Deutsches Tierschutzbüro zeigt Leipziger Modegeschäft wegen Falschkennzeichnung von Pelz-Mützen an
Posted by PM-Ersteller - 19/02/20 at 07:02:07 a.m.Ermittlungen wurden aufgenommen
Mitarbeiter*innen vom Deutschen Tierschutzbüro haben in den letzten Monaten in verschiedenen Städten Pelz-Checks durchgeführt. Das bedeutet, die Tierrechtler*innen prüfen auf Online-Portalen sowie bundesweit in Modegeschäften ob Jacken und Mützen mit Pelz korrekt gekennzeichnet sind. In einem Modegeschäft in Leipzig (wie auch in anderen Städten) sind sie bei einer Überprüfung fündig geworden. Hier wurden gleich mehrere Mützen mit Echtpelz angeboten, im Etikett stand allerdings 100% Acryl bzw. 100% Polyester, zudem wurde als Herstellungsland Polen angegeben. Das Deutsche Tierschutzbüro hat zwei Exemplare der betroffenen Mützen gekauft und untersucht. Dabei stellten die Tierrechtler*innen, basierend auf einem 3 Stufen-Test, fest, dass es sich tatsächlich um Echtpelz handelt und nicht um Kunstpelz. „Das ist ein klarer Verstoß gegen die gesetzliche Kennzeichnungspflicht, wir sehen darin auch eine bewusste Verbrauchertäuschung“ so Denise Weber, Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbüro e.V.
Die Tierrechtler*innen haben die Untersuchungsergebnisse sowie Haarproben an die zuständige Überwachungsbehörde geschickt. In Sachsen ist das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Einhaltung des Textilkennzeichnungsgesetzes verantwortlich. Hier hat man bereits Ermittlungen eingeleitet. „Es handelt sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit, dem Modegeschäft droht jetzt ein Ordnungsgeld von bis zu 10.000 Euro, zudem dürften die Mützen so nicht mehr verkauft werden“ so Weber. Besonders erstaunt hat die Tierrechtler*innen, dass die Behörden nicht selbst Überprüfungen in Form von Stichproben vornehmen, obwohl dies im Gesetz explizit drinsteht. Dabei geht es Weber und den Tierrechtler*innen vom Deutschen Tierschutzbüro nicht so sehr um eine mögliche Strafe. „Unser Ziel ist es, dass überhaupt kein Pelz mehr verkauft wird, denn die Produktion von Pelz geht immer mit Tierquälerei einher“ so Weber, die selbst schon dutzende Pelzfarmen gesehen hat.
Um sich selbst ein Bild der Tierhaltung auf Pelzfarmen zu machen, haben die Tierrechtler*innen in den letzten Monaten mehrfach in Polen recherchiert und dort erschreckende Bildaufnahmen erstellt. Polen ist mit 800-1000 Pelzfarmen und 5 Millionen Tieren einer der größten Pelzproduzenten Europas geworden. Nerze werden auf riesigen Farmen mit bis zu 100.000 Tiere gehalten.
Hintergrund zur Kennzeichnungspflicht:
Eine direkte Pelzkennzeichnung von Produkten gibt es in Deutschland leider nicht. Als Verbraucher*in kann man sich lediglich an der Textilkennzeichnung (Artikel 12; Textilkennzeichnungsgesetz) orientieren. Diese schreibt vor, dass wenn bei einem Textilprodukt wie z.B. an einer Mütze tierische Stoffe verarbeitet worden sind, ein entsprechender Hinweis im Etikett stehen muss. Dieser muss dann lauten: „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“. Wenn ein entsprechender Hinweis im Etikett steht, muss sich dieser aber nicht zwangsläufig auf einen möglichen verarbeiteten Pelz beziehen, es könnte auch sein, dass am besagten Textil z.B. ein Knopf aus Horn oder ein Patch aus Leder enthalten ist.
Der*die Verbraucher*in kann hier also nicht unterscheiden, um welches tierisches Teil es sich explizit handelt. Der Hinweis bezieht sich ausschließlich darauf, dass generell tierische Teile verarbeitet worden sind. Hat eine Mütze aber definitiv Echtpelz am Bommel (wie in dem konkreten Fall in Leipzig), muss zwingend der besagte Hinweis nach Artikel 12 der Textilkennzeichnung im Etikett stehen.
„Dass es keine richtige und eindeutige Kennzeichnung von Pelzprodukten in Deutschland gibt, halten wir für einen Skandal, in anderen Ländern, wie z.B. in der Schweiz, gibt es bereits seit Jahren eine Pelz-Kennzeichnung“ sagt Denise Weber vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. und ergänzt „viele Verbraucher*innen greifen daher ungewollt zum Echtpelz und lassen sich zudem oft vom günstigen Preis leiten, obwohl der Preis inzwischen kein Indikator mehr für Kunstpelz ist.“
Die Herstellung von Kunstpelz ist aktuell sogar meist teurer als Echtpelz. Das liegt vor allem daran, dass Echtpelz aus Ländern wie China und Polen kommt, dort sind die gesetzlichen Standards extrem niedrig und sowohl Menschen wie auch Tiere müssen dafür leiden.
