Zum dritten Mal in Folge: Pirmasens sichert sich ‚HDS/L Junior Award‘ auch 2024
Posted by PM-Ersteller - 05/03/24 at 10:03:40 a.m.Jungdesignerin der Deutschen Schuhfachschule überzeugt Fachjury im Wettbewerb mit außergewöhnlicher Kreation zum vorgegebenen Motto „DENIM DREAMS. Jeans on! Create a shoe with denim details!“
* Nachwuchspreis im alljährlichen Wettbewerb des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. HDS/L geht an Marielle Lazan
Was das komplementäre Wissen rund um den Schuh und seine Herstellung betrifft, ist das westpfälzische Pirmasens nach wie vor ein Hotspot – nicht zuletzt dank der dort ansässigen Deutschen Schuhfachschule (DSF) als einem wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Branche. In der renommierten Einrichtung werden praxiserfahrene Fachkräfte der Schuhindustrie und des Handwerks auf eine kompetente, eigenverantwortliche Tätigkeit im technischen Management und im Schuhdesign vorbereitet. Eine hochwertige Ausbildung, die 2024 bereits zum dritten Mal in Folge Früchte trägt: Im Rahmen der „Shoes Düsseldorf“ hat der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. HDS/L der DSF-Schülerin Marielle Lazan den ‚HDS/L Junior Award‘ verliehen. Schon 2022 und 2023 war die Auszeichnung für junge Schuhdesigner nach Pirmasens gegangen. In diesem Jahr konnte nun die ausgebildete Schuhfertigerin Lazan die Fachjury aus Mode-Journalisten, Schuhhändlern, Herstellern, Einkaufsgenossenschaften und Trend-Experten mit ihrer beeindruckenden Kreation zum vorgegebenen Motto „DENIM DREAMS. Jeans on! Create a shoe with denim details!“ überzeugen.
Die Auszeichnung mit dem ‚HDS/L Junior Award‘ beinhaltet neben einer Urkunde und einer Skulptur ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Beworben hatten sich Jung-Designer nationaler und internationaler Herkunft. Dabei handelt es sich zum einen um Studenten an europäischen Schulen im Bereich Mode/Design und zum anderen um Nachwuchskräfte in den Betrieben.
Eine Verbindung mit Geschichte
Auf den Philippinen geboren, wuchs die 22-jährige Marielle Lazan in Vietnam auf; seit 2020 lebt die Tochter eines Pirmasensers, der als Produktionsleiter unter anderem in Indien und Vietnam tätig war, in Deutschland. Marielle Lazan hat ihre Ausbildung zum Schuhfertiger bei Adidas im Werk in Scheinfeld erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Werkvertrages mit Adidas studiert sie nun an der Deutschen Schuhfachschule. Der Sportartikelkonzern finanziert die zweijährige Ausbildung seiner Mitarbeiterin. Zwischen Adidas und Pirmasens gibt es schon sehr lange ein historische Verbindung. Denn bereits Firmengründer Adolf, „Adi“ Dassler (1900-1978) wusste um das Pirmasenser Know-how in Sachen Schuhe. Auch er absolvierte eine Ausbildung an der Deutschen Schuhfachschule in der Siebenhügelstadt. Dort lernte er 1932 auch seine spätere Ehefrau, Katharina Martz (1917-1984), kennen. Nach dem Tod ihres Mannes lenkte sie zwischen 1978 und 1984 die Geschicke des Weltkonzerns.
Ein Chamäleon als Statement
Für ihre siegreiche Kreation hat Marielle Lazan einen besonderen Namen mit Bezug zur faszinierenden Tierwelt gewählt „Denim Cameleon“: ein vielseitiger, handgefertigter 2-in-1-Stiefel, hergestellt aus Denim-Jeans und Jacken. „Um ehrlich zu sein, von Anfang an war ich bereits stolz und begeistert von meiner Designidee und davon, wie gut der Schuh herauskam und gefertigt wurde. Doch als ich herausfand, dass es über 40 andere Teilnehmer gab, dachte ich, dass die Chancen zu gewinnen gering sind. Daher freue ich mich sehr und bin stolz darauf, den Preis unter anderen kreativen Modellen zu gewinnen. Ich hatte eine großartige Zeit und habe viel Herzblut in das Entwerfen und Herstellen des Modells gesteckt, daher bedeutet mir diese Anerkennung sehr viel. Obwohl ich erst im ersten Jahr an der DSF bin und noch viel zu lernen habe, hat mich dieser Preis motiviert, weiter zu wachsen und mich in meinem Handwerk zu verbessern.“
Als HDS/L-Hauptgeschäftsführer und Mitglied der Experten-Jury Manfred Junkert zeigt sich begeistert von dem wandelbaren Schuh: „Genau wie das Chamäleon wechselt dieses Modell mühelos zwischen kniehoher Eleganz und schicken Knöchel-Booties. Mit clever integrierten Taschen innen und außen ist dieser Schuh perfekt für das Mitnehmen von täglichen Essentials ausgestattet.“ Gemeinsam mit seinen Jury-Mitgliedern sieht er in der gelungenen Mischung aus Einzigartigkeit, Funktionalität und Stil in diesem Stiefel mehr als nur ein Accessoire. „Es ist ein Statement.“
„Schon seit mehr als 200 Jahren ist in Pirmasens das Wissen um den Schuh und seine Herstellung zuhause. Bis heute sind in unserer Stadt und der umgebenden Südwestpfalz sowohl der größte Teil der Schuhproduktion als auch die Entwicklung, das Know-how, das Design und der Schuhhandel beheimatet. All das bringt insbesondere auch das erst im letzten September unter dem neu geschaffenen ‚Schuhstadt‘-Label aus der Taufe gehobene Informationsportal auf einen Nenner. Es freut mich sehr zu sehen, wie dieses umfassende Wissen gerade auch durch die Deutsche Schuhfachschule immer wieder aufs Neue erfolgreich an die kommenden Generationen weitervermittelt wird – an kreativen Nachwuchs wie Marielle Lazan, der ich zu ihrem Sieg beim ‚HDS/L Junior Award‘ ganz herzlich gratuliere verbunden mit den besten Wünschen für ihre weitere Karriere“, kommentiert Markus Zwick, Oberbürgermeister von Pirmasens.
