Pflanzenzüchtung für den Hausgarten: Diese Schwerpunkte verfolgt Lubera bis 2030

Von Herbstbrombeeren bis Freilandmelonen: Lubera entwickelt neue Obst- und Gemüsesorten, die Geschmack, Robustheit und einfache Kultur im Hausgarten verbinden.

BildRobuste Beeren, neue Obstarten und klimaangepasste Sorten: Lubera richtet die Pflanzenzüchtung in den kommenden Jahren konsequent auf die Anforderungen moderner Hausgärten aus. Im Mittelpunkt stehen widerstandsfähige Kulturen, innovative Züchtungsprogramme und Arten, die vom Klimawandel profitieren könnten.

Hausgarten als Leitlinie

In der Züchtungsarbeit konzentriert sich Lubera weiterhin auf Pflanzen für den Hausgarten. Im Vordergrund stehen Sorten mit gutem Geschmack, hoher Krankheitsresistenz, einfacher Kultur und besonderen Eigenschaften, die einen echten Mehrwert für Hobbygärtner bieten.

Neue Schwerpunkte entstehen dabei nicht kurzfristig. Pflanzenzüchtung ist ein langfristiger Prozess, der auf genetischer Vielfalt, langjähriger Erfahrung und kontinuierlicher Weiterentwicklung basiert.

Schwerpunkt Himbeeren und Brombeeren

Himbeeren und Brombeeren bilden weiterhin den Schwerpunkt der Lubera-Züchtung. Die langjährige Spezialisierung auf Rubus-Arten schafft eine breite genetische Basis, auf der neue Sorten mit verbesserten Eigenschaften entwickelt werden. Drei Entwicklungsfelder stehen dabei im Fokus:

* Rubus-Hybriden: Neue Kreuzungen sollen den Geschmack der Himbeere mit den robusten Fruchteigenschaften der Brombeere verbinden.
* Herbstbrombeeren: Intensiv weiterentwickelt werden auch herbsttragende Brombeeren. Ziel sind früh reifende Sorten mit erstklassigem Ertrag an den einjährigen Ruten. Sie werden als »Gamechanger« die Brombeerkultur komplett verändern.
* Resistente Himbeeren: Ein eigenes Programm konzentriert sich auf die Entwicklung widerstandsfähiger Sorten gegen Wurzelfäule.

Neue Beerenarten gewinnen an Bedeutung

Parallel investiert Lubera in bislang wenig verbreitete Beerenarten wie Honigbeeren, Vierbeeren®, kleinwüchsige Heidelbeeren oder winterharte Passionsfrüchte.

Ein Schwerpunkt der Züchtung liegt auf der Verbesserung der Selbstfruchtbarkeit. Viele dieser Arten benötigen bislang eine zweite Sorte zur Bestäubung. Ziel ist es, Sorten zu entwickeln, die auch als Einzelpflanze zuverlässig Erträge liefern und dadurch für Hausgärten deutlich attraktiver werden.

Gleichzeitig arbeitet das Team von Lubera an einer besseren Fruchtqualität. Besonders bei Honigbeeren stehen aromatischere Früchte, höhere Zuckerwerte und der Abbau bitterer Nebennoten im Mittelpunkt. Damit soll sich die Obstart langfristig als eigenständige Gartenkultur etablieren.

Mehr Qualität bei Heidelbeeren und Johannisbeeren

Auch Heidelbeeren und rote Johannisbeeren bleiben Teil der Züchtungsstrategie. Im Fokus stehen aromatischere Früchte, grössere Beeren sowie eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. Unterstützt wird diese Arbeit durch eine Kooperation mit dem James Hutton Institute in Schottland.

Freilandgemüse und klimaangepasste Obstarten

Neben den klassischen Obstkulturen baut Lubera die Gemüsezüchtung kontinuierlich aus. Nach ersten Erfolgen bei Freilandtomaten stehen inzwischen auch Gurken sowie Melonen und Wassermelonen im Fokus. Entwickelt werden ausschliesslich Sorten, die ohne Gewächshaus unter natürlichen Freilandbedingungen zuverlässig gedeihen.

