Koalitionsvertrag: freier Zugang zur Psychotherapie muss erhalten bleiben
Posted by PM-Ersteller - 10/04/25 at 12:04:09 p.m.Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) bemängelt erschwerten Zugang zur Psychotherapie nach dem geplanten Primärarztsystem.
Bonn, 10.04.2025 – Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD sieht vor, dass ein verpflichtendes Primärarztsystem das bisherige System der freien Arztwahl ersetzen soll. Künftig müssen gesetzlich Versicherte zuerst ihren Haus- oder Kinderarzt aufsuchen, bevor sie zum Facharzt gehen können. Ausnahmen bilden nur die Besuche bei Fachärzten für Augenheilkunde und Gynäkologie.
Der Vorsitzende des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerkes (DPNW) Dieter Adler kritisiert diese Pläne auf das Schärfste: „Das Primärarztsystem ist prinzipiell eine gute Möglichkeit, die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen. Der freie Zugang zur Psychotherapie muss jedoch erhalten bleiben. Jeder, der Hilfe bei uns sucht, sollte dies auch ohne Zustimmung des Haus- oder Kinderarztes tun können.“
Dem DPNW ist unverständlich, dass Augenärzte und Gynäkologen sofort aufgesucht werden können, Psychotherapeuten aber nicht. „Die Gründe, eine Psychotherapie aufzusuchen, sind zu persönlich und müssen niemand Dritten mitgeteilt werden. Und erst recht nicht von einem Arzt geprüft werden,“
so Dieter Adler.
Im Koalitionsvertrag steht wörtlich: „Zu einer möglichst zielgerichteten Versorgung der Patientinnen und Patienten und für eine schnellere Terminvergabe setzen wir auf ein verbindliches Primärarztsystem bei freier Arztwahl durch Haus- und Kinderärzte in der Hausarztzentrierten Versorgung und im Kollektivvertrag. Ausnahmen gelten bei der Augenheilkunde und der Gynäkologie.“
Das DPNW fordert eine rasche Ergänzung des Koalitionsvertrags um die „Psychotherapie“ als weitere Ausnahme vom Primärarztsystem.
Über den Verband
Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk – Kollegennetzwerk Psychotherapie“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat über 2.600 Mitglieder und 13.000 Abonnenten seines Freitagsnewsletters. Damit ist das DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Dipl.-Päd. Sevgi Meddur-Gleissner. Mehr unter: www.dpnw.de
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Koalition will elektronische Patientenakte mit Zwang einführen – so nicht. Alle Ampeln auf rot!
Posted by PM-Ersteller - 19/11/21 at 02:11:07 p.m.Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) stellt sich gegen eine Zwangs-ePA und kritisiert Ampel-Parteien scharf.
Wie aus einem Konzeptpapier der AG Gesundheit der laufenden Koalitionsverhandlungen hervorgeht, beabsichtigt die künftige Ampel-Koalition, die elektronische Patientenakte (ePA) zum Muss für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland zu machen. Das Papier liegt dem berichtenden Ärztenachrichtendienst vor.
Der Vorsitzende des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerkes (DPNW) Dieter Adler meint dazu: „Bisher haben wir gedacht, schlimmer kann es nicht kommen. Der noch amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn hat mit dem Holzhammer versucht, die Digitalisierung im Gesundheitswesen gegen alle Widerstände durchzuprügeln. Jetzt kommt die neue Koalition mit dem Dampfhammer. Ohne Rücksicht auf Verluste sollen alle Patienten die ePA bekommen und nur bei Widerspruch davon ausgenommen werden.“
Wie verlautet wird, strebt die neue Koalition eine fortgeschrittene Digitalisierungsstrategie an. Im Konzeptpapier der AG Gesundheit heißt es unter anderem: „Wir beschleunigen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) und deren nutzbringende Anwendungen und binden beschleunigt sämtliche Akteure an die Telematikinfrastruktur an. Alle Versicherten bekommen DSGVO-konform eine ePA zur Verfügung gestellt; ihre Nutzung ist freiwillig (opt-out). Die gematik bauen wir zu einer digitalen Gesundheitsagentur aus.“
Dieter Adler zeigt sich fassungslos: „Ich frage mich, ob die Politiker überhaupt mitbekommen haben, was in letzter Zeit im Gesundheitswesen abgegangen ist. Viele Beteiligte sind gegen die ePA in dieser Form und gegen Zwänge in der Telematik-Infrastruktur: Berufsverbände, Kammern, Krankenversicherungen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ärzte, Psychotherapeuten und Patienten. Bisher haben ein Promille von 73 Millionen gesetzlich Versicherten die elektronische Patientenakte auf freiwilliger Basis angefordert. Ein deutliches Zeichen, dass die ePA auch von den Versicherten abgelehnt wird. In welcher Blase leben die Koalitionäre?“