Fotos und die Untersuchungsprotokolle der Mützen sowie die Anzeige senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.
Weitere Informationen zur der Pelz-Recherche in Polen finden Sie hier: https://deinpelz-meinherz.de/
Heute Abend (19.02.2020) berichtet MDR exakt ab 20:15 Uhr über die Aufdeckung vom Deutschen Tierschutzbüro e.V.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Herr Jan Peifer
Streustraße 68
13086 Berlin
Deutschland
fon ..: 030-270049611
fax ..: 030-270049610
web ..: http://www.tierschutzbuero.de
email : info@tierschutzbuero.de
Das Deutsche Tierschutzbüro ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter www.tierschutzbuero.de
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Über 65.000 Menschen fordern Amazon auf, pelzfrei zu werden!
Posted by PM-Ersteller - 03/02/20 at 10:02:50 a.m.Die letzte Pelzfarm in Deutschland wurde im April 2019 geschlossen.
Der Betrieb hat sich aufgrund verschärfter Gesetzesvorgaben in Bezug auf Tierschutzmaßnahmen finanziell nicht mehr gelohnt. Als Folge dessen ist die Produktion für die Pelztierzüchter*innen im europäischen Ausland lukrativer geworden. So hat sich z.B. die Produktion in Polen in den letzten Jahren gesteigert. Auf zwischen 800 bis 1.000 sogenannten Pelzfarmen werden insgesamt über 5 Millionen Füchse, Nerze, Kaninchen und Marderhunde in engen Käfigen gehalten und das völlig legal. Nerzfarmen mit über 100.000 Tieren auf einer einzigen Farm sind leider keine Seltenheit. Tierrechtler*innen vom Deutschen Tierschutzbüro haben im letzten Jahr dokumentiert, unter welchen grausamen Bedingungen die Tiere in Polen gehalten werden. „Die Zustände auf den Farmen sind schrecklich und wären in Deutschland in dieser Form verboten, dennoch kommt der Pelz von Polen auch nach Deutschland“ so Denise Weber, Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbüro.
Aber nicht nur in Polen werden die Tiere zur Pelzproduktion tierschutzwidrig gehalten. Auch in Finnland, Dänemark und China leiden die Tiere aufgrund der nicht artgerechten Haltung im Käfig. Die Felle werden meist zu Jackenkrägen, Bommel an Mützen und Accessoires verarbeitet. Eine eindeutige Pelz-Kennzeichnung, wie die Tiere gehalten werden und woher der Pelz kommt, gibt es in Deutschland nicht. „Hinzu kommt, dass Echtpelz meist sogar preiswerter als Kunstpelz ist, so tragen viele Menschen ungewollt Echtpelz an ihrer Jacke oder Mütze, weil sie sich fälschlicherweise vom Preis leiten lassen“ so Denise Weber.
Wie Recherchen von animal public und dem Deutschen Tierschutzbüro jetzt ergeben haben, wird über den Onlinehändler Amazon sehr viel Echtpelz angeboten. Der Verkauf erfolgt entweder über Amazon selbst oder über den sogenannten Marketplace. Teilweise wird hier fälschlicherweise sogar Echtpelz als Kunstpelz angeboten. „Amazon ist einer der größten Anbieter von Echtpelz in Deutschland geworden, unsere Recherche hat ergeben, dass Amazon dabei sogar Pelz aus China anbietet und verkauft“ so Laura Zodrow von animal public. In China gibt es jedoch noch nicht einmal gesetzlichen Vorgaben zur Haltung von Pelztieren.
In einem offenen Brief haben die Tierrechtler*innen Amazon nun aufgefordert, keinen Echtpelz mehr zu verkaufen und haben parallel eine Petition auf change.org ins Leben gerufen. An der Petition haben sich in weniger als vier Wochen bereits über 65.000 Menschen beteiligt. „Das ist ein klares Zeichen, die Menschen wollen kein Echtpelz mehr, Amazon sollte die Zeichen der Zeit erkennen und endlich pelzfrei werden“ so Zodrow abschließend.
Weitere Informationen zu Change.org Petition gegen Amazon: https://www.change.org/p/pelzhandel-bei-amazon-stoppen
Weitere Informationen zur Pelz-Recherche in Polen vom Deutschen Tierschutzbüro:
https://deinpelz-meinherz.de/
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Mascha, die glücklichste und bekannteste Polarfüchsin Deutschlands genießt neues Leben fernab der Pelzindustri
Posted by PM-Ersteller - 22/01/20 at 10:01:42 a.m.Jahrzehnte lang haben Tierschützer*innen und Tierrechtler*innen in Deutschland dafür gekämpft, dass es keine Pelzfarmen mehr gibt – mit Erfolg.
