10 Jahre GWAdriga: Vom Messen zum Steuern
Posted by PM-Ersteller - 12/06/26 at 11:06:36 a.m.Kooperation und Praxisorientierung waren wichtige Erfolgsfaktoren
„Auf die Menge kommt es an“ – so lautete nicht nur die Headline der ersten GWAdriga-Pressemitteilung. Diese Überlegung der drei Gesellschafter EWE, RheinEnergie und Westfalen Weser Netz war 2016 auch der Ausgangspunkt für die Gründung der GWAdriga. Sie waren sich sicher, dass selbst größere Versorger voraussichtlich nicht das nötige Mengengerüst für einen wirtschaftlichen Betrieb der Gateway-Administration in Eigenregie mitbringen. Der Name GWAdriga entstand beim Gründungstreffen am Pariser Platz mit dem Blick auf die Quadriga und ihre vier Pferde. „Für uns war das ein gutes Bild: unterschiedliche Kräfte, aber eine gemeinsame Richtung“, erinnert sich Dr. Michal Sobotka, Geschäftsführer der GWAdriga GmbH & Co. KG. Heute, 10 Jahre später, ist GWAdriga – gemessen an der installierten Basis von intelligenten Messsystemen – die Nummer 2 auf dem Markt und der größte unabhängige Umsetzungspartner im Smart-Meter- und Steuerungsrollout.
„Eins war für uns damals klar: Wir wollten so schnell wie möglich mit dem Smart-Meter-Rollout loslegen“, erinnert sich Dr. Michal Sobótka. Doch bekanntlich verzögerte sich der Start des Rollouts um mehrere Jahre. Eine Zeit, die GWAdriga nutzte: „In der kritischen Phase haben wir nicht nur gewartet, sondern sind im Austausch mit den Kunden ganz konkrete Praxisprobleme vor Ort angegangen. Das haben wir nicht nur in Konzepten, sondern im Rechenzentrum, in den Fachbereichen, in den Prozessen und manchmal ganz buchstäblich im Keller beim Kunden gemacht“, so Sobótka weiter. „Diese Erfahrungen aus einer Vielzahl von möglichen Konstellationen helfen uns bis heute, auch in unserem eigenen ,Maschinenraum‘. Denn unsere Mitarbeitenden wissen genau, worauf es ankommt und worauf sie angesichts der zunehmenden Skalierung achten müssen.“
Beim Thema „Steuern & Regeln“ gehörte GWAdriga mit seinen Kunden zu den absoluten Vorreitern. Im Rahmen des Projekts „Virtueller WärmeStromPool“ der RheinEnergie, bei dem Nachtspeicherheizungen ins virtuelle Kraftwerk eingebunden und mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt wurden, übernahm GWAdriga schon 2018 erstmals die Abwicklung des CLS-Managements. Und sammelt auf diesem Wege schon früh Erfahrungen mit einem Prozess, der für die Digitalisierung der Energiewende entscheidend ist. Neben weiteren kleineren Pilotprojekten in den folgenden Jahren wurden schließlich im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts CLS.ON, an dem neben den Gesellschafterunternehmen auch die Nürnberger N-ERGIE beteiligt ist, konkrete Umsetzungsoptionen entwickelt, die heute zur Grundlage des Steuerungsrollouts bei den GWAdriga-Kunden geworden sind. „Kooperation war für uns nie ein Nebenaspekt. Denn eine enge Zusammenarbeit ist die Voraussetzung, um komplexe Herausforderungen bei der Digitalisierung der Netze zu meistern und zum Erfolg zu tragen. Das zeigt sich nicht nur bei CLS.ON, das war eine zentrale Grundlage zahlreicher Projekte der letzten zehn Jahre“, stellt Dr. Michal Sobótka fest.
