Bochum gewinnt den Negativpreis „Absurdester Tierversuch 2026“

Von den 4.090 abgegebenen Stimmen der öffentlichen Online-Abstimmung entfielen 54% auf den Versuch aus Bochum, der 2024 in der Fachzeitschrift Journal of Surgical Research veröffentlicht worden war.

BildMäusen die Ohren verbrannt

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hat heute das Ergebnis seiner Online-Abstimmung zum „Preis für den absurdesten Tierversuch 2026“ bekannt gegeben. Der unrühmliche Sieg geht in diesem Jahr an einen Versuch der Ruhr-Universität Bochum, in dem Nacktmäusen Brandwunden am Ohr zugefügt und ihnen wiederholt die Blutzufuhr im Hinterbein abgeschnürt wurde, um den Einfluss auf die Wundheilung zu untersuchen. Mehrere Mäuse starben im Verlauf der Versuche, die übrigen Tiere wurden nach Abschluss der Untersuchungen getötet. Mit der Negativauszeichnung soll der Fokus auf besonders fragwürdige und grausame Experimente in Deutschland gerichtet werden.

Die Online-Abstimmung lief vom 13. bis zum 24. April 2026, dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche, und ermöglichte es der Öffentlichkeit, zwischen fünf besonders umstrittenen Tierversuchen aus deutschen Forschungseinrichtungen zu wählen. Von den 4.090 abgegebenen Stimmen entfielen 54% auf den Versuch aus Bochum, der 2024 in der Fachzeitschrift Journal of Surgical Research veröffentlicht worden war.

Neben dem „Gewinner“, der Plastischen Chirurgie und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil der Ruhr-Universität Bochum (RUB), war auch ein Versuch aus Ulm nominiert, bei dem Zebrafischen ein Teil des Herzens abgeschnitten wurde. Weiterhin mussten Wüstenrennmäuse in Magdeburg Elektroschocks und in Erlangen ein Lärmtrauma erleiden und in Tübingen waren Ratten über Wochen Alkoholdampf ausgesetzt worden.

Die Auswahl der Kandidaten basiert auf Einträgen in der Datenbank-Tierversuche des Vereins, die Tierversuchsbeschreibungen aus Fachpublikationen für das Laienpublikum verständlich aufbereitet und nachschlagbar macht.

„Mit unserem Negativpreis möchten wir öffentlich sichtbar machen, was Tieren in den Laboren angetan wird – noch dazu ohne jeglichen Nutzen für die menschliche Gesundheit“, sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Die 48 Mäuse, denen die Ohren verbrannt wurden, stehen dabei stellvertretend für über drei Millionen Tiere, die in deutschen Laboren jedes Jahr leiden und sterben.“

Die RUB war erst kürzlich in die öffentliche Kritik geraten, nachdem Ärzte gegen Tierversuche Anfang 2026 eine Kampagne gegen die dort seit über 25 Jahren laufenden Hirnexperimente an Tauben gestartet hatte. Den Vögeln werden Elektroden ins Gehirn gepflanzt und sie werden durch Durst oder Hunger gezwungen, bei bestimmten Signalen auf einen Bildschirm zu picken. „Dabei handelt es sich um abstrakte Grundlagenforschung, ohne jeglichen Nutzen für kranke Menschen,“ betont Gericke.

Tierversuche müssen zwar behördlich genehmigt werden, jedoch liegt die Ablehnungsquote bundesweit bei unter einem Prozent.

Die Ergebnisse der Abstimmung und weitere Hintergrundinformationen zu allen nominierten Tierversuchen stehen online auf der Kampagnenseite bereit.

Weitere Informationen

Kampagnenseite „Preis für den absurdesten Tierversuch 2026“ www.absurdester-tierversuch.de

Kampagne „Stoppt Taubenversuche – für eine tierversuchsfreie Ruhr-Universität Bochum“ www.stoppt-taubenversuche.de

Datenbank-Tierversuche www.datenbank-tierversuche.de

Geringe Ablehnungsquote bei Tierversuchen in Deutschland trotz Gesetzesreform. Ärzte gegen Tierversuche, 29.01.2026

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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.

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Optimal für die Kinderarztpraxis im Wartezimmer!

Das Buch vermittelt Kindern im Vorschul- und Schulalter Wissen über ihren Körper und Krankheiten. Überdies macht es Lust auf aktive Beschäftigung mit Gleichaltrigen in der Natur und Umgang mit Tieren.

BildKurz vor Weihnachten ist im Youtube-Kanal eine Lesung der Autorin von dem Kinderbuch „Gesundheit, Natur und Erlebnisse mit Ham-O-ster(n)-Hasen“ zu hören und sehen.

Die Autorin Silke Haas ist Ärztin für Allgemeinmedizin und hat es sich in ihrem dritten Buch zur Aufgabe gemacht, Kindern ihren Körper, alltägliche Gesundheitsbeschwerden und das Gesundwerden nahe zu bringen. Damit die Kinder in einem Alter von ca. 5 bis 9 Jahren mit viel Freude bei der Sache sind, geschieht dies mit Hilfe von Natur- und Tiergeschichten und etwas Abenteuer.

Kinder entdecken ihren Körper und dabei viel Neues, wie plötzliche Rötungen, wechselnde Zähne, Eiter, Fieber, Schmerzen und Blut. Das kann Angst machen. So wird Kindern erklärt, warum dies vorkommt und wie der Organismus es schafft, dagegen anzukämpfen und wieder gesund zu werden. Die Gesundheitskapitel sind in einer Freundschaftsgeschichte mit gemeinsamen Unternehmungen in der Natur und mit Tieren, u.a. mit Hamstern und Osterhasen, eingebunden. So macht es viel mehr Spaß zu lernen!

