Mieterstrom: Ein attraktives Modell für die Zukunft? – Das IFNS bietet einen Überblick
Posted by PM-Ersteller - 11/11/21 at 10:11:02 a.m.Aktuell wird das Modell des Mieterstroms viel diskutiert. Doch was ist das genau und wie attraktiv und zukunftsfähig ist der Mieterstrom für Vermieter:innen und Mietparteien. Ein Überblick.
CO2-neutral wohnen und den eigenen Strom möglichst aus erneuerbaren Energien beziehen: Das wird für viele Menschen zunehmend attraktiv. Für Vermieterinnen und Vermieter gibt es seit 2017 die Möglichkeit über den geförderten Mieterstrom, den auf dem eigenen Gebäude erzeugten Solarstrom an die Mietparteien im Haus weiterzugeben. Je größer und besser gelegen die Dachflächen und je mehr Haushalte davon profitieren, umso rentabler ist das Mieterstrommodell.
Worum geht es beim Mieterstrommodell?
Das Thema Mieterstrom wird im Zuge der Energiewende immer häufiger diskutiert. Dabei geht es darum, den CO2-Ausstoß insgesamt durch erneuerbare Energien zu minimieren und die Energiekosten zu senken. Dafür soll es für Vermieter:innen attraktiver werden, an oder auf ihren Gebäuden Photovoltaikanlagen zu betreiben und den Strom als Mieterstrom an die Mietparteien weiterzugeben. Bis 2017 rechnete sich dieses Modell nicht oder kaum, da die Mieterstrommodelle mit erheblichen Kosten für Abrechnung, Vertrieb und Messungen verbunden waren.
Durch den Mieterstromzuschlag wird Mieterstrom seit 2017 gefördert
Seit 2017 gibt es die Förderung durch den Mieterstromzuschlag. Dieser Zuschlag macht den Mieterstrom attraktiver. So lag der Mieterstromzuschlag zu Beginn dieses Jahres für neu errichtete Anlagen abhängig von deren Leistung zwischen 3,79 ct/kWh – für Anlagen mit bis zu 10 kW – und 2,37 ct/kWh – für Anlagen bis 100 kW. Allerdings sinken die Vergütungen in Zukunft, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bekannt gab.
Der Mieterstromzuschlag wird zusätzlich zur Vergütung des Stroms durch die angeschlossenen Parteien gezahlt. Da durch den Transport durch das haueigene Stromnetz die Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben wegfallen, kann der Strom insgesamt günstiger angeboten werden.
Voraussetzungen für den Mieterstromzuschlag
Die Mieterstromzulage wird nur für Solaranlagen gezahlt, die nach 2017 in Betrieb genommen wurden. Die Höhe richtet sich nach den jeweils geltenden Sätzen bei der Inbetriebnahme der Anlage. Jedoch gibt es dafür einige Auflagen. Voraussetzungen für den Mieterstromzuschlag sind: Die Anlage muss sich in, am oder auf dem Gebäude befinden. Mindestens 40 Prozent der Gebäudefläche werden zu Wohnzwecken vermietet. Zwischen Anlage und den Anschlüssen der Mietparteien wird das öffentliche Stromnetz nicht genutzt und die Anlage hat eine Leistung von maximal 100 Kilowatt Peak (kWP). Außerdem muss der Mieterstrom mindestens zehn Prozent preiswerter als der Tarif des örtlichen Grundversorgers angeboten werden. Der nicht verbrauchte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dient der allgemeinen Versorgung.
Rechnet sich Mieterstrom: Die Vorteile für die Mietparteien und die Vermietenden
„Ein großer Vorteil der Mieterstrommodelle sind auf jeden Fall der geringere CO2-Ausstoß“, sagt Thorsten Moortz, Sprecher und Gründer des Instituts für nachhaltige Stromnutzung, IFNS. „Wenn viele Vermieter auf ihren Flächen Photovoltaikanlagen betreiben, ist dies ein positiver Beitrag zur Energiewende.“ Für die privaten und gewerblichen Mietparteien gerade in Großstädten sei diese umweltfreundlichere und kostengünstigere Stromversorgung ein großes Plus. „Das macht auch die Stadtteile und Quartiere insgesamt attraktiver.“
Für die Immobilienbesitzer rechne sich der Stromverkauf besonders dann, wenn die Anlagen größer seien und durch die Dachausrichtung eine gute Sonneneinstrahlung begünstigt werde. „Zudem profitieren sie davon, je mehr Mietparteien ihren Strom über die Photovoltaikanlage empfangen“, so Moortz. Allerdings werde der Mieterstromzuschlag in nächster Zeit sinken. Denn auch der Mieterstromzuschlag ist in das System des sogenannten „atmenden Deckels“ einbezogen, genauso wie die Einspeisevergütung, wie das BMWi schreibt: „Die Vergütung sinkt mit fortschreitender Zeit – bei einem stärkeren Zubau von Solaranlagen schneller, bei schwächerem Zubau langsamer. Dadurch wird die Förderung an die Kostendegression bei Photovoltaikanlagen angepasst.“
Ob sich der Mieterstrom auch mit geringerem Mieterstromzuschlag rechnet, hängt also sehr von der Größe der Anlage und deren Ausrichtung auf dem oder am Gebäude ab. Eine weitere Rolle spielt die Zahl der zu versorgenden Mietparteien. „Für einen schnelleren Ausbau der Photovoltaikanlagen und die Energiegewinnung der Zukunft ist es auf jeden Fall eines von mehreren spannenden Modellen“, sagt Thorsten Moortz.
