Covid-19-Impfgegner und Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote

Studie „OpinionTRAIN 2021“ untersucht die Einstellungen zum Impfen:
„Covid-19-Impfgegner und Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote“

BildEtwa jeder vierte Befragte ist nicht gegen COVID-19 geimpft (in der Bevölkerung ab 18 Jahre) / Mehr als jeder Zehnte in Deutschland gehört zum harten Kern der Impfgegner / Persönliche Betroffenheit in Deutschland geringer als in den Vergleichsländern / Kein klares Votum für eine Impfpflicht, aber eine Zustimmung für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief am vergangenen Wochenende zögernde Menschen auf, möglichst bald ein Impf-Angebot wahrzunehmen. Fünf Millionen Impfungen und mehr seien in Deutschland nötig, um sicher über die nächsten Monate zu kommen. Außerdem gebe aus seiner Sicht nur eine „sehr geringe Zahl“ von Menschen, die Impfungen grundsätzlich und hart ablehnten, der Rest sei erreichbar. Eine genaue Bezifferung, wie groß der Anteil der Impfgegner in der Bevölkerung ist, bleibt allerdings offen.

„In unserer letzten Erhebung der Studienreihe OpinionTRAIN haben wir bereits auf die erheblichen Impf-Vorbehalte bestimmter Bevölkerungsgruppen hingewiesen. Leider bestätigt sich, dass es sich erstens bei der Gruppe der Impfgegner um eine größere Anzahl von Menschen handelt und dass sich zweitens die bisher nicht geimpften Menschen nicht so leicht zur Impfung motivieren lassen wie allgemeinhin angenommen wird“, betont Johannes Hercher, Vorstand der Rogator AG und Co-Autor der Studie OpinionTRAIN.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Etwa jeder vierte Befragte ist nicht gegen COVID-19 geimpft

Im Vergleich der untersuchten Länder liegt die Impfquote in Deutschland mit 76 % im Mittelfeld (Anteil mind. einmal Geimpfter an der Bevölkerung ab 18 Jahre – das RKI weist eine Impfquote von aktuell 66 % (mind. einmal geimpft) bezogen auf die Gesamtbevölkerung aus). 65 % der Erwachsenen sind in Deutschland vollständig geimpft, 11 % haben eine von zwei Dosen erhalten. Trotz anhaltender Appelle zum Impfen sind 24 % der Befragten dem noch nicht nachgekommen. Der Anteil der Nichtgeimpften ist z.B. abhängig von der Altersklasse und der Parteien-Präferenz, allerdings weniger vom Einkommensniveau. Aufgrund der Impf-Priorisierung ergibt sich heute eine klare Altersabhängigkeit bei der Impfquote. Sie ist am geringsten bei Menschen unter 30 Jahren und am höchsten bei den Menschen ab 60 Jahren. Aber selbst bei den 60+-Jährigen liegt der Anteil der Nichtgeimpften bei 16 %. Umgerechnet sind das etwa 4 Mio. Personen. Befragte mit Präferenz von Bündnis 90/Die Grünen (11 %) und der CDU/CSU (12 %) weisen einen unterdurchschnittlichen Anteil der Nichtgeimpften auf, während dieser Anteil bei Anhängern der AfD besonders hoch ist (53 %). Gleichzeitig ist die Impfquote relativ unabhängig vom Haushaltseinkommen. Damit ergeben sich wenig Anzeichen für das Narrativ, die zu geringe Impfquote wäre ein Thema von bildungsschwächeren Schichten, isolierten Personen oder kommunikativ schlecht erreichbaren Menschen.

Mehr als jeder Zehnte gehört zum harten Kern der Impfgegner

In Deutschland geben 45 % der Befragten ohne bisherige Covid-19-Impfung an, dies auch zukünftig nicht zu beabsichtigen. Insgesamt errechnet sich damit für Deutschland ein Anteil von etwa 11 %, die nicht geimpft sind und sich kaum überzeugen lassen. Ca. 14 % der Nichtgeimpften beabsichtigen eine Impfung in der nächsten Zeit, 4 % sind von Corona genesen und 37 % beabsichtigen, noch länger mit dem Impfen zu warten. Diese Zahlen verdeutlichen einen unveränderten Widerstand gegen Covid-19-Impfungen. Hier steht Deutschland allerdings nicht isoliert da. Am höchsten ist der Anteil der Impfgegner in Österreich (15 %), am geringsten in Schweden (7 %). Besonders problematisch ist, dass der signifikante Anteil der Impfgegner sich durch weite Teile der Bevölkerung zieht. Er ist in Deutschland bei Personen mit Tätigkeit im Gesundheitssystem genauso zu identifizieren, wie bei Menschen mit höherem Bildungsabschluss. Eklatant hoch ist dieser Anteil allerdings mit 34 % bei AfD-Wählern.

