Zusammentragen mit Format

Neuer Zusammentragturm für Landscape-Broschüren überzeugt mit Effizienz und Ergonomie

BildSeit 2016 ist mit dem Mark III die dritte Entwicklungsstufe der StitchLiner-Produktfamilie von Horizon auf dem Markt. Der variable Sammelhefter für die industrielle Produktion setzt seitdem in Bezug auf Präzision und Automatisierung Maßstäbe in der Broschürenfertigung. Jetzt hat der japanische Weiterverarbeitungsspezialist auch die Zusammentragmaschine, mit der die Bogen dem Sammelhefter zugeführt werden, einer Generalüberholung unterzogen. Mit individueller Luftzufuhr in jeder Station zieht der neue VAC-L600H auch kritische Papiere und Formate fehlerfrei ab.

1989, genau vor 30 Jahren, hat Horizon die erste vertikale Einzelblatt-Zusammentragmaschine auf den Markt gebracht. Mit den sich wandelnden Anforderungen von Buchbindereien und Druckereien wurde die VAC-Serie seitdem permanent weiterentwickelt und für verschiedene Anwendungen diversifiziert. Pünktlich zum 30. Produktjubiläum präsentiert Horizon nun das neueste Modell VAC-L600H, bei dem sowohl Produktivität als auch Ergonomie noch einmal spürbar verbessert wurden, was Unternehmer und Bediener gleichermaßen freuen dürfte.

Der VAC-L600H verfügt über sechs Ladestationen, die jeweils Bogenlängen bis zu 610 mm aufnehmen. Damit ist der Zusammentragturm die perfekte Ergänzung für den StitchLiner Mark III, um Broschüren im Format A4 quer zu produzieren. Das System ist modular ausbaufähig auf bis zu sechs Türme à sechs Stationen. Damit sind Broschüren bis zu 144 Seiten Umfang möglich. Um auch breite Bogen sicher und komfortabel einlegen zu können, wurde die Geometrie der Stationen optimiert. Außerdem profitiert der Bediener von einem deutlich reduzierten Geräuschpegel. Positiv für die Entwicklung der Betriebskosten ist der Energieverbrauch, der mit 1,6 kWh pro Turm 30 % unter den Vorgängermodellen liegt.
Der wesentliche Vorteil des neuen Modells liegt in der Steuerung der Luft in den Stationen. Individuelle und optimierte Luftzufuhr aus zwei Lüftern separat für jede Station und zuverlässige Saugtrommelanleger sorgen für einen sicheren Papiereinzug. Überlappung, Geschwindigkeit, Saug- und Blasluft sind individuell einstellbar und ermöglichen so die Verarbeitung auch kritischer Papiere und Formate.
Im Zusammentragmodus kann der VAC-L600H bis zu 9.900 Sätze pro Stunde verarbeiten. In Kombination mit z.B. dem StitchLiner Mark III sind pro Stunde bis zu 6.000 Broschüren A4 hoch oder 5.300 Broschüren A4 quer möglich. Echten Nonstop-Betrieb ermöglicht das integrierte Doppelzyklus-Programm. Wird für einen Auftrag maximal die Hälfte der Stationen benötigt, kann die andere Hälfte während des Maschinenlaufs beladen werden. Bevor die erste Station leerläuft, wechselt die Touch&Work-Steuerung automatisch zur zweiten Ladung. Wahlweise kann der VAC-L600H nach links oder rechts ausgeben. So kann auf der rechten Seite ein Stapelabsenktisch und auf der linken ein Broschürenfertigungsaggregat angeschlossen werden, um ohne Umbauaufwand zwei unterschiedliche Aufträge gleichzeitig zu bearbeiten.
Mit der integrierten Digitalfunktion ist der VAC-L600H gleichzeitig Digitalfeeder. Aus allen sechs Stationen können damit auch sequenziell gedruckte Bogen abgezogen und zu Sätzen oder Broschüren verarbeitet werden. Damit ist die Zusammentragmaschine ideal ausgestattet für hybride Produktionen aus Offset- und Digitaldruck.

