Wassertreten gegen den Zeitgeist: Warum ein Allgäuer Hotel Kneipp nicht aufgibt

Kneipp klingt angestaubt – und wirkt plötzlich wieder modern: Im Prinz-Luitpold-Bad wird die alte Wasseranwendung als einfache Gesundheitsroutine neu entdeckt.

BildBad Hindelang, Juli 2026 – Wellness ist heute oft warm, weich und perfekt inszeniert. Es geht um Duft, Design, Entspannung, Rückzug und Wohlgefühl. Kneipp passt auf den ersten Blick nicht so recht in dieses Bild. Es ist schlicht, manchmal kalt, ein wenig störrisch und lange Zeit nicht gerade als glamouröses Zukunftsthema aufgefallen.

Im Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang gehört Kneipp dennoch bis heute zum Haus. Das traditionsreiche Natur- und Wellnesshotel, dessen Geschichte bis ins Jahr 1864 zurückreicht, verbindet Wasser, Natur, Bewegung und Erholung seit Generationen. Während viele klassische Kneippbetriebe und Kurangebote im Laufe der Zeit verschwunden sind, ist die Wasseranwendung im Prinz-Luitpold-Bad nie ganz aus dem Blick geraten.

„Natürlich weiß ich, dass Kneipp nicht nach Zukunftslabor klingt“, sagt Geschäftsführer Armin Gross. „Es klingt eher nach weißem Bademantel, kaltem Wasser und einem Schild, auf dem steht, was man alles falsch machen kann. Aber vielleicht ist das ein Fehler: Wir haben Kneipp zu lange als Kurvorschrift betrachtet – und zu wenig als einfache, ziemlich kluge Gesundheitsroutine.“

Dass Kälte und Wasser heute wieder Aufmerksamkeit bekommen, zeigt sich auch am Trend zum Eisbaden. Was dort oft spektakulär, extrem und medienwirksam inszeniert wird, hat in der Kneipp-Tradition eine deutlich alltagstauglichere Form: kurze Reize, regelmäßige Anwendung, Maßhalten und Körperwahrnehmung. Nicht Heldentum im Eiswasser steht im Mittelpunkt, sondern das bewusste Wechselspiel von Wärme, Kälte, Bewegung und Ruhe.

„Eisbaden ist die spektakuläre Variante. Kneipp ist die alltagstaugliche“, sagt Gross. „Vielleicht brauchen wir heute beides: den Mut zur Kälte und die Klugheit des Maßes.“

Für Gross ist das Thema auch persönlich geprägt. „Mir persönlich hat regelmäßiges Kneippen bei meinem Blutdruck geholfen. Das ist natürlich keine medizinische Empfehlung und ersetzt keinen Arzt. Aber es hat mir gezeigt, dass in diesen alten Anwendungen mehr steckt als Folklore.“ Auch Gäste berichten immer wieder von ähnlichen Erfahrungen. Ein Gast erzählte ihm etwa, dass regelmäßige Anwendungen seinen Kniebeschwerden so gutgetan hätten, dass eine bereits angedachte Operation für ihn zunächst kein Thema mehr gewesen sei. „Solche Geschichten sind Einzelfälle und müssen auch so erzählt werden“, sagt Gross. „Aber sie machen neugierig.“

Wissenschaftlich betrachtet gibt es Hinweise, dass Wasseranwendungen, Bewegung im Wasser und balneologische Verfahren bei bestimmten Beschwerden positive Effekte auf Wohlbefinden, Schmerzempfinden, Funktion und Kreislauf haben können. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber Teil eines gesundheitsbewussten Lebensstils sein. Genau darin sieht Gross die heutige Chance von Kneipp: nicht als Heilsversprechen, sondern als niedrigschwellige, körperlich erfahrbare Routine.