Die Pflanzen werden bewusst unter realen Bedingungen geprüft und müssen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Witterungseinflüssen direkt im Feld beweisen. Dadurch entstehen robuste Sorten, die speziell auf die Anforderungen von Hobbygärtnern zugeschnitten sind.

Gleichzeitig gewinnen wärmeliebende Obstarten wie Feigen, Granatäpfel, Kaki, winterharte Zitrusarten und Maulbeeren im Zuge des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Erste eigene Selektionen werden das Sortiment in den kommenden Jahren erweitern.

Langfristig auf Innovation ausgerichtet

Neben den langfristigen Züchtungsprogrammen gehören zahlreiche kleinere Projekte zur Forschungsarbeit. Sie schaffen Raum für neue Ideen und ermöglichen es, vielversprechende Pflanzenarten frühzeitig zu testen.

Dazu zählen beispielsweise erste Arbeiten an Kartoffeln mit verbesserter Krankheitsresistenz sowie Versuche mit weiteren, bislang wenig bearbeiteten Kulturarten. Nicht jedes Projekt führt unmittelbar zu einer neuen Sorte – viele liefern jedoch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Züchtungsprogramme.

Mit der Kombination aus langjähriger Züchtungserfahrung, moderner Selektion und neuen Kulturarten verfolgt Lubera das Ziel, das Sortiment für den Hausgarten kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf die Anforderungen der kommenden Jahre auszurichten.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Lubera AG
Herr Reto Rohner
Lagerstrasse 1
9470 Buchs
Schweiz

fon ..: 0041-81-7563033
web ..: https://www.lubera.com/de/
email : reto.rohner@lubera.com

Was Lubera unterscheidet:
Unsere Firmen-DNA
1. Wir fokussieren uns konsequent auf den Hausgartenmarkt und die Bedürfnisse von Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern
2. Wir haben klare Zuchtziele für essbare Pflanzen:
o einfacher zu kultivieren
o besser im Geschmack
o widerstandsfähiger
o wenn möglich überraschend
3. Die vertikale Integration von der Züchtung bis zum Verkauf an Endkunden – mit einem geschlossenen Lernkreislauf zwischen Züchtung, Produktion und Kundenfeedback
4. Wir tun Gutes und reden gerne darüber. Pflanzen sind für uns eines der sinnvollsten und nachhaltigsten Produkte überhaupt. Genau deshalb teilen wir unser Wissen offen: in Gartenbriefen, Videos und in unserem Online-Gartenbuch.

Pressekontakt:

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Lubera startet Forschungsprojekt zur Entwicklung phytophthoraresistenter Himbeersorten

Mit moderner Markertechnik und internationalen Forschungspartnern arbeitet Lubera an Himbeersorten, die besser gegen Wurzelfäule geschützt sind und langfristig den Pflanzenschutz reduzieren können.

BildGemeinsam mit Agroscope und dem James Hutton Institute soll die grösste Schwachstelle der Himbeerkultur züchterisch gelöst werden.

Buchs (SG) – Die Wurzelfäule, verursacht vor allem durch _Phytophthora rubi_, gilt als die bedeutendste Krankheit der Himbeere. Nach Schätzungen von Lubera hängen bis zu 60 Prozent aller Ausfälle von Himbeerpflanzen im Hausgarten direkt oder indirekt mit dieser Krankheit zusammen. Trotz ihrer wirtschaftlichen Bedeutung wurde die Resistenzzüchtung gegen Phytophthora international bislang nur in begrenztem Umfang vorangetrieben.

Mit Unterstützung des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hat Lubera deshalb gemeinsam mit Agroscope und dem James Hutton Institute in Schottland ein praxisorientiertes Forschungsprojekt gestartet. Ziel ist die Entwicklung neuer Himbeersorten mit deutlich verbesserter Widerstandsfähigkeit gegen Wurzelfäule.

