Zecken in weiteren Risikogebieten aktiv – wichtiger Impf- und Versicherungsschutz

Steigende Temperaturen aktivieren Zecken in Deutschland. Sie übertragen FSME und Borreliose, Risikogebiete wachsen. Vorsicht mit Prüfung Impfschutz und Unfallversicherung werden dringend empfohlen.

Bild02.04.2026. Durch jetzt steigende Temperaturen werden Zecken aktiv. Sie gehören zu den gefährlichsten Tieren in Deutschland und breiten sich rasant aus. Die Risikogebiete dehnen sich kontinuierlich aus und der Lebensraum der Zecken beginnt bereits vor der Haustür. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hohenheim. Gefährdete Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten, sollten daher an einen Impfschutz denken und den Versicherungsschutz einer bestehenden Unfallversicherung prüfen, informiert die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. (GVI).

In den vergangenen Jahren schwankte die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen in Deutschland zwischen 200 und 700 (2024) Fällen pro Jahr. Auch in 2025 bewegen sich FSME-Erkrankungen auf einem Rekordniveau, ähnlich hoch oder leicht über dem hohen Stand von 2024. Allerdings gibt es trotz Meldepflicht eine hohe Dunkelziffer von FSME-Infektionen.

Doch Vorsicht: Infizierte Zecken übertragen in der Regel zwei Krankheiten: Die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Gegen FSME kann man sich durch regelmäßige Impfungen schützen. Dies ist besonders wichtig für Menschen, die in Risikogebieten leben und sich vermehrt in Gärten und in der Natur aufhalten. Im Gegensatz zum Impfschutz gegen FSME ist eine Impfung gegen Borreliose nicht möglich. „Hier hilft nur Vorsicht und im Falle einer Infektion die frühzeitige Einnahme von Antibiotika“, warnt Jürgen Buck, Vorstand der GVI. Schätzungen zufolge erkranken jährlich 50.000 bis 150.000 Menschen an Borreliose.

Was die wenigsten Menschen in den Zecken-Risikogebieten wissen, ist die Möglichkeit, sich im Rahmen einer privaten Unfallversicherung gegen die finanziellen Folgen von FSME und Borreliose abzusichern. „Doch Vorsicht, vor Gericht wird immer wieder darüber gestritten, ob Zeckenbisse und deren Folgen tatsächlich als Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen gelten“, betont Jürgen Buck. „Daher sollten bestehende Unfallversicherungen auf den Einschluss von Zeckenbissen überprüft werden“, rät der Experte.

Wer seine bestehende Unfallversicherung überprüfen lassen möchte, kann den kostenlosen „Versicherungs-Check“ der Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. unter www.geldundverbraucher.de in der Rubrik „Gratis“ nutzen. Dort sind auch weitere Tipps zum Thema „Impfschutz, FSME, Zecken (z.B. Risikogebiete, richtiger Abstand)“ abrufbar.

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GELD UND VERBRAUCHER Interessenvereinigung der Versicherten, Sparer und Kapitalanleger e.V. (GVI),
Herr Siegfried Karle
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Die Geld und Verbraucher Interessenvereinigung der Versicherten, Sparer und Kapitalanleger e.V. (GVI) betreibt seit 1987 Verbraucherberatung und Verbraucheraufklärung in Finanzangelegenheiten. Ihr Ziel ist es, den Verbrauchern zu helfen, sich in dem unübersichtlichen Finanz- und Versicherungsmarkt besser zu Recht zu finden, Fehlentscheidungen zu vermeiden und vor allem Kosten zu senken.

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Selbsthilfeinitiative verzeichnet neben Corona-Impfschäden auch andere Post-Vac-Fälle

Die bundesweit tätige Selbsthilfeinitiative zu Impfkomplikationen erhält nun auch vermehrt Meldungen über Impfschäden nach Grippe-, Gürtelrose- und FSME-Immunisierungen.