Hintergrund: Aus- und Weiterbildung rund um den Schuh
In Pirmasens konzentrieren sich national wie international das Wissen und die Fachkompetenz rund um Schuh-, Leder- und Maschinenindustrie. Dafür steht neben dem International Shoe Competence Center ISC und dem Hochschulstandort Pirmasens mit seinen Studiengängen für Lederverarbeitung und Schuhtechnik sowie Orthopädieschuhtechnik als berufsbegleitendem Studiengang insbesondere die DSF. Deren betont praxisorientierter Abschluss eröffnet Karriere-Chancen unter anderem als Schuhdesigner und technischer Modelleur oder auch als Produktionsplaner, Controller und Technischer Betriebsleiter. Die DSF ist seit 1996 organisatorisch als eigenständiger Bildungsgang mit insgesamt neun Lehrkräften an der Berufsbildenden Schule (BBS) Pirmasens angesiedelt.
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Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; ihren Sitz in Pirmasens haben zum Beispiel die Deutsche Schuhfachschule und das International Shoe Competence Center (ISC). Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen unter www.pirmasens.de.
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Schuhdesign gestern, heute und morgen: ‚HDS/L Junior Award 2023‘ geht erneut nach Pirmasens
Posted by PM-Ersteller - 14/03/23 at 09:03:06 a.m.In Pirmasens vereinen sich Wissen und Fachkompetenz rund um den Schuh mit Gegenwart und Zukunft – ‚HDS/L Junior Award‘ geht erneut an Nachwuchskräfte aus der Deutschen Schuhfachschule.
> Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. HDS/L zeichnet Amir Hosseini und Jakob Stegemann mit alljährlichem Award für junge Schuhdesigner aus
> Extravaganter und zugleich hoch funktioneller Gewinnerentwurf „HOT SPACE“ trifft für Fachjury punktgenau das vorgegebene Motto „MOVE ON! Shoe fashion gets dynamic“
> Modisch-schicker High-Heel aus silberfarbenem Lackleder enthält Wärme-Panels mit herausnehmbarer Power-Bank für warme Füße auch an kalten Tagen
Pirmasens, 14. März 2023. Schuhe, Schuhe und nochmal Schuhe: In der westpfälzischen Stadt Pirmasens vereinen sich die weitreichenden Wurzeln des Wissens und der fundierten Fachkompetenz rund um das Schuhwerk mit deren Gegenwart und Zukunft. Davon zeugt der erneute Gewinn des ‚HDS/L Junior Award‘ für Nachwuchskräfte aus der Deutschen Schuhfachschule (DSF); die DSF mit Sitz in Pirmasens gilt als Kaderschmiede der Schuhindustrie mit nationalem und internationalem Ruf. Die diesjährigen Gewinner Amir Hosseini und Jakob Stegemann überzeugten die Fachjury mit ihrem Entwurf „HOT SPACE“ sowohl in modischer als auch funktionaler Hinsicht. Der Clou ihres extravaganten High-Heels aus silberfarbenem Lackleder sind darin enthaltene Wärme-Panels, die von einer herausnehmbaren Power-Bank in einer kleinen Tasche auf der Außenseite des Schuhs versorgt werden. Zusätzlich haben sie eine 3D-modellierte abnehmbare Sohle mit Profil für diese Schuhe entworfen und gedruckt, damit man sie etwa an rutschigen Wintertagen über die Schuhe ziehen und wieder abnehmen kann. Der ‚HDS/L Junior Award 2023‘ war in diesem Jahr mit 3.000 Euro dotiert. Bereits im letzten Jahr war die Auszeichnung des HDS/L für junge Schuhdesigner mit Julien Memmer und Tobias Tschäpe und ihrem Siegerentwurf „Manhattan Nights“ an Teilnehmer von der DSF gegangen.