„Für viele Gartenbesitzer ist die Wurzelfäule die eigentliche Ursache für das langsame Absterben ihrer Himbeeren, ohne dass dies erkannt wird“, erklärt Markus Kobelt, Gründer und Züchter von Lubera. „Wir möchten die Resistenz gegen Phytophthora zu einem zentralen Zuchtziel machen und damit langfristig robustere Sorten entwickeln.“

Neue Möglichkeiten durch genetische Marker

Eine Schlüsselrolle im Projekt spielt ein genetischer Marker, der vom James Hutton Institute entwickelt wurde. Mit Hilfe dieses Markers lässt sich eine Resistenzquelle nachweisen, die von der englischen Sorte _Autumn Treasure_ stammt. Dadurch können bereits junge Sämlinge untersucht werden, ohne dass langjährige Feldversuche abgewartet werden müssen.

Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit den schottischen Züchtern verfügt Lubera heute über mehr als 300 Selektionslinien und Genotypen, die potenziell Träger dieser Resistenzgene sein könnten. Diese werden nun systematisch analysiert.

Vierfacher Ansatz zur Beschleunigung der Resistenzzüchtung

Das Projekt kombiniert vier verschiedene Forschungs- und Entwicklungsansätze:

* Identifikation von Selektionslinien mit möglicher Resistenzgenetik aus _Autumn Treasure._
* Untersuchung von über 300 Genotypen mit Hilfe molekularer Marker.
* Überprüfung der Ergebnisse in Feldversuchen auf natürlich mit Phytophthora belasteten Standorten.
* Entwicklung eines reproduzierbaren Infektionstests durch Agroscope zur besseren Bewertung neuer Züchtungen.

Durch die Kombination dieser Methoden soll die Entwicklung neuer resistenter Sorten deutlich beschleunigt werden.

Mehrere Resistenzquellen im Fokus

Besonders interessant ist die Möglichkeit, künftig verschiedene Resistenzquellen miteinander zu kombinieren. Neben der Resistenz von _Autumn Treasure_ stehen dabei auch ältere, seit Jahrzehnten bekannte resistente Sorten im Fokus.

Dazu gehören die nordamerikanische Sorte _Latham_ sowie die Weihenstephaner Züchtungen _Weirula_ und die daraus hervorgegangene Lubera-Sorte _Sanibelle_. Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Resistenzquellen möglicherweise unabhängig voneinander entstanden sind. Dies würde neue Möglichkeiten eröffnen, mehrere Resistenzmechanismen in zukünftigen Sorten zu bündeln.

Bedeutung für Hausgarten und Erwerbsanbau

Die Entwicklung phytophthoraresistenter Sorten könnte weit über den Hausgarten hinaus Bedeutung gewinnen. Während im Erwerbsanbau heute häufig Topf- und Substratkulturen eingesetzt werden, könnten robuste Sorten langfristig wieder einfachere und ressourcenschonendere Kulturformen im Boden ermöglichen.

Das Projekt soll deshalb nicht nur neue Sorten hervorbringen, sondern auch wichtige Grundlagen für die zukünftige Himbeerzüchtung schaffen.

„Wir wissen, dass Forschung keine Erfolgsgarantie bietet“, sagt Markus Kobelt. „Aber wir sind überzeugt, dass dieser systematische Ansatz die besten Chancen eröffnet, die grösste Schwachstelle der Himbeerkultur nachhaltig zu entschärfen.“

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1. Wir fokussieren uns konsequent auf den Hausgartenmarkt und die Bedürfnisse von Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern
2. Wir haben klare Zuchtziele für essbare Pflanzen:
o einfacher zu kultivieren
o besser im Geschmack
o widerstandsfähiger
o wenn möglich überraschend
3. Die vertikale Integration von der Züchtung bis zum Verkauf an Endkunden – mit einem geschlossenen Lernkreislauf zwischen Züchtung, Produktion und Kundenfeedback
4. Wir tun Gutes und reden gerne darüber. Pflanzen sind für uns eines der sinnvollsten und nachhaltigsten Produkte überhaupt. Genau deshalb teilen wir unser Wissen offen: in Gartenbriefen, Videos und in unserem Online-Gartenbuch.