Auch die aktuelle Entwicklung im Wellnessbereich spricht dafür, alte Gesundheitskultur nicht vorschnell als überholt abzutun. Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad wurde zuletzt mit dem DACH Spa Award 2026 ausgezeichnet und erhielt außerdem die Klassifizierung als Wellness Stars Hotel. Für Gross ist das kein Widerspruch: „Moderne Wellness muss nicht heißen, dass man alte Gesundheitskultur über Bord wirft. Im Gegenteil: Manchmal wird ein Angebot gerade dann zeitgemäß, wenn man es vom Staub befreit.“

Hinzu kommt ein neuer Blick auf Kühle. In heißen Sommern wird kaltes Wasser nicht nur als Reiz, sondern auch als Sehnsuchtsort wahrgenommen. Schatten, Bergluft, Bach, Außenpool, Natur und Kneipp-Anwendungen stehen für eine Form der Erholung, die nicht lauter werden muss, um wirksam zu sein.

„Kneipp ist nicht sexy. Aber ziemlich klug“, sagt Gross. „Vielleicht ist es gerade deshalb wieder interessant.“

Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad möchte Kneipp deshalb nicht als museale Kurtradition erzählen, sondern als Teil einer einfachen, europäischen Gesundheitskultur: Wasser, Bewegung, Natur, Rhythmus und Maß. Oder, wie Gross es zusammenfasst: „Wassertreten gegen den Zeitgeist – das klingt nach Trotz. Für mich klingt es vor allem nach einer alten Idee, die wieder erstaunlich gut in die Zeit passt.“

Über das Hotel Prinz-Luitpold-Bad

Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang ist ein familiengeführtes Natur- und Wellnesshotel im Allgäu. Das Haus besteht seit 1864 und liegt oberhalb von Bad Oberdorf mit Blick in die Allgäuer Berge. Es verbindet historische Badekultur, Wellness, Natur, regionale Küche und persönliche Gastlichkeit. Zum Wellnessangebot gehören unter anderem Innen- und Außenpool, Saunen, Ruheräume, Naturteich, Garten, Wasseranwendungen und Anwendungen rund um Erholung, Regeneration und Wohlbefinden.

https://www.luitpoldbad.de/de/wellness/medical-wellness/

Weitere Bilder, von gestern und heue: https://www.dropbox.com/scl/fo/gwxwwww5vrto2ho8ngbnj/ALVJ-Q5AkLGvOID2H01ADRA?rlkey=5svvpk1ggxa2l6wldt88fgdok&dl=0

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

A. Gross GmbH & Co. KG Hotel Prinz-Luitpold-Bad
Herr Armin Gross
Andreas-Gross-Str. 7
87541 Bad Hindelang
Deutschland

fon ..: 083248900
fax ..: 08324890379
web ..: https://www.luitpoldbad.de/
email : armin.gross@luitpoldbad.de

Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang ist ein familiengeführtes Natur- und Wellnesshotel im Allgäu. Seit 1864 steht das Haus für Erholung, Gastfreundschaft und die besondere Verbindung von historischer Atmosphäre, alpiner Natur und zeitgemäßem Wellnesskomfort.

Oberhalb von Bad Oberdorf gelegen, bietet das Hotel einen weiten Blick in die Allgäuer Bergwelt und verbindet den Charakter eines traditionsreichen Grandhotels mit der Wärme eines persönlich geführten Hauses. Zum Angebot gehören großzügige Zimmer und Suiten, eine feine regionale Küche, ein vielseitiger Wellnessbereich sowie Programme rund um Bewegung, Natur, Entspannung und Begegnung.

Der Spa-Bereich zählt zu den prägenden Elementen des Hauses: beheizte Pools mit Bergblick, Hallenbad mit hauseigenem Schwefel-Quellwasser, Saunen, Ruheräume, Anwendungen mit Moor, Kräutern, Heu und Schwefelwasser sowie ein weitläufiger Garten mit Naturteich, Bachlauf und Wald-Day-Beds schaffen einen Ort der Ruhe, der stark von seiner Lage und Geschichte geprägt ist.

