Der Krieg, der die Ukraine veränderte: Ukrainische Novellen, Gedichte und Essays

Heute jährt sich der Beginn der Vollinvasion Russlands in die Ukraine zum vierten Mal – wir laden Sie ein, Ukrainische Novellen, Gedichte und Essays zu lesen, die heute aktueller denn je sind.

BildAm 24. Februar 2022 erwachte Europa im Angesicht eines Krieges.

Die Ukrainer erwachten zu einem Bruch des Lebens selbst. Vier Jahre später ist dieses Datum nicht mehr nur ein Punkt in der Geschichte. Es ist eine Wunde, die noch immer spricht. Eine Erinnerung, die noch immer Aufmerksamkeit verlangt. Eine Realität, die weiterbesteht.

Als Verlag glauben wir, dass Literatur in Momenten wie diesen eine besondere Verantwortung hat, menschliche Erfahrungen zu bewahren.

Deshalb stellen wir heute eine Sammlung von Novellen, Essays und Gedichten vor: The War th*t Changed Us“ von Kateryna Pylypchuk, erschienen in unserer Reihe Ukrainian Voices.

Das Buch besteht aus Kurzgeschichten und Gedichten, die in den ersten Monaten der groß angelegten Invasion Russlands geschrieben wurden. Es fängt ein, wie es sich anfühlte, als das normale Leben in eine Notlage stürzte – als die Zeit nicht mehr in Tagen gemessen wurde, sondern in Sirenen, Stromausfällen, Abreisen und fragilen Momenten der Fürsorge.

Die Rezensentin Nicole Yurcaba schrieb, dass das Buch „der Welt beibringt, wie sich jeder Ukrainer gefühlt hat“.

Nicht durch Analyse, sondern durch Nähe.

Die Journalistin und Schriftstellerin Kateryna Flekman beschreibt den Text als eine Aufzeichnung emotionaler Veränderungen – vom Schock und sensorischen Verlust bis hin zu dem, was die Autorin als „Multisensibilität“ bezeichnet: ein gesteigertes, fast schmerzhaftes Bewusstsein für das Leben, das der Krieg den Menschen aufzwingt.

Im letzten Gedicht, „Clock of the War“, beginnt die Zeit selbst zu pulsieren – sie tickt von der Invasion bis zum noch nicht erreichten Sieg.

Das Vorwort zu dieser Ausgabe wurde von Wiktor Juschtschenko, dem dritten Präsidenten der Ukraine, verfasst, der die Leser daran erinnert, dass Worte Ereignisse überdauern und dass Literatur lange nach dem Verblassen der Schlagzeilen zu einem historischen Zeugnis wird. Er betrachtet dieses Buch als Teil einer kollektiven Aufzeichnung – eine, auf die zukünftige Generationen zurückgreifen werden, um zu verstehen, was die Ukrainer durchgemacht haben und wie sie sich gegen das Vergessen gewehrt haben.

Dieses Buch ist jetzt wichtig, weil der Krieg noch nicht vorbei ist. Weil Aufmerksamkeit vergänglich ist. Weil Erinnerung eine Form braucht.

Es ist auch wichtig, weil es wirkt. Ein Teil der Tantiemen der Autorin wird zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte gespendet. Das Lesen dieses Buches ist nicht nur ein Akt des Zeugnisses, sondern auch ein Akt der Solidarität.

Am heutigen 24. Februar laden wir Sie ein, „The War th*t Changed Us“ zu lesen – oder weiterzuempfehlen.

Um innezuhalten. Um zu fühlen. Um sich daran zu erinnern, dass hinter jeder Statistik eine menschliche Stimme steht.

Das Buch ist international über Amazon und alle einschlägigen Online-Plattformen erhältlich.

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Wilhelm Busch neu entdeckt: Bildagentur präsentiert exklusive Sammlung von Illustrationen

Berlin, 28. Oktober 2025 – Die Bildagentur Quagga Illustrations zeigt eine besondere Sammlung in ihrem Bestand: Originalillustrationen von Wilhelm Busch, dem Pionier der deutschen Bildergeschichte.

BildHerausragender Zeichner
Busch war ein Meister der Zeichenkunst und setzte neue Maßstäbe in der Verbindung von Bild und Text – daher gilt er auch als Vater des Comics in Deutschland. Die in der Kollektion präsentierten Werke umfassen humorvolle Bildergeschichten und kunstvoll ausgearbeitete Skizzen aus allen Schaffensphasen. Es finden sich Arbeiten aus der Frühzeit der 1850er Jahre bis zu kraftvollen, beinahe expressionistisch anmutenden Landschaften der 1890er Jahre. Seine dynamische Linienführung, treffsichere Charakterdarstellung und innovative Erzähltechnik prägen bis heute das Bild der deutschen Zeichentradition.

Die Kollektion ist auf der Webseite der Agentur zugänglich: https://www.quagga-illustrations.de/kollektionen/wilhelm-busch-exklusive-illustrationen/

Böse Satire und feinsinniger Sarkasmus
Wilhelm Buschs Werk ist nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine gesellschaftliche Provokation. Mit sarkastischem Blick hält er den Menschen einen Spiegel vor: Sein scharfer Humor lotet die Untiefen menschlicher Schwächen und Eitelkeiten aus. Ob die Streiche von „Max und Moritz“, die gnadenlose Beobachtung des Alltags in „Die fromme Helene“, Karikaturen oder sein Gedicht „Adelens Spaziergang“ – Busch verbindet eine spielerische, oft gnadenlose Darstellung mit Ironie und gesellschaftlicher Kritik. Seine Figuren sind trotz überzeichneter Komik und bitterem Witz stets menschlich und zeitlos.