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Horizon steht weltweit für innovative Lösungen in der Druckweiterverarbeitung. Der internationale Marktführer bietet Produkte, die in Sachen Präzision, einfacher Bedienung, kurzen Rüstzeiten und Integrationsfähigkeit höchsten Ansprüchen gerecht werden. Insbesondere die vernetzten Smart-Finishing-Lösungen ermöglichen durch integrierte Kundenprozesse die wirtschaftliche Fertigung von Auflage 1 bis zur industriellen Produktion. Das Horizon Porfolio umfasst Maschinen für alle Aufgaben der Druckweiterverarbeitung: Sammelheften, Klebebinden, Falzen, Zusammentragen, Schneiden, Folienkaschieren und Stanzen.

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Vom Fotolabor zur Druckerei

Fujifilm in Willich setzt auf einzigartiges Know-how und maximale Flexibilität in der Weiterverarbeitung

BildIndividuell gestaltete Fotobücher in höchster Qualität, leistungsfähige Software zur Bildoptimierung und immer auf der Suche nach Verbesserungen: Fujifilm Imaging Products & Solutions erlebte einen ungewöhnlichen Wandel vom Fotolabor zur Druckerei. Der Erfolg basiert nicht zuletzt auf einer umfassend automatisierten Weiterverarbeitung mit Systemen von Horizon.

Meist waren es klassische Akzidenzdruckereien, die sich mit fortschreitender Digitalisierung neu erfinden mussten, aber trotzdem Druckereien geblieben sind – wenn auch mit einer vollkommen veränderten technischen Ausstattung. Bei Fujifilm war das anders. Um langfristig bestehen zu können, musste sich das einstige Fotogroßlabor nach und nach erst in eine Druckerei verwandeln.

Der digitale Wandel war dabei Fluch und Segen zugleich: Einerseits verdrängte die neue Kameratechnik in Windeseile das klassische „Foto vom Negativ“ und machte damit das Kerngeschäft am Fujifilm-Standort Willich obsolet. Andererseits zählt der japanische Fuji-Konzern zu den Pionieren fotografischer Technik überhaupt und transferierte das gesammelte Know-how erfolgreich von der analogen in die digitale Welt. Statt Filmmaterial bildeten fortan Daten die Basis der ausgedruckten Bilder. Parallel dazu etablierte sich das Unternehmen als einer der weltweit führenden Anbieter von Fototerminals für den Sofortdruck in Selbstbedienung.

Kaum ein Jahrzehnt später folgte 2009 der nächste Kurswechsel. Mit der rasanten Verbreitung von Smartphones sank zugleich das Interesse am klassischen Fotoabzug – was sich wiederum unmittelbar auf die Auslastung des Maschinenparks am Fujifilm-Standort Willich auswirkte. Dieses Mal erforderte die Anpassung an veränderte Marktbedingungen faktisch den Wechsel in eine andere Branche: Wo früher Filme entwickelt und millionenfach Urlaubsfotos vergrößert wurden, produziert eine komplett neu geschaffene Digitaldruckerei seitdem hochwertige Fotobücher, für den B2B-Markt wie auch für Endkunden.

Schneller Aufstieg im Fotobuch-Markt
Als Fujifilm den Einstieg in die Druckbranche realisierte, lieferte Horizon die Grundausstattung für die Weiterverarbeitung: Einen 4-Zangen-Klebebinder BQ-470PUR, drei Hardcover-Bindesysteme HCB-2 und zwei Dreiseitenschneider HT-30. Kriterien wie leichte Bedienbarkeit, eine wirtschaftliche Produktion ab Auflage 1 sowie maximale Flexibilität und Schnelligkeit bei der Einrichtung neuer Druckaufträge spielten bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle. Mindestens ebenso wichtig war aber das Vertrauen in den Anbieter: „Mit Fotos kannten wir uns alle bestens aus, aber von Buchdruck hatten wir damals keine Ahnung“, erinnert sich Uwe Raderschadt, Manager Customer Support / Terminal Logistic, der die Umstellung miterlebte und heute bei Fujifilm Imaging Products & Solutions den Kundendienst für Fototerminals leitet. Gleichwohl erfreuten sich Fujifilm-Fotobücher aufgrund der hohen Bildqualität sehr schnell großer Beliebtheit.

