Warum Lernen wichtig bleibt

Auf einer Fachkonferenz thematisiert die Deutsche Hochschule, warum Lernen auch im Zeitalter künstlicher Intelligenz zählt und welche Anforderungen für Bildung und Arbeitswelt entstehen.

BildChennai, Indien, 5. Dezember 2025 – Wenn KI in Sekunden Code schreibt, Texte formuliert und Analysen liefert, wirkt Lernen plötzlich wie ein Umweg. Warum Jahre in Studium und Grundlagen investieren, wenn Maschinen schneller sind? Eine klare Antwort darauf gab Andreas Lingnau, Professor für Informatik an der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW), auf der International Conference on Technology for Education (T4E) in Chennai.

INTERNATIONALE KONFERENZ, INTERNATIONALE VERANTWORTUNG

Die T4E zählt zu den zentralen internationalen Foren für digitale Bildung. Jedes Jahr diskutieren dort Fachleute aus Lehre und Forschung über technologische Möglichkeiten und welche Verantwortung damit einhergeht. Mit leistungsfähiger KI verschiebt sich der Fokus: weg von der reinen Erstellung von Ergebnissen hin zur Fähigkeit, diese kritisch zu prüfen.
Andreas Lingnau unterstützte die T4E inhaltlich und organisatorisch als Mitglied im Organizing Committee und als einer von drei International Outreach Chairs. Das Indian Institute of Technology Madras (IIT) bot den passenden Rahmen für die Konferenz.

REFUTE PROBLEMS: KI-OUTPUT KRITISCH BEWERTEN

Im Mittelpunkt von Andreas Lingnaus Konferenzreise stand ein gemeinsamer Workshop mit Prof. Viraj Kumar (International Institute of Science, Bengaluru) und Prof. Megha Sharma (Cambridge Institute of Technology, Bengaluru). Thema waren Refute Problems: ein Aufgabenformat, das gezielt Urteilsfähigkeit trainiert.
Studierende arbeiten dabei mit Programmcode, der für einige Beispiele korrekte Ergebnisse liefert und auf den ersten Blick richtig zu sein scheint. Bei genauer Betrachtung ist der Code jedoch fehlerhaft oder unvollständig und muss analysiert, hinterfragt und begründet widerlegt werden. Das ist keine künstliche Übung: Im IT-Bereich gehört es zum Berufsalltag, fremden Code weiterzuentwickeln. Und durch den zunehmenden Einsatz generativer KI sitzen Fachkräfte immer öfter vor Code, der nicht von einem Menschen geschrieben wurde.
Aus diesem Grund hat Andreas Lingnau im vergangenen Jahr eine Forschungskooperation mit Prof. Viraj Kumar begonnen, der bereits Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt hat. Ziel ist es, Refute Problems als realitätsnahe Übung in seiner Lehre an der DHAW einzusetzen. Im Workshop berichtete er über seine didaktischen Ziele. Studierende analysieren KI-generierten Output, erkennen Schwachstellen und begründen ihre Bewertung. Damit sind Refute Problems mehr als ein didaktisches Format. Sie zeigen, warum akademische Bildung heute relevanter denn je ist.

WAS STUDIERENDE DURCH REFUTE PROBLEMS LERNEN

– Analysieren: Inhalte lesen, strukturieren und verstehen
– Bewerten: Lösungen fachlich einordnen statt übernehmen
– Hinterfragen: Annahmen erkennen und prüfen
– Begründen: Entscheidungen nachvollziehbar erklären
– Reflektieren: Werkzeuge kontrolliert einsetzen
Diese Future Skills sind zentral für einen professionellen Umgang mit KI und werden zu einer immer wertvolleren Qualifikation für den Berufseinstieg.

ANDREAS LINGNAU: LEHRE MIT METHODEN AUS DER PRAXIS

An der DHAW bindet Andreas Lingnau Refute Problems unter anderem bereits im Modul Programmieren 1 ein. Zudem arbeitet er an einem Konzept, um Studierende mithilfe von KI bei der Aufgabenlösung zu unterstützen. Seine Impulse aus der internationalen Zusammenarbeit fließen direkt in seine Lehre ein und werden an die Strukturen eines Online-Studiums angepasst. Für Lingnau ist das der Kern moderner Lehre:
„Auch in diesem Jahr war es für mich wieder eine Ehre, im Organisationskomitee der International Conference on Technology for Education (T4E) mitzuarbeiten. Besonders gefreut habe ich mich außerdem über die Einladung, im Rahmen eines Workshops am IIT Madras über die Besonderheiten an der DHAW und den Einsatz innovativer Lehrmethoden berichten zu dürfen.“

FAZIT: WENN TOOLS SCHNELLER SIND, ZÄHLT VERSTÄNDNIS
Lohnt es sich also noch, Grundlagen wie Programmieren zu lernen? Absolut – sagt Andreas Lingnau. Und nicht nur das: Er warnt vor dem Verlust echter Fachkompetenzen:
„Studien haben bereits gezeigt, dass der Einsatz von KI in der Lehre die Gefahr des sogenannten De-Skillings, also den Verlust von Kompetenzen, nach sich ziehen kann. Dabei gibt es sicherlich Aufgaben, die wir der KI übertragen können, wir müssen aber auf der anderen Seite dafür sorgen, dass echte Fachkompetenzen nicht irgendwann verloren gehen und wir uns in eine vollständige Abhängigkeit von der KI begeben.“
Zukunftsfähige Hochschullehre bereitet Studierende auf eine KI-geprägte Arbeitswelt vor. Mit Wissen, das im Berufsleben den Unterschied macht. Und mit Future Skills, die bleiben, wenn Systeme ausfallen: analytisch denken, einordnen, begründen und verantwortungsvoll entscheiden.