Lizenzierung und Nutzungsmöglichkeiten
Die Bildagentur bietet die Wilhelm-Busch-Kollektion ab sofort zur Lizenzierung für redaktionelle, kulturelle und pädagogische Zwecke an.Die digitalisierten Werke ermöglichen einen einzigartigen Einblick in die Kunst- und Sittengeschichte des 19. Jahrhunderts und sind ideal für Museen, Verlage, Bildungsinstitutionen und Medienproduktionen geeignet.

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Quagga Illustrations (www.quagga-illustrations.de) ist seit 2010 eine führende Bildquelle für hochwertige historische Illustrationen. Mit einem umfangreichen Bestand von Motiven aus Natur, Kultur, Geschichte unterstützt die Agentur Kreative weltweit bei der visuellen Umsetzung ihrer Ideen.

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„Ich habe eine Barrikade gebaut“ von Anna Swirszczynska

Swirszczynska, eine der bedeutendsten poetischen Persönlichkeiten Polens des 20. Jahrhunderts, findet in diesem Werk zu einem lakonischen Ton, der prägend für ihr späteres Schaffen wurde.

Bild„In schwierigen Zeiten zeigen sich die Stärken und Schwächen der Menschen besonders deutlich. Anna Swirszczynskas Gedichtband „Ich habe eine Barrikade gebaut“ fängt in ihren Gedichten die Schrecken und die Menschlichkeit des Warschauer Aufstands von 1944 auf eine berührende Art und Weise ein.“ (Frank-Michael Preuss)

Die polnische Dichterin Anna Swirszczynska, geboren 1909 in Warschau und gestorben 1984 in Krakau, zählt zu den bedeutendsten poetischen Stimmen des 20. Jahrhunderts in Polen. Ihr Gedichtband „Ich habe eine Barrikade gebaut“ basiert auf ihren persönlichen Erfahrungen als Sanitäterin während des Warschauer Aufstands 1944 gegen die deutschen Besatzer.

Erst 30 Jahre nach den Ereignissen, im Jahr 1974, veröffentlichte Swirszczynska diese lyrischen Reflexionen, die mit klarer, sachlicher Sprache das menschliche Drama des Aufstands einfangen. Der Band, der erstmals auf Polnisch erschien und nun in deutscher Übersetzung vorliegt, enthält 100 Gedichte, die mit einer klaren und sachlichen Sprache die fragile menschliche Existenz inmitten eines großen Menschheitsdramas beleuchten.

Swirszczynska, eine der bedeutendsten poetischen Persönlichkeiten Polens des 20. Jahrhunderts, findet in diesem Werk zu einem lakonischen Ton, der prägend für ihr späteres Schaffen wurde. Ihre Gedichte sind kurz und prägnant, keines länger als eine Seite, und jedes beleuchtet eine kleine Szene aus dem Alltag im Ausnahmezustand.

Die Dichterin beschreibt eindringlich das Leben während des Aufstands: das Postenstehen, das Lauschen auf die Feinde, die tapferen Mädchen mit den Tragen oder die sterbende Pfadfinderin, die sich wünscht, in einem Spitzenkleid aufgebahrt zu werden. Die Gedichte zeichnen Porträts gewöhnlicher Menschen – Männer, Frauen, Kinder und Greise -, die im Kugelhagel leben, lieben und sterben. Swirszczynska berichtet von Helden und Heldinnen des Alltags mit einer Stimme von weltweiter Bedeutung.

In ihren eindringlichen Gedichten vermeidet Swirszczynska jegliche Schwarzweißmalerei. Stattdessen enthüllt sie die komplexen Schattierungen menschlichen Verhaltens in Extremsituationen. Zwischen den Zeilen ihrer Verse schimmern sowohl erschütternde Momente der Grausamkeit als auch bewegende Gesten der Mitmenschlichkeit hindurch.

Ihre Werke sind ein „Universum der Angst“ und ein „Himmel der Furcht“, das den Leser in seiner Intensität nicht loslässt. Ihre Gedichte sind nicht nur ein literarisches Dokument des Warschauer Aufstands, sondern auch ein zeitloses Zeugnis menschlicher Stärke und Verletzlichkeit. Die deutsche Übersetzung von Peter Oliver Loew, die kürzlich im Secession Verlag erschienen ist, macht Swirszczynskas bedeutendes Werk erstmals einem breiteren deutschsprachigen Publikum zugänglich.

Obwohl die Dichterin in Polen zu den bekanntesten des 20. Jahrhunderts zählt und von Czeslaw Milosz sogar als eine der „größten poetischen Persönlichkeiten in der Geschichte der gesamten polnischen Literatur“ bezeichnet wurde, blieb ihre Rezeption in Deutschland bisher auf einen kleinen Kreis von Eingeweihten beschränkt. Im Ausland konzentrierte sich die Aufmerksamkeit seit den 1970er Jahren hauptsächlich auf den angelsächsischen Raum.

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