Die Kundenbasis hat sich im Lauf der Jahre stetig verbreitert. Waren 2016 noch ausschließlich die drei Gesellschafterunternehmen mit einem Gesamtvolumen von 480.000 auszurollenden intelligenten Messsystemen unter Vertrag, liegt die aktuelle Zahl bei mehr als 300.000 iMsys im Produktivbetrieb und rund 2 Millionen weiteren im Rollout – bei derzeit 21 Messstellenbetreibern. Dazu kommen nun auch mehrere hunderttausende Steuerboxen, die ebenfalls auszubringen und zu betreiben sind. „Die Rolle des Messstellenbetreibers hat sich in diesen Jahren grundlegend verändert. Was lange eher ein nachgelagerter Teil des Systems war, rückt mit Digitalisierung und Steuerungsrollout ins Zentrum. Aus dem Verwalter von Zählern wird Schritt für Schritt ein aktiver Ermöglicher von Steuerung, Transparenz und systemdienlicher Flexibilität“, so Dr. Michal Sobótka. Damit einher ging aber auch eine veränderte Positionierung von GWAdriga: „Als Partner der Messtellenbetreiber und zunehmend auch Verteilnetzbetreiber helfen wir ihnen, diese neue Verantwortung wirksam und skalierbar auszufüllen. Und vielleicht ist das tatsächlich die wichtigste Entwicklung von GWAdriga in diesen zehn Jahren: Wir sind nicht nur als Unternehmen größer geworden. Wir sind in unserer Rolle gewachsen – vom Dienstleister im Hintergrund zum Integrator, Umsetzer und Gestalter.“
Dabei hat sich für ihn im Rückblick auch die Frage erledigt, ob der deutsche Sonderweg bei Smart-Metering im europäischen Kontext nicht eventuell doch ein Irrweg war: „Der deutsche Weg war sicher kein geradliniger Erfolg, sondern geprägt von Verzögerungen, Komplexität und Lernkurven. Aber: Der Ansatz war seiner Zeit voraus und strategisch richtig gedacht“, erklärt Dr. Michal Sobótka. Die anderen europäischen Länder hätten den Rollout zwar schneller und vollständiger umgesetzt, aber primär für die Anforderungen an Fernauslesbarkeit und Verbrauchstransparenz. „Die heutigen Herausforderungen liegen jedoch in der Beherrschung hochdynamischer Netzsituationen, durch volatile Einspeisung und stark schwankenden Verbrauch. Dabei sind sicher nicht alle Elemente des deutschen Modells international sinnvoll übertragbar wie etwa die starke Fragmentierung von Marktrollen. Sehr wohl übertragbar sind jedoch die technischen und architektonischen Grundprinzipien: eine sichere, standardisierte Kommunikationsinfrastruktur und die Trennung von Messung, Steuerung und Mehrwertdiensten. Hier kann Deutschland durchaus als Vorbild für Europa dienen.“
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
GWAdriga GmbH & Co. KG
Herr Michal Sobótka
Kurfürstendamm 33
10719 Berlin
Deutschland
fon ..: +49 30 959 99 09-0
web ..: https://www.gwadriga.de
email : info@gwadriga.de
GWAdriga mit Sitz in Berlin ist Full-Service-Dienstleister für die Gateway-Administration, das Messdaten- und das CLS-Management. Darüber hinaus entwickelt GWAdriga datenbasierte Leistungen für die Energiewirtschaft, etwa für das Mehrsparten-Metering. Zu den Kunden von GWAdriga zählen sowohl grundzuständige als auch wettbewerbliche Messstellenbetreiber in ganz Deutschland. Mit aktuell mehr als 300.000 intelligenten Messsystemen im Produktivbetrieb und rund 2 Mio. weiteren im Rollout verfügt GWAdriga über ein belastbares Mengengerüst für einen wirtschaftlichen und skalierbaren Betrieb der Smart-Meter-Gateway-Administration. GWAdriga wurde 2016 von EWE, RheinEnergie und Westfalen Weser Netz gegründet.
Pressekontakt:
Press’n’Relations GmbH
Frau Uwe Pagel
Magirus-Deutz-Str. 14
89077 Ulm
fon ..: 73114615689
email : upa@press-n-relations.de
HanseWerk-Tochter SH Netz digitalisiert Stromnetz: 460.000 Smart Meter bis Jahresende eingebaut
Posted by PM-Ersteller - 30/12/25 at 10:12:29 a.m.Für die Energiewende: Intelligente Messsysteme des HanseWerk-Unternehmens SH Netz übermitteln Zählerdaten und verbessern die Netzsteuerung. Die Einbauquote war bis Ende 2025 zu 58 Prozent erfüllt.
