Neue Forschungsergebnisse beleuchten erstmals die Innenwelt von Langzeitarbeitslosen
Posted by PM-Ersteller - 11/07/25 at 10:07:04 a.m.Neues Buch von Andreas Herteux gibt erstmals Einblick in Denken und Werte von Langzeitarbeitslosen – und fordert einen Paradigmenwechsel in Politik, Gesellschaft und Arbeitsmarkt.
Pressemitteilung
Neues Buch beleuchtet erstmals die Innenwelt von Langzeitarbeitslosen: Ein Paradigmenwechsel für Politik und Gesellschaft
Karbach, 11. Juli 2025 – Trotz jahrzehntelanger Bemühungen bleibt der nachhaltige Erfolg im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland aus. Ein neues Buch des Sozialforschers Andreas Herteux wirft nun einen bisher einzigartigen Blick hinter die Fassade einer Gruppe, die oft nur durch Statistiken betrachtet wird – und plädiert für einen grundlegenden Perspektivwechsel.
Unter dem Titel
„Langzeitarbeitslose mit multiplen Beeinträchtigungen – Wer sie sind. Was sie denken – und was sie beeinflusst. Wie mit ihnen umzugehen ist.“
(erscheint am 24. Juli 2025 im Erich von Werner Verlag, ISBN 978-3948621551)
analysiert Herteux die Denkweisen, Werte und Wahrnehmungen langzeitarbeitsloser Menschen – auf Basis innovativer empirischer Erhebungsmethoden im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Modellvorhabens rehapro. Dabei berücksichtigt er auch erstmals die Beeinflussung des Verhaltens durch digitale Welten – ein bislang vernachlässigter Aspekt in der Forschung.
Das zentrale Ergebnis: Die vermeintlich homogene Gruppe entpuppt sich als Mosaik unterschiedlichster Milieus mit individuellen Ressourcen, Bedürfnissen und Weltbildern. Herteux entwickelt eine neue Kategorisierung, die zeigt, warum klassische Maßnahmen oft scheitern – und was stattdessen nötig wäre.
Warum dieses Buch gerade jetzt relevant ist:
– Bürgergeld-Debatten und gesellschaftliche Polarisierung
– Fachkräftemangel und ungenutzte Potenziale
– Digitale Prägungen und sich wandelnde Lebenswelten
– Notwendigkeit eines neuen Verständnisses von Normalität und Arbeit
„Wir analysieren oft das Können, aber nicht das Wollen – und verstehen dadurch die Menschen nicht“, so der Autor. Sein Appell: Weg von Normdenken und Standardmaßnahmen – hin zu einem ganzheitlichen, akzeptierenden Blick auf Lebensrealitäten, die nicht mehr dem klassischen Bild von „Normalität“ folgen.
Für Medienvertreter
Journalistinnen und Journalisten, die über Sozialpolitik, Arbeit, Bildung oder Gesellschaft schreiben, erhalten auf Wunsch:
– Rezensionsexemplare (Print oder E-Book; Auslieferung ab der 2. Juliwoche)
– Interviewtermine mit dem Autor
– Exklusive Vorab-Auszüge
Kontakt: info@erichvonwernerverlag.de
Website: www.erichvonwernerverlag.de
Über den Autor:
Andreas Herteux leitete das BMAS-geförderte Modellprojekt LEILArehaktiv im Rahmen von rehapro und ist bekannt für die Verbindung wissenschaftlicher Tiefe mit praktischer Umsetzbarkeit. Seine Arbeiten wurden u. a. in der Frankfurter Rundschau und bei Focus Online veröffentlicht.
Verlag:
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97842 Karbach
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Der Erich von Werner Verlag ist ein deutscher Verlag mit Schwerpunkt auf dem Fach- und Sachbuchbereich.
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Buch löst Debatte aus: Wird der Pflegemangel durch mangelnde Anpassung bedingt?
Posted by PM-Ersteller - 07/01/22 at 09:01:31 a.m.Ohne den Menschen kann die Pflege nicht funktionieren, um ihn aber zu erreichen sowie zu motivieren, muss er auch verstanden werden. Wird er das, im Kontext einer neuen Zeit auch?
Kaum ein gesamtgesellschaftlicher Komplex hat eine größere Bedeutung als der der Pflege, denn dieser muss heute und in der Zukunft die Versorgung von Millionen Pflegebedürftigen erbringen. Ob er dies auf Dauer qualitativ-hochwertig noch zu leisten vermag, darf dagegen hinterfragt werden, denn zu offensichtlich sind die Lücken und Mängel im System.
In der Regel werden diese Herausforderungen allerdings aus dem Blickwinkel der Nachfrage, des Bedarfs an Arbeitskräften, betrachtet, weniger aus dem der tatsächlichen oder potenziellen Pflegekräfte.
Ein Ansatz, der oft verkennt, dass das Individuum heute einem völlig neuen Reizrahmen einer sich dynamisch wandelnden Wirklichkeit ausgesetzt ist, der sich prägend auf Persönlichkeitsentwicklung, Verhalten oder die Kompetenzen auswirkt. Aus dem Homo sapiens ist in vielen Fällen ein Homo stimulus geworden. Ohne den Menschen kann die Pflege nicht funktionieren, um ihn aber zu erreichen sowie zu motivieren, muss er auch verstanden werden. Wird er das, im Kontext einer neuen Zeit auch?
Tatsächlich sind die aktuellen Formen der Pflegeausbildungen auf den Homo stimulus oft nur unzureichend vorbereitet. Die Folgen sind hohe Abbruchquoten und eine zunehmende Diskrepanz zwischen gesellschaftlichem Nutzen des Berufes und dessen Ansehen.
Um den Bedarf an Pflegekräften für die Zukunft sichern zu können, erscheint es daher notwendig zu untersuchen, mit welchen Einflüssen des kollektiven Individualismus Auszubildende in der Pflege im 21. Jahrhundert konfrontiert werden, wie diese sich auf Persönlichkeit, Verhalten und Kompetenzen auswirken und wie mit ihnen umzugehen ist.
An dieser Stelle setzt das Fachbuch „Neue Herausforderungen in der Krankenpflegeausbildung im 21. Jahrhundert
Ausbildungsergänzungen für das Zeitalter des kollektiven Individualismus“, das am 15.01.2022 im Erich von Werner Verlag erscheinen wird, ein und offeriert einen beachtenswerten Debattenbeitrag.
Dieser bemüht sich darum, primär, individuelle und gesellschaftliche Veränderungen der Gegenwart und der nahen Zukunft für die Pflegeausbildung darzulegen, die Folgen zu betrachten, und sekundär, erste Anpassungsvorschläge zu skizzieren, um auf ein geändertes Auszubildendenverhalten sowie variierende Kompetenzen reagieren zu können.
Kann es auf dem schwierigen Feld der Pflege jemals eine konstruktive Diskussion zu viel geben?
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Stuttgarter Randale das Produkt von Milieukämpfen? Forscher erklärt Vorgänge mit neuer Theorie
Posted by PM-Ersteller - 22/06/20 at 02:06:51 p.m.Neue Forschungsergebnisse zeichnen ein völlig neues Bild der gesellschaftlichen Entwicklung im 21. Jahrhundert.
Die Ausschreitungen in Stuttgart erschüttern Deutschland und werfen die Frage auf, wie es zu diesen kommen konnte. Andreas Herteux, der bereits das Modell des Verhaltenskapitalismus entworfen hat, bietet mit der Theorie des Milieukampfes eine Erklärung für die Vorkommnisse. Doch, was besagt diese Theorie?
Milieukampf bedeutet, dass sich zwischen den Lebenswirklichkeiten (Milieus) einer Gesellschaft (oder mehrerer Gesellschaften) Konflikte ergeben, die aktiv oder passiv ausgetragen werden.
Der Grundgedanke ist somit kein schwieriger: Ein Milieu ist die Zusammenfassung von Menschen mit ähnlichen Interessen, Weltansichten, Einstellungen, Mentalitäten und Werten zu einer Gruppe – und zwischen diesen und anderen Gruppierungen existiert ein Potenzial für Auseinandersetzungen, das auf deren Unterschiede basiert. Da die Gesellschaft erodiert und durch den Zeitenwandel immer weiter und schneller zersplittert, herrscht heute ein weitaus komplexeres und größeres Konfliktpotenzial als in der Vergangenheit, das sich zudem stetig wandelt.
Dem Milieukampf gehen stets Milieukonflikte voraus. Milieukonflikte sind Konflikte, die dann begründet werden, wenn die Bedürfnisse der Milieubildenden teilweise oder völlig unerfüllt bleiben bzw. das Selbstverständnis der Lebenswirklichkeit attackiert wird.
Diese Konflikte können sowohl innerhalb einer Lebenswirklichkeit als auch mit Bezug auf weitere Milieus entstehen. Die beiden Grundkonstellationen von Milieukonflikten sind:
– Fehlende Befriedigung von Bedürfnissen der Personen, welcher dieser Lebenswirklichkeit zugeordnet werden
– Wahrgenommene Attacken auf das Selbstverständnis (z. B. Selbstbestimmung, Identität usw..) der Lebenswirklichkeit
Im konkreten Fall von Stuttgart gibt es Indizien, dass viele der Täter aus dem sogenannten hedonistischen, Milieu stammen, einer Lebenswirklichkeit, die primär, den Spaß, die Wonne und das Erlebnis sucht. Besagte Lebenswirklichkeit wurde durch die Corona-Maßnahmen massiv beschränkt, was einen Konflikt erzeugt haben könnte, der sich nun in den Ausschreitungen entladen hat.
Die Theorie des Milieukampfes sowie weitere neue Modelle und Thesen, die in der Summe ein geschlossenes Bild der gesellschaftlichen Realität im 21. Jahrhundert zeigen, hat Andreas Herteux in seinem Buch „Grundlagen gesellschaftlicher Entwicklungen im 21. Jahrhundert – Neue Erklärungsansätze zum Verständnis eines komplexen Zeitalters“ (ISBN-Paperback: 978-3-948621-16-2, 22 Euro, 294 Seiten) zusammengefasst, das am 01.08.2020 im Erich von Werner Verlag erscheinen wird.
Bei Interesse an Rezensionsexemplaren oder bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den angegebenen Pressekontakt oder direkt an den Erich von Werner Verlag.
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