Erkältungsknigge 2020 – Umgangsformen bei Erkältung und Grippe
Posted by PM-Ersteller - 09/04/20 at 10:04:14 a.m.Update „Coronavirus | Covid-19“
Der Erkältungsknigge war nie aktueller denn jetzt.
Moderne Umgangsformen für die Erkältungs- und Grippezeit decken sich in vielen Bereichen mit den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden.
So ist ein wichtiger Pfeiler der Umgangsformen die Wertschätzung für einander. Und damit auch der Respekt und der Schutz des anderen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich, wenn Sie diesen Erkältungsknigge – Umgangsformen bei Erkältung und Grippe auch mit vielen anderen Menschen teilen. Danke.
Sie kommt fast so sicher wie die Jahreszeiten: die nächste Erkältungswelle.
Oftmals sogar mehrmals im Jahr oder gar als Grippewelle mit weit unangenehmeren Folgen. Wie können wir uns schützen?
Ein starkes Immunsystem und die Verantwortung für einen rücksichtsvollen Umgang miteinander sind ein unschlagbares Team – das zweite läuft unter dem Stichwort
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme durch zu Hause bleiben
Wer erkältet ist, einen Schnupfen hat oder wen gar die Grippe erwischt hat, der gehört nach Hause. Denn die Ansteckungsgefahr ist hoch und es ist verantwortungslos, andere Menschen dadurch zu gefährden.
Wer krank ins Büro geht ist also kein „Held“ sondern ein „Schuft“.
Ganz im Ernst, wollen Sie das Risiko eingehen, Ihre Kollegen zu infizieren?
Frei wählbare Termine werden am besten verschoben – etwa ein Besuch im Fitness-Studio. Wer Rücksicht auf seine Mitmenschen nehmen und sie vor möglicherweise gefährlicher Ansteckung bewahren will, verzichtet lieber auf das Training, bis die Grippe oder Erkältung abgeklungen ist.
Generell gilt bei Terminen: Wer einen Ausweichtermin wahrnehmen kann, sollte diese Möglichkeit nutzen.
So gilt auch bei Theater- und Konzertbesuchen der Erkältungsknigge:
Was sich auf einen späteren Zeitpunkt verlegen lässt, unterbleibt besser während der akuten Phase einer Erkrankung.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme durch Abstand halten
Viren und Bakterien lieben es, durch die Luft zu reisen. Und Versuche haben gezeigt, dass zum Beispiel beim Niesen ein Aerosol (feinstes Flüssigkeit-Luft-Gemisch) mehrere Meter weit geschleudert wird. Deshalb ist ein Sicherheitsabstand von 2 Metern auch ein Gebot der Höflichkeit, wenn Sie doch mal aus dem Haus müssen. Auf „Neudeutsch“ auch als „Social Distancing“ bezeichnet.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme bei der Begrüßung
Wer von Grippe, Schnupfen oder Husten geplagt wird und nicht zu Hause bleiben kann, sollte bei jedem Kontakt mit anderen Menschen Selbstverantwortung beweisen.
Unliebsame Störungen durch Niesen und Husten zu ersparen und vor allem die Ansteckungsgefahr zu verringern, ist dann ein Höflichkeitsgebot.
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Thema „Begrüßung“.
Der von vielen Deutschen bei einem Treffen als obligatorisch betrachtete Händedruck ist oft ein „Virentransporteur“ erster Güte.
Auf die Begrüßung per Händedruck zu verzichten, wird nicht nur von Gesundheitsfachleuten, sondern auch vom Erkältungsknigge dringend empfohlen.
Das beweist in dieser Situation Rücksichtnahme und Höflichkeit. Ein kurzer Hinweis wie: „Ich halte es zurzeit für sinnvoll, das Handreichen wegzulassen, freue mich jedoch, Sie zu treffen“, oder: „Ich möchte Ihnen heute lieber nicht die Hand geben, weil ich so erkältet bin“, hilft, Missverständnissen vorzubeugen.
Zusätzlich sagt der Erkältungsknigge: „Ob Sie selber betroffen sind oder nicht, in Zeiten der Erkältung ist es wichtig häufig und gründlich die Hände zu waschen (mind. 20 Sekunden). Und Oberflächen (z.B. im Büro) am besten regelmäßig mit einem Desinfektionstuch oder einer Desinfektionslotion zu desinfizieren.
