Nach Aufdeckung von Tierquälerei: Staatsanwaltschaften ermitteln gegen drei KFC-Zulieferer
Posted by PM-Ersteller - 07/10/25 at 01:10:58 p.m.Gegen drei KFC-Zulieferbetriebe laufen Ermittlungen wegen Tierquälerei. QS/ITW-Siegel entzogen, Sanktionsverfahren eingeleitet, Zwangsgeld verhängt – Behörden reagieren nach ANINOVA-Enthüllung.
Die Tierrechtsorganisation ANINOVA hat in Brandenburg massive Missstände in mehreren Hähnchenmastanlagen offengelegt, die den Schlachtkonzern Plukon beliefern – ein wesentlicher Zulieferer der Fast-Food-Kette KFC. Jetzt ist bestätigt: Die zuständigen Staatsanwaltschaften haben in allen drei Fällen Ermittlungsverfahren aufgenommen -wegen strafrechtlich relevanter Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Konkret ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) zum Betrieb in Storkow (Landkreis Oder-Spree) unter dem Aktenzeichen 234 Js 25606/25. Für die Betriebe in Mollnitz (Landkreis Prignitz) und Güldenhof (Landkreis Oberhavel) führt die Staatsanwaltschaft Neuruppin Ermittlungen unter den Aktenzeichen 334 Js 34024/25 (Mollnitz) und 334 Js 30134/25 (Güldenhof). „Dass die Staatsanwaltschaften in allen drei Fällen tätig geworden sind, ist ein wichtiges Signal: Die dokumentierten Zustände sind keine Bagatellen, sondern ernstzunehmende Hinweise auf systematische Tierquälerei“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA e.V.
Storkow (Brandenburg), 07.10.2025. Das Bildmaterial hat ANINOVA erst vergangene Woche veröffentlicht. Die erschütternden Aufnahmen führten zu bundesweiter Aufmerksamkeit, unter anderem berichtete die ARD-Sendung „Report Mainz“. Bereits unmittelbar nach Erstellung des Bildmaterials wurden alle drei betroffenen Betriebe bei den jeweils zuständigen Veterinärbehörden angezeigt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaften sind somit eine direkte Folge der dokumentierten Hinweise.
Die Aufnahmen aus den vergangenen Monaten zeigen kranke, verletzte und tote Tiere, fehlendes Beschäftigungsmaterial und gravierende bauliche Mängel in großen Hähnchenmastanlagen. In den dokumentierten Betrieben werden Hunderttausende Tiere ohne Tageslicht auf engstem Raum gehalten; ausgefallene Tränkelinien, verschmutzte Einstreu und mangelnde Kontrollen verschärfen das Leid. „Diese Bilder zeigen ein System, das auf maximale Ausbeutung ausgerichtet ist – die Tiere zahlen den Preis“, so Peifer.
Alle drei betroffenen Mastanlagen beliefern Plukon. Ein Teil der dort geschlachteten Hühner geht an KFC. Trotz werblicher Versprechen und Branchenstandards bleibt das Leid in den Ställen real. „Wer Tierleid wirksam beenden möchte, entscheidet sich für eine vegane Lebensweise“, so Peifer. KFC trägt mit seinem massenhaften Einkauf bei Plukon direkte Verantwortung dafür, dass Millionen Tiere unter diesen Bedingungen leiden müssen.
Weitere Informationen hier.
Bildmaterial aus den Stallungen kann honorarfrei angefordert werden.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland
fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org
Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
Pressekontakt:
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ANINOVA enthüllt: Millionen Hühner leiden für KFC in Brandenburg – aktuelle Bilder belegen Tierquälerei
Posted by PM-Ersteller - 01/10/25 at 09:10:52 a.m.ANINOVA deckt Tierquälerei in Hähnchenmastanlagen auf: Kranke Tiere, tote Hühner, Mängel. Betriebe beliefern Plukon, Hauptabnehmer KFC. „KFC versteckt das Leid hinter Panade.“
. Brandenburg gehört zu den größten Geflügelmast-Regionen Deutschlands. Hier zeigen aktuelle Aufnahmen aus den letzten Monaten einmal mehr die Realität in der Hähnchenmast: Hunderttausende Tiere werden in riesigen Ställen meist ohne Tageslicht auf engstem Raum gehalten. Viele sind krank oder verletzt, mit offenen Wunden oder deformierten Gliedmaßen. Tote Hühner bleiben offenbar tagelang zwischen den Lebenden liegen. Verschmutzungen und bauliche Mängel verschärfen die Situation zusätzlich. „Diese Zustände verdeutlichen: Dieses System ist auf maximale Ausbeutung ausgerichtet – auf Kosten der Tiere“, so Peifer.