Im April 2019 ist die letzte Pelzfarm Deutschlands geschlossen worden. Dennoch werden in Deutschland immer noch Textilien und Accessoires mit Echtpelz verkauft- auf Kosten von Millionen Tieren. Im vergangenen Winter hat das Deutsche Tierschutzbüro Aufnahmen von polnischen Pelzfarmen veröffentlicht, um auf das Leid der Pelztiere aufmerksam zu machen. Mit über 800 -1.000 Pelzfarmen mit insgesamt über 5 Millionen Pelztiere hat sich Polen in den letzten Jahren zu einem der größten Pelzproduzenten Europas entwickelt.
Im Rahmen dieser Veröffentlichung und der parallel gestarteten Kampagnen „An deinem Pelz hängt mein Herz“ hatten die Tierrechtler*innen eine riskante Tierrettung gewagt und eine junge Polarfüchsin aus den Fängen der polnischen Pelzindustrie befreit. In einer Nacht-und Nebelaktion retteten die Tierrechtler*innen das Jungtier, indem sie es aus einem der winzigen Käfige befreiten und es nach Deutschland auf einen Lebenshof brachten, sie gaben ihr den Name Mascha. „Die Zustände auf den Pelzfarmen sind katastrophal. Umso mehr freut es mich, dass wir wenigstens Mascha das Leben retten konnten“, so Denise Weber, Sprecherin Deutsches Tierschutzbüro. Die Tierrechtlerin war selbst bei der Undercover-Recherche in Polen dabei, um die Zustände zu dokumentieren und rettete persönlich die Polarfüchsin.
Mascha, die kleine Polarfüchsin hatte unglaubliches Glück, sie wurde nicht getötet und darf leben. Sie lebt jetzt auf einem Lebenshof in Deutschland und genießt ihr Leben in Freiheit. „Die Pelzindustrie tötet wirklich jedes Tier, um damit Profit zu machen. Doch Mascha konnten wir zum Glück retten und darum ist sie das Gesicht unserer Kampagne „An deinem Pelz hängt mein Herz“ geworden“, freut sich Weber.
Inzwischen hat sich die Füchsin sehr gut auf dem Lebenshof in Thüringen eingelebt und sogar neue Freundschaften mit zwei anderen Füchsen schließen können. Zusammen mit ihren Artgenossen darf sie dort in einem großen Fuchsgehege leben und kann endlich ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben, die ihr zuvor im Käfig verwehrt wurden. Die Tierrechtler*innen sind davon überzeugt, dass Mascha die traumatischen Erfahrungen auf der Pelzfarm mittlerweile überwunden hat und nun die glücklichste Polarfüchsin Deutschlands ist.
Doch nicht nur glücklich, sondern auch deutschlandweit bekannt geworden ist die kleine Polarfüchsin. Die Rettungsvideos von Mascha haben in den sozialen Medien inzwischen knapp eine halbe Million Menschen gesehen und geteilt. Zudem haben diverse Medien bereits über Mascha berichtet so z.B. der WDR in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ oder die Glücks Revue. Durch die Berichterstattungen wurde eine Medienreichweite von rund 13 Millionen erreicht. „Es freut mich, dass Maschas Schicksal so viele Menschen berührt und zum Nachdenken über Echtpelz anregt“, so Weber.
Mit der Undercover-Recherche und der Rettung von Mascha wollen die Tierrechtler*innen aufzeigen, unter welchen katastrophalen Bedingungen Pelztiere gehalten werden und wie unnötig das Tragen von Pelz ist, zumal es heutzutage wunderbare Alternativen gibt. Sie wollen aber auch vor vermeintlichen Kunstpelz warnen, denn die Tierrechtler*innen finden bei ihren Recherchen in deutschen Modegeschäften immer wieder gar nicht, irreführend oder falsch gekennzeichnete Produkte. „Völlig absurd, aber Echtpelz ist meist sogar billiger als Kunstpelz, daher raten wir jedem Menschen überhaupt kein Pelz zu kaufen, denn nur so kann man sich ganz sicher sein, dass man auch nicht ausversehen Tierquälerei unterstützt“ so Weber.
Nun kann die Tierrechtorganisation sogar einen weiteren kleinen Erfolg verkünden, da die Pelzfarm, von der die Füchsin Mascha befreit wurde, inzwischen ihren Betrieb eingestellt hat und sich dort keine Tiere mehr befinden. „Auch, wenn es nur eine kleine Farm ist, die nun schließt, motiviert es uns enorm, weiter zu machen und solange für die Tiere zu kämpfen, bis es gar keine Pelzfarmen mehr gibt“, so Weber abschließend.
Weitere Informationen zur Undercover-Recherche und Mascha hier: https://deinpelz-meinherz.de/
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