Europäischer Preis für nachhaltige Energie 2026: Deutsche Regulierungsexpertin Dr. Nadia Horstmann nominiert

Der Preis würdigt Frauen, die durch herausragende Aktivitäten dazu beitragen, die Energiewende in Europa voranzutreiben.

(Brüssel/ Berlin) 5. Mai 2026
Dr. Nadia Horstmann, Regulierungsexpertin bei der Bundesnetzagentur, ist in der Kategorie „Frauen in Energie“ für den Europäischen Preis für nachhaltige Energie 2026 nominiert. Die Gewinnerin unter drei Finalistinnen wird durch eine öffentliche Online-Abstimmung ermittelt. Diese läuft ab sofort bis zum 31. Mai. Die Siegerin wird am 9. Juni 2026 bei einer Preisverleihung in Brüssel bekannt gegeben.

Besonderes Augenmerk des Preises liegt auf Bemühungen, die Gleichstellung der Geschlechter sowie Chancengleichheit im Energiesektor zu fördern.

Nadia Horstmann, Leiterin des Referats „Koordinierung Internationales Energie“ bei der Bundesnetzagentur, prägt die Energiewende auf nationaler und europäischer Ebene entscheidend mit. Sie setzt sich durch ihr eigenes Vorbild und die Förderung von Inklusivität für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Ihre Initiativen für strukturiertes Mentoring und Lernen von Gleichgesinnten haben die Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen bei Regulierungsbehörden erhöht. Zudem hat sie erfolgreich Vorschläge zur Erhebung nach Geschlecht aufgeschlüsselter Daten zu Führungspositionen, Expertengruppen und Rednerrollen eingebracht.

Neben ihrer Tätigkeit bei der Bundesnetzagentur leitet Nadia Horstmann auch wichtige Arbeitsgruppen beim Rat der europäischen Energieregulierungsbehörden (CEER). Sie entwickelt politische Strategien und Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien, der Dekarbonisierung und von Innovationen auf dem Energiemarkt.

Als Verfechterin der Geschlechtergleichstellung im Energiesektor ist sie Co-Vorsitzende der Initiative „Frauen in Energie“ im Internationalen Verband der Energieregulierungsbehörden (ICER). Im Jahr 2025 rief sie die Initiative „Frauen in Energie“ beim CEER ins Leben.

„Die Verankerung der Geschlechtergleichstellung auf diesen Ebenen stellt sicher, dass vielfältige Talente Innovationen vorantreiben, was zu nachhaltigen Lösungen führt, die die Energie- und Klimaziele der EU schneller und inklusiver voranbringen“, erklärt Nadia Horstmann. „Wenn diese Ansätze breitere Anwendung finden, können sie die Energiewende in ganz Europa beschleunigen und gleichzeitig einen wirklich gerechten Energiesektor fördern.“

„Ich zeige konkrete Beispiele von Frauen, die in einflussreichen, zukunftsrelevanten Energiesektoren herausragende Leistungen erbringen“, sagt Nadia Horstmann. Sie fügt hinzu, dass sie Frauen betreut, die in Projekte im Bereich erneuerbare Energien einsteigen, und ihnen hilft, technisches Fachwissen und berufliche Netzwerke aufzubauen. „Durch Workshops, Öffentlichkeitsarbeit an Universitäten und die Teilnahme an Branchenveranstaltungen zeige ich, dass Frauen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der nachhaltigen Energiezukunft Europas spielen. Diese Maßnahmen inspirieren mehr Frauen dazu, eine Karriere im Energiesektor anzustreben, und positionieren sie als Innovatorinnen und Führungskräfte in der Energiewende.“

„Nadia Horstmanns Arbeit hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Stärkung von Frauen und deren Rolle bei Dekarbonisierungsmaßnahmen zu schärfen und die Rechtssicherheit in ganz Europa zu stärken. Gleichzeitig geht sie eine der größten Herausforderungen der Energiewende, deren institutionelle Nachhaltigkeit, an“, sagt ihre Kollegin bei der Bundesnetzagentur, Kimberly Kettermann, die zu denjenigen gehörte, die sie für die Auszeichnung nominiert haben. „Nadia verkörpert die neue Generation von Führungskräften im Bereich der sauberen Energie, die den globalen Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft beschleunigen“, so Kimberly Kettermann weiter.

Die anderen Finalistinnen in dieser Kategorie sind Donna Gartland aus Irland und Suzanne Renard aus Frankreich. Donna Gartland treibt Irlands Übergang zu kohlenstoffarmer Wärme voran und fördert gleichzeitig die Gleichstellung der Geschlechter im Energiesektor. Suzanne Renard leitet eine nationale Bewegung, die bürgergeführte Projekte im Bereich erneuerbare Energien zusammenbringt, unterstützt und finanziert, wobei der Schwerpunkt auf Vielfalt liegt.

Die Europäischen Preise für nachhaltige Energie (European Sustainable Energy Awards -EUSEW Awards) zeichnen herausragende Persönlichkeiten, Projekte und Initiativen aus, die Europas Übergang zu sauberer Energie vorantreiben. Die neun Finalist*innen in insgesamt drei Kategorien wurden von einer hochrangigen Jury ausgewählt. Die Kategorien sind: KMU als Treiber der Energieeffizienz, Lokale Energieinitiativen und Frauen im Energiesektor. Abstimmungen sind über folgenden Link möglich: https://interactive.eusew.eu/platform/eusew-2026/awards/

EUSEW 2026
Die Europäische Woche für nachhaltige Energie (EUSEW) ist die größte jährliche Veranstaltung zum Thema erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung in Europa und wird von der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission und der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) organisiert.
Die 20. Ausgabe der EUSEW findet vom 9. bis 11. Juni 2026 in einem hybriden Format statt, vor Ort in Brüssel und online. Die Europäische Woche für nachhaltige Energie umfasst eine dreitägige Konferenz, die Verleihung der Europäischen Preise für nachhaltige Energie, eine Energiemesse sowie Aktivitäten für junge Energiebotschafter.

Die Teilnehmenden haben zudem Zugang zu unabhängig organisierten Tagen der nachhaltigen Energie, die weltweit online und vor Ort stattfinden; die Ausschreibung hierfür läuft bis zum 24. Mai. Aktuelle Informationen zur Agenda und zu den Veranstaltungsorten finden Sie unter ec.europa.eu/eusew sowie auf der neuen Plattform der Europäischen Woche für nachhaltige Energie (EUSEW) auf LinkedIn. Nehmen Sie jederzeit über #EUSEW2026 an der Diskussion in den sozialen Medien teil.

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enercity-Fonds proKlima ist Finalist bei den Europäischen Preisen für nachhaltige Energie 2025

Der enercity-Fonds proKlima ist als öffentlich-private-Partnerschaft in der Kategorie „Lokale Energieinitiativen“ nominiert. Europas Bürger*innen können online über die Gewinner*innen abstimmen.

Bild(Hannover, Berlin, Brüssel, 13. Mai 2025)
Der in Hannover ansässige Klimaschutzfonds proKlima ist einer der drei Finalisten für den diesjährigen Europäischen Preis für nachhaltige Energie (EUSEW). Dieser würdigt Europas beste Projekte und Initiativen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energie.

Der enercity-Fonds proKlima ist als öffentlich-private-Partnerschaft in der Kategorie „Lokale Energieinitiativen“ nominiert. In dieser werden Projekte gewürdigt, die zur Umstellung auf saubere Energie auf kommunaler oder lokaler Ebene beitragen. Die Gewinner*innen in den insgesamt drei Kategorien werden bis zum 1. Juni in einer öffentlichen Online-Abstimmung ermittelt, an der alle EU-Bürger*innen teilnehmen können: https://interactive.eusew.eu/awards/. Die Preisverleihung findet am 10. Juni 2025 in Brüssel statt.

Für proKlima kann auch hier abgestimmt werden: https://interactive.eusew.eu/awards/local-energy-action/proklima.

Bislang hat proKlima etwa 40.000 Projekte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien in und um die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover gefördert, mit denen mehr als 2,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart wurden. Damit liegen die Pro-Kopf-Emissionen in der Stadt neun Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Seit der Gründung von proKlima im Jahr 1998 floss fast die Hälfte der Investitionen in die Förderung der energetischen Modernisierung von Wohngebäuden, auf die 76 Prozent der bisher erreichten CO2-Einsparungen entfallen. Danach folgen die Förderung von Nichtwohngebäuden, von Wärmenetzen und Kraft-Wärme-Kopplung, Solarstromanlagen, Heizungsoptimierung sowie Wärmeerzeugung mit erneuerbarer Energie wie zum Beispiel mit Solarwärmeanlagen und Wärmepumpen. Allein im Jahr 2024 hat proKlima 132 Wärmepumpenlösungen, 593 Photovoltaikanlagen und 168 Fernwärmeanschlüsse mit mehr als 2,9 Millionen Euro gefördert.

„Unser Ziel ist es, langfristige und nachhaltige Lösungen für den Klimaschutz zu etablieren. Die Verbraucher*innen profitieren von komfortablem und energieeffizientem und damit langfristig bezahlbarem Wohnraum, der Energiearmut verhindert. Auf diese Weise greifen Klimaschutz, Wirtschaft und Soziales ineinander und sorgen für mehr Wohlstand und Nachhaltigkeit in der Region“, erklärt proKlima-Geschäftsführer Matthias Wohlfahrt.

Der im Juni 1998 gegründete Fonds unterstützt innovative Projekte, die als Vorbild für andere Regionen dienen können und so die Verbreitung neuer Technologien und Ansätze fördern. Er ist ein von den kommunalen Haushaltsperioden weitestgehend unabhängiges Instrument zur Mittelbeschaffung.

Über proKlima

Der enercity-Fonds proKlima wurde von der Stadt Hannover und ihren Stadtwerken enercity, den Nachbarstädten Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze, der Handwerkskammer Hannover sowie Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen im Juni 1998 als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (proKlima GbR) gegründet. Er ist bis heute in dieser Form europaweit einzigartig.
Über 117 Millionen Euro wurden in den letzten 27 Jahren über Einzahlungen in den Fonds durch den Energieversorger enercity, die Landeshauptstadt Hannover und die beteiligten Nachbarkommunen bereitgestellt. Die Mittel werden aus Gasverkaufserlösen, dem Gewinn von enercity und den Konzessionseinnahmen in den Kommunen bereitgestellt. Jeder Euro an proKlima-Mitteln löst mindestens 13 Euro an weiteren Investitionen aus.

Der Klimaschutzfonds ist seit 1998 mit einer konstanten Finanzierung ausgestattet, die auf eine breit angelegte und individuelle Förderung abzielt. Ist ein Antrag bewilligt, wird das Budget für das Projekt reserviert, die Umsetzung geprüft und nach erfolgreichem Abschluss das Geld ausgezahlt.

https://interactive.eusew.eu/awards/local-energy-action/proklima
https://www.proklima-hannover.de/

Zitate von proKlima-Geschäftsführer Matthias Wohlfahrt

„Wir haben frühzeitig neue Technologien und hohe energetische Standards eingeführt“, sagt Wohlfahrt und verweist auf ein gefördertes Projekt in Hannover-Kronsberg, einer der ersten Passivhaussiedlungen, bei dem mehrere Häuser in hohem Energieeffizienz-Standard errichtet wurden. „Von da an entstanden weitere Passivhausgebäude in Hannover und weltweit. Die Region hat sich zu einem Kompetenzzentrum für diese Technologie entwickelt“.

proKlima engagiert sich auch stark in Schulen und Kindertagesstätten: „Im Jahr 2024 haben wir mit 163 Workshops und Bildungsprojekten mehr als 15.000 Teilnehmende erreicht. In diesem Jahr werden wir die 17. „Effizienztagung klimaneutral Bauen und Modernisieren“ in Hannover mitorganisieren, die sich an Berater*innen, Planende, Architekt*innen und Studierende richtet. Außerdem unterstützen wir Schulungen im Handwerk. „

„Handwerksbetriebe und Unternehmen, die gemäß unserer Qualitätsanforderungen bauen, installieren auch außerhalb unseres Fördergebietes Anlagen hoher Qualität. Wenn unser Konzept adaptiert und nachgeahmt würde, könnte die Wirkung vervielfacht werden“, sagt Wohlfahrt und fügt hinzu, dass andere Städte das Modell einfach übernehmen könnten.

EUSEW 2025

Mit den Europäischen Preisen für nachhaltige Energie (EUSEW Awards) werden herausragende Einzelpersonen und Projekte für ihre Innovationen und Bemühungen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien ausgezeichnet. Die neun Finalist*innen wurden von einer hochrangigen Jury in drei Kategorien ausgewählt: Innovation, lokale Energieinitiativen und Frauen im Energiebereich. Die Finalist*innen werden bis zum 1. Juni einer öffentlichen Online-Abstimmung unterzogen. Die Gewinner*innen werden während der EUSEW-Preisverleihung am 10. Juni 2025 bekannt gegeben.

In der Kategorie „Lokale Energieinitiativen“ werden von einer Gruppe von Bürger*innen oder Verbraucher*innen durchgeführte Aktionen für nachhaltige Energie gewürdigt, die zur Umstellung auf saubere Energie auf kommunaler oder lokaler Ebene beitragen. Sie inspirieren und motivieren auch andere, ähnliche Schritte für eine EU-weite Einführung zu unternehmen, was zu wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen führt. Die anderen Finalist*innen in dieser Kategorie sind Amiestas in Litauen und Community Energy for Social Housing in Otterbeek, Belgien.

Amiestas ist eine öffentliche gemeinnützige Einrichtung, die in der litauischen Hauptstadt Vilnius einen One-Stop-Shop (OSS) für energieeffiziente Renovierungen betreibt. Community Energy for Social Housing in Otterbeek bietet bedürftigen Mietern Zugang zu erneuerbarer Energie.

Die Europäische Woche für nachhaltige Energie (EUSEW), die größte jährliche Veranstaltung zum Thema erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung in Europa, findet vom 10. bis 12. Juni unter dem Motto „Eine faire und wettbewerbsfähige grüne Transformation vorantreiben“ statt. Die Veranstaltung bringt Behörden, Industrie, Nichtregierungsorganisationen und Verbraucher*innen zusammen, um Initiativen zur Beschleunigung der Dekarbonisierung durch grüne Technologien und Lösungen für einen fairen und gerechten Übergang für Menschen und wettbewerbsfähige Unternehmen zu fördern.

Information für Journalist*innen:

Anmeldungen zur Teilnahme vor Ort in Brüssel und die Online-Teilnahme sind ab sofort möglich unter: https://interactive.eusew.eu/register/.

Für allgemeine Interviewanfragen mit allen Finalist*innen der EUSEW Awards oder weitere Medieninformationen wenden Sie sich bitte an media@eusew.eu.

Für Interviewanfragen mit proKlima-Geschäftsführer Matthias Wohlfahrt oder zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an: KaiserCommunication GmbH, Guntram Kaiser, Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin, kaiser@kaisercommunication.de oder +49 172 242 7477

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