Haben Sie gezwungenermaßen an einer Veranstaltung teilzunehmen, zum Beispiel im beruflichen Bereich, zeigen Sie bitte Ihre Rücksichtnahme zumindest so:
rechtzeitig Medikamente einnehmen, notfalls bei einem akuten Anfall den Raum verlassen – auch das gehört zum Erkältungsknigge.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Rücksichtnahme beim Husten, Niesen und Naseputzen
Eine alte Umgangsformen-Empfehlung besagt, dass der „komplett vorbereitete“ Mensch für Notfälle stets ein sauberes Stofftaschentuch bei sich hat.
Doch bitte keinesfalls zum Schnäuzen!
Stofftaschentücher dienen als Hilfsmittel, zum Beispiel zur Fleckentfernung, wenn ein Malheur wie ein verschüttetes Getränk passiert. Oder um einer weinenden Dame beizustehen.
Doch in einem Erkältungsknigge hat das Stofftaschentuch nichts zu suchen.
Es zum Nase putzen oder zum Vorhalten vor Mund und Nase beim Husten oder Niesen zu gebrauchen widerspricht allen Hygiene-Anforderungen der Fachleute.
Denn ein so „getränktes“ Taschentuch ist eine Brutstätte für Bakterien und eine Virenschleuder. Für Krankheiten gibt es deshalb Papiertaschentücher.
Papiertaschentücher bitte sofort entsorgen !
Wenn Sie ein Einmaltaschentuch verwenden, das Sie anschließend sofort in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen, vermindern Sie die Ansteckungsgefahr nicht nur für andere, was ein Gebot der Höflichkeit ist, sondern auch für sich selber.
Kommt der Nies- oder Hustenreiz so plötzlich, dass der Griff zum Papiertaschentuch unmöglich wird, widerstehen Sie, bitte, der oft seit Kindesbeinen antrainierten und fast reflexartigen Geste, die Hand vor den Mund zu nehmen. Selbst die damit früher verbundene Ermahnung, dazu die linke Hand zu benutzen, weil die rechte die Grußhand ist, bietet keinen ausreichenden Schutz vor der Weiterverteilung der Viren.
Der Grund: Viren und Bakterien haften für einige Zeit auch auf Gegenständen wie Türgriffen, Telefonhörern, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln und mehr, wenn solche mit noch ungewaschener Hand angefasst werden – und das kann auch mit der linken Hand schnell passieren.
Als Notlösung, wenn so schnell kein Taschentuch parat ist, empfehlen Gesundheitsfachleute und der Erkältungsknigge, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten. Doch das mag von manchem als unästhetisch empfunden werden.
Deshalb bleibt der schnelle Griff zum Papiertaschentuch eben das Nonplusultra.
Im europäischen Kulturraum gilt das Schnäuzen im Gegensatz zu vielen ostasiatischen Ländern (andere Länder = anderer Erkältungsknigge) zwar nicht als Fauxpas. Doch eleganter ist es auch hier, sich dafür dezent zurück zu ziehen.
Erkältungsknigge | Umgangsformen bei Erkältung und Grippe: Was sagt der Erkältungsknigge zu „Gesundheit“?
Eine der Fragen, zu denen die größte Unsicherheit im Bereich Erkältungsknigge besteht, ist: Sagt man „Gesundheit“, wenn jemand niest?
Unsere Eltern haben uns vermutlich noch beigebracht, dass es höflich ist, dass man „Gesundheit“ sagt, wenn jemand niest.
In den letzten Jahren tauchte jedoch immer wieder die Aussage auf, dies sei unhöflich, weil es möglicherweise der Hinweis auf ein „Gebrechen“, also eine Krankheit (wie z.B. eine Erkältung oder eine Allergie) ist.
Aus diesem Grund war die offizielle Erkältungsknigge Empfehlung tatsächlich für kurze Zeit, dass man beim Niesen einer anderen Person nicht mehr „Gesundheit“ sagt.
Jedoch ist dieser Brauch in der Bevölkerung so tief verankert, dass es von der weitaus größten Zahl aller Menschen als höflich angesehen wird, dass man „Gesundheit“ sagt. Und sogar als unhöflich oder stoffelhaft, wenn man es nicht tut.