Der Erfolg spiegelt sich auch im stetigen Ausbau des Maschinenparks wider. Nach und nach wurden die Kapazitäten der Weiterverarbeitung mit der Installation eines zweiten Horizon Klebebinders BQ-470PUR sowie dem Einsatz eines Dreimesser-Vollautomaten Horizon HT-1000V deutlich erweitert. Und als Horizon mit dem BQ-480 vor gut zwei Jahren den schnellsten am Markt verfügbaren 4-Zangen-Klebebinder präsentierte, wechselte Fujifilm die beiden vorhandenen BQ470-PUR kurzerhand gegen zwei der Nachfolgemodelle aus.

Automatisierte Systeme reduzieren Produktionskosten
Die Entscheidung zum kurzfristigen Umstieg auf Systeme vom Typ BQ-480 kam nicht von ungefähr. Einerseits konnte Fujifilm aus dem Stand heraus den Output an Fotobüchern innerhalb weniger Jahre vervielfachen. Auf der anderen Seite hat sich der Markt für Fotobücher in jüngster Zeit deutlich verändert und steckt momentan in einer Phase der Stagnation. Damit nicht genug, machen die Schnäppchenpreise unzähliger kleiner Online-Druckereien den Premium-Anbietern das Leben schwer. Fujifilm setzt dem ein schwer zu überbietendes Know-how der Fotografie entgegen: Eine bis ins letzte Detail ausgetüftelte und weltweit einzigartige Software zur Bildverbesserung, die aus tausenden von Bilddateien die qualitativ besten Aufnahmen herausfiltert und nicht nur Urlaubsfotografen damit viel Zeit erspart.

Gleichwohl gilt: „Bei der Preisgestaltung haben wir keinen großen Spielraum“, sagt Birgit Dornbusch, Betriebsleiterin von Fujifilm Imaging Products & Solutions in Willich. „Auf Dauer können wir uns nur am Markt behaupten, wenn wir die Produktionskosten bei gleichbleibend hoher Qualität möglichst niedrig halten“, stellt Dornbusch fest, „und mit den umfassend automatisierten Systemen von Horizon fühlen wir uns da gut bedient.“

Sichtbarer Barcode unerwünscht
Ihre Anforderungen sieht Birgit Dornbusch vor allem in der Kombination aus BQ-480 und HT-1000V voll und ganz erfüllt, zumal die Maschinen problemlos den besonderen Wünschen des Kunden angepasst werden konnten. Konkret geht es dabei um die eindeutige Zuordnung eines jeden Fotobuches zum jeweiligen Auftraggeber, was üblicherweise über einen aufgedruckten Barcode sichergestellt wird. Die Kunden empfinden einen sichtbaren Barcode jedoch als störend – und so mussten sich Birgit Dornbusch und ihr Team eine Alternative einfallen lassen. Die Lösung: Die korrekte Zuordnung von Buchblock und Umschlag erfolgt nach wie vor via Barcode, der aber nur auf das Vorsatzpapier gedruckt wird und nach dem Verkleben mit dem Cover nicht mehr sichtbar ist. Nachdem Buchblock und Umschlag im BQ-480 per Barcode richtig zugeordnet und zusammengefügt wurden, werden die Produktinformationen automatisch an einen Etikettierer gesendet, der am Beginn der Kühlstrecke zum HT-1000V verbaut ist. Der Etikettierer wiederum überträgt die Daten an einen selbstklebenden RFID-Chip, der sodann auf der Rückseite des hinteren Vorsatzpapiers angebracht wird. Das fertige Buch kann von nun an bis zur Ankunft beim Empfänger lückenlos nachverfolgt werden, ohne dass die Informationsquelle von außen sichtbar ist.

Pluspunkt leichte Bedienbarkeit
Auf den Horizon Systemen verarbeitet Fujifilm Fotobücher in unterschiedlichen Formaten von A6 bis A4, als Hoch- oder Querformat sowie in quadratischer Form bis maximal 30 x 30 cm. In der Masse geht es um Auflagen zwischen 1 und 5 Exemplaren mit Umfängen zwischen 24 und 120 Seiten, die Bestellungen laufen B2C über den eigenen Webshop oder B2B über Partner aus dem filialisierten Einzelhandel ein. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauert es meist zwei bis drei Tage, den größten Ansturm müssen die insgesamt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fotobuchproduktion in Willich stets kurz vor Weihnachten bewältigen. Saisonale Schwankungen bringen es auch mit sich, dass es Betriebsleiterin Birgit Dornbusch häufig mit angelernten Kräften zu tun hat. Sie selbst ist Dipl.-Ing. Technologie für Kunststofftechnik, absolvierte später noch ein Studium der Betriebswirtschaft und landete als Seiteneinsteigerin bei Fujifilm. Die leichte Bedienbarkeit der Horizon Systeme habe für alle Beteiligten ein wichtiges Entscheidungskriterium dargestellt, stellt Birgit Dornbusch fest, „und als Neuling in der Druckbranche kommt uns das sehr entgegen.“