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Gamechanger® in Black – Wie Lubera die Brombeerkultur neu erfindet

Mit Gamechanger® bringt Lubera eine neue Generation dornenloser Herbstbrombeeren auf den Markt, die den Anbau einfacher machen und das Potenzial haben, den Hausgarten nachhaltig zu verändern.

BildBrombeeren sind die heimlichen Giganten im Beerenbeet: enorme Erträge, robuste Pflanzen, beeindruckende gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe (Anthocyane). Und doch fristen sie im Hausgartenmarkt ein Nischendasein. Nur knapp 15 % der verkauften Rubus-Pflanzen sind Brombeeren. Der Rest? Himbeeren. Der Grund dafür liegt weniger im Geschmack – und schon gar nicht in der Robustheit – sondern in einem einzigen entscheidenden Faktor: Einfachheit.

Genau hier setzt Lubera mit einem radikalen Schritt an. Ab 2026 bringt das Züchtungsteam von Lubera eine völlig neue Brombeerfamilie auf den Markt: Gamechanger® – dornenlose Herbstbrombeeren, die an einjährigen Trieben fruchten und die Kultur ebenso einfach machen wie bei Herbsthimbeeren. Ein Konzept, das den Beerenmarkt bereits einmal grundlegend verändert hat.

Der Blick zurück zeigt, wie stark Vereinfachung wirkt: Der Siegeszug der Herbsthimbeeren begann in den 1980er-Jahren mit der Sorte _Autumn Bliss_. Sie machte Schluss mit komplizierten Schnittsystemen, mit dem Risiko überwinternder Ruten – und mit der Unsicherheit im Ertrag. Heute machen Herbsthimbeeren rund drei Viertel des Hausgartenmarkts aus. Sie sind der Beweis, dass nicht nur Ertrag entscheidet, sondern vor allem Verlässlichkeit, die Schnelligkeit des Ertragseintritts (im Frühling gepflanzt, gibt es bereits im Sommer die ersten Früchte) und vor allem eine einfache Kultur

Brombeeren hingegen galten lange als sperrig: große Pflanzen, viel Platzbedarf, Fruchtbildung am zweijährigen Holz, schwankende Fruchtqualität. Verstärkt wurde dieses Image durch frühe dornenlose Sorten, die zwar gutmütig wuchsen, aber geschmacklich enttäuschten. Dabei liefern Brombeeren pro Pflanze zwei- bis dreimal so viel Ertrag wie Himbeeren – ein Potenzial, das bislang kaum genutzt wurde.

Mit Gamechanger® ändert sich das grundlegend. Die neuen Herbstbrombeeren werden jedes Jahr im Februar radikal auf 10 cm zurückgeschnitten. Sie treiben kompakt neu aus, verzweigen sich von selbst, bleiben mit 130-160 cm angenehm niedrig und fruchten zuverlässig von Anfang August bis Ende September an den diesjährigen Ruten. Dornenlos, platzsparend (Pflanzabstand nur 50 cm) und mit konsistent süß-aromatischen Früchten von 6-8 g Gewicht. Pro Pflanze sind Erträge von 3-4 kg realistisch – bei deutlich vereinfachter Kultur.

Lubera erwartet einen ähnlichen Markteffekt wie einst bei den Himbeeren: Hobbygärtner werden sich fragen, warum sie noch klassische Brombeeren pflanzen sollen, wenn es einfacher, kompakter und geschmacklich besser geht.

Die ersten größeren Stückzahlen der neuen Gamechanger®-Brombeeren sind ab Sommer 2026 im Lubera Shop (Lubera.com) verfügbar. Bis dahin wird auch der erste Sortenname (Gamechanger xy unbekannt) bekanntgegeben. Ab 2027 werden von der Lubera Edibles GmbH in Strullendorf auch Gamechanger-Jungpflanzen für gärtnerische Pflanzenproduzenten und Baumschulen angeboten.

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