Leiden für Leistung: Tierversuche in der Landwirtschaft
Posted by PM-Ersteller - 28/10/25 at 01:10:48 p.m.Beispiele und Fakten von Tierversuchen für die Landwirtschaft
Forschung an „Nutztieren“ zielt auf Leistung statt Tierwohl
Tierversuche an sogenannten landwirtschaftlichen Nutztieren werden oft als Maßnahmen für die Verbesserung von Gesundheit und Wohlergehen der Tiere dargestellt. Eine aktuelle Veröffentlichung von Ärzte gegen Tierversuche e.V. dagegen zeigt: Die Forschung dient überwiegend wirtschaftlichen Interessen. Tierversuche werden demnach zur Optimierung der Zucht, Ernährung und Haltung sowie zur Infektionsforschung eingesetzt, um wirtschaftliche Schäden zu begrenzen und die Effizienz der Produktion zu maximieren.
In der öffentlichen Wahrnehmung dienen Tierversuche an sogenannten Nutztieren wie Rindern, Schweinen, Schafen und Geflügel dem Schutz der Gesundheit oder der Vermeidung von Leid. Eine neue Veröffentlichung von Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) offenbart jedoch die Realität: Die Forschung zielt vor allem darauf ab, die Leistung der Tiere zu steigern und wirtschaftliche Interessen zu sichern. „Ob es um höhere Milchleistung, schnellere Gewichtszunahme, Reduzierung von Krankheiten oder reine Überlebensraten geht – das Wohl des einzelnen Tieres tritt hinter dem Ziel zurück, den Tierbestand als Ware zu schützen“, erklärt Dr. Gaby Neumann, wissenschaftliche Referentin bei ÄgT.
Allein 2023 wurden laut offizieller Statistik des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) fast 10.000 Schweine, über 2.400 Rinder, 2.100 Schafe und fast 10.000 Hühner in Tierversuchen eingesetzt. Das wahre Ausmaß des Leidens wird durch die offizielle Statistik nicht erfasst, da beispielsweise Embryonen, die in der Reproduktionsforschung eingesetzt werden, oft nicht in den Zahlen auftauchen.
Der Rechercheartikel macht deutlich, dass die industrielle Massentierhaltung selbst der Hauptauslöser für die Probleme ist, die mit Tierversuchen scheinbar gelöst werden sollen. Die Haltung auf engstem Raum und die hohe Tierdichte begünstigen die Entstehung von Verletzungen, Tierseuchen und die Verbreitung von Keimen.
„Tierversuche sind auch in diesem Bereich eine Sackgasse“, führt Tierärztin Dr. Neumann weiter aus. „Sie legitimieren und optimieren ein System, das von Grund auf ethisch verwerflich ist. Die einzig wirkliche Lösung ist eine Abkehr von der Massentierhaltung.“ Solange Tiere als Produktionsmittel gehalten werden, werden die Probleme bestehen bleiben, die diese Forschung zu beheben vorgibt.
Die vollständige Recherche mit dem Titel „Leiden für Leistung: Tierversuche in der Landwirtschaft“ ist ab sofort auf der Website von ÄgT abrufbar.
Weitere Informationen
Neumann. G. Leiden für Leistung: Tierversuche in der Landwirtschaft >>
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Frau Melanie Seiler
Lustheide 85
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Deutschland
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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
Pressekontakt:
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
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Molkerei Hohenlohe Zulieferbetrieb hält Kühe ein ganzes Leben an der Kette
Posted by PM-Ersteller - 17/06/25 at 10:06:32 a.m.ANINOVA deckt Tierquälerei auf – Staatsanwaltschaft Heilbronn nimmt Ermittlungen auf
Der Tierrechtsorganisation ANINOVA liegt Bildmaterial aus einem Rinderbetrieb in Bretzfeld, Hohenlohekreis (Baden-Württemberg) vor. Die Bilder sind Mitte März 2025 entstanden und zeigen rund 50 Kühe in Anbindehaltung. Nach Informationen des Landwirts werden die Tiere ganzjährig im Stall an einer Kette gehalten. Die Milch wird laut Landwirt von der Molkerei Hohenlohe abgeholt „Die Kühe werden im Stall lebenslang an Ketten gehalten, umdrehen ist nicht möglich“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Unmittelbar nach Erstellung der Bilder wurde das zuständige Veterinäramt in Künzelsau informiert, zudem wurde eine Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn ermittelt bereits wegen Tierquälerei (AZ 251 Js 10929/25), das Veterinäramt stellt Mängel in der Haltung fest. Die Milch wird u.a. unter dem Markennamen Hofgut bei EDEKA24 und Rewe verkauft. Weitere Informationen hier.