Deshalb lautet die offizielle Erkältungsknigge Empfehlung:
Wenn in Ihrer Gegenwart jemand niest, so ist es höflich, ihr oder ihm „Gesundheit“ zu wünschen. Sollte das Niesen häufiger passieren, so wünschen Sie jedoch nur beim ersten Mal „Gesundheit“.
Denn wenn jemand z.B. unter einer Allergie leidet und beispielsweise jede halbe Stunde oder häufiger niesen muss, ist das „Gesundheit“ wünschen eher störend und unangenehm als höflich.
Damit verbunden ist auch oft die Frage, ob Sie sich entschuldigen sollen, wenn Sie niesen oder husten müssen?
Für das Niesen / Husten selber brauchen Sie sich nicht zu entschuldigen, denn diese Körperreaktion können Sie kaum bis gar nicht kontrollieren.
Höflich ist es jedoch sich zu entschuldigen, wenn Sie durch Ihr Niesen / Husten ein Gespräch unterbrochen oder jemanden erschreckt haben. Die Entschuldigung gilt also der Störung und nicht dem Niesen / Husten selber.
Woher stammt der Brauch, Gesundheit zu wünschen?
In Zeiten der Pest wünschte man Gesundheit, um Gottes Segen für die Gesundheit zu erbitten. Allerdings ging es dabei weniger um das niesende Gegenüber (der vermutlich schon mit der Pest infiziert und damit verloren war). Vielmehr ging es darum, göttlichen Beistand für die eigene Gesundheit zu erbitten. So höflich war der Brauch im Ursprung also gar nicht.
Was sagt der Erkältungsknigge zu Hustenbonbons / Lutschpastillen ?
Es ist verständlich, wenn Sie Ihrem Hals etwas Gutes tun wollen (auch viel Trinken hilft, gut für die Stimme !).
Im Rahmen des Erkältungsknigge empfehle ich Ihnen, dies mit einem kurzen „Bitte entschuldigen Sie, dass ich ein Halsbonbon lutsche, ich bin erkältet.“ zu entschuldigen. Denn an und für sich ist es unhöflich mit einem Bonbon im Mund zu sprechen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Erkältungsknigge und den Umgangsformen in der Erkältungszeit?
Ich freue mich über einen Kommentar. Auch bei Fragen.
Und bitte lassen Sie uns für bessere Umgangsformen in Erkältungszeiten sorgen. Indem wir diesen Beitrag weiter teilen. Danke!
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
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Herr Alexander Plath
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Mitarbeiter richtig loben – eine Anleitung in 7 Schritten
Posted by PM-Ersteller - 24/01/19 at 06:01:40 p.m.Warum ist richtiges Lob so wertvoll?
Wenn Sie richtig loben, zeigen Sie Ihren Mitarbeitern Wertschätzung, steigern deren Selbstvertrauen und schaffen eine positiv-produktive Arbeitsumgebung. Und nur in dieser können Mitarbeiter sich motivieren, entwickeln und Arbeitsfreude empfinden.
Ja, Sie haben richtig gelesen: „sich selber motivieren“. Denn Sie können keinen anderen Menschen motivieren. Sie können nur die richtige Arbeitsumgebung schaffen, in der Ihre Mitarbeiter sich selber motivieren können – und dazu gehört richtig loben.
Ein richtiges Lob zeigt Ihren Mitarbeitern, dass Sie Interesse zeigen und sich mit ihren Leistungen auseinandergesetzt haben. Damit schenken Sie Ihre aufgewendete Zeit und schaffen menschliche Nähe – das gehört zur Wertschätzung.
Können Sie lernen, Mitarbeiter richtig zu loben?
Ja, denn Ihre Mitarbeiter richtig zu loben ist ein Handwerk. Und keine Kunst oder gar angeboren. Und kann mit diesen 7 Schritten gelernt und zur positiven Gewohnheit gemacht werden:
1. Planen Sie es:
Wenn Sie es nicht gewohnt sind, regelmäßig Ihre Mitarbeiter zu loben, dann planen Sie es. Ja, planen Sie es, wie Sie einen regelmäßigen Termin planen. Und damit entwickeln Sie die Gewohnheit, Ihre Mitarbeiter zu loben.
