„Qualität muss sich immer auch rechnen“

Kemna Druck Kamen ist dem neuesten Stand der Technik oft schon einen Schritt voraus

BildLeistungsfähige Maschinen ermöglichen heutzutage Druckereierzeugnisse in durchgehend hoher Qualität. Aus der Sicht von Kemna Druck Kamen wird damit die Wirtschaftlichkeit eines jeden Auftrags zusehends zum entscheidenden Faktor. In der Weiterverarbeitung setzt der westfälische Familienbetrieb auf eine zeitgemäße Broschürenfertigung mit dem Horizon StitchLiner Mark III.

Etiketten auf Rolle oder Bogen, Veredelungen und Fahrzeugbeschriftungen, Raumgestaltung, personalisierte Broschüren, Lagerschilder und Webdesign: Dem Portfolio nach ist Kemna Druck Kamen nicht unbedingt eine typische Druckerei. Allerdings entspricht das Angebot voll und ganz dem Werbeslogan, den sich Firmengründer Karl Kemna 1971 auf die Fahnen schrieb: „Außer Geld drucken wir so ziemlich alles!“

Flexibel bleiben, Neues ausprobieren
Der Erfolg hat den Grundsatz längst bestätigt, die Worte „so ziemlich“ hat Kemna Druck inzwischen selbstbewusst aus dem Slogan gestrichen. Das Ohr immer nah am Kunden, flexibel bleiben und Neues ausprobieren: Während der vergangenen Jahrzehnte hat sich der Betrieb immer wieder neu erfunden und ist allen Krisen zum Trotz stetig gewachsen. Den rasanten Übergang vom Offset- zum Digitaldruck betrachtete Kemna nicht etwa als existenzielle Bedrohung, sondern vielmehr als Glücksfall: „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht waren die klassischen Druckverfahren kaum noch zu verantworten“, erinnert sich Sabine Kemna-Heckmann, Tochter des Firmengründers, Druckermeisterin und seit gut 20 Jahren Geschäftsführerin der kemna druck kamen GmbH. Highlight im Maschinenpark der Druckproduktion ist heute eine HP Indigo 12000 Digital Press im 75-cm-Format.

In erster Linie dient der Einsatz modernster Technik dem Zweck, hochwertige Produkte rentabel liefern zu können. Daneben ist Kemna aber stetig auf der Suche nach Möglichkeiten, das Portfolio über klassische Druckereierzeugnisse hinaus zu erweitern – nicht einmal der Familienurlaub bleibt davon unberührt: „Während einer USA-Reise sind wir in den 1980er-Jahren auf selbstklebende Vinylfolien zur Herstellung von Fahrzeugbeschriftungen aufmerksam geworden“, berichtet Sabine Kemna-Heckmann. „In Deutschland war das damals noch nicht bekannt, also haben wir uns gleich nach Lieferanten umgesehen und bald darauf in Kamen mit der Produktion begonnen.“ Das „Urlaubsmitbringsel“ ist inzwischen ein wichtiges Standbein geworden, Kemna stattet die Fahrzeugflotten zahlreicher Unternehmen mit bedruckten Folien aller Art und Größe aus.

Nur was sich rechnet, wird auch gedruckt
Kemna druckt und kuvertiert Werbebriefe und Rechnungen für kommunale Versorgungsunternehmen (Sabine Kemna-Heckmann: „Es gibt nichts, was wir nicht kuvertieren könnten“), Kemna druckt beliebige Motive auf Acryl, Glas, Holz oder Dibond, auf Raumteiler, Akustikwände oder LED-Leuchtdisplays, Kemna druckt Etiketten in allen Farben und Größen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht, folgt das Portfolio doch einer klaren Linie: be- und gedruckt wird im Hause Kemna zwar „alles“ – aber nur, wenn es sich auch rechnet. Das Team um Geschäftsführerin Kemna-Heckmann folgt damit konsequent den Grundsätzen, die Firmengründer Karl Kemna vor beinahe einem halben Jahrhundert ersonnen hatte: Absolute Termintreue, höchste Qualität bei fairen Preisen, freundliche Behandlung des Kunden, stets erreichbare und kompetente Ansprechpartner.