Zudem sei ein entscheidender Punkt noch nicht gelöst, so Adler: „Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat nachdringlich um Nachbesserung der ePA gebeten. In der jetzigen Form würde er der ePA sicher nicht zustimmen. Was soll dann diese überhastete Zwangseinführung?“
Dieter Adler verspricht den potentiellen neuen Gesundheitspolitikern: „Wenn sie die Digitalisierung durchdrücken ohne Beteiligung, von denen die es ausführen sollen, dann treffen sie auf massiven Widerstand und sie werden scheitern. Lernen sie aus den Fehlern ihrer Vorgänger, die sind mit dieser Methode sämtlich vor die Wand gefahren.“
Über den Verband
Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk – Kollegennetzwerk Psychotherapie“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat rund 1.900 Mitglieder und 12.000 Abonnenten seines Freitags-Newsletters. Damit ist der DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Kassenwart: Dipl.-Psych. Robert Warzecha. Mehr unter: www.dpnw.de
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IfKom begrüßen Förderung der Kommunikationstechnik im Konjunkturpaket
Posted by PM-Ersteller - 04/06/20 at 02:06:10 p.m.IfKom begrüßen das Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Koalition zur Stärkung des Glasfaser-Breitbandausbaus und des 5G-Netz-Ausbaus in Deutschlands.
Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt die Einbeziehung des Glasfaser-Breitbandausbaus und des 5G-Netzes in das Zukunftspaket zur Stärkung Deutschlands.
Die Einigung der Koalition auf ein Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket umfasst zusätzlich auch ein so genanntes Zukunftspaket in Höhe von über 50 Mrd. Euro für die nächsten Jahre. Zu diesem Zukunftspaket gehören auch die Förderung des Mobilfunk-Empfangs entlang der 39.000 km Schienenwege in Höhe von 150 Mio. Euro, die Förderung innovativer Unternehmen bei der Entwicklung und Erprobung neuer softwaregesteuerter Netztechnologien für 5G und 6G in Höhe von 2 Mrd. Euro, die 5G-Ausbau-Beschleunigung in Höhe von 5 Mrd. Euro für die neue Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes sowie die Förderung des Glasfaser-Breitbandausbaus in nicht wirtschaftlichen Bereichen, indem das Fördersystem entbürokratisiert und weiterentwickelt wird, einschließlich der dafür erforderlichen Finanzmittel.
Bei aller Anstrengung, Deutschland konjunkturell und technologisch voranzubringen, muss aus Sicht der IfKom darauf hingewiesen werden, dass eine von der Koalition anvisierte flächendeckende Versorgung mit dem Mobilfunk-Standard 5G bis zum Jahr 2025 eher unwahrscheinlich ist. Sofern mit Flächendeckung tatsächlich 100 Prozent Abdeckung gemeint ist, lässt sich dieses Ziel nur mit enormem technischem Aufwand und entsprechend hohen Kosten erreichen. Dies liegt vor allem an den physikalischen Ausbreitungsbedingungen der hohen Mobilfunkfrequenzen. Für eine flächendeckende Versorgung mit 5G müssen 700.000 bis 850.000 Funkstandorte erschlossen werden, also rund das Zehnfache der vorhandenen Standorte. Wollte man jedem Haushalt in Deutschland eine stabile Versorgung mit 1 Gbit/s auch in den Hauptverkehrsstunden bieten, gehen Berechnungen sogar bis zu 4 Millionen Antennenstandorte. Der Grund dafür ist in der geringen Reichweite der sehr hohen Frequenzen zu suchen. Insbesondere ab dem 20 GHz-Bereich kann man je nach Bebauung nur maximal 50 bis 100 Meter abdecken.
Die Aussage der Koalition, im Rahmen des Konjunkturpaketes den 5G-Ausbau massiv zu beschleunigen und bis 2025 ein flächendeckendes 5G-Netz in ganz Deutschland aufzubauen, halten die IfKom aus den dargestellten Gründen in dieser Form für nicht realistisch. Dennoch begrüßen die IfKom die Förderung der Breitband-Infrastruktur und die geplanten Maßnahmen zur Digitalisierung. Dies gilt sowohl für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung als auch für die Befähigung von kleinen und mittleren Unternehmen zur beschleunigten digitalen Transformation.
Neben dem Finanzmitteleinsatz ist es aus Sicht der IfKom zudem dringend erforderlich, den Mobilfunk- und Breitbandausbau zu beschleunigen, indem die Förder- und Genehmigungsprozesse entbürokratisiert und digital unterstützt werden.
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IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
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