Sobald das Loben der Mitarbeiter zu einer Gewohnheit geworden ist, hören Sie auf zu planen. Sonst wird es zu kalkulierbar und Sie wollen ja Ihre Mitarbeiter loben, wenn Sie diese dabei erwischen, dass sie etwas richtig gemacht haben. Also positiv überraschen (siehe Tipp 7)
2. Seien Sie ehrlich
Nur wenn Sie etwas als wirklich lobenswert empfinden, kommt Ihr Lob auch richtig an. Wenn Sie genau hinschauen und sich die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, finden Sie bei jedem Mitarbeiter gute Gründe zu loben. Und wenn nicht, sind entweder Sie als Führungskraft zu kritisch oder Ihr Mitarbeiter nicht an der richtigen Position im Unternehmen. Beim ersten denken Sie bitte an das Sprichwort „Perfektion weckt Aggression“ und übrigens ist Perfektionismus der sichere Weg, unzufrieden zu sein. Beim zweiten hilft eine persolog DISG Analyse der Stärken Ihres Mitarbeiters. Und wenn Sie nicht die Zeit haben, das Verhalten Ihrer Mitarbeiter zu analysieren, hilft ein Führungskräfte Coaching.
3. Kein taktisches Lob
Bitte überlegen Sie, was Sie loben und nicht weshalb Sie loben. Ein Lob ist zwar nicht selbstlos (siehe „Und was haben Sie als Führungskraft davon“ weiter unten). Doch der positive Effekt, wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben, stellt sich von selbst ein. Und sollte nicht auf Kalkül oder einem Hintergedanken beruhen. Das merken die Menschen nämlich ziemlich schnell und empfinden es als negative Manipulation.
Überlegen Sie also vielmehr, was jemand gut gemacht hat, welche Leistung besonders beachtenswert ist, wer sich besonders engagiert hat…
Dann fragen Sie sich, was Ihnen daran (besonders) gefällt und was es für Sie (emotional) bedeutet.
4. Körpersprache und Stimme
80-90% unserer Kommunikation sind das „Wie“ und nicht das „Was“ – also Körpersprache und Stimme. Achten Sie auf eine offene Körpersprache, insbesondere Blickkontakt und ein Lächeln. Eine Grundregel lautet „Keine Kommunikation ohne Blickkontakt“, das gilt auch fürs richtige Loben. Und wenn das, was Sie loben, Sie nicht Lächeln lässt…
5. Seien Sie genau und erklären Sie Ihr Lob
Nein, Sie sollen sich nicht für Ihr Lob rechtfertigen, denn dann wäre es ja keines. Doch wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben wollen, dann geht das nur, wenn Sie glaubwürdig rüberkommen. Und glaubwürdig oder authentisch sind Sie nur, wenn der Empfänger des Lobes weiß, was Ihnen so gut gefallen hat und was es für Sie bedeutet. Ein Beispiel?
„Super, dass Sie das Projekt eigenständig und auch noch 2 Tage vor der Deadline fertig gestellt haben. Das gibt mir das gute Gefühl, mich auf Sie verlassen zu können.“ Anstatt eines „Super Leistung… toller Job… gut gemacht.“
Je genauer Ihr Lob ist, je konkreter Sie ansprechen, was Ihnen aufgefallen ist, desto stärker wirkt Ihr Lob.
6. Loben Sie zeitnah und konzentriert
Wenn Ihnen etwas Lobenswertes auffällt, reagieren Sie schnellstmöglich. Ein Lob wirkt umso besser, je besser das Gelobte noch in Erinnerung ist. Und nicht nur einmal im Jahr beim Jahresgespräch, das ohnehin überbewertet und oft sogar kontraproduktiv ist
Loben Sie konzentriert: im Moment des Lobes ist nichts wichtiger als das Lob. Kein Telefon, keine E-Mail, kein anderer Mitarbeiter (siehe Punkt 4 „Blickkontakt“)
7. Erwischen Sie Ihre Mitarbeiter
Ja, erwischen Sie Ihre Mitarbeiter. Immer dann, wenn Sie etwas gut gemacht oder eine besondere Leistung erbracht haben. Also immer dann, wenn es etwas zu loben gibt. Und wenn das zu einer Gewohnheit wird, dann kommt das Lob von ganz alleine und organisch. Dann brauchen Sie auch nicht mehr zu „planen“.
Und was haben Sie als Führungskraft davon
wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben?
