10 Jahre Herman Hollerith Zentrum – eine Erfolgsgeschichte
Posted by PM-Ersteller - 09/10/23 at 01:10:25 p.m.Vor 10 Jahren startete das Herman Hollerith Zentrum in Böblingen. Heute ist das Lehr- und Forschungszentrum der Hochschule Reutlingen ein anerkannter Hochschulstandort.
Mit 19 Studierenden startete vor 10 Jahren das Herman Hollerith Zentrum in Böblingen. 10 Jahre später ist aus dem anfangs kleinen Studienstandort der Hochschule Reutlingen ein weit über die Grenzen Böblingens anerkannter Hochschulstandort geworden – mit rund 300 Studierenden, neun Professoren und einem starken Promotions- und Forschungszweig. Einmalig dabei die kommunale Finanzierung durch Stadt und Landkreis Böblingen, dessen Landrat 2008 die Idee zu dem Hochschulstandort hatte. Am Freitag feierte das Herman Hollerith Zentrums nun mit 150 Gästen sein 10 -jähriges Bestehen. Mit dabei Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Absolventen der Studiengänge und auch Vertreterinnen und Vertreter der Partnerfirmen, die das HHZ seit Jahren unterstützen.
Begrüßt wurden die Gäste von Prof. Dr. Hendrik Brumme, Präsident der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Oliver Burgert (Dekan der Fakultät Informatik) und dem Leiter des Herman Hollerith Zentrums, Prof. Dr. Alexander Rossmann, der in seiner kurzen Begrüßungsansprache auf die Erfolgsgeschichte des HHZ einging. Das Lehr- und Forschungszentrum, so Rossmann, sei in den vergangenen 10 Jahren zu einem hoch anerkannten Wissenschaftsstandort geworden. Inzwischen besuchen knapp 300 Studierende einen Bachelor- und Masterstudiengang am Herman Hollerith Zentrum. Alle Studiengänge seien damit voll belegt.
Grund für die hohe Auslastung der Studiengänge sei auch das Konzept der Studiengänge am HHZ, die auf eine enge Verzahnung zwischen Theorie und den Partnerunternehmen setzen und die Fokussierung auf das Zukunftsthema Digital Business sowie die starke Forschungsanbindung. Hier habe sich das HHZ inzwischen einen Namen gemacht, so Rossmann weiter. Neben dem Promotionskolleg gebe es am HHZ zahlreiche Forschungsgruppen und Projekte. „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in den letzten 10 Jahren mehr als 8 Mio. EUR Drittmittel aus Land, Bund und EU für Projekte am Standort Böblingen eingeworben. Darüber hinaus sind mehrere hundert Publikationen auf wissenschaftlichen Konferenzen und in entsprechenden Journalen/Publikationen entstanden. Das ist Ausdruck der großen Forschungskraft und Innovationsleidenschaft der Kolleginnen und Kollegen am HHZ“, so Alexander Rossmann
Ähnlich auch die Einschätzung von Hochschulpräsident Prof. Dr. Brumme. Das HHZ sei nicht nur aktuell sehr gut in Forschung und Lehre, so Brumme, sondern habe auch ein großes Entwicklungspotential. Aus diesem Grund habe man erst im letzten Jahr mit dem Landkreis und der Stadt Böblingen einen Erweiterungsvertrag für das Herman Hollerith Zentrum unterzeichnet. „Ich freue mich sehr über das 10-jährige Jubiläum des Herman Hollerith Zentrums, zumal ich dessen Entwicklung seitens der Hochschule von Anfang an begleitet habe. Heute ist das HHZ nicht mehr aus der Bildungslandschaft wegzudenken. In Zeiten des Fachkräftemangels sind solche Erfolgsgeschichten meiner Meinung nach auch wichtiger denn je.“
Auf die wichtige Rolle des Herman Hollerith Zentrum für die Fakultät Informatik, zu der das HHZ gehört, ging der Dekan der Fakultät ein. Die beiden Standorte Reutlingen und Böblingen ständen nicht in Konkurrenz zueinander. Vielmehr ergäben sich zahlreiche Synergien, gerade in der Forschung und viele Kollegen seien daher auch an beiden Standorten tätig. „Das HHZ ergänzt uns räumlich indem es für Studierende aus dem Raum Böblingen Studienmöglichkeiten in Wohnortnähe schafft, inhaltlich durch einen starken Fokus auf Transfer und Wirtschaftsnähe, und es wirkt auch in die Gesellschaft hinein indem es Themen der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz zum Beispiel in Barcamps und anderen Veranstaltungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht“.