Persönliche Betroffenheit in Deutschland geringer als in den Vergleichsländern

Dass die Ziele hinsichtlich der Durchimpfung in der Bevölkerung nur schleppend erreicht werden, könnte paradoxerweise damit zusammenhängen, dass Deutschland mit vergleichsweise geringem Anteil mit Covid-19-Infektionen gut durch die Krise gekommen ist. In Deutschland geben 6 % der Befragten an, bereits positiv auf Covid-19 getestet worden zu sein. Jeder zweite gibt an, eine Person mit Ansteckung zu kennen. 47 % der Deutschen kennen persönlich niemanden, der sich mit dem Virus infiziert hat. In Schweden, das lange einen Sonderweg in der Corona-Bekämpfung verfolgt hat, aber später durch besonders hohe Infektionszahlen getroffen wurde, ist das anders. Weniger als ein Drittel der Bevölkerung in Schweden kennt keine Personen, die sich am Virus angesteckt haben.

Kein klares Votum für eine Impfpflicht, aber eine Zustimmung für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen

Wenn klar ist, dass die Impfung das einzig wirksame Mittel zur Beendigung der Pandemie ist, gleichzeitig aber kommunikative Kampagnen und mobile Impfzentren nur bedingt zum Erfolg führen, stellt sich die Frage, welche Maßnahmen darüber hinaus als zielführend bewertet werden und eine gesellschaftliche Akzeptanz erreichen. Bezüglich der Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote besteht in Deutschland kein klares Votum für eine generelle Impfpflicht (etwa ein Drittel spricht sich dafür, wiederum ein Drittel spricht sich dagegen aus), aber eine Zustimmung für eine Impfflicht für bestimmte Berufsgruppen (Pflege, Medizinischer Dienst): Knapp 60 % stimmen dieser Maßnahme zu, 22 % lehnen diese ab. Auch die Aufhebung der Beschränkungen für Personen mit vollständiger Impfung / Genesene oder die Einführung kostenpflichtiger Tests für Ungeimpfte erreichen einen deutlichen Zuspruch. Der Vorschlag, eine Impf-Prämie von 500 EUR zu zahlen, fällt allerdings durch (24 % Zustimmung, 56 % Ablehnung). Ähnliche Ergebnisse werden auch für Schweden gemessen. Hier fällt allerdings auf, dass die schwedische Bevölkerung einer generellen Impflicht relativ positiv gegenübersteht (46 % Zustimmung, 22 % Ablehnung), für eine Impflicht für spezielle Berufsgruppen findet sich ebenso eine breite Akzeptanz (60 % Zustimmung, 14 % Ablehnung).

„Vor dem Hintergrund einer sich entwickelnden vierten Corona-Infektionswelle und gleichzeitigem Nichterreichen einer Zielimpfquote in der Bevölkerung ist zu empfehlen, dringend umfassende Maßnahmen zu ergreifen. Wenn dies mit Rücksicht auf die bevorstehende Bundestagswahl ausbleibt, ist das unverantwortlich – genauso kritisch ist ein Kleinreden der Gruppe der Impfgegner, ein Problem, das in Deutschland lange vor Ausbruch der Corona-Pandemie bereits Bestand hatte“, resümiert Prof. Dr. Andreas Krämer, CEO der exeo Strategic Consulting AG als Co-Autor der Studie OpinionTRAIN.

Kostenfreier Studienbericht: https://www.rogator.de/studienberichte-opiniontrain/

Pressetext und weiterführende Informationen: https://www.rogator.de/covid-19-impfgegner-massnahmen-erhoehung-impfquote/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Rogator AG
Herr Johannes Hercher
Emmericher Str. 17
90411 Nürnberg
Deutschland

fon ..: +49 911 8100550
web ..: https://www.rogator.de
email : info@rogator.de

Rogator AG
Die Rogator AG steht seit 20 Jahren für leistungsstarke Software und erfolgreiche Online-Forschung. Erfolgsgarant des Unternehmens ist dabei die Kombination aus zuverlässigen Softwareprodukten, fundierten methodischen Kenntnissen im Online-Kunden- und Mitarbeiterfeedback sowie einem umfassenden Full-Service-Angebot: „Combined Competence“ für jedes Befragungsprojekt. Getreu der Philosophie „more than you ask for“ denkt Rogator dabei immer einen Schritt weiter für maximale Kundenorientierung sowie innovative, maßgeschneiderte und sichere Lösungen. Qualität und Datenschutz bilden dabei die Basis des Handelns. Johannes Hercher ist Vorstand der Rogator AG.