Die Aufnahmen, die ANINOVA (ehemals Deutsches Tierschutzbüro) vorliegen, sind am 15.03.2025 entstanden und zeigen einen kleinen Stall, in dem rund 50 Milchkühe gehalten werden. Der Betrieb liegt in Bretzfeld, Hohenlohekreis (Baden-Württemberg). Laut Auskunft des Landwirts werden die Tiere sogar ihr gesamtes Leben an der Kette gehalten. Diese Haltungsform ist unfassbar grausam, da die Tiere so angebunden keine Möglichkeit haben, sich zu bewegen oder miteinander zu interagieren. „In diesem Betrieb stehen die Tiere tagein tagaus auf derselben Stelle, unfähig, auch nur ihren grundlegendsten Bedürfnissen nachzugehen“, kritisiert Peifer.
Neben der Anbindehaltung kritisiert die Tierrechtsorganisation aber auch das geringe Platzangebot für die Tiere, zudem wirkt der Stall heruntergekommen und unhygienisch. Aus diesen Gründen wurde am 17.03.2025 das zuständige Veterinäramt in Künzelsau informiert. Bei einer Kontrolle durch das Amt wurden geringe- bis mittelgradige Mängel in der Haltung der Jungrinder sowie zu lange Klauen bei einer Milchkuh festgestellt. Es wurden Auflagen erteilt.
Laut dem Landwirt wird die Milch von der Molkerei Hohenlohe Milch aus Schwäbisch Hall abgeholt. Die Molkerei wirbt auf ihrer eigenen Website mit glücklichen Kühen auf grünen Wiesen sowie mit Nachhaltigkeit, Regionalität und Tierwohl. Nirgendwo ist zu lesen, dass die Milch auch von Kühen stammt, die ihr gesamtes Leben an der Kette festgebunden sind. „Auf der Website der Hohenloher Molkerei wird den Menschen eine heile Welt vorgegaukelt – das hat mit der Realität aber nicht viel zu tun“, so Peifer.
Die Milch wird u.a. unter dem Markennamen Hofgut bei EDEKA24, Amazon und Rewe verkauft.
ANINOVA hat nach Auswertung des Bildmaterials am 20.03.2025 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn erstattet. „Wir sehen den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt, denn die ganzjährige Anbindehaltung verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, so Peifer. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat die Ermittlungen aufgenommen (AZ 251 Js 10929/25).
Die Aufnahmen beweisen einmal mehr, dass Regionalität nicht vor Tierleid schützt. Gerade in kleinen Betrieben wie in Bretzfeld, dem oft lobend erwähnten „Bauern von nebenan“, werden Rinder häufig in Anbindehaltung gehalten. Und obwohl sie gegen das Tierschutzgesetz verstößt, wird die Anbindehaltung von den Behörden nach wie vor geduldet. „Daher empfehlen wir allen Menschen, die diese Tierquälerei nicht weiter unterstützen möchten, die vegane Lebensweise“, so Peifer abschließend.
Weitere Informationen hier.
Foto- und Videomaterial kann angefordert werden.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V. (vormals Deutsches Tierschutzbüro e.V.)