Ebenfalls auf der 10 Jahres Feier mit dabei waren die Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Landkreis Böblingen, die das HHZ maßgeblich finanzieren. So betont Landrat Roland Bernhard: „Das HHZ ist ein wichtiger Mosaikstein, die Digitalisierung im Landkreis vorwärts zu bringen. Schon bei meinem Amtsantritt 2008 war das strategische Ziel, einen Hochschulstandort im Landkreis zu etablieren. Das war mutig und Skeptiker haben befürchtet, dass das HHZ vorzeitig in die Knie gehen könnte. Aber das Gegenteil ist eingetreten. Ich gratuliere dem HHZ herzlich zum 10-jährigen Bestehen. Aus dem zarten Pflänzchen ist ein starker Baum geworden, der dauerhaft wächst und gedeiht. Mittelfristiges Ziel sind 500+ Studierende. Das investierte Geld ist eine Zukunftsinvestition und Wirtschaftsförderung pur, da die Studierenden auch die hiesigen Unternehmen unterstützen“.
Ähnlich auch die Bewertung vom Oberbürgermeister der Stadt Böblingen, Dr. Stefan Belz, der das HHZ als eine „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. Böblingen habe sich auch durch das HHZ weiter zu einem substantiellem IT-Hochschulstandort entwickeln können, so Belz. „IT und Digitalisierung sind bereits stark in der Stadt verwurzelt und sollen auch in Zukunft ein starker Pfeiler unseres Wirtschaftsstandorts sein. Wir werden daher gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen und dem Landkreis Böblingen das Ziel ,HHZ 500plus‘ angehen – also das HHZ mit Angeboten für mehr als 500 Studierende auszubauen.“
Eine kurze Video Grußbotschaft sendete bei der 10 Jahres Feier die baden-württembergische Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Thekla Walker. Sie bedauerte, dass sie aufgrund einer Auslandsreise nicht am Jubiläum teilnehmen könne. Das HZZ, so Thekla Walker, sei eine erfolgreiche und sehr gute Einrichtung, die sie bisher und auch in Zukunft gerne weiter unterstützen werde.
Auf die Bedeutung und die sehr gute Zusammenarbeit des Herman Hollerith Zentrums mit den zahlreichen Partnerfirmen ging anschließend in seiner Festrede Dr. Ralf Hofmann, CEO MHP – A Porsche Company, ein. Von dieser engen Verzahnung zwischen Lehre, Forschung und Unternehmen profitierten am Ende alles drei Bereiche, so Hofmann: „Für die Wirtschaft in Deutschland sind IT-Fachkräfte von zentraler Bedeutung. Davon haben wir bekanntermaßen heute viel zu Wenige. Das HHZ ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten im Bereich der IT-Ausbildung – und davon bräuchte es eigentlich noch viel mehr“.
Dass das Studium am Herman Hollerith Zentrum eine ausgesprochen gute Basis für die weitere berufliche Karriere ist, zeigte sich am Ende auch noch in den Grußworten von Neslihan Özal, die selbst am HHZ studiert hat und heute eine Führungsposition beim Unternehmen CGI innehat. Bemerkt sei dabei, so Özal, der hohe Anteil weiblicher Studierender am HHZ von knapp 50% – ebenfalls ein Benchmark für IT-Ausbildung in Deutschland. Schließlich lobte Özal, auch im Namen der Studierenden, sowohl die ausgesprochen gute fachliche Ausbildung als auch den sehr freundschaftlichen und offenen Umgang miteinander am HHZ.
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Thekla Walker für weiteren HHZ Ausbau: „Digitalisierung ist das große Transformationsthema der Zukunft“
Posted by PM-Ersteller - 20/01/22 at 02:01:39 p.m.Erste Zwischenbilanz nach Start des Bachelors Digital Business am Herman Hollerith Zentrum in Böblingen / Nachfrage nach Studienplätzen größer als das Angebot / Rahmenbedingungen in excellent
Der erste Bachelor-Studiengang am Herman Hollerith Zentrum (HHZ) in Böblingen ist sehr erfolgreich gestartet. Das wurde am Montag bei der ersten Zwischenbilanz deutlich. Für die 20 Studienplätze, so der Leiter des Herman Hollerith Zentrums, Prof. Dr. Alexander Rossmann, hätten sich 164 Personen beworben. Angesicht der sehr hohen Bewerberzahlen habe man sich dann entschieden, mehr Bewerber zuzulassen. Im Wintersemester 2021/2022 haben dann 30 Studierende das Bachelorstudium an dem Lehr- und Forschungszentrum der Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen aufgenommen.