Seit Kemna Druck 1971 als Garagenbetrieb aus der Taufe gehoben wurde, hat sich der Fokus auf die Wirtschaftlichkeit und die Flexibilität in der Ausgestaltung des Angebots durchgehend bewährt. Das Unternehmen verfügt heute über 2.000 m² Produktionsfläche in modernen Räumlichkeiten und einen Maschinenpark nach dem Stand der Technik. Der Standort in einem Gewerbegebiet nahe dem Kamener Kreuz erleichtert die logistischen Abläufe. Die unternehmerische Verantwortung liegt in den Händen von Familienmitgliedern, deren Berufsausbildungen vom Drucker bis zum Betriebsfachwirt reichen. Größere Investitionen werden nicht von der Geschäftsführung allein auf den Weg gebracht, sondern erst einmal im Familienrat besprochen.

Um den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu bewahren, werden unrentable Aufträge zuweilen auch geteilt: 20.000 Verpackungen farbig zu bedrucken und individuell zu personalisieren, ist im Hause Kemna via Digitaldruck zu teuer. Die Bogen stattdessen bei einer anderen Druckerei im Offsetverfahren herstellen zu lassen und danach auf der eigenen Digitaldruckmaschine zu personalisieren, rechnet sich hingegen. Im Hause Kemna Druck mit insgesamt 35 Beschäftigten (zehn Familienmitglieder inklusive) erfährt der Begriff der Kreativität eine Auslegung weit über die Druckkunst hinaus.

Weiterverarbeitung komplett neu aufgestellt
So gut es Kemna Druck über die Jahre und Jahrzehnte gelungen ist, sich veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen immer wieder erfolgreich anzupassen, war eine Entwicklung doch unabwendbar: „Früher hatten wir es fast nur mit großen Aufträgen zu tun, die nach und nach über mehrere Tage oder sogar Wochen abgearbeitet wurden“, so Sabine Kemna-Heckmann. „Heute müssen wir jeden Tag 50 bis 60 kleinere Jobs abwickeln, und das noch dazu unter hohem Zeitdruck.“ Die Veränderung wirkte sich vor allem auf die Weiterverarbeitung aus. Das Verhältnis immer kleiner werdender Auflagen zu den bei jedem Auftrag unverändert notwendigen Rüstzeiten ließ jedwede Rentabilität dahinschmelzen. Parallel dazu entwickelte sich aufgrund der hohen Effizienz der neu beschafften HP Indigo 12000 in der Broschürenverarbeitung ein Produktionsstau: Die bislang eingesetzten Sammelhefter konnten angesichts der notwendigen Rüstzeiten kaum noch mit der großen Anzahl unterschiedlicher Aufträge Schritt halten.

Zur Lösung des Dilemmas entschied sich Kemna Druck im Jahr 2017 für die Investition in einen Horizon StitchLiner Mark III. Das System war gerade erst auf den Markt gekommen, ist Sammelhefter und Zusammentragmaschine in einem und ausgerichtet auf die variable Produktion rückstichgehefteter Broschüren. Damit der Workflow vom Digitaldruck zur Weiterverarbeitung möglichst reibungslos funktioniert, wurde die Anlage um den vollautomatischen Hochgeschwindigkeitsanleger HOF-400 ergänzt. Die integrierte Markenlesung ermöglicht eine seitenvariable Produktion ohne manuelle Eingriffe: alle Einstellungen werden automatisch und ohne Geschwindigkeitsverluste während der Produktion vorgenommen. Zudem übernimmt ein integrierter Cover-Feeder CF-400 bei Bedarf das Einschießen von Umschlägen oder Beilegern.

Bis dato hatte Kemna Druck mit Horizon Systemen noch keine Erfahrungen gesammelt, vertraute aber auf die Empfehlungen befreundeter Unternehmen und ließ sich von der Präsentation in den Quickborner Räumen überzeugen. Den Ausschlag gaben letztlich die extrem kurzen Rüstzeiten und der hohe Automatisierungsgrad der Maschine sowie das perfekte Zusammenspiel mit der HP Indigo 12000. Kemna Druck verarbeitet auf dem StitchLiner Mark III neben Broschüren unterschiedlichster Art vor allem Montage- und Bedienungsanleitungen, die Auflagen schwanken zwischen einigen Dutzend und wenigen Tausend Stück. Der StitchLiner Mark III erreicht im A4-Format bis zu 6.000 Takte pro Stunde, bei Verwendung von 80-Gramm-Papieren sind jeweils bis zu 50 Blatt oder bis zu 200 Seiten Umfang möglich. „Seit wir die Maschine einsetzen“, freut sich Geschäftsführerin Kemna-Heckmann, „haben wir die Rentabilität an dieser Stelle wieder fest im Griff.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Horizon GmbH
Frau Ina Bulmann
Pascalstraße 20
25451 Quickborn
Deutschland

fon ..: +49 4106 8042-165
fax ..: +49 4106 8042-199
web ..: http://www.horizon.de
email : ina.bulmann@horizon.de