Herr Jan Peifer
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Deutschland
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Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
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Nach Aufdeckung von Missständen in Milchbetrieb im Landkreis Uckermark: Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt
Posted by PM-Ersteller - 25/04/25 at 09:04:21 a.m.Versteckte Kameras dokumentieren über Monate, wie verschiedene Mitarbeitende und Betriebsverantwortliche Kühe mit Stöcken und anderen Gegenständen geschlagen haben
Anfang April 2025 hat ANINOVA umfangreiches Videomaterial aus einem der größten Rinderbetriebe in Brandenburg veröffentlicht. In dem Milchviehbetrieb in Brüssow, Landkreis Uckermark, werden rund 1.000 Tiere gehalten. Versteckte Kameras dokumentieren über Monate, wie verschiedene Mitarbeitende und Betriebsverantwortliche Kühe mit Stöcken und anderen Gegenständen geschlagen haben. Die Bilder zeigen auch, wie Tiere getreten, geworfen und gequält wurden. Vor allem hat es Kühe getroffen, die ohnehin schon verletzt oder krank waren. Der Betreiber zeigte sich bestürzt über die Brutalität seiner Mitarbeitenden. Er beteuerte, dass er selbst keine Tiere misshandeln würde. Besonders pikant: Laut mehreren Zeugen ist der Betreiber in einer markanten Szene selbst zu sehen, wie er mit einem spitzen Gegenstand auf eine verletzte Kuh einsticht und ihren Schwanz verdreht. „Dies ist in dieser Form gesetzeswidrig, daher haben wir auch Strafanzeige gegen den Betreiber gestellt“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA e.V. Die Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin nun aufgenommen (AZ 334 Js 10590/25). Weitere Informationen hier.
Brüssow, Landkreis Uckermark, 25.04.2025. Die Tierrechtsorganisation ANINOVA hat Anfang April Bilder veröffentlicht, die nur schwer zu ertragen sind. Die Bilder zeigen, dass Mitarbeitende eines Milchbetriebs in Brüssow immer wieder Kühe treten, mit Stöcken schlagen oder mit spitzen Gegenständen quälen. Auch werden immer wieder Kälber geworfen oder getreten. Die Aufnahmen zeigen einen brutalen Umgang mit den Tieren. Zudem hatten viele Kühe Geschwüre, die teilweise die Größe eines Medizinballs überschritten und offen waren. Mehrere Tiere hatten stark geschwollene Beine, die einen Umfang von bis zu dem Dreifachen des Normalen erreicht hatten. Diverse Tiere wiesen offene Wunden auf, andere konnten sich überhaupt nicht mehr aufrichten.
Die Videoaufnahmen sorgten landesweit für Aufsehen, auch die brandenburgische Landwirtschaftsministerin, Hanka Mittelstädt, zeigte sich schockiert. Das zuständige Veterinäramt in Prenzlau hatte bei Kontrollen selbst Missstände vorgefunden und will Strafanzeige erstatten.
Der Betreiber des Milchbetriebs hatte in diversen Interviews und Stellungnahmen dargestellt, dass er selbst über die Videos schockiert war. Zudem behauptete er, dass die Schuld ausschließlich seine Mitarbeitenden treffen würde, denn er selbst würde niemals ein Tier quälen. „Pikant an dieser Aussage ist, dass sie offenbar nicht stimmt“, sagt Peifer. Auf Grund der Berichterstattungen haben sich diverse Menschen aus dem näheren Umfeld des Landwirts bei der Tierrechtsorganisation gemeldet. Diesen Menschen hat ANINOVA das unverpixelte Bildmaterial gezeigt und alle Personen bestätigten, dass der Landwirt in einer Szene klar zu erkennen ist. „Wir sehen den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt und haben daher eine weitere Strafanzeige erstattet“, gibt Peifer an. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin teilt nun mit, dass sie die Ermittlungen gegen die Mitarbeitenden und gegen den Betreiber aufgenommen hat (AZ 334 Js 10590/25).
ANINOVA selbst hat den Betreiber vor mehr als einer Woche die entsprechende Szene per E-Mail geschickt und zur Stellungnahme aufgefordert. „Eine Antwort auf unsere Fragen haben wir nicht erhalten“, so Peifer. So wollte die Tierrechtorganisation z.B. wissen, um welchen Gegenstand es sich handelt und warum Kühe derart misshandelt werden. „Wir empfehlen jeder Person die vegane Lebenweise, anders ist diese Tierquälerei nicht zu stoppen“, so Peifer abschließend.
Mehr Informationen und ein Video gibt’s auf der Organisationswebsite unter dem Titel „Die Milch-Lüge: Tierquälerei in jedem Tropfen“, hier der Link.
Bildmaterial auf Anfrage.
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