Erfreut über den sehr positiven Start zeigten sich bei der Zwischenbilanz auch der Landrat des Landkreises Böblingen, Roland Bernhard, Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz sowie die Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg, Thekla Walker, die das HHZ schon seit Jahren auf Landesebene unterstützt. Der Bachelor Digital Business war im Oktober gestartet und ist der erste Bachelorstudiengang am HHZ. Mit ihm wurde der entscheidende Schritt vollzogen, um durch die Hochschule Reutlingen ein durchgehendes Angebot vom Bachelor bis hin zur Promotion in Böblingen zu realisieren.
Die hohen Bewerberzahlen, so Ministerin Thekla Walker bei der Zwischenbilanz, zeigten deutlich, wie richtig und notwendig die Entscheidung gewesen sei, das HHZ weiter auszubauen und einen Bachelorstudiengang zu etablieren. „Die Digitalisierung ist wie der Klimaschutz das große Transformationsthema der Zukunft. Es gibt nicht viele Hochschulstandorte, die über ein so großes Potential in der Region verfügen wie Böblingen. 20 Studierende sind wenige, aber wir wussten das wir erst einen Einstieg finden mussten und zeigen, dass es läuft“, so die Ministerin zu ihrem Engagement für den Studiengang.
Wie erfolgreich das HHZ in seiner nunmehr knapp 10-jährigen Geschichte ist, erklärte bei der Zwischenbilanz Prof. Dr. Christian Decker, der als Studiendekan für die Lehre verantwortlich ist. Das Konzept des HHZ setzte in allen Bereichen, angefangen vom neuen Bachelor- über das Master- bis hin zum Promotionsprogramm auf einen sehr hohen Praxisbezug. „Der Standort Böblingen bietet uns viele Vorteile. Es gibt im IT Bereich eine extrem breite Basis, die vom Startup bis hin zum Weltkonzern reicht. Dazu eine wissenschaftsfreundliche Stadt, die vieles leichter macht.“ Der Standort, so Decker weiter, mache es besonders einfach, Unternehmen und die Praxis in die Lehre und Forschung einzubinden. Eine Einschätzung die auch die Studierenden bei der Zwischenbilanz am HHZ teilten. Lob fand vor allem, dass die Praxis von Anfang an ins Studium integriert ist. „Meine Eltern haben einen Handwerksbetrieb. Ich finde es richtig gut, dass Entrepreneurship schon im ersten Semester Teil des Unterrichts ist. Ich kann so sehen, wie wir unseren Betrieb zuhause digital optimieren könnten,“ so Lennart Paul, Student des neuen Bachelor Digital Business.