Horizon steht weltweit für innovative Lösungen in der Druckweiterverarbeitung. Der internationale Marktführer bietet Produkte, die in Sachen Präzision, einfacher Bedienung, kurzen Rüstzeiten und Integrationsfähigkeit höchsten Ansprüchen gerecht werden. Insbesondere die vernetzten Smart-Finishing-Lösungen ermöglichen durch integrierte Kundenprozesse die wirtschaftliche Fertigung von Auflage 1 bis zur industriellen Produktion. Das Horizon Porfolio umfasst Maschinen für alle Aufgaben der Druckweiterverarbeitung: Sammelheften, Klebebinden, Falzen, Zusammentragen, Schneiden, Folienkaschieren und Stanzen.

Pressekontakt:

ICD Hamburg GmbH
Frau Michaela Schöber
Gustav-Leo-Straße 15
20249 Hamburg

fon ..: 040/46777010
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Zusammentragen mit Format

Neuer Zusammentragturm für Landscape-Broschüren überzeugt mit Effizienz und Ergonomie

BildSeit 2016 ist mit dem Mark III die dritte Entwicklungsstufe der StitchLiner-Produktfamilie von Horizon auf dem Markt. Der variable Sammelhefter für die industrielle Produktion setzt seitdem in Bezug auf Präzision und Automatisierung Maßstäbe in der Broschürenfertigung. Jetzt hat der japanische Weiterverarbeitungsspezialist auch die Zusammentragmaschine, mit der die Bogen dem Sammelhefter zugeführt werden, einer Generalüberholung unterzogen. Mit individueller Luftzufuhr in jeder Station zieht der neue VAC-L600H auch kritische Papiere und Formate fehlerfrei ab.

1989, genau vor 30 Jahren, hat Horizon die erste vertikale Einzelblatt-Zusammentragmaschine auf den Markt gebracht. Mit den sich wandelnden Anforderungen von Buchbindereien und Druckereien wurde die VAC-Serie seitdem permanent weiterentwickelt und für verschiedene Anwendungen diversifiziert. Pünktlich zum 30. Produktjubiläum präsentiert Horizon nun das neueste Modell VAC-L600H, bei dem sowohl Produktivität als auch Ergonomie noch einmal spürbar verbessert wurden, was Unternehmer und Bediener gleichermaßen freuen dürfte.

Der VAC-L600H verfügt über sechs Ladestationen, die jeweils Bogenlängen bis zu 610 mm aufnehmen. Damit ist der Zusammentragturm die perfekte Ergänzung für den StitchLiner Mark III, um Broschüren im Format A4 quer zu produzieren. Das System ist modular ausbaufähig auf bis zu sechs Türme à sechs Stationen. Damit sind Broschüren bis zu 144 Seiten Umfang möglich. Um auch breite Bogen sicher und komfortabel einlegen zu können, wurde die Geometrie der Stationen optimiert. Außerdem profitiert der Bediener von einem deutlich reduzierten Geräuschpegel. Positiv für die Entwicklung der Betriebskosten ist der Energieverbrauch, der mit 1,6 kWh pro Turm 30 % unter den Vorgängermodellen liegt.
Der wesentliche Vorteil des neuen Modells liegt in der Steuerung der Luft in den Stationen. Individuelle und optimierte Luftzufuhr aus zwei Lüftern separat für jede Station und zuverlässige Saugtrommelanleger sorgen für einen sicheren Papiereinzug. Überlappung, Geschwindigkeit, Saug- und Blasluft sind individuell einstellbar und ermöglichen so die Verarbeitung auch kritischer Papiere und Formate.
Im Zusammentragmodus kann der VAC-L600H bis zu 9.900 Sätze pro Stunde verarbeiten. In Kombination mit z.B. dem StitchLiner Mark III sind pro Stunde bis zu 6.000 Broschüren A4 hoch oder 5.300 Broschüren A4 quer möglich. Echten Nonstop-Betrieb ermöglicht das integrierte Doppelzyklus-Programm. Wird für einen Auftrag maximal die Hälfte der Stationen benötigt, kann die andere Hälfte während des Maschinenlaufs beladen werden. Bevor die erste Station leerläuft, wechselt die Touch&Work-Steuerung automatisch zur zweiten Ladung. Wahlweise kann der VAC-L600H nach links oder rechts ausgeben. So kann auf der rechten Seite ein Stapelabsenktisch und auf der linken ein Broschürenfertigungsaggregat angeschlossen werden, um ohne Umbauaufwand zwei unterschiedliche Aufträge gleichzeitig zu bearbeiten.
Mit der integrierten Digitalfunktion ist der VAC-L600H gleichzeitig Digitalfeeder. Aus allen sechs Stationen können damit auch sequenziell gedruckte Bogen abgezogen und zu Sätzen oder Broschüren verarbeitet werden. Damit ist die Zusammentragmaschine ideal ausgestattet für hybride Produktionen aus Offset- und Digitaldruck.