Wärme und Stil in einem Schuh
„Wir haben gemeinsam gearbeitet und uns gegenseitig ergänzt“, erklärt Amir Hosseini. „Ich selbst habe den Designprozess geleitet und mich dabei von Kleidungsstücken und der Raumfahrt inspirieren lassen, während Jakob Stegemann für die Funktionalität der Schuhe verantwortlich war und die Idee der Wärme-Panels einbrachte“, fügt er hinzu. Jakob Stegemann ergänzt: „Unsere Zusammenarbeit war eine perfekte Symbiose aus kreativer Vision und technischer Expertise. Durch unsere 3D-modellierte Sohle konnten wir sogar Allwetter-Schuhe unter die Pumps kreieren, die in jeder Situation stilvoll und bequem sind.“ Das erklärte Ziel, Design und Funktionalität zu kombinieren, sieht er erfolgreich erreicht.
Erstes Team-Projekt von „Hoss x Jackson“
Der 20-jährige Amir Hosseini wurde im iranischen Mashhad geboren und lebt seit sieben Jahren in Deutschland. Er erlernte das Handwerk des Maßschuhmachers in Hamburg und kam im September 2022 zur DSF nach Pirmasens, um sich dort weiterzubilden. Auch in Zukunft möchte er im Beruf höchsten Ansprüchen an Design und Funktionalität gerecht werden. Beide Aspekte sieht er in seinem Studium an der DSF ansprechend kombiniert und zeigt sich gerade von der Breite der Ausbildung entlang der Wertschöpfungskette überzeugt – „von der ersten Idee und Entwürfen über die Materialauswahl und das Design bis hin zur Fertigung und ansprechenden Präsentation“, wie er betont. Aus einer Familie in vierter Schuhtraditions-Generation kommend, gilt Hosseinis ganz besonderes Interesse vor allem Design und 3D-Modelling.
Sein Partner bei „Hoss x Jackson“, wie sich das Gewinner-Team des ‚HDS/L Junior Award 2023‘ selbst nennt, heißt Jakob Stegemann. Der 23-jährige Münchner war aus dem Landkreis Ebersberg in die Pfalz an die DSF gekommen. Zuvor absolvierte er in einem Betrieb in Pfronten eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher. „Keine Schäfte nur nach Katalog, sondern den individuellen Orthopädieschuh entwerfen“, bezeichnet Stegemann als sein berufliches Ziel. Nach Abschluss als Staatlich geprüfter Schuhtechniker, den er wie sein Team-Partner im Sommer 2024 anvisiert, möchte er zunächst noch Orthopädieschuhmachermeister werden, bevor er sich selbstständig macht.
„Der ‚HDS/L Junior Award‘ wird vom Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie an Menschen überreicht, die sich mit außergewöhnlicher Leidenschaft, Kreativität und großer Begeisterung für das Produkt Schuh einsetzen“, so HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert. „In diesem Jahr stand das Motto Dynamik im Fokus. Das Motto des ‚HDS/L Junior Award 2023‘ lautet: ‚Move on! Shoe fashion gets dynamic‘. Ein zur Branche und auch zum Zeitgeist passendes Motto. Denn die Schuhbranche ist nicht nur dynamisch, sondern bietet jungen Menschen viele spannende und internationale Karrieremöglichkeiten.“
Aus- und Weiterbildung rund um den Schuh
In Pirmasens konzentrieren sich national wie international das Wissen und die Fachkompetenz rund um Schuh-, Leder- und Maschinenindustrie. Dafür steht neben dem International Shoe Competence Center ISC und dem Hochschulstandort Pirmasens mit seinen Studiengängen für Lederverarbeitung und Schuhtechnik sowie Orthopädieschuhtechnik als berufsbegleitendem Studiengang insbesondere die DSF. Deren betont praxisorientierter Abschluss eröffnet Karriere-Chancen unter anderem als Schuhdesigner und technischer Modelleur oder auch als Produktionsplaner, Controller und Technischer Betriebsleiter. Die DSF ist seit 1996 organisatorisch als eigenständiger Bildungsgang mit insgesamt neun Lehrkräften an der Berufsbildenden Schule (BBS) Pirmasens angesiedelt.
„Schuhe gehören fest zu unserem Leben und genauso wie dieses einem permanenten Wandel unterliegt, wird auch der Schuh nie wirklich zu Ende gedacht sein“, erklärt Markus Zwick, Oberbürgermeister von Pirmasens, mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Branche. „Das wird in dem beeindruckenden Siegerentwurf besonders deutlich, der ein tolles Design mit hochwertigen Materialien und Mehrwerte-stiftenden Technologien verbindet. Als Stadtoberhaupt freut es mich natürlich ganz besonders, dass die beiden Preisträger, denen ich zugleich herzlich gratuliere, erneut aus der Kaderschmiede der Deutschen Schuhfachschule in Pirmasens stammen.“
Bildquelle: Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. HDS/L
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Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; ihren Sitz in Pirmasens haben zum Beispiel die Deutsche Schuhfachschule und das International Shoe Competence Center (ISC). Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Förder-technik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städte-partnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen unter www.pirmasens.de.
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