Richtiges Lob fördert das Selbstvertrauen und die Bereitschaft, Leistung zu erbringen. Als Führungskraft zählt es zu Ihren Aufgaben, mit Ihrem Team Ziele zu erfüllen. Dabei hilft richtiges Lob und es macht auch noch allen Beteiligten mehr Spaß.
Lob ist ein wichtiges Element einer wertschätzenden Arbeitsumgebung. Und nur in einer solchen sind Mitarbeiter dauerhaft bereit Leistung zu erbringen. Auch mal über das Übliche hinaus. Wenn es mal rund geht, stehen Sie als Führungskraft dann nicht alleine da.
Und in einer wertschätzenden Arbeitsumgebung können Fehler und Patzer offen angesprochen werden. Ihr Team kann also immer besser werden und es wird nichts verheimlicht (das sie dann später ohnehin „in den Hintern beisst“). Also weniger Stresspotential für Sie als Führungskraft.
Mitarbeiter richtig zu loben ist wirksamer und günstiger, als finanzielle Anreize zu schaffen. Das hat eine Studie des National Institute for Physiological Sciences nachgewiesen. Und richtig eingesetztes Lob erzeugt keinen Gewöhnungseffekt. Ganz im Gegensatz zu finanziellen Anreizen, deren Wirkung schnell verpufft. Denn an mehr Geld gewöhnen wir uns schnell und erwarten immer mehr. Und der Schuss geht nach hinten los…
Lob aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn. Und unser Gehirn mag Belohnungen. Damit schafft ein Lob ein gutes Gefühl – übrigens für den Gelobten und den Lobenden. Eine Studie des Instituts für Medizinische Soziologie der Universität Düsseldorf hat gezeigt, das Lob rdas Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und psychischen Leiden reduziert. Damit macht die Arbeit mehr Spaß und die Krankheits- und Ausfallquote sinkt.
Loben nur unter 4 Augen?
Manchmal lese ich, dass Führungskräfte nur unter 4 Augen loben sollen. Weil sonst andere Mitarbeiter sich am Lob stören würden.
Wenn Sie als Führungskraft eine vertrauensvolle und wertschätzende Arbeitsumgebung geschaffen haben, dann können Sie auch offen loben. Denn es zeigt Ihre Wertschätzung, spornt (auch andere) an und wenn Sie sich wirklich bemühen, finden Sie auch bei jedem Mitarbeiter etwas Lobenswertes.
Zu viel Lob schadet?
Nein, denn Lob aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und das kann nicht oft genug passieren. Und wenn Sie Ihre Mitarbeiter richtig loben, dann gibt es auch keinen Gewöhnungseffekt. Oder wird eine Liebe weniger stark, wenn Sie oft „Ich liebe Dich!“ sagen?
Loben oder Schleimen
Was ist der Unterschied zwischen Loben und Schleimen?
Nun, wenn Sie aus Ihrer Sicht schildern, was Ihnen gefällt, ist das ein Lob.
Wenn Sie sagen, was der andere hören will, dann ist das Schleimen.
Geben Sie externes Lob weiter!
Zum richtigen Loben Ihrer Mitarbeiter gehört auch, dass Sie externes Lob weiter geben. Wenn Sie also hören, dass ein Dritter Ihre Mitarbeiter lobt, dann geben Sie das bitte auch an Ihre Mitarbeiter weiter.
Und wie reagieren Sie am besten auf Lob?
Mit einem „Danke“. Zeigen Sie, dass es Sie freut, wenn Sie gelobt werden und dass Sie es zu schätzen wissen, dass der Lobende sich die Mühe macht. Gerne können Sie auch nachfragen, was dem Lobenden besonders gut gefällt. Dann wissen Sie, was wichtig ist.
Und wie reagieren Sie bitte NICHT?
Indem Sie sich rechtfertigen oder Ihre Leistung schmälern. „Das war gar nicht so schwierig …“ ist nach einem Lob einfach unpassend. Wenn eine Leistung für mich lobenswert war und für Sie leicht, dann ist es für mich noch immer lobenswert.
Warum wollen Sie sich klein machen?
Wenn andere Menschen an der Leistung beteiligt waren sollte es selbstverständlich sein, dass Sie dies erwähnen und das Lob auch weitergeben.
Und bitte denken Sie immer daran:
„Vom anerkennenden Schulterklopfen zum Tritt in den Hintern sind es nur 50 cm. Die machen jedoch einen großen Unterschied!“
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