehrgeizige Wachstumspläne
Die Unternehmen haben ehrgeizige, grenzüberschreitende Wachstumspläne. Gert Bossink ist zuversichtlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Geschäftsbereich Reesink Logistic Solutions in seinem Marktsegment europaweit den Maßstab setzen wird: „Die weitere Bündelung beider Unternehmen wird zu einer Stärkung unserer Position in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland und Österreich führen. Darüber hinaus wird es möglich sein, neue Chancen im Ausland zu ergreifen. Sowohl die Zusammenarbeit als auch die Wachstumsbestrebungen werden letztlich durch die Neuausrichtung unserer Unternehmen unterstützt werden. Wir freuen uns, dass diese Positionierung sowohl unsere bisherigen Erfolge respektiert als auch gleichzeitig die Brücke in eine vielversprechende Zukunft schlägt. Gemeinsam sind wir stärker und bereit, unser Wissen und unsere Erfahrung zum Nutzen unserer Kunden einzusetzen“.

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Die AM Logistic Solutions GmbH mit Sitz in Offenau (Baden-Württemberg) ist ein führender Anbieter von automatisierten Intralogistiklösungen. Das deutsche Unternehmen konzipiert und realisiert als Generalunternehmer passgenaue AutoStore-Systeme, darunter Förder- und Lagersysteme für Logistikdienstleister sowie für Einzelhändler und Betreiber eigener Lager. Zum Leistungsspektrum gehören auch maßgeschneiderte IT- und Softwarelösungen sowie Service und Wartung rund um die Uhr über eine kundeneigene Hotline. AM Logistic Solutions ist offizieller AutoStore-Distributor für Deutschland und mit mehr als 80 realisierten Projekten nationaler AutoStore-Marktführer.

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