Neben Wellness und Erholung bietet das Hotel Prinz-Luitpold-Bad auch Raum für Tagungen, Seminare, Feste und besondere Urlaubsprogramme. Die Philosophie des Hauses verbindet gewachsene Tradition mit einem natürlichen, persönlichen und herzlichen Gastgeberverständnis.

Geführt wird das Hotel von der Familie Gross in der vierten Generation. Das Haus versteht sich als Ort, an dem Gäste nicht nur übernachten, sondern ankommen, aufatmen und neue Kraft schöpfen können.

Pressekontakt:

A. Gross GmbH & Co. KG Hotel Prinz-Luitpold-Bad
Herr Armin Gross
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87541 Bad Hindelang

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Eisbaden in der Pension Leuchtenburg – Wim Hof-Methode am Kalterer See erleben

Gastgeber der Pension Leuchtenburg und zertifizierter Wim Hof-Instructor startet ein ganzjähriges Eisbade-Angebot für alle, die die transformative Kraft der Wim Hof-Methode entdecken möchten.

BildKälte als Körpertraining hat derzeit Konjunktur, doch Gastgeber Jan ist seinen ganz persönlichen Weg in Richtung Eiseskälte gegangen und teilt diese tiefgreifende Erfahrung aus Überzeugung mit interessierten Gästen. Es begann auf dem Eis, als der einstige Profisportler eine schwere Gehirnerschütterung erlitt und seine Eishockey-Karriere für immer an den Nagel hängen musste. „Nach meinem Unfall hatte ich Konzentrationsprobleme, Angstzustände und musste meine Karriere sowie den Job bei einer Unternehmensberatung beenden. In dieser schweren Zeit erzählte mir ein Freund von der Wim Hof-Methode und den Atemtechniken. Schon beim ersten Ausprobieren spürte ich die Kraft der Methode, und seither begleitet sie mich täglich. Sie half mir zurück ins Leben zu finden und eine neue, tiefere mentale Stärke zu entwickeln.“

Diese neu gewonnene Stärke und der Wunsch anderen zu helfen, inspirierten Jan schließlich dazu, eine Ausbildung zum Wim Hof-Instructor zu absolvieren und die Methode professionell anzubieten. „Ich möchte meinen Gästen zeigen, dass wir durch die Kälte, die Atemtechniken und das richtige Mindset eine ganz neue Resilienz entwickeln können – nicht nur gegenüber der Kälte, sondern auch im Alltag,“ so Jan.

Die Ausbildung vermittelt eine ganzheitliche Herangehensweise, von Atem- und Achtsamkeitstechniken bis hin zu Resilienz-Trainings und dem sicheren Anleiten von Eisbädern. Ein zentraler Aspekt ist das Erlernen der Selbstkontrolle: Teilnehmer lernen, wie sie mit mentaler Stärke auch schwierige körperliche Situationen meistern können, anstatt die Kälte lediglich auszuhalten. Regelmäßige Kälteanwendungen wie das Eisbaden fördern die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen und verbessern den mentalen Fokus. „Ziel ist nicht, im Eisbad möglichst lange durchzuhalten, sondern Kälte bewusst zu erleben und sie sogar genießen zu können,“ erklärt Jan.

Effekte spürbar ab der ersten Session

Die positiven Effekte der Methode sind oft sofort spürbar: „Schon ein 2-Minuten-Eisbad kann Wohlfühlhormone wie Dopamin um bis zu 250 % und Noradrenalin um 530 % steigern, was Konzentration und Motivation merklich verbessert.“ Auch die Atemtechnik spielt eine Schlüsselrolle und wirkt nachweislich entspannend, da sie den „Hier-und-Jetzt“-Modus des Gehirns aktiviert und Ängste reduziert. Jan ist fasziniert von der Fähigkeit, das autonome Nervensystem bewusst zu beeinflussen und das persönliche Wohlbefinden zu steigern. „Es ist unglaublich, wie wir durch die Kälte und Atemtechniken in der Lage sind, unseren Körper und Geist neu zu stärken. Die Methode zeigt uns, dass wir weit mehr schaffen können, als wir glauben. Diese Erfahrung möchte ich unseren Gästen weitergeben.“

Die Leuchtenburg – der ideale Ort für Wim Hof-Method-Workshops

Ab sofort bietet die Pension Leuchtenburg am Kalterer See das ganze Jahr über Eisbade-Möglichkeiten an. Wenn der Kalterer See im Frühjahr zu warm für eiskalte Erfahrungen wird, steht eine Eistonne bereit, die konstante Bedingungen sicherstellt. Und die Seesauna direkt am Ufer ist ein weiterer glücksbringender Kontrast. Interessierte und Hotelgäste können sowohl individuelle Sessions mit Jan buchen als auch an ein- oder mehrtägigen Workshops teilnehmen, die sowohl die Wim Hof-Atemtechnik als auch das Eisbaden umfassen. Hier ist meist auch eine geführte Wanderung in Shorts und Handschuhen bei bis zu -20 Grad auf einen Gipfel in den Dolomiten beinhaltet. Mit gezielter Vorbereitung und Atemtechnik ist diese außergewöhnliche Erfahrung für jeden Teilnehmer machbar. Für Hotelgäste ist eine Einführung in die Atemtechnik kostenfrei. Ein tiefergehender „Fundamentals Workshop“ mit Fokus auf die Theorie und Praxis des Eisbadens wird für 100 EUR pro Person angeboten, während mehrtägige Retreats mit Winterwanderungen und weiterführenden Techniken ebenfalls zur Verfügung stehen.

Sicherheit steht an erster Stelle

Eisbaden ist nicht für jeden geeignet: Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Epilepsie, Raynaud-Syndrom Typ II oder Herzkreislauferkrankungen sollten vorsichtig sein und die Methode nur nach ärztlicher Rücksprache ausprobieren. Bei sachgemäßer Anleitung und Vorbereitung jedoch kann die Wim Hof-Methode vielen Menschen helfen, ihre Gesundheit zu verbessern und ein neues Lebensgefühl zu entdecken.

Winterlicher Rückzugsort für Genuss und Erholung am See

Neben den individuellen Eisbade-Sessions mit Jan und den Workshops bietet die Pension Leuchtenburg eine ideale Umgebung für Erholung und Genuss in den Wintermonaten. Nach einem intensiven Tag beim Eisbaden oder Winterwandern können Gäste erst die Saunen und anschließend die kreative Küche von Chefkoch Luca und die regionale Weinauswahl von Jans Partnerin und Sommelière Kat genießen. Das Boutiquehotel mit nur 12 Zimmern auf der ruhigen Seite des Sees, umgeben von schönster Berg- und Naturkulisse, ist der ideale Ort, um den Winter zwischen Stille, innerer Einkehr und transformierenden Erfahrungen zu erleben, um so die Verbindung zur Natur zu vertiefen.

„Die Leuchtenburg ist für uns mehr als nur eine Unterkunft,“ sagt Jan. „Hier sollen unsere Gäste aufblühen und wachsen, das Leben und die Schönheit der Natur in all ihren Facetten genießen.“

Anmeldung und Information
Interessierte können sich bereits jetzt für die Wim Hof-Workshops in der Leuchtenburg anmelden und eine transformative Erfahrung am Kalterer See erleben.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ARPR
Frau Anja Reinhardt
Thalkirchnerstraße 27
80337 München
Deutschland

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email : pr-agentur@anja-reinhardt.de

ARPR ist eine Boutique PR-Agentur für Hotels und Urlaubsdestinationen. Seit dem Jahr 2016 betreut die Agentur mit Sitz in München namhafte Kunden der Tourismusbranche. Zum aktuellen Portfolio zählen u.a. die Vinum Hotels Südtirol, die Historic South Tyrol, die Pension Leuchtenburg, das ADEA Lifestyle Suites Fieberbrunn, das Boutique Biohotel Gietschberg sowie die Zugspitz Region und das ZugspitzLand.

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