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Vom Fotolabor zur Druckerei

Fujifilm in Willich setzt auf einzigartiges Know-how und maximale Flexibilität in der Weiterverarbeitung

BildIndividuell gestaltete Fotobücher in höchster Qualität, leistungsfähige Software zur Bildoptimierung und immer auf der Suche nach Verbesserungen: Fujifilm Imaging Products & Solutions erlebte einen ungewöhnlichen Wandel vom Fotolabor zur Druckerei. Der Erfolg basiert nicht zuletzt auf einer umfassend automatisierten Weiterverarbeitung mit Systemen von Horizon.

Meist waren es klassische Akzidenzdruckereien, die sich mit fortschreitender Digitalisierung neu erfinden mussten, aber trotzdem Druckereien geblieben sind – wenn auch mit einer vollkommen veränderten technischen Ausstattung. Bei Fujifilm war das anders. Um langfristig bestehen zu können, musste sich das einstige Fotogroßlabor nach und nach erst in eine Druckerei verwandeln.

Der digitale Wandel war dabei Fluch und Segen zugleich: Einerseits verdrängte die neue Kameratechnik in Windeseile das klassische „Foto vom Negativ“ und machte damit das Kerngeschäft am Fujifilm-Standort Willich obsolet. Andererseits zählt der japanische Fuji-Konzern zu den Pionieren fotografischer Technik überhaupt und transferierte das gesammelte Know-how erfolgreich von der analogen in die digitale Welt. Statt Filmmaterial bildeten fortan Daten die Basis der ausgedruckten Bilder. Parallel dazu etablierte sich das Unternehmen als einer der weltweit führenden Anbieter von Fototerminals für den Sofortdruck in Selbstbedienung.

Kaum ein Jahrzehnt später folgte 2009 der nächste Kurswechsel. Mit der rasanten Verbreitung von Smartphones sank zugleich das Interesse am klassischen Fotoabzug – was sich wiederum unmittelbar auf die Auslastung des Maschinenparks am Fujifilm-Standort Willich auswirkte. Dieses Mal erforderte die Anpassung an veränderte Marktbedingungen faktisch den Wechsel in eine andere Branche: Wo früher Filme entwickelt und millionenfach Urlaubsfotos vergrößert wurden, produziert eine komplett neu geschaffene Digitaldruckerei seitdem hochwertige Fotobücher, für den B2B-Markt wie auch für Endkunden.

Schneller Aufstieg im Fotobuch-Markt
Als Fujifilm den Einstieg in die Druckbranche realisierte, lieferte Horizon die Grundausstattung für die Weiterverarbeitung: Einen 4-Zangen-Klebebinder BQ-470PUR, drei Hardcover-Bindesysteme HCB-2 und zwei Dreiseitenschneider HT-30. Kriterien wie leichte Bedienbarkeit, eine wirtschaftliche Produktion ab Auflage 1 sowie maximale Flexibilität und Schnelligkeit bei der Einrichtung neuer Druckaufträge spielten bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle. Mindestens ebenso wichtig war aber das Vertrauen in den Anbieter: „Mit Fotos kannten wir uns alle bestens aus, aber von Buchdruck hatten wir damals keine Ahnung“, erinnert sich Uwe Raderschadt, Manager Customer Support / Terminal Logistic, der die Umstellung miterlebte und heute bei Fujifilm Imaging Products & Solutions den Kundendienst für Fototerminals leitet. Gleichwohl erfreuten sich Fujifilm-Fotobücher aufgrund der hohen Bildqualität sehr schnell großer Beliebtheit.

Der Erfolg spiegelt sich auch im stetigen Ausbau des Maschinenparks wider. Nach und nach wurden die Kapazitäten der Weiterverarbeitung mit der Installation eines zweiten Horizon Klebebinders BQ-470PUR sowie dem Einsatz eines Dreimesser-Vollautomaten Horizon HT-1000V deutlich erweitert. Und als Horizon mit dem BQ-480 vor gut zwei Jahren den schnellsten am Markt verfügbaren 4-Zangen-Klebebinder präsentierte, wechselte Fujifilm die beiden vorhandenen BQ470-PUR kurzerhand gegen zwei der Nachfolgemodelle aus.