Passende Studienprogramme und Weiterbildungen an der DHAW:
– Allgemeine Informatik (B. Sc.)
– Künstliche Intelligenz (B. Sc.)
– Cyber Security (B. Sc.)
– Weiterbildung KI Management

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW)
Frau Marit Bolduan
Jägerallee 26
14469 Potsdam
Deutschland

fon ..: +49 331 76 99 13 7
web ..: https://deutschehochschule.de/
email : m.bolduan@deutschehochschule.de

Die Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) ist eine moderne Hochschule mit klarer Vision. Wir möchten erstklassiges Fachwissen lehren, das durch Qualität, Praxisnähe und Aktualität überzeugt. Unser Anspruch ist es, Ihnen das theoretische und praktische Rüstzeug für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang mitzugeben. Alumni unserer Hochschule sollen dadurch am Arbeitsmarkt als begehrte Fachkräfte gelten.

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World Robot Olympiad 2025: Von Deutschland nach Singapur

Auch im kommenden Jahr organisiert der Verein TECHNIK BEGEISTERT e.V. die World Robot Olympiad (WRO) in Deutschland. Ab sofort können sich Teams für den Wettbewerb anmelden.

Bild_Bundesweiter Wettbewerb begeistert Kinder und Jugendliche für Informatik & Robotik _

Auch im kommenden Jahr organisiert der Verein TECHNIK BEGEISTERT e.V. die World Robot Olympiad (WRO) in Deutschland – diesmal an über 50 Austragungsorten. Ab sofort können sich Teams für den Wettbewerb anmelden. Nach den regionalen Vorentscheiden trifft sich die Crème de la Crème der deutschen Robotik-Talente beim Deutschlandfinale, das Ende Juni in der Dortmunder Westfalenhalle ausgetragen wird.

Die WRO ist ein internationaler Wettbewerb, der Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Themen Informatik, Technik und Robotik begeistern soll. Mit dem Ziel, Nachwuchstalente für zukünftige Berufe in den Ingenieur- und IT-Bereichen zu gewinnen, richtet sich der Wettbewerb an junge Menschen zwischen 8 und 22 Jahren. In Teams arbeiten sie gemeinsam an kreativen Roboterprojekten und präsentieren ihre innovativen Ideen.

Teilnehmen können sowohl Schulgruppen, wie beispielsweise Roboter-AGs, als auch privat organisierte Teams. Die Teilnehmenden dürfen alle verfügbaren Robotertechnologien und Software nutzen, was den Teams ermöglicht, besonders kreative Lösungen zu entwickeln. Neben technischen Fähigkeiten gewinnen die Mädchen und Jungen durch die Arbeit im Team wertvolle soziale Kompetenzen – und erleben die Spannung des Wettbewerbs hautnah.

In Deutschland wird die WRO vom Verein TECHNIK BEGEISTERT e.V. in Kooperation mit regionalen Partnern, darunter Hochschulen, Schulen, Unternehmen und MINT-Initiativen, organisiert. „Im nächsten Jahr erwarten wir rund 1.000 Teams, die in ganz Deutschland an den WRO-Wettbewerben teilnehmen“, berichtet Markus Fleige, Vorsitzender des Vereins. Insgesamt finden im Jahr 2025 an über 50 Standorten regionale Wettbewerbe statt.

Die besten Teams der regionalen Wettbewerbe qualifizieren sich für das Deutschlandfinale, das am 27. und 28. Juni 2025 in der Dortmunder Westfalenhalle stattfinden wird. Wer dort heraussticht, kann sich für das Europafinale in Slowenien oder sogar das Weltfinale qualifizieren, das im November in Singapur ausgetragen wird. Mit Teilnehmeraus über 100 Ländern bietet die WRO nicht nur einen spannenden Wettbewerb, sondern auch die Möglichkeit zu interkulturellem Austausch und internationalen Freundschaften.

Die Anmeldung für die Wettbewerbe 2025 ist ab sofort offen und läuft bis zum 28. März 2025 über die Website www.wro2025.de.

Weitere Informationen
Liste aller Austragungsorte der WRO-Wettbewerbe:
www.wro2025.de/wettbewerbe-kartenansicht

Kontakt über LinkedIn zum Verein:
www.linkedin.com/company/technik-begeistert-ev

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TECHNIK BEGEISTERT e.V.
Herr Markus Fleige
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58739 Wickede
Deutschland

fon ..: 017621110153
web ..: https://www.technik-begeistert.org
email : mail@technik-begeistert.org

Der 2011 gegründete Verein TECHNIK BEGEISTERT e.V. hat sich der Aufgabe verschrieben, Kinder und Jugendliche für Technik, Informatik und Robotik zu begeistern. Neben der Organisation des bundesweiten Wettbewerbs World Robot Olympiad (WRO) unterstützt der Verein Schulen aktiv beim Aufbau von Roboter-AGs und schafft so praxisnahe MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) direkt im Schulalltag.

Mit über 50 Partnerinnen und Partnern bundesweit und mehr als 700 ehrenamtlichen Unterstützer jährlich bringt TECHNIK BEGEISTERT e.V. junge Menschen im Alter von 8 bis 22 Jahren in Kontakt mit Technik und fördert sie gezielt für Berufe der Zukunft. Der Verein zählt über 100 Mitglieder, die sich für diese Mission engagieren und hat ein breites Netzwerk von Schulen, Hochschulen sowie Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufgebaut.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.technik-begeistert.org

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