Meilenstein für Digitalisierung im Gesundheitswesen: SPS Germany übernimmt Belegmanagement für AOK Hessen
Posted by PM-Ersteller - 05/08/26 at 07:08:30 a.m.Mehr als 100 Millionen Papierbelege: Die AOK Hessen überträgt SPS einen geschäftskritischen Teil ihrer Leistungsabrechnung – mit hohen Anforderungen an Datenschutz und Digitalisierung.
Die SPS Germany GmbH hat den Zuschlag der AOK Hessen für die Ausschreibung „Externes Belegmanagement“ erhalten. Damit übernimmt der Spezialist für digitale Dokumentenprozesse einen geschäftskritischen Teil der dokumentenbasierten Leistungsabrechnung der Krankenkasse. Im Mittelpunkt stehen Abrechnungen nach § 302 SGB V und § 105 SGB XI. Ziel ist es, papiergebundene Vorgänge in strukturierte, maschinell weiterverarbeitbare Daten zu überführen und damit digitale Abrechnungsprozesse zu unterstützen.
„Für gesetzliche Krankenkassen ist die Belegverarbeitung ein sensibler Prozess. Hohe Fallzahlen, komplexe Leistungsbereiche, strenge Datenschutzanforderungen und regulatorische Vorgaben treffen auf den Anspruch, Abrechnungen zügig, korrekt und wirtschaftlich zu bearbeiten“, sagt Oliver Wibbe, Geschäftsführer der SPS Germany GmbH. „Komplexität beherrschbar zu machen und in digitale Effizienz zu übersetzen, ist unser Ziel. Wir verwandeln Papier in verlässliche, strukturierte Daten – skalierbar, sicher und effizient – und schaffen damit echte Mehrwerte für die AOK Hessen.“
Digitalisierung im industriellen Maßstab
Über die Vertragslaufzeit von bis zu vier Jahren verarbeitet und digitalisiert SPS mehr als hundert Millionen Papierbelege. Dazu gehören Rechnungen und rechnungsbegründende Unterlagen aus Leistungsbereichen wie Hilfsmittelversorgung, häusliche Krankenpflege, Heilmittel, Fahrkosten, Pflegeleistungen und weiteren Versorgungsformen. SPS übernimmt dabei das End-to-End-Belegmanagement vom Posteingang über die hochautomatisierte Digitalisierung und Datenbereitstellung bis hin zur revisionssicheren Archivierung und datenschutzkonformen Vernichtung. Weitere Leistungen umfassen:
* strukturierte Nutzdatengewinnung für die maschinelle Weiterverarbeitung,
* vollständige Integration in digitale Abrechnungsprozesse einschließlich ImageLink und
* automatisierte Generierung fehlender Abrechnungsdatensätze.
So entsteht eine digitale Prozesskette, die operative Effizienz, Nachvollziehbarkeit und Qualitätssicherung unterstützt.
AOK Hessen setzt auf Erfahrung und technologische Kompetenz
Die AOK Hessen sieht in der Zusammenarbeit mit SPS einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung ihrer Belegprozesse. „SPS verfügt über Erfahrung im Gesundheitswesen und technologische Kompetenz, um unsere Prozesse zukunftssicher zu gestalten“, sagt Karlheinz Löw, Leiter Personal, Finanzen und Infrastruktur. „Entscheidend war dabei die frühzeitige Umsetzung der RESISCAN-Richtlinie.“
RESISCAN als zentraler Baustein
Die BSI-Richtlinie TR-03138 „Ersetzendes Scannen“ definiert Bedingungen für rechtssichere Digitalisierung. Sie beschreibt, unter welchen Voraussetzungen Papierdokumente so digitalisiert werden können, dass die digitale Fassung das Original ersetzt. SPS setzt dies in ein skalierbares Betriebsmodell um, inklusive Beweiswerterhalt, qualifizierter elektronischer Signaturen, lückenloser Prozessdokumentation und Auditierbarkeit. Ziel ist es, physische Archivierung zu reduzieren und digitale Prozesse zu stärken. „Mit RESISCAN im Hochvolumenbereich setzen wir neue technologische Standards und zeigen, dass höchste regulatorische Anforderungen und industrielle Skalierung kein Widerspruch sind“, so Wibbe.
Qualität, Sicherheit und Verfügbarkeit als Grundlage
Die AOK Hessen stellt hohe Anforderungen an Datenschutz, Verfügbarkeit und Qualität. Grundlage sind zertifizierte Qualitäts- und Sicherheitsstandards wie ISO 9001 und ISO/IEC 27001 nach BSI-IT-Grundschutz sowie eine skalierbare Plattformarchitektur, kontinuierliches Monitoring und enge IT-Integration.
