Schweinemäster aus dem Kreis Steinfurt vor Gericht – Hauptverhandlung wegen Tierschutzverstößen

Am 9. Februar 2026 verhandelt das Amtsgericht Rheine gegen einen Schweinemäster aus Emsdetten. Grundlage sind Bildaufnahmen, die massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zeigen.

BildGegen einen Schweinemäster aus dem Kreis Steinfurt (NRW), dessen Betrieb in Emsdetten liegt und der in der Vergangenheit an den Fleischkonzern Westfleisch geliefert hat, findet am Montag, den 9. Februar 2026, um 9:00 Uhr eine öffentliche Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Rheine, Saal 9, statt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 5 Ds 354/25 geführt.
Gegenstand der Verhandlung sind Vorwürfe der unsachgemäßen Behandlung von Schweinen und damit verbundene Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Das Strafverfahren ist die unmittelbare Folge einer Strafanzeige, die die Tierrechtsorganisation ANINOVA bei der Staatsanwaltschaft Münster erstattet hat.

ANINOVA hatte im Frühjahr 2025 umfangreiches Bild- und Videomaterial aus dem Schweinemastbetrieb in Emsdetten veröffentlicht, das der Organisation zugespielt worden war. Die Aufnahmen zeigten unter anderem schwer verletzte und kranke Schweine, Tiere mit offenen, teils entzündeten Wunden, massive Lahmheiten sowie apathisch wirkende Tiere, bei denen eine zeitnahe Versorgung offensichtlich unterblieb. Aus Sicht von ANINOVA belegten die Bilder gravierende Verstöße gegen die gesetzlichen Mindestanforderungen des Tierschutzes.

Nach der Veröffentlichung des Materials kam es zu amtlichen Kontrollen sowie zur Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen. Darüber hinaus hatte der Fall auch Konsequenzen innerhalb von Qualitätssicherungssystemen: Der Betrieb wurde vom QS-System gesperrt, zudem wurde ein Sanktionsverfahren eingeleitet. Auch auf wirtschaftlicher Ebene hatte die Aufdeckung Folgen – mehrere Abnehmer beendeten infolge der bekannt gewordenen Zustände die Zusammenarbeit mit dem Landwirt.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass es nun zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt“, erklärt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Die veröffentlichten Aufnahmen haben deutlich gezeigt, wie Schweine in diesem Betrieb gehalten und behandelt wurden. Wir hoffen, dass das Gericht die Vorwürfe umfassend aufklärt und eine entsprechend deutliche Strafe verhängt.“

Der Fall verdeutlicht aus Sicht von ANINOVA erneut die grundlegenden Probleme der Tierhaltung. „Solange Tiere systematisch ausgebeutet und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden, wird es immer wieder zu solchen Fällen kommen“, so Peifer. ANINOVA appelliert daher erneut an die Menschen, sich für einen veganen Lebensstil zu entscheiden, um Tierleid nachhaltig zu beenden.

Hinweis an die Redaktionen:
Nach Abschluss der Verhandlung kann ein Statement von ANINOVA per E-Mail eingeholt werden. Bitte beachten Sie, dass kein Vertreter der Organisation vor Ort anwesend sein wird, aber ein Prozessbeobachter.

Weitere Informationen hier.

Bildmaterial kann angefordert werden

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Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

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Aussortiert: Kind 351 – eine erschütternde Erzählung nähert sich dem Thema Missbrauch im Kinderheim

Anke Gebert beschreibt in „Aussortiert: Kind 351“ die Geschichte eines Mannes, der als Erwachsener von seiner Vergangenheit im katholischen Kinderheim eingeholt wird.

BildDie katholische Kirche war in den letzten Jahren leider oft aus den falschen Gründen in den Nachrichten. Themen wie Missbrauch von Kindern, Ungerechtigkeit und stille Opfer belasten die Glaubwürdigkeit der Kirche und hinterlassen viel verbrannte Erde auf Opferseite. Der Roman der Drehbuchautorin Anke Gebert, „Aussortiert: Kind 351“, widmet sich dieser heiklen Thematik. Gebert beschreibt darin auf sehr sensible Weise, nach einer wahren Begebenheit, die Geschichte eines Mannes, der seine Kindheit und Jugend in einem katholischen Kinderheim verbracht hat und – als Erwachsener – von dieser Vergangenheit eingeholt wird. Gebert legt den Fokus in ihrer Erzählung aber nicht auf die Gräueltaten, sondern konzentriert sich vor allem auf die Frage, wie es dieser Mann geschafft hat, sich ein neues Leben aufzubauen und sich wieder im normalen Alltag zurechtzufinden.

Der eindringliche Roman von Anke Gebert erzählt von einer unbekannten Episode deutscher Geschichte und verbindet diese mit einem emotionalen Beziehungsdrama. Der Text lag zunächst als Drehbuchfassung vor, für den die Autorin ausgezeichnet wurde. In „Aussortiert: Kind 351“ präsentiert die freie Autorin und Drehbuchschreiberin Anke Gebert die erschütternde Geschichte von Missbrauch und der Rückgewinnung des eigenen Lebens erstmals in Buchform. In einer von Empathie und Offenheit geprägten Lektüre verschweigt Gebert nichts und bietet damit einen bewegenden und erschreckenden Einblick hinter die Fassaden katholischer Kinderheime.

„Aussortiert: Kind 351“ von Anke Gebert ist ab sofort im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-7482-4402-8 zu bestellen. Der tredition Verlag hat es sich zum wichtigsten Ziel gesetzt, jungen und unbekannten Autoren die Veröffentlichung eigener Bücher zu ermöglichen, aber auch Verlagen und Verlegern eine Kooperation anzubieten. tredition veröffentlicht Bücher in allen Medientypen, vertreibt im gesamten Buchhandel und vermarktet Bücher seit Oktober 2012 auch aktiv.

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