Und genau diese positiven Effekte in die Region hinein sind es, die Stadt und Landkreis bewogen haben, das HHZ zu gründen und es jetzt auch weiter auf über 500 Studierende auszubauen, so Landrat Roland Bernhard. „Unser Ziel ist 500 plus. Das ist sicher ein ehrgeiziges, aber gutes Ziel. Die 4, 8 Millionen Euro, die Stadt und Landkreis Böblingen hier investieren, sind gut investiertes Geld in die Zukunft. Auch darüber hinaus arbeiten der Landkreis und das Herman Hollerith Zentrum gemeinsam an einigen Projekten, unter anderem beim Zentrum für Digitalisierung der Region Stuttgart, das kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt.“
Dr. Stefan Belz, Oberbürgermeisters der Stadt Böblingen, bekräftigt: „Seit dem Start von IBM und Hewlett Packard in Böblingen in den 1950-er Jahren haben wir in unserer Stadt eine rasante Entwicklung in den Bereichen Informatik und aktuell auch bei Künstlicher Intelligenz erlebt, die wir weiter fördern und ausbauen wollen. Hier sind wir mit dem Herman Hollerith Zentrum, dem Zentrum für Digitalisierung Böblingen oder auch dem Softwarezentrum Sindelfingen/Böblingen richtig gut aufgestellt. Ein großes Dankeschön geht ausdrücklich an unsere Landtagsabgeordnete und Ministerin Thekla Walker für ihr Engagement auf Landesebene. Ich freue mich sehr, dass wir als Stadt zusammen mit dem Landkreis das HHZ in Böblingen weiter stärken und uns somit als Hochschulstandort weiter etablieren.“
Dass die Informatik auch am Hermann Hollerith Zentrum weit in fast alle gesellschaftlichen Bereiche hineinreicht, die zunächst nicht immer mit IT verbunden werden, machte Prof. Dr. Dieter Hertweck deutlich. So sei das HHZ am Forschungsprojekt „Parkli“, der partizipativen Klimaforschung beteiligt. Hier werde erforscht, welche lokalen Maßnahmen zur Klimaanpassung sich durch Teilhabe der Bürger erreichen lassen. Dabei könnten Informatiker die entsprechenden Daten zum lokalen Handeln liefern. Ein anderes Beispiel sei das Projekt „Ökotrans“ in dem die Informatiker erforschen, wie sich Hürden abbauen lassen, damit Bio-Lebensmittel auch in Großkantinen einfach und in ausreichender Menge verwendet werden können.
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Informatiksstudium in Reutlingen Grundlage für Top Karriere
Posted by PM-Ersteller - 28/06/21 at 01:06:03 p.m.Dr. Manuel Hepfer studierte Wirtschaftsinformatik/Bachlor an der Hochschule Reutlingen. Seine Promotion absolvierte er an der Oxford University. Das Wirtschaftsinformatik Studium war der Grundstein.
„Ich würde noch einmal in Reutlingen studieren. Es war ein Grundstein zu meinem beruflichen Weg“, berichtet Dr. Manuel Hepfer über sein Bachelorstudium der Wirtschaftsinformatik in Reutlingen. Nach seinem Bachelor in Reutlingen absolvierte er seinen Master an der London School of Economics und promivierte anschließend an der University of Oxford. Heute ist der 29-jährige Doktor bei ISTARI-Global tätig, einem Unternehmen des singapurischen Staatsfonds, welches Unternehmen dabei unterstützt Cyber-Resilienz aufzubauen.
Von diesem Weg hat Manuel Hepfer nicht zu träumen gewagt, als er im Jahr 2011 mit seinem Bachelorstudium an der Fakultät Informatik anfing. In Reutlingen schätzt er bis heute rückblickend den engen Kontakt und die große Unterstützung durch die Professoren, für welche er bis heute lobende Worte findet. So half ihm zum Beispiel Professor Michael Wobbermin dabei, seine Bachelorthesis bei Porsche Financial Services zu schreiben. Ebenso wurde Manuel Hepfer in seinem Vorhaben unterstützt, ein Auslandssemester in England zu machen, um die Sprache und Kultur des Landes besser kennen zu lernen.
Doch aus dem Auslandssemester wurde mehr. Manuel Hepfer gefiel es in London so gut, dass er beschloss, auch sein Masterstudium in London zu absolvieren. Mit Hilfe seiner Reutlinger Professoren fand er hierfür ein passendes Stipendium.
Der Master an der London School of Economics weckte sein tieferes wissenschaftliches Interesse. Im Oktober 2016 begann Manuel Hepfer mit seiner Promotion. „Ich habe mich sehr gefreut in Oxford promovieren zu können. Dort habe ich mich mit der Resilienz – also die Widerstandsfähigkeit – von Unternehmen befasst, die von einem massiven Cyberangriff betroffen waren. Im empirischen Teil meiner Arbeit untersuchte ich, wie drei globale Unternehmen auf einen der bis heute verheerendsten Cyberangriffe reagierten.“ Mit diesem Thema befasst sich Manuel Hepfer auch heute bei seiner Tätigkeit als Research Analyst für ISTARI-Global, einem jungen Unternehmen des Staatsfonds von Singapur.
Auf seinen Weg zurückblickend ist Manuel Hepfer der Überzeugung, dass Leidenschaft für das Studienfach ein großer Erfolgsfaktor für ein Studium ist. Wer darüber hinaus Lust und Mut hat, ein neues Land und seine Menschen zu entdecken, sollte sich die Chance eines Auslandssemesters nicht entgehen lassen.
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