Mehr als 460.000 Smart Meter hat Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), ein Unternehmen der HanseWerk-Gruppe, bis Ende 2025 im nördlichsten Bundesland installiert. „Damit liegen wir voll im Plan“, betont Steffen Bandelow, Geschäftsführer Netzwirtschaft bei SH Netz, das zu HanseWerk gehört. Bis 2032 müssen alle rund 800.000 Stromzähler im Netzgebiet digitalisiert sein. Als Smart Meter werden zum einen sogenannte moderne Messeinrichtungen (mME) und zum anderen intelligente Messsysteme (iMSys) bezeichnet.
Die Umrüstungsquote auf Smart Meter bei der HanseWerk-Tochter SH Netz und ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft NordNetz beträgt für beide Zählertypen zusammen rund 58 Prozent. Im laufenden Jahr hat der Netzbetreiber in Schleswig-Holstein insgesamt rund 56.000 digitale Messeinrichtungen bei den Kundinnen und Kunden von SH Netz, das Teil der HanseWerk-Gruppe ist und NordNetz eingebaut. Darunter waren rund 16.000 intelligente Messsysteme. „Rein rechnerisch haben unsere Kolleginnen und Kollegen 2025 damit jeden Werktag mehr als 240 Stromzähler installiert“, zieht Steffen Bandelow Bilanz. Eine ähnliche Größenordnung ist auch für das kommende Jahr geplant.
Intelligenten Messsysteme (iMSys) können automatisiert Zählerstände erfassen und übermitteln. Notwendig ist der Einbau bei einem Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden, einer Erzeugungsleistung ab 7 Kilowatt oder bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach §14a Energiewirtschaftsgesetz. Dazu zählen unter anderem Wärmepumpen und Wallboxen zum Laden von E-Fahrzeugen.
„Intelligente Messsysteme sind ein wichtiger Baustein für die Stromnetze der Zukunft. Mit ihrer Hilfe können Stromnetze flexibler gesteuert und dadurch Stromerzeugung und -verbrauch besser in Einklang gebracht werden“, sagt Norman Raske, zuständig für die Rollout-Planung der digitalen Zähler bei der HanseWerk-Tochter SH Netz. „So können erneuerbare Energien noch effizienter genutzt werden.“ Eine Auswertung der Bundesnetzagentur zeigt, dass das HanseWerk-Unternehmen SH Netz beim Rollout der intelligenten Messysteme im bundesweiten Vergleich von 850 Netzbetreibern weit vorn auf Platz 35 liegt.1)
Moderne Messeinrichtungen (mME) hingegen unterscheiden sich von intelligenten Messsystemen durch einen geringeren technischen Umfang und werden bei Kunden mit geringerem Verbrauch eingebaut. Sie sind ein digitaler Ersatz der alten, analogen Ferraris-Zähler. Durch Einsatz dieser Systeme haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, neben dem aktuellen Zählerstand auch historische tages-, wochen-, monats- oder jahresbezogene Verbrauchswerte der vergangenen zwei Jahre einzusehen. „Über ein Kommunikationsmodul kann eine moderne Messeinrichtung außerdem bei Bedarf zu einem intelligenten Messsystem erweitert werden“, erklärt Norman Raske.
Anmerkung 1) :
Quelle: Bundesnetzagentur – Homepage – Roll-out intelligente Messsysteme: Quartalsweise Erhebungen
Schleswig-Holstein Netz
Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.
SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
HanseWerk AG
Herr Ove Struck
Schleswag-HeinGas-Platz 1
25450 Quickborn
Deutschland
fon ..: +49 41 06-6 29-34 22
web ..: https://www.hansewerk.com/de.html
email : presse@hansewerk.com
Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie zum Beispiel im Norddeutschen Reallabor. Bis 2030 wird die HanseWerk-Gruppe klimaneutral sein: Dazu werden ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, der Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung bis 2030 klimaneutral gestellt.
Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie mehr als 450 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Pressekontakt:
HanseWerk AG
Herr Ove Struck
Schleswag-HeinGas-Platz 1
25450 Quickborn
fon ..: +49 41 06-6 29-34 22
email : presse@hansewerk.com