Automatisierte Systeme reduzieren Produktionskosten
Die Entscheidung zum kurzfristigen Umstieg auf Systeme vom Typ BQ-480 kam nicht von ungefähr. Einerseits konnte Fujifilm aus dem Stand heraus den Output an Fotobüchern innerhalb weniger Jahre vervielfachen. Auf der anderen Seite hat sich der Markt für Fotobücher in jüngster Zeit deutlich verändert und steckt momentan in einer Phase der Stagnation. Damit nicht genug, machen die Schnäppchenpreise unzähliger kleiner Online-Druckereien den Premium-Anbietern das Leben schwer. Fujifilm setzt dem ein schwer zu überbietendes Know-how der Fotografie entgegen: Eine bis ins letzte Detail ausgetüftelte und weltweit einzigartige Software zur Bildverbesserung, die aus tausenden von Bilddateien die qualitativ besten Aufnahmen herausfiltert und nicht nur Urlaubsfotografen damit viel Zeit erspart.

Gleichwohl gilt: „Bei der Preisgestaltung haben wir keinen großen Spielraum“, sagt Birgit Dornbusch, Betriebsleiterin von Fujifilm Imaging Products & Solutions in Willich. „Auf Dauer können wir uns nur am Markt behaupten, wenn wir die Produktionskosten bei gleichbleibend hoher Qualität möglichst niedrig halten“, stellt Dornbusch fest, „und mit den umfassend automatisierten Systemen von Horizon fühlen wir uns da gut bedient.“

Sichtbarer Barcode unerwünscht
Ihre Anforderungen sieht Birgit Dornbusch vor allem in der Kombination aus BQ-480 und HT-1000V voll und ganz erfüllt, zumal die Maschinen problemlos den besonderen Wünschen des Kunden angepasst werden konnten. Konkret geht es dabei um die eindeutige Zuordnung eines jeden Fotobuches zum jeweiligen Auftraggeber, was üblicherweise über einen aufgedruckten Barcode sichergestellt wird. Die Kunden empfinden einen sichtbaren Barcode jedoch als störend – und so mussten sich Birgit Dornbusch und ihr Team eine Alternative einfallen lassen. Die Lösung: Die korrekte Zuordnung von Buchblock und Umschlag erfolgt nach wie vor via Barcode, der aber nur auf das Vorsatzpapier gedruckt wird und nach dem Verkleben mit dem Cover nicht mehr sichtbar ist. Nachdem Buchblock und Umschlag im BQ-480 per Barcode richtig zugeordnet und zusammengefügt wurden, werden die Produktinformationen automatisch an einen Etikettierer gesendet, der am Beginn der Kühlstrecke zum HT-1000V verbaut ist. Der Etikettierer wiederum überträgt die Daten an einen selbstklebenden RFID-Chip, der sodann auf der Rückseite des hinteren Vorsatzpapiers angebracht wird. Das fertige Buch kann von nun an bis zur Ankunft beim Empfänger lückenlos nachverfolgt werden, ohne dass die Informationsquelle von außen sichtbar ist.

Pluspunkt leichte Bedienbarkeit
Auf den Horizon Systemen verarbeitet Fujifilm Fotobücher in unterschiedlichen Formaten von A6 bis A4, als Hoch- oder Querformat sowie in quadratischer Form bis maximal 30 x 30 cm. In der Masse geht es um Auflagen zwischen 1 und 5 Exemplaren mit Umfängen zwischen 24 und 120 Seiten, die Bestellungen laufen B2C über den eigenen Webshop oder B2B über Partner aus dem filialisierten Einzelhandel ein. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauert es meist zwei bis drei Tage, den größten Ansturm müssen die insgesamt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fotobuchproduktion in Willich stets kurz vor Weihnachten bewältigen. Saisonale Schwankungen bringen es auch mit sich, dass es Betriebsleiterin Birgit Dornbusch häufig mit angelernten Kräften zu tun hat. Sie selbst ist Dipl.-Ing. Technologie für Kunststofftechnik, absolvierte später noch ein Studium der Betriebswirtschaft und landete als Seiteneinsteigerin bei Fujifilm. Die leichte Bedienbarkeit der Horizon Systeme habe für alle Beteiligten ein wichtiges Entscheidungskriterium dargestellt, stellt Birgit Dornbusch fest, „und als Neuling in der Druckbranche kommt uns das sehr entgegen.“

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