Durch die Zusammenarbeit stärkt SPS seine Position im Gesundheitsmarkt als Spezialist für sichere, skalierbare Dokumentenprozesse. Zugleich steht das Projekt exemplarisch für eine Entwicklung, die viele gesetzliche Krankenkassen und andere Organisationen im Gesundheitswesen betrifft: Dokumentenintensive Prozesse müssen künftig schneller, sicherer und stärker digital verarbeitet werden. Entscheidend ist, dass rechtliche Anforderungen, technische Integration und operative Leistungsfähigkeit von Beginn an zusammengedacht werden.
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Frau Andrea Tschopp
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SPS ist ein weltweit führender, technologieorientierter Partner zur Unternehmenstransformation. Mit unseren innovativen Enterprise Workplace Solutions ermöglichen wir moderne Arbeitsplatzkonzepte und fördern damit das Mitarbeiterengagement und die Produktivität der Unternehmen. Unsere Angebote im Bereich Technology Business Solutions kombinieren neueste Automatisierungstechnologien mit tiefgreifenden Prozess- und Branchenkenntnissen sowie einem globalen Talent Pool. Dadurch lösen unsere Kunden ihre komplexesten Herausforderungen im Rahmen ihrer digitalen Transformation.
SPS mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, ist international mit über 8’000 Mitarbeitenden in über 20 Ländern tätig und fokussiert sich auf die Branchen Banken, Versicherungen und Gesundheit. Von ihren Kunden auf der ganzen Welt wird SPS mit einem „Weltklasse“ Net Promoter Score (NPS) ausgezeichnet. Erfahren Sie wie unsere engagierten Teams einen relevanten Beitrag für unsere Kunden leisten: https://www.spsglobal.com/de/home.
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„Hände weg von Therapiehonoraren“ – Psychotherapeuten wehren sich gegen geplante Kürzung um 10 Prozent
Posted by PM-Ersteller - 02/02/26 at 05:02:23 p.m.GKV-Spitzenverband fordert Absenkung psychotherapeutischer Honorare trotz Inflation und steigendem Versorgungsbedarf.
Bonn, 02.02.26 – Die gesetzlichen Krankenkassen planen eine deutliche Abwertung psychotherapeutischer Leistungen. Nach einem Antrag des GKV-Spitzenverbandes im Bewertungsausschuss vom 21. Januar 2026 sollen die Honorare für psychotherapeutische Leistungen pauschal um zehn Prozent gesenkt werden. Die Entscheidung darüber soll bereits am 11. März 2026 fallen und ab dem 1. April 2026 wirksam werden. Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) schlägt Alarm.
„Was hier passiert, ist kein technischer Automatismus, sondern ein vorsätzlicher Sparbeschluss auf dem Rücken psychisch erkrankter Menschen“, erklärt Dieter Adler, Vorstandsvorsitzender des DPNW. „Während der Bedarf an Psychotherapie steigt, wollen die Krankenkassen die Vergütung zusammenstreichen. Das ist unverantwortlich.“
Im offiziellen Beschluss des Bewertungsausschusses wird lediglich von einer „Überprüfung“ der Bewertungen gesprochen. Dem DPNW liegt allerdings ein Schreiben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen vor. In diesem wird dokumentiert, dass die Kassenseite ausdrücklich eine pauschale Absenkung um zehn Prozent vorschlägt. Hiervon wären quasi alle psychotherapeutischen Leistungen betroffen.
„Hier wird nicht über Qualität, Bedarf oder Versorgung gesprochen – hier wird schlicht und einfach gekürzt“, so Adler. „Das ist ein fatales Signal an alle Therapeutinnen und Therapeuten, die ihr Bestes geben.“ Adler befürchtet, dass dann noch weniger Kassenpatienten einen Psychotherapieplatz bekommen werden: „Wenn 10 Prozent der Einkünfte wegfallen, werden viele Kolleginnen und Kollegen lieber Privatpatienten nehmen.“
Aus DPNW-Sicht ist der Vorstoß angesichts der Inflation der vergangenen Jahre besonders ärgerlich. Zwischen 2022 und 2024 ist die Inflation in Deutschland kumuliert um rund 16 Prozent gestiegen. Um die Kaufkraft von 2021 zu erhalten, wäre daher eine entsprechende Honoraranhebung um 16 Prozent notwendig. Stattdessen fordern die Krankenkassen eine Kürzung um zehn Prozent.