Fazit: Für die Praxis noch zu kompliziert. Politik ist noch gefordert.
Das Mieterstrommodell ist derzeit in der Praxis kaum umsetzbar. An dieser Stelle ist der Gesetzgeber gefordert. „Wir hoffen auf die neue Bundesregierung, denn sinnvoll ist es schon, die Dachflächen auch in Großstädten für eine großflächige Solarstromerzeugung zu nutzen“, so die Experten im IFNS.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
IFNS Institut für nachhaltige Stromnutzung
Herr Thorsten Moortz
Orffstraße 9
49124 Georgsmarienhütte
Deutschland
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Das Institut für nachhaltige Stromnutzung, kurz IFNS, ist ein Zusammenschluss aus innovativen Handwerksunternehmern, Experten und Vordenkerinnen verschiedener Branchen. Gemeinsam arbeiten sie an Zukunftsthemen für die Praxis und bieten den Kunden optimale Lösungen zum Erzeugen, Speichern und Verwenden von Strom und Energie aus regenerativen Energiequellen an. Alle Mitgliedsunternehmen bringen jahrelange Projekt-Erfahrung mit und unterschreiben eine transparente Selbstverpflichtung, um die sehr gute Qualität ihrer Arbeiten jederzeit zu gewährleisten.
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IFNS: Erneuerbare Energiequellen erzeugen mehr als die Hälfte des Stroms in Deutschland
Posted by PM-Ersteller - 23/09/21 at 06:09:41 p.m.Mittlerweile liefern regenerative Energiequellen mehr als die Hälfte des Stroms in Deutschland und die Zahl der Photovoltaikanlagen nimmt stetig zu. Warum sich eine PV-Anlage lohnt.
Die nachhaltige Stromversorgung und Stromnutzung in Deutschland hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Im Jahr 2020 übertraf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen laut Bundesumweltamt und Fraunhofer ISE erstmals die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern, wie Kohle, Gas und Öl. Sie hat sich von 46 Prozent im Jahr 2019 auf 50,5 Prozent 2020 erhöht. „Wir finden das ist eine gute Nachricht und es ist wichtig, dass der Ausbau und die Förderung der erneuerbaren Energien weitergeht“, sagt Thorsten Moortz Initiator und Sprecher des Instituts für nachhaltige Stromnutzung (IFNS). Was ihn besonders freut: Es sind gerade die PV-Anlagen, die für diese Steigerung gesorgt haben.
Photovoltaikanlagen haben großen Anteil an Erhöhung der erneuerbaren Energien
Die Photovoltaikanlagen haben einen großen Anteil am aktuellen Anstieg beim Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung. Aktuell gibt es in Deutschland laut Stromreport rund zwei Millionen Photovoltaikanlagen. Der Trend ist dabei stark steigend. Die Anlagen verfügen zusammengenommen über eine Leistung von 54 Gigawatt (Quelle BMWi BSW-Solar BDEW Fraunhofer ISE Stand: 2021). 2020 erzeugten sie 51,4 Terawattstunden Strom. Überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung, vor allem im ersten Halbjahr 2020, sorgten mit für dieses Wachstum. Doch auch die Wetter-Bedingungen für die Windenergie waren gut.
Selbstversorgung mit Solarstrom wird immer attraktiver
Seit 2020 steigen die Zahlen für neu installierte Anlagen stark an. Solarenergie liegt im Trend. Bei Privathaushalten genauso wie bei Gewerbetreibenden. So wurden im vergangenen Jahr Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 4,9 Gigawatt neu installiert. „Das sind so viele wie seit 2012 nicht mehr“, freut sich Thorsten Moortz, denn er sieht auch für dieses Jahr eine hohe Nachfrage.
„Wir haben erlebt, wie der Solarmarkt 2013 de facto eingebrochen ist und dann viele Jahr hinter den Ausbauzielen der Bundesregierung zurückgeblieben ist“, so Moortz. Diese lagen bei 2,4 bis 2,6 Gigawatt pro Jahr. „Seit 2018 erholt sich der Markt langsam wieder.“ Auch das geht aus dem Bericht des BMWi hervor.
„Ein Grund für den heutigen Trend zu Photovoltaikanlagen sind sicherlich die verbesserte Technik und das attraktivere Preisniveau der Solarmodule.“ Zudem sorge der steigende Strompreis dafür, dass eine Selbstversorgung mit Energie aus der eigenen Photovoltaik-Anlage immer attraktiver wird.