BildWie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle (Konstanz), in einer aktuellen Aussendung sagt, haben sich viele Fälle zudem „verkompliziert“, weil oftmals mehrere Impfungen gleichzeitig oder nacheinander verabreicht werden, was nach Einschätzung des 37-Jährigen zu einer „Verwirrung“ des Organismus und des Immunsystems führt: „Das weiß am Ende gar nicht mehr genau, wie es all diese Eingriffe verarbeiten und bewerten soll“, meint Riehle, der seit seinen Covid-Impfungen im Jahr 2021 selbst unter einem anhaltenden Post-Vac-Syndrom leidet und berichtet, dass sich auf die Erscheinungsformen von Impfschäden mittlerweile diffuser gestalten: „Sicherlich sind weiterhin neurologische und kardiologische, auch immunologische und rheumatische Beschwerden führend. Aber es kommen auch zunehmend schwerwiegende Hautveränderungen, komplexe Schmerzerscheinungen, Erschöpfungssyndrome und internistische Symptome hinzu“, erklärt der Sozialberater. Nach seiner Auffassung habe man sich durch die Corona-Pandemie von einer gesunden Distanz und kritischen Haltung gegenüber massenhafter Impfungen verabschiedet und der Piks sei heute eine Sache im Vorbeigehen, „die man einfach mal so mitnimmt“. Riehle fordert, dass diese Lockerheit gegenüber dem Stich wieder durch eine vernünftige Denkweise der Abwägung ersetzt wird: „Man sollte sich im persönlichen Einzelfall immer fragen, was notwendig und sinnvoll ist und nicht den pauschalen Empfehlungen vertrauen, die auf das persönliche Risiko auf eine Erkrankung oder einen Impfschaden keine Rücksicht nehmen. Deshalb ist es klug, sich seine eigene Meinung zu bilden und Souverän zu bleiben“.

Nachdem der Journalist vom Bodensee aktuell vor allem Betroffene in Fragen einer möglichen sozialen Entschädigungsleistung berät, wenden sich viele Impfgeschädigte auch auf der Suche nach therapeutischen Behandlungskonzepten an Riehle: „Es ist schon frustran, dass wir derzeit keine ursächliche Hilfe empfehlen können, denn es bleibt beim jetzigen Stand der Wissenschaft ausschließlich bei den symptomatischen Ansätzen, die Beschwerden zu lindern und mit Einschränkungen umgehen zu lernen. Neben Elementen der Physio-, Ergo- und Psychotherapie gehören Ernährungsanpassung, die Bestimmung der Mikronährstoffe und eine etwaige Substitution ebenso wie der Verweis auf ein angemessenes Stress- und Schmerzmanagement, Entspannungsübungen, verhaltene Aktivierung, ergänzende Medikation, mentales Training, Stärkung der Mitochondrien, Schlafhygiene, Rehabilitationsmaßnahmen und in besonders schweren Fällen auch eine Plasmapherese dazu“, führt der Berater mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung aus. „Und natürlich brauchen diese Betroffenen auch eine soziale Absicherung, weil sie häufig über Monate und Jahre arbeitsunfähig sind und gegebenenfalls sogar einen Anspruch auf Zuerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft oder Pflegebedürftigkeit haben“, so Dennis Riehle. Erschwert wird die Situation dadurch, dass Spezialambulanzen überfüllt seien oder gar keine Patienten mehr annehmen. Und bei vielen Hausärzten hatte sich bis heute die Ernsthaftigkeit des Post-Vac-Syndrom noch nicht herumgesprochen, weshalb die Betroffenen häufig auf die Schiene der Psychosomatik geschoben würden, sagt der Psychologische Berater – und ergänzt abschließend: „Insgesamt braucht es noch sehr viel mehr gesellschaftliche und mediale Aufmerksamkeit für das Thema. Denn wir sind keine Impfgegner und auch keine Querdenker. Wir wollten unserer Gesundheit etwas Gutes tun und haben uns überzeugt impfen lassen – um mit den Folgen jetzt alleine zu sein“.

Die Selbsthilfeinitiative bietet eine überregionale und kostenlose Psychosoziale Beratung und ist auch für Fragen zur Gesundheitsförderung über www.selbsthilfe-riehle.de erreichbar.

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Das ehrenamtliche Büro für Öffentlichkeitsarbeit unterstützt gemeinnützige Vereine und Initiativen in der Pressearbeit, Kommunikation und im Marketing. Es wird vom Konstanzer Journalisten Dennis Riehle geleitet.

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