Dieter Adler kommentiert: „Das ist eine verkehrte Welt. Statt zu prüfen, wie eine Anpassung um 16 Prozent nach oben aussehen könnte, wird pauschal ein Minus von zehn Prozent nach unten vorgeschlagen. Nehme ich beide Zahlen zusammen, so komme ich auf einen Realverlust von 25 Prozent. Die Krankenkassen versuchen erneut unsere Arbeit zu entwerten. Wir sagen: Hände weg von den Therapiehonoraren.“
Über den Verband
Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat über 2.800 Mitglieder und 13.500 Abonnenten seines Freitags-Newsletters. Damit ist das DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Päd. Sevgi Meddur-Gleissner und Dipl.-Soz.Päd. Tania Ghosh. Mehr unter: www.dpnw.de
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Geplante GKV-Reformen gefährden die Versorgung psychisch kranker Menschen
Posted by PM-Ersteller - 09/12/25 at 11:12:04 a.m.Psychotherapeuten warnen vor Bettenabbau, Budgetdeckelung und Einschränkungen in der ambulanten Therapie.
Bonn, 09.12.2025 – Die aktuellen Reformvorschläge des GKV-Spitzenverbandes zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung stoßen auf scharfe Kritik des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerkes (DPNW). Der Verband warnt eindringlich vor einer Verschlechterung der Versorgung für schwer psychisch erkrankte Menschen.
Insbesondere die Einführung eines sektorenübergreifenden Gesamtbudgets für psychiatrische Kliniken sowie der geplante Abbau von über 13.000 stationären Betten verschlechtere die eh schon teils desaströse Betten-Lage, so das DPNW. Dieter Adler, DPNW-Vorsitzender, meint: „Schon heute sind viele Regionen unterversorgt, Stationen überbelegt und Notaufnahmen überlastet. Der massive Bettenabbau trifft genau die Patienten, die auf geschützte stationäre Behandlung angewiesen sind, wie zum Beispiel suizidale, psychotische oder traumatisierte Menschen.
Adler betont: „Bettenabbau zu predigen und mit fiktiven Einsparzahlen zu locken – weil ambulant per se doch viel besser sei, ohne vorab eine leistungsfähige und passgenaue ambulante breite Versorgung aufgebaut zu haben, ist nicht nur Augenwischerei, sondern fahrlässig.“
Das DPNW führt aus, dass psychiatrische ambulante Pflegedienste in Deutschland ebenso rar seien wie die aufsuchende psychiatrische Behandlung anderer Disziplinen. Würde die Politik endlich ernsthaft „therapeutische Lebens- und Arbeitsgemeinschaften“ für psychisch Kranke in notwendigem Maße fördern und installieren, könnten in deren Folge gewiss auch Betten wegfallen. Aber erst dann, so der Verband.
Auch die Vorschläge zur finanziellen Kürzung der Kurzzeittherapie stoßen auf große Bedenken des DPNW. Dieter Adler kommentiert: „Die Abschaffung der finanziellen Förderung der Kurzzeittherapie sowie neue Mengensteuerungsinstrumente erschweren weiter den Zugang zur Therapie. Sind doch gerade niedrigschwellige Therapieangebote für viele Betroffene der einzige frühe Zugang zu wirksamer Behandlung. Mit dieser GKV-Maßnahme würden sich die Wartezeiten weiter verlängern.“
Aus therapeutischer Sicht sei zudem die einseitige Ausrichtung der Reform auf Kostendämpfung problematisch. Dieter Adler gibt zu bedenken: „Milliarden-Einsparungen sollen erzielt werden, obwohl die psychische Belastung der Bevölkerung steigt, die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen erneut Rekordwerte erreicht und der Fachkräftemangel dramatisch ist. Man kann nicht gleichzeitig massiv sparen und die Versorgungsqualität verbessern – das ist ein unlösbarer Widerspruch in sich.“
Die Einsparvorschläge seien umso problematischer, so Adler weiter, weil eine stark zunehmende Patientengruppe junger Menschen zu beobachten sei, die durch „soziale“ Medien und Corona-Isolation aus dem gesunden sozialen Lebensrhythmus herausgerissen wurden und nun oft nur schwer und langsam wieder neue Wege für ihr Leben finden könnten.
Das DPNW unterstreicht, dass die geplante stärkere Ökonomisierung durch Leistungsbudgets, Kodierpflichten und Mengensteuerung die therapeutische Beziehungsarbeit gefährde, die das Fundament jeder wirksamen Psychotherapie darstellt. Demgemäß drohten langfristig mehr Chronifizierungen, mehr Erwerbsunfähigkeit, steigende Sozialkosten und eine weitere Zuspitzung sozialer Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung.
Der DPNW-Vorsitzende Adler fordert deshalb ein Umdenken in der Reformpolitik: „Statt kurzfristiger Sparlogik braucht es nachhaltige Investitionen in Personal, Behandlungsplätze und niedrigschwellige Zugangswege zum Schutz der Patienten sowie zur langfristigen Stabilisierung des Gesundheitssystems.“
Über den Verband
Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat über 2.800 Mitglieder und 13.500 Abonnenten seines Freitags-Newsletters. Damit ist das DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Dipl.-Päd. Sevgi Meddur-Gleissner. Mehr unter: www.dpnw.de
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Herr Dieter Adler
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