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Think Smart Factory 2019: Die Zukunft erleben

Vom 11. bis 13. November 2019 findet in Kyoto das erste TSF Event statt. Zielgruppe des Events sind zukunftsorientierte Druckdienstleister, die ihre Prozesse durchgängig automatisieren wollen.

BildInitiiert wurde TSF19 von einem Konsortium führender japanischer Systemhersteller, die das Smart-Factory-Konzept in der Druckindustrie fördern wollen. Zu dem Konsortium gehören Canon, Fujifilm, goof, Horizon, HP, JSpirits, Konica Minolta, Resologic, Ricoh, Screen und Value Machine. Organisiert wird das Event von der Horizon International Inc. in der Miyako-Messe in Kyoto.

Smart-Factory-Konzept
Das „Internet der Dinge“ (IoT) ist in unserem Leben weit verbreitet, viele Dinge sind bereits miteinander vernetzt und tauschen automatisch Informationen aus. Die Druckindustrie bildet da keine Ausnahme, das IoT spielt eine wichtige Rolle im Tagesgeschäft. Gesucht sind Lösungen, die nicht nur Arbeitsersparnis durch Automatisierung bringen, sondern darüber hinaus Einzelsysteme zu Netzwerken verbinden.

Auf der IGAS 2018, der japanischen Leitmesse für die Druckindustrie, taten sich neun marktführende Unternehmen erstmals in einer Smart-Factory-Zone auf dem Horizon Stand zusammen. Brancheninnovatoren teilten dort ihr Wissen in Form von Keynotes und Vorträgen mit den Messebesuchern und erhielten dafür gutes Feedback. Dieses erfolgreiche Konzept führte zu der Idee, mit der Think Smart Factory 2019 in Kyoto ein eigenes Event für die vernetzte Druckproduktion ins Leben zu rufen, um den zukünftigen Erfolg der Druckindustrie zu fördern. Neben dem TSF19-Konsortium wird das Event auch von innovativen Anwendern unterstützt.

Durchgängig automatisierter Workflow
Bei der TSF19 wird jedes System in der Halle über einen digitalen Workflow verbunden. Ein automatisches Transportsystem sowie Roboter zum Anlegen und Abstapeln werden integriert, um einen vollautomatischen Smart-Factory-Betrieb zu demonstrieren.
Auf einer Fläche von 4.000 m2 wird der durchgängig automatisierte Workflow bis zum Transport des fertigen Produkts demonstriert. Die Lösungen von Horizon werden für die Endverarbeitung eingesetzt und von der Auftragserfassung bis zur Auslieferung eingebunden. Im Mittelpunkt stehen digitale Technologien, die einen hohen Automatisierungsgrad bei gleichzeitig hoher Prozess- und Produktqualität garantieren.

Gemeinsame Präsentation
Im Smart-Factory-Auditorium berichten internationale Anwender mehrmals täglich in Keynotes und Vorträgen von ihren Herausforderungen und Lösungen.
Derzeit beteiligen sich zehn Anbieter an TSF19, darunter Canon, Fujifilm, goof, Horizon, HP, JSpirits, Konica Minolta, Resologic, Ricoh und Screen. Auf der Anwenderseite nehmen Nissha Printing Communications und New Book teil. Das Konzept der Ausstellung ist einzigartig. Einzelne Stände, wie sonst auf Messen üblich, wird es in Kyoto nicht geben. Stattdessen werden die teilnehmenden Unternehmen in der gesamten Fläche gemeinsame Produktionslinien aufbauen, um den Besuchern die Smart Factory live zu demonstrieren.
Weitere Details zur Messe gibt es in Kürze auf https://thinksmartfactory.com.

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