Das Buch ist in acht Erlebniserzählungen mit dazu passendem Gesundheitskapitel eingeteilt. Zur besseren Orientierung sind die medizinischen Kapitel auf einer farbigen Doppelseite gedruckt.

Klappentext:

„Rudi und Mucky lernen die Natur und viele Tiere kennen. Bei ihren Erlebnissen gibt es Verletzungen und Wehwehchen.
Die beiden Kinder fragen sich, was das ist. Lerne mit Mucky und Rudi, wie der Körper wieder gesund wird. Schlaue Tiere geben gerne Rat.
Überdies sind eigene Illustrationen und Fotos der Haustiere der Allgemeinmedizinerin zu sehen!“

Auf Youtube ist nun eine Lesung von der Autorin zu hören: Kinder-Gesundheitsbuch mit Natur- und Tiergeschichten

Auf BoD ist das Cover mit Leseprobe zu sehen: Gesundheit, Natur und Erlebnisse mit Ham-O-ster(n)-Hasen

Alle drei Bücher der Autorin auf: www.histaminintoleranzbuch.de

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Silke Haas ist Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Ihre ärztliche Tätigkeit führte sie in viele Bereiche der Patientenversorgung: von der chirurgischen Notaufnahme und -ambulanz über die internistische Station einschließlich Intensivabteilung bis hin zur Hausarztpraxis.
Über die nicht selten vorkommende, aber oft nicht diagnostizierte Histaminintoleranz hat die Ärztin das medizinische Sachbuch sowie den Ratgeber „Histaminintoleranz: ohne Befund und Komma – Keine reine Nahrungsmittelunverträglichkeit“ geschrieben, worin sie sich ausführlich und praxisorientiert mit den Symptomen, Ursachen, Diagnostik, Therapie sowie ernährungsspezifischen Besonderheiten beschäftigt.
In dem Koch- und Backbuch „66 x vegetarisch und vegan kochen und backen bei Histaminintoleranz – Für 3 Grade der Unverträglichkeit“ konzentriert sich Silke Haas mit vielseitigen Rezepten und wertvollen Tipps auf die praktische Umsetzung der Ernährungsanpassung und den Wiedergewinn der Freude am Essen bei Histaminintoleranz.
Dann widmete sich die Autorin in dem hier vorgestellten Kinderbuch dem spielerischen Heranführen von Kindern an ihren Körper, die Gesundheit und das Gesundwerden in Verbindung mit Natur- und Tiergeschichten.
In allen drei Büchern ist gut zu sehen, dass es der Ärztin wichtig ist, medizinisches Wissen verständlich darzulegen.

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Giftigkeitstests an Ratten: Verabreichung per Schlundsonde als Todesursache

In 21 Prozent der untersuchten Studien traten Todesfälle oder klinische Auffälligkeiten wie Atemnot auf, die direkt auf die Schlundsonde zurückzuführen waren.

BildStudie deckt hohe Zahl an Todesfällen und Verletzungen auf

Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass die Verabreichung von Testsubstanzen per Schlundsonde bei Ratten deutlich häufiger zu schweren Verletzungen und Todesfällen führt als bisher angenommen. Die im Fachjournal Alternatives to Laboratory Animals veröffentlichte Studie von Dr. Katy Taylor und Kolleginnen analysierte 300 Giftigkeitsprüfungen, die zwischen 2004 und 2023 unter der europäischen Chemikalienverordnung REACH durchgeführt wurden.

In 21 Prozent der untersuchten Studien traten Todesfälle oder klinische Auffälligkeiten wie Atemnot auf, die direkt auf die Schlundsonde zurückzuführen waren. Weitere 16 Prozent wiesen Symptome auf, die mit dieser Methode in Zusammenhang stehen könnten. Für das einzelne Tier bedeutet dies ein Sterberisiko von 1 zu 250 bei der Verabreichung – in längeren Studien (90 Tage) sogar dreimal häufiger als in 28-Tage-Studien.

Die Schlundsonde – ein Metallrohr, das täglich ohne Betäubung über Rachen und Speiseröhre in den Magen eingeführt wird – kann gravierende Schäden verursachen: perforierte Luftröhre, verletzte Organe und Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge wurden regelmäßig dokumentiert. Darüber hinaus löst die Methode massiven Stress aus: erhöhte Körpertemperatur, gesteigerte Cortisolwerte, Gewichtsverlust und Leberschäden wurden beobachtet.

Neben den tierschutzrelevanten Aspekten zweifeln die Autorinnen auch die wissenschaftliche Aussagekraft solcher Tests an. Komplikationen, die durch die Schlundsonde entstehen, können leicht mit den Effekten der getesteten Substanz verwechselt werden. Dadurch besteht das Risiko, dass Chemikalien fälschlich als giftig oder reizend eingestuft werden. Auch Stressreaktionen der Tiere können die Ergebnisse verfälschen.

„Die Untersuchung zeigt, dass diese Methode nicht nur enormes Tierleid verursacht, sondern auch die Aussagekraft toxikologischer Studien gefährdet“, so Dr. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Die ohnehin fehlende Übertragbarbeit von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen wird durch die Schäden, die allein die Applikationsart hervorruft, noch mal unterstrichen. Zudem gibt es bereits eine Fülle an tierversuchsfreien Methoden, um Substanzen zu testen.“

Weitere Informationen

Zusammenfassung: Schäden durch Verabreichung von Substanzen per Schlundsonde bei Ratten. Ärzte gegen Tierversuche, 03.11.2025 >>

Quelle

Taylor K., Rego Alvarez L. & Grange E. The prevalence of reported gavage incidents in repeated dose toxicity studies involving rats conducted between 2004-2023. Alternatives to Laboratory Animals 2025; 53(3): 154-167

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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.

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