Pressekontakt:

Rogator AG
Frau Folke Probst
Emmericher Str. 17
90411 Nürnberg

fon ..: +49 911 8100550
web ..: https://www.rogator.de
email : f.probst@rogator.de

CURRENTA und thyssenkrupp Steel starten Corona-Impfungen und nutzen digitale Terminplattform von ImpfSystem

Vor zwei Woche starteten in Deutschland Corona-Schutzimpfungen in den Betrieben. Auch hier kommen digitale Systeme zum Einsatz, die eine einfache Buchung, Abwicklung und Dokumentation ermöglichen.

Das Berlin-Bonner Start-up ImpfSystem unterstützt bereits zahlreiche Kliniken, Impfzentren, Städte und Kreise und wird nun auch zu einem wichtigen Player bei Betriebsimpfungen.

Zu den neuen Kunden zählen beispielsweise der CHEMPARK mit den Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen mit 70 verschiedenen Unternehmen und rund 50.000 Mitarbeitern, betrieben von CURRENTA, und das interne Betriebsimpfungszentrum von Thyssenkrupp Steel.

Die guten Rückmeldungen von Kunden und Nutzern zeigen, dass die ImpfSystem-Gründer Michael Bingel und Guido Oberhäuser auf dem richtigen Weg sind. Chempark-Leiter Lars Friedrich meint: „Wir haben innerhalb kurzer Zeit eine funktionierende Infrastruktur zum Impfen auf die Beine gestellt. Dabei spielte auch das digitale ImpfSystem eine wesentliche Rolle. Wir sind sehr zufrieden mit der schnellen Einrichtung und dem fehlerfreien Betrieb der Online-Plattform. Die Rückmeldungen unsere Impflinge geben uns zudem Bestnoten bei der Abwicklung.“

„Bei der Umsetzung unserer Anforderungen an die Terminbuchungen haben uns die Betreiber von ImpfSystem hervorragend unterstützt – kompetent und sehr kundenorientiert“, blickt Dr. Nicole Rosenfeld, leitende Betriebsärztin bei thyssenkrupp Steel, auf die Anfänge der Zusammenarbeit mit dem Start-up zurück. „Und in der Praxis hat sich das System mehr als bewährt. Die Terminierungen mit dem System sind kinderleicht, funktionieren stabil und unterstützen unser Impf-Team enorm bei der Abwicklung vor Ort.“

Die zugrundeliegende Online-Anwendung „BesuchsSystem“ entwickelten die Gründer Michael Bingel und Guido Oberhäuser der SaaS Systems GmbH Mitte 2020. Innerhalb weniger Wochen stand die Programmierung und das System ging in den Probebetrieb. Schon nach einigen Wochen bewährte sich das System und konnte in den Regel-Betrieb überführt werden. War das System zunächst für das Management von Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungs-Besuchen gedacht, so entwickelten die Jungunternehmer ihre Anwendung weiter, um die schnelle Terminierung von Coronatests und Impfungen zu ermöglichen. Seither ist das System rund um die Uhr im Einsatz.

Die Macher von ImpfSystem Guido Oberhäuser und Michael Bingel freuen sich über die positiven Feedbacks: „Es ist gut, dass jetzt auch die Betriebe mit den Impfungen loslegen können. Allen Beteiligten liegt am Herzen, schnellstmöglich viele Menschen impfen zu können. Wir sind gerne dabei, dass mit unseren digitalen Lösungen unbürokratisch in die Tat umzusetzen.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

SaaS Systems GmbH
Herr Guido Oberhäuser
Lorenzstr. 48
12209 Berlin
Deutschland

fon ..: 030 235948291
web ..: http://www.impfsystem.de
email : kontakt@impfsystem.de

Guido Oberhäuser und Michael Bingel gründeten im Mai 2020 das Start-Up-Unternehmen „BesuchsSystem“, um Krankenhaus-Mitarbeiter bei der Erfassung von Besucher-Daten zu entlasten. Angesichts der stetigen Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus und den beginnenden Impfungen war beiden klar, auch hier wäre eine digitale Lösung hilfreich. Also entwickelten sie auf der Grundlage ihres funktionierenden Systems das Terminbuchungssystem „ImpfSystem“. Dieses ist heute in zahlreichen Krankenhäusern, Städten und Kommunen im Einsatz. Zusammen mit der mobilen App von Ackee GmbH leisten die Systeme heute einen erheblichen Beitrag zum Beschleunigen des Impffortschritts in Deutschland. Alle Systeme laufen auf deutschen Servern und sind DSGVO und KDG konform, Kontaktdaten werden entsprechend der in dem jeweiligen Bundesland geltenden Regeln gelöscht.

Pressekontakt:

SaaS Systems GmbH
Herr Guido Oberhäuser
Lorenzstr. 48
12209 Berlin

fon ..: 030 235948291
web ..: http://www.impfsystem.de
email : kontakt@impfsystem.de

Kampagne Impfen für Afrika! 2020 steht in den Startlöchern

Auch dieses Jahr werden Tierhalter*innen und Tierarztpraxen wieder zum Impfen für Afrika aufgerufen. Mit den gespendeten Einnahmen wird u. a. die Tollwutbekämpfung in Kenia finanziert.

BildTierärzte ohne Grenzen e.V. und über 1.300 Tierarztpraxen bundesweit engagieren sich gemeinsam gegen Tollwut in Kenia. Bereits zum 16. Mal wird mit der Kampagne Impfen für Afrika! zum Impfen der Haustiere aufgerufen. 50% des Erlöses wird an Tierärzte ohne Grenzen e.V. gespendet, um so unter anderem in der Massai Mara und den informellen Siedlungen in und um Nairobi in Kenia, Hunde gegen Tollwut impfen zu können.

Passend zum Welttollwuttag am 28. September findet Impfen für Afrika! in diesem Jahr vom 28.09. bis 02.10.2020 statt. Nach wie vor stellt Tollwut eine große Gefahr für die Menschen in Kenia dar. Von den weltweit ca. 59.000 Todesfällen durch Tollwut entfallen alleine ca. 2.000 auf Kenia. Besonders tragisch: 40% davon sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. In 99% der Fälle erfolgt die Infektion über einen Hundebiss – und so hat sich das Impfen der Hunde als die effizienteste Methode im Kampf gegen Tollwut herausgestellt.

Seit 2004 findet die Kampagne Impfen für Afrika! statt. Eine Woche, in der Tierhalter*innen und Tierarztpraxen gemeinsam ein Zeichen setzen und ihren Beitrag für ein tollwutfreies Kenia 2030 leisten. Tierhalter*innen lassen ihre liebsten Vierbeiner bei einer teilnehmenden Praxis impfen – die Hälfte der Impfeinnahmen geben die Tierarztpraxen als Spende an Tierärzte ohne Grenzen e.V. weiter. Mittlerweile engagieren sich mehr als 1.300 Tierärzt*innen deutschlandweit und unterstützen die Arbeit des Vereins Arbeit in Ostafrika.

Mithilfe der Spenden wurden bereits erfolgreich Projekte zur Bekämpfung von Tollwut bei den Hütehunden der Massai in der Massai Mara und in den informellen Siedlungen in und rund um Nairobi durchgeführt. Die Zahl menschlicher Todesfälle durch Tollwut ist in den betreuten Projektregionen so stark gesunken, dass nur noch Einzelfälle von Neuinfektionen auftreten.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. engagiert sich seit 1991 in Ostafrika in Kenia, Äthiopien, Sudan, Somalia, Südsudan und Uganda mit Projekten der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Der Verein ist von der Überzeugung getragen, dass gesunde Tiere, gesunde Menschen und eine gesunde Umwelt von essenzieller Bedeutung für die Zukunft aller sind. Uns so werden die Projekte nach dem transdisziplinären One-Health-Ansatz umgesetzt.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Tierärzte ohne Grenzen e. V.
Frau Shoshanna Hillmann-Breuer
Marienstraße 19/20
10117 Berlin
Deutschland

fon ..: +49 (0)30 364 288 116
web ..: https://www.togev.de/
email : shoshanna.hillmann-breuer@togev.de

Tierärzte ohne Grenzen ist eine Nichtregierungsorganisation, die seit 1998 am Horn von Afrika tätig ist. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Berlin, sowie ein Regionalburo in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. In Äthiopien, Kenia, Somalia, Sudan, Sudsudan und Uganda ist Tierärzte ohne Grenzen e.V. offiziell registriert und unterhält sowohl Landesburos als auch Niederlassungen in den Projektgebieten vor Ort.

Pressekontakt:

Tierärzte ohne Grenzen e. V.
Frau Shoshanna Hillmann-Breuer
Marienstraße 19/20
10117 Berlin

fon ..: +49 (0)30 364 288 116
web ..: https://www.togev.de/
email : shoshanna.hillmann-breuer@togev.de