Im Betrieb in Stechlin (Landkreis Oberhavel) zeigen die Aufnahmen zahlreiche verletzte und kranke Tiere, viele mit offenen Wunden und Deformationen. Tote Tiere bleiben scheinbar tagelang in den Ställen. In dem Betrieb werden rund zwei Millionen Hühner pro Jahr gemästet. Nach unserem Hinweis kam es zu einer unangemeldeten Kontrolle der „Initiative Tierwohl“, die mit versteckter Kamera dokumentiert wurde. Massive Verstöße wurden festgestellt: fehlendes Beschäftigungsmaterial, keine Strukturelemente und hunderte fehlende Nippeltränken. Das ITW-Siegel wurde daraufhin kurzzeitig entzogen, wenige Tage später jedoch erneut erteilt – unmittelbar vor der Schlachtung. Auch das Veterinäramt verhängte ein Zwangsgeld von 9.000 Euro. Trotzdem wurden die Tiere unter ITW-Label geschlachtet. Auch die Ausstallung wurde dokumentiert – von Tierwohl ist dabei nichts zu sehen. „Das Siegel ist wirkungslos: Die Menschen werden getäuscht, die Tiere leiden weiter“, so Peifer.
Auch im Betrieb in Storkow (Landkreis Oder-Spree) wurde Tierquälerei dokumentiert. In den dortigen zwölf Stallungen bekommen die über 200.000 Masthühner überhaupt kein Tageslicht. Sie stehen dicht gedrängt, ohne Beschäftigungsmaterial oder Strukturelemente. Verschmutzte Böden und schlechte Luftqualität verschärfen die Situation. Obwohl die letzte Kontrolle der „Initiative Tierwohl“ im Mai 2025 angeblich ohne Beanstandung blieb, zeigen die ANINOVA vorliegenden Bilder aus Ende Juni 2025 massive Verstöße: kranken Tieren wird nicht geholfen, Kontrollgänge finden offenbar nicht regelmäßig statt. Besonders brisant: Der Betrieb liegt direkt neben dem riesigen Plukon-Schlachthof in Storkow, zudem ist Plukon laut Handelsregisterauszug auch an dem Betrieb selbst beteiligt. ANINOVA ist nicht bekannt, ob dies immer noch der Fall ist.
Im Betrieb in Mollnitz (Landkreis Prignitz) zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch aus dieser Hähnchenmastanlage liegt ANINOVA aktuelles Bildmaterial aus Ende August 2025 vor. Diese Mastanlage trägt ebenfalls das Siegel der „Initative Tierwohl“. Trotzdem dokumentieren die Aufnahmen massive Missstände: kranke Tiere ohne ausreichende Versorgung, tote Tiere im Stall, verschmutzte und verkotete Einstreu. In beiden Hallen war jeweils eine komplette Tränkelinie ausgefallen. Futtertröge waren mit trockenem Kot gefüllt, was auf mangelnde Reinigung und Hygiene hindeutet. Besonders gravierend: An mehreren Stellen ist das Mauerwerk beschädigt und droht einzustürzen – eine akute Gefahr für die Tiere. Zudem werden fehlende Kontrollgänge dokumentiert. Die Aufnahmen von versteckten Kameras zeigen, dass eine Mitarbeitende die Tür nur einmal kurz öffnet und dann wieder schließt. Eine „Inaugenscheinnahme aller Tiere“, wie es das Gesetz vorsieht, erfolgt im dokumentierten Zeitraum nicht.
Alle drei Mastanlagen beliefern den Schlachtkonzern Plukon. Plukon betreibt in Deutschland mehrere große Schlachthöfe, darunter einen in Storkow, Brandenburg. Ein erheblicher Teil der bei Plukon geschlachteten Tiere wird an KFC geliefert. KFC wirbt weltweit mit Tierwohl-Versprechen, verarbeitet nach eigenen Angaben jedoch rund eine Milliarde Hühner pro Jahr. Hinzu kommt: KFC selbst hat bereits eingeräumt, die Vorgaben des sogenannten Better Chicken Commitment (BCC) bis 2026 nicht vollständig umsetzen zu können. Besonders die Umstellung auf langsam wachsende Rassen gilt als kaum erreichbar. Das BCC ist ein Branchenstandard, der u. a. langsam wachsende Rassen, mehr Platz, Tageslicht und Beschäftigungsmaterial für Hühner vorsieht. KFC hat sich daran beteiligt.
„Plukon und KFC tragen direkte Verantwortung für dieses System. Solange Unternehmen von diesem Leid profitieren, wird sich nichts ändern“, so Peifer. „Wer wirklich etwas gegen Tierleid tun will, sollte sich vegan ernähren.“
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Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
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