Weitere Informationen: www.ifns.eu
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Institut für nachhaltige Stromnutzung (IFNS): Darum lohnt es sich, in Photovoltaikanlagen zu investieren
Posted by PM-Ersteller - 15/09/21 at 07:09:14 a.m.Auf deutschen Dächern sind immer mehr Photovoltaikanlagen zu sehen und das hat gute Gründe. Warum es sich aktuell lohnt, in Photovoltaikanlagen zu investieren, das wissen die Expert:innen im IFNS.
„In der momentanen Situation und unter den aktuellen Rahmenbedingungen lohnt es sich, eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch auf das Dach zu bauen“, sagt Tobias Jordan von der Hanebutt Solar GmbH. Damit ist zum einen die aktuelle Strompreisentwicklung gemeint. Zum anderen die zahlreichen Fördermöglichkeiten, zum Beispiel für Batteriespeicher oder für das Heizen mit erneuerbaren Energien. Für viele Menschen spiele auch das Interesse an grünem, CO2-neutralem Strom eine wichtige Rolle, sind sich die Expert:innen einig.
Nach neun bis 13 Jahren hat sich die private Anlage amortisiert:
„Eine typische vierköpfige Familie in Deutschland hat einen Stromverbrauch von rund viereinhalbtausend Kilowattstunden pro Jahr“, sagt Daniel Schmidt Elektrotechnikmeister von der Pillipp Haustechnik GmbH. Bei einem Strompreis von aktuell rund 31 Cent je Kilowattstunde kommt sie im Jahr auf Stromkosten von rund 120 Euro pro Monat. Vor allem dann, wenn sie auch mit Strom heizt. Eine 10 kWp (Kilowatt Peak) Anlage mit einem entsprechend dimensionierten Speicher hat sich hier in neun bis 13 Jahren amortisiert. Ob es sich bei der Photovoltaikanlage um eine Anlage mit Ost-West Ausrichtung oder Südausrichtung handelt, macht dabei nicht den entscheidenden Unterschied. Aktuell seien beide Anlagen ungefähr gleich produktiv.
Waschen, Heizen, Autos laden: Die Möglichkeiten der Energienutzung sind vielfältig.
Natürlich hängt die Rentabilität auch davon ab, wofür der erzeugte Strom verwendet wird und wie hoch der Anteil der Eigenstromnutzung ist. Ideal für die Wirtschaftlichkeit der Anlage ist es, möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen. Dies funktioniert zum Beispiel mit Hilfe eines Batteriespeichers. Damit kann der Strom auch abends verwendet werden, wenn keine Sonne scheint und die Photovoltaikanlage keinen Strom produziert. „Ein Batteriespeicher ist für Privathaushalte auf jeden Fall empfehlenswert“, sagt Lars Weustnik, Fachberater erneuerbare Energie bei der Heitmann Haustechnik GmbH. Außerdem gebe es vor allem in Neubauten die Möglichkeit, die Heizung mit Hilfe einer Wärmepumpe mit Solarstrom zu betreiben und E-Autos mit dem Strom aus der eigenen Anlage zu laden. „Die technischen Möglichkeiten sind vielfältig und entwickeln sich aktuell rasant.“
Für Gewerbebetriebe rentieren sich Photovoltaikanlagen am meisten:
Bei Gewerbebetrieben sind Photovoltaikanlagen in der Regel noch rentabler. „Unternehmen haben einen höheren Verbrauch und es stehen häufig mehr Dachflächen zur Verfügung“, sagt Tobias Jordan. Auch bei Photovoltaikanlagen gilt: Je größer die Anlage desto geringer der Anschaffungspreis. Zudem benötigten viele Gewerbebetriebe keine Batteriespeicher, da sie meist die erzeugte Energie direkt verbrauchen. Oft haben sich Photovoltaikanlagen in Gewerbebetrieben daher bereits nach wenigen Jahren amortisiert. „Die Amortisierungsrate liegt fast immer bei unter zehn Jahren.“ Danach werfen die Anlagen Gewinn ab, so die Expert:innen.
„Schade ist, dass es aktuell kaum noch Geld für den Verkauf von Solarstrom gibt, da die Einspeisevergütung immer niedriger wird“, sagt Tobias Jordan. Dadurch ist es für Gewerbebetriebe nicht wirtschaftlich, ihre gesamte Dachfläche für die Produktion von Solarstrom zu nutzen und auch anderen diese regenerativ produzierte Energie zur Verfügung zu stellen. Stattdessen müsse die wirtschaftlich optimale Größe für den Eigenverbrauch sorgsam kalkuliert werden. Hier besteht in den Augen der Expert:innen dringend Handlungsbedarf.
Weitere Informationen und einen individuellen Beratungstermin gibt